B54 Schalksmühle Böschungssicherung Ohlerberg
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung des Landesbetriebs Straßenbau NRW für eine Bauleistung zur Sicherung eines Steilhangs am Ohlerberg im Zuge der B54 bei Schalksmühle.
Das Bauvorhaben umfasst die Baustelleneinrichtung mit Verkehrssicherung und Lichtsignalanlagen, die Beräumung und Herrichtung des Baufelds (ca. 750 m²) sowie die eigentliche Hangsicherung mit 200 Boden-/Felsnägeln (GEWI 28, 5 m Einbindetiefe), Erosionsschutzmatten und hochfestem Stahldrahtgeflecht auf bis zu 15 m Höhe. Hinzu kommen Zugprüfungen, Vermessung sowie die Erstellung von Bauwerksbuch und digitalen Bestandsunterlagen.
Die Bauzeit beträgt rund 2,5 Monate. Angebote müssen bis zum 11.11.2026, 10:59 Uhr vorliegen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme ermittelt. Berücksichtigt werden die nachgerechnete Angebotssumme, preislich günstigere Grund- oder Wahlpositionen, gegebenenfalls monetarisierte Zuschlagskriterien sowie ein eventueller Nachlass ohne Bedingungen.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Verkehrssicherung
Einrichten und Vorhalten der Baustelle für rund 2,5 Monate inkl. Geräte, Werkzeuge, Baubüros, Unterkünften, Werkstätten, Lagern sowie Strom-, Wasser- und Fernsprechanschlüssen.
Schutz der Straße, der Straßenrandmulde und bestehender Ver- und Entsorgungsleitungen über die gesamte Bauzeit. Aufstellung eines Stahlgitter-Bauzauns (2,00 m hoch, ca. 70 m). Räumung der Baustelle nach Abschluss.
Verkehrssicherung nach Regelplan BI/6 inkl. Erstellung des Verkehrszeichenplans und Einleitung des Genehmigungsverfahrens. Zwei transportable Lichtsignalanlagen mit GSM-Modul auf-/abbauen und für 75 Tage vorhalten. Kontrollfahrten auf Anweisung des Auftraggebers oder der zuständigen Behörde einplanen.
Baufeldberäumung und Herrichtung
Bauausführungsvermessung und Absteckung für Baufeldfreimachung, Schutznetz und Fangschürze. Aufmaß nach gemeinsamer Begehung binnen 5 Tagen in zweifacher Papierausfertigung plus PDF.
Freimachen des Baufelds (ca. 750 m²) von Hecken, Buschwerk, Bäumen, Schnittgut, Müll, Unrat und losem Gestein sowie fachgerechte Fällung von Bäumen (Stammdurchmesser 10–30 cm und 30–50 cm) und Stubben-/Vegetationsrückschnitt. Häckseln und Zwischenlagern des Holzes; Verwertung/Entsorgung aller anfallenden Materialien nach Wahl des Auftragnehmers gemäß Kreislaufwirtschafts-/Abfallgesetz, einschließlich Abfallnachweise.
Beräumung loser, brüchiger oder stark verwitterter Felsflächen von Hand oder mit einfachen mechanischen Geräten unter Berücksichtigung von Steilhangarbeiten und Erschwernissen durch schwierige Erreichbarkeit. Berücksichtigung einer ggf. vorhandenen Schadstoffbelastung.
Schutznetzsicherung (Hangsicherung)
200 GEWI 28-Boden-/Felsnägel mit 5,00 m Einbindetiefe liefern, bohren, einbauen und vermörteln; Kupplungsmuffen, Kontermuttern und Verpressschläuche einrechnen. Führen von Bohrprotokollen und Dokumentation der Injektionsverläufe, Lage, Neigung und Einbindetiefe; regelmäßige Übergabe an die Bauüberwachung. Bei Standardabweichungen Abstimmung mit geotechnischer Baubegleitung.
