Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadtwerke Essen AG (SWE) erweitern im Zuge der Klimaneutralität bis 2045 ihr Wärmenetz in Essen-Überruhr/Burgaltendorf zu einem Niedertemperaturwärmenetz. Los 2 umfasst die technische Due Diligence und Analyse des bestehenden GEWOBAU-Bestandsnetzes (Versorgung von 84 Gebäuden / ca. 891 Wohneinheiten).
Gesucht wird ein Dienstleister, der den technischen Zustand und den Restwert des Bestandsnetzes bewertet, eine Risiko-Matrix erstellt, den Investitionsbedarf für die nächsten 20 Jahre ermittelt und Optionen für Anschluss und Betriebsumstellung auf ein neues Niedertemperaturnetz (75 °C / 55 °C) prüft. Ergebnis ist ein Wertgutachten als Entscheidungsgrundlage, ob das Bestandsnetz weiter genutzt werden kann.
Das Verfahren ist ein EU-weites Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb (SektVO); nach dem Wettbewerb werden 3–5 Bieter zur Angebotsabgabe aufgefordert. Die Leistung ist reine Beratung/Planung – keine Bauleistungen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis50%
Angebotswertungspreis (Pauschalfestpreis inkl. Nebenkosten, netto). Bewertung anhand der Preisformel: niedrigster Preis erhält 250 Punkte (= 50% der Gesamtpunktzahl). Maximal 250 Wertungspunkte.
- Umsetzungskonzept30%
Konzeptionelle Darstellung des Vorgehens bei Restwertermittlung, Wertung der Wartung und Betriebsweise, Investitionsbedarf und Netzanschluss/Betriebsumstellung. Bewertung auf Skala 0–5 Punkte nach Schlüssigkeit und Plausibilität. Max. 5 Seiten DIN A4, Schriftgröße 11pt Arial. Bewertung mit 0 oder 1 Punkt führt zum Ausschluss. Maximal 150 Wertungspunkte.
- Qualifikation und Erfahrung des mit dem Auftrag betrauten Projektteams20%
Persönliche Referenzen der Projektleitung und stellv. Projektleitung (Mind. 5 Jahre Berufserfahrung). Pro Referenz 2,5 Punkte bei Erfüllung der Mindestanforderungen a)–d); weitere 2,5 Punkte bei Erfüllung von Zusatzanforderung e) (Großwärmepumpe ≥5 MW). Maximal 5 Referenzen à 5 Punkte = 100 Wertungspunkte.
Preisformel: P = 250 - (((A/N) - 1) × 250), wobei P = zu ermittelnde Punktzahl, N = niedrigster angebotener Gesamtpreis, A = zu wertender Gesamtpreis. Maximum 250 Punkte für niedrigsten Preis; 0 Punkte wenn A ≥ 2×N. Rundung auf volle Punkte kaufmännisch.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAllgemeine Planungs- und Abstimmungsleistungen
Bestandsaufnahme
Restwertermittlung
Erneuerungs- und Instandhaltungsaufwand
Bewertung Netzanschluss und Betriebsumstellung
Ergebnisdokumentation und Liefergegenstände
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAusschlussgründe und Sanktionen
Keine Ausschlussgründe nach § 123 GWB (u. a. einschlägige Verurteilungen, Insolvenz, schwere Verfehlung, wettbewerbsbeschränkende Absprachen, Täuschung, Verstoß gegen § 19 MiLoG, Nichtzahlung von Steuern/Sozialversicherungsbeiträgen). Selbstreinigung durch Schadensausgleich, aktive Zusammenarbeit und technische/organisatorische Maßnahmen möglich.
Russland-Sanktionen (Art. 5k VO (EU) 833/2014): Keine Beteiligung russischer Staatsangehöriger oder in Russland ansässiger/kontrollierter Unternehmen (>50 % Anteile); kein Einsatz von Unterauftragnehmern/Eignungsverleihern aus Russland, wenn >10 % des Auftragswerts betroffen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Formale Anforderungen und Verfahren
Mindestens eine Unternehmens-Referenz, die kumulativ alle Mindestanforderungen a)–d) erfüllt: a) ausformuliertes Wertgutachten bzw. technische Due Diligence für ein Wärmenetz; b) technische Bewertung des Bestandsnetzes UND Betriebsumstellung auf Wärmepumpen-Erzeugeranlage; c) Erstellung einer Risiko-Matrix mit Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen für alle identifizierten technischen Risiken; d) innerhalb der letzten 5 Jahre vor Veröffentlichung der EU-Bekanntmachung erbracht und abgeschlossen. Maximal 5 Referenzen werden gewertet (max. 8 Punkte pro Referenz, gesamt max. 40 Punkte).
Einreichung via Formular VIII; Nachweis über Ansprechpartner beim Auftraggeber. Zusätzlich wertungsrelevante optionale Kriterien: e) Großwärmepumpe ≥ 5 MW, f) Niedertemperaturwärmenetz 50–90 °C (Wärmenetze 4.0) inkl. Hausanschlussstation, g) BAFA-Förderung 'Wärmenetze 4.0' oder BEW-Modul 1 & 2. Für Projektleitung und stellv. Projektleitung ist je mindestens eine persönliche Referenz mit denselben Mindestanforderungen a)–d) nachzuweisen.