Vorspannen der Nägel zwischen 30 und 50 kN, Ablängen, Zinkbeschichten und Bestücken mit Krallplatten gemäß Systemherstellerangaben. Zulage Mehrlänge GEWI 28 (70 m) und Mehrverbrauch Ankermörtel (200 kg) vor Einbau mit geotechnischer Baubegleitung und Bauüberwachung abstimmen.
Verlegung und Befestigung von 100 m² Erosionsschutzmatten (TECMAT oder gleichwertig) nach Herstellerangaben; Einsatz von 100 m Gewebe-Strümpfen bei entsprechenden geologischen Verhältnissen nach Zustimmung der Bauüberwachung.
Einbau von 800 m² hochfestem Stahldrahtgeflecht mit 150 m Randseilen (D 12 mm), 120 Drahtseilklemmen, 30 Abdeckkappen und 200 Systemkrallplatten P33; randseitige Verbindung der Randseile mit Pressklauen und Ösenankern, kraftschlüssiger Anschluss von Anker- und Meshverbindungen. Berücksichtigung des Korrosionsschutzes nach Anforderung.
Zugprüfungen (5 Stück) nach DIN 1997 (EC 7) und DIN EN 1537 inkl. Verformungsmessung, Prüfprotokoll, Auf-/Umsetzen/Abbau und ggf. geeignetem Widerlager; Prüflage vor Ort mit AG und Planer abstimmen. Eignungs-/Belastungsprüfungen und örtliche Werkabnahme durch den Systemlieferanten mit Abnahmeprotokoll.
Technische Bearbeitung, Beweissicherung und Dokumentation
Vorankündigung nach Baustellenverordnung spätestens zwei Wochen vor Baustelleneinrichtung an die zuständige Behörde übermitteln, sichtbar/witterungsgeschützt aushängen und bei erheblichen Änderungen anpassen.
Beweissicherung der Straße und angrenzender Bauteile (Zuwegungen, Arbeitsflächen) mit mindestens 50 Fotos, schriftlicher Aufnahme örtlicher Feststellungen und Unterschrift privater Grundstückseigentümer; Bericht mit Fotodokumentation vor Beginn und nach Ende der Arbeiten übergeben.
Bestandsvermessung nach Bauabschluss mit georeferenzierten Vermessungsunterlagen im DWG-Format; Vermessungsdaten tabellarisch mit UTM-Koordinaten und Höhenangaben; Bestandsübersichtszeichnungen zusätzlich als maßstabsgerechte DIN-A1- und DIN-A3-Plots (je zweifach).
Bestandsunterlagen nach ZTV-ING Teil 1 Abschnitt 2 je Teilbauwerk; Bauwerksdaten nach ASB-ING inkl. digitaler Bilder, Pläne und Dokumente; zwei farbige Ausdrucke des Bauwerksbuchs; digitale Daten auf externer Festplatte USB 2.0 oder USB-Stick im ASB-ING-Übergabeformat. Digitalisierte Felssicherungsunterlagen gemäß Handlungsanweisung des Landesbetriebs Straßenbau NRW; Bauwerksbuch zur Felssicherung in der aktuellen Version SIB-Bauwerke.
Bauwerksdaten spätestens 10 Werktage vor Abnahme als komprimierte 1.cab-Datei auf CD-ROM oder DVD-ROM vorlegen (zwei farbige Ausdrucke des gesamten Bauwerksbuchs plus ein farbiger Ausdruck des Datenblatts beifügen).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZwingende Eignung – Zuverlässigkeit und rechtliche Ausschlussgründe
Erklärung, dass keine schweren Verfechtungen die Zuverlässigkeit als Bewerber infrage stellen. Angaben zu Ausschlussgründen gemäß § 6e EU VOB/A, einschließlich möglicher Verstöße gegen Vorschriften mit Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 € in den letzten zwei Jahren sowie etwaiger Ausschlussgründe nach § 6e Abs. 6 EU VOB/A. Sofern Ausschlussgründe nach § 6e Abs. 1–4 EU VOB/A vorliegen, Darlegung von Selbstreinigungsmaßnahmen. Ab Auftragssumme 30.000 € netto behält sich der Auftraggeber eine Abfrage aus dem Wettbewerbsregister vor.
Zwingende Eignung – Steuern, Abgaben, Sozialversicherung, Insolvenz
Erklärung zur ordnungsgemäßen Erfüllung der Pflichten zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen. Bei Berufung in die engere Wahl: Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse und des Finanzamts.
Erklärung, dass kein Insolvenzverfahren oder vergleichbares Verfahren anhängig oder eröffnet wurde, kein Eröffnungsantrag mangels Masse abgelehnt wurde und das Unternehmen weder in Liquidation befindet noch seine Tätigkeit eingestellt hat; auf Verlangen Vorlage eines rechtskräftig bestätigten Insolvenzplans.
Zwingende Eignung – Befähigung, Berufsgenossenschaft
Angaben zur Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle oder bei der Industrie- und Handelskammer (oder: Erklärung, dass eine Eintragung nicht erforderlich ist). Bei Berufung in die engere Wahl: Gewerbeanmeldung, Registerauszug und sonstige Nachweise.
Erklärung der Mitgliedschaft bei der Berufsgenossenschaft; bei engerer Wahl qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung inklusive Lohnsummenangabe.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Angabe des geforderten Mindestjahresumsatzes (Feld im Formular vorhanden, im Auszug nicht beziffert). Angabe des geforderten Mindestjahresumsatzes im Tätigkeitsbereich des Auftrags (ebenfalls nicht beziffert). Jahresumsätze für drei Jahre (Felder im Formular leer). Auf Verlangen Bestätigung eines vereidigten Wirtschaftsprüfers/Steuerberaters oder testierte Jahresabschlüsse/GuV.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Geeignete Referenzen über vergleichbare Bauleistungen aus den letzten fünf Kalenderjahren (mindestens drei Felder im Formular vorgesehen; Bezeichnung, Auftragswert des eigenen Anteils, Ausführungszeitraum, Auftraggeber). Erklärung, dass die für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Auf Verlangen Angabe der im Durchschnitt der letzten drei abgeschlossenen Kalenderjahre beschäftigten Arbeitskräfte (gegliedert nach Lohngruppen) und des technischen Leitungspersonals.
Ergänzende Nachweise und personelle Anforderungen
Im Auszug nicht angekreuzt: technische Fachkräfte/technische Stellen, technische Ausrüstung, QM-Maßnahmen, Lieferkettenmanagement, Studiennachweise/Bescheinigungen Befähigung, Umweltmanagement sowie Erklärung zu Geräten/technischer Ausrüstung – nur relevant, soweit die Vergabestelle die Felder angekreuzt hat.
Präqualifikation: Nachweis im Präqualifikationsverzeichnis mit Nummer und Name (falls zutreffend). Benennung SiGeKo und Stellvertretung mit der nach Baustellenverordnung und RAB 30 geforderten Qualifikation. Angabe verfügbarer Arbeitskräfte. Benennung von Bauleitung, Verkehrssicherung, statischer/konstruktiver Bearbeitung, Traggerüsten/Arbeits- und Schutzgerüsten sowie SiGeKo – die optionalen Checkboxen sind im Auszug nicht angekreuzt.
Vergleichbare Bauleistung aus den letzten fünf Kalenderjahren
Bezeichnung der Leistung, Auftragswert des eigenen Anteils, Ausführungszeitraum, Auftraggeber; auf Verlangen Bescheinigung über ordnungsgemäße Ausführung und Ergebnis
Angabe Jahresumsatz (3 Jahre)
Eintrag im Eignungsformular; auf Verlangen Bestätigung Wirtschaftsprüfer/Steuerberater oder testierte Jahresabschlüsse
Im Durchschnitt der letzten 3 Jahre beschäftigte Arbeitskräfte
Auf Verlangen, gegliedert nach Lohngruppen, plus gesonderte Angabe technisches Leitungspersonal
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
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