Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadtwerke Essen AG suchen für den Bau eines klimaneutralen Niedertemperaturwärmenetzes in Essen-Überruhr/Burgaltendorf einen Projektsteuerer (Los 5). Das Wärmenetz soll im Endausbau rund 4.137 Gebäude versorgen und nutzt Grubenwasser der Zeche Heinrich als Wärmequelle. Der Auftrag umfasst die übergeordnete Steuerung der vier Fachlose (Netzkonzept, Bestandsnetz-Analyse, Planung Energiezentrale, Planung Wärmenetz) sowie die Koordination externer Partner. Das Verfahren ist ein EU-weites Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb nach SektVO. Teilnahmeanträge sind bis 05.10.2026 um 12:00 Uhr ausschließlich über die Vergabeplattform DTVP einzureichen.
Hinweis: Bieter dürfen nur für die Lose 1–4 oder nur für Los 5 ein Angebot abgeben – eine gleichzeitige Teilnahme an Los 5 und den anderen Losen ist nicht zulässig.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis50%
Bewertung anhand der geprüften Angebotssumme (Gesamtpreis netto aller bepreisten Leistungsverzeichnisse). Niedrigster Preis erhält 250 Wertungspunkte; Formel: P = 250 - (((A/N) - 1) x 250). Ab doppeltem niedrigsten Preis: 0 Punkte.
- Umsetzungskonzept30%
Bewertung der konzeptionellen Erläuterung des Bieters hinsichtlich einer zuverlässigen und wirtschaftlichen Leistungserbringung. Maximal 150 Wertungspunkte. Skala 0-5 (0=ungenügend bis 5=sehr gut); 1 oder 0 Punkte führen zum Ausschluss.
- Qualifikation und Erfahrung des mit dem Auftrag betrauten Projektteams20%
Bewertung der eingereichten persönlichen Referenzen der Projektleitung und stellv. Projektleitung. Maximal 100 Wertungspunkte (50 pro Person). Pro Person max. 5 Referenzen wertungsrelevant; je Referenz max. 10 Punkte (3 Punkte Grundwert bei Erfüllung Mindestanforderungen a-d, zzgl. Punkte für Zusatzanforderungen e-g).
Preisformel: P = 250 - (((A/N) - 1) x 250), wobei P = zu ermittelnde Punktzahl, N = niedrigster angebotener Gesamtpreis, A = zu wertender angebotener Gesamtpreis. Überschreitet A das Doppelte von N, werden 0 Punkte vergeben. Bei den Qualitätskriterien: Bewertung auf Skala 0-5 Punkte multipliziert mit der jeweiligen Unterkriteriengewichtung.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektkontext
Die Stadtwerke Essen AG errichten im Essener Stadtteil Überruhr/Burgaltendorf ein neues Niedertemperaturwärmenetz (Wärmenetze 4.0, 50–90 °C), das im Endausbau ca. 4.137 Gebäude versorgen soll. Wärmequelle ist Grubenwasser der Zeche Heinrich, ergänzt durch Gaskessel für Spitzenlast. Das Vorhaben ist Teil der Klimaneutralitätsstrategie der Stadt Essen (Ziel 2045) und wird im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW-Modul 1, Leistungsphasen 2–4, sowie perspektivisch BEW-Modul 2 für den Bau) gefördert. Das Gesamtprojekt ist in fünf Lose gegliedert; Los 5 übernimmt die übergreifende Projektsteuerung.
Stufenweise Beauftragung (AHO-Heft Nr. 9)
Die Beauftragung erfolgt stufenweise:
Initial beauftragt sind die Stufen 1 und 2 in vollem Umfang; die weiteren Stufen können vom Auftraggeber abgerufen werden.
Handlungsbereiche A–E (Leistungsbild)
Die Projektsteuerung umfasst in allen Stufen fünf Handlungsbereiche:
Besondere Leistungen
Optional bzw. gesondert vergütete besondere Leistungen:
Schnittstellen und Zusammenarbeit
Zu koordinieren sind die vier Fachlose (Los 1: Netzkonzept/Wärmenetzoptimierung; Los 2: Wertgutachten/Due Diligence Bestandsnetz; Los 3: Planung Energiezentrale; Los 4: Planung Wärmenetz) sowie externe Partner wie RAG Montan Immobilien, Westnetz, OGE-Ferngasleitung, die SWE-Leitwarte und das GEWOBAU-Bestandsnetz.
Lieferobjekte (Auswahl)
Wesentliche vom Auftragnehmer zu erstellende Unterlagen:
Nicht im Leistungsumfang enthalten
Ausdrücklich ausgeschlossen sind:
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenVerfahrensrahmen
EU-weites Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb nach SektVO. Die Bewerber werden anhand von Abschichtungskriterien auf maximal 5 Bieter reduziert, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden. Zuschlagskriterium ist der Preis (Eignungs- und Abschichtungskriterien gemäß § 51 SektVO). Nebenangebote und mehrere Hauptangebote sind nicht zugelassen. Die Auftraggeberin behält sich vor, den Zuschlag auf das Erstangebot zu erteilen.
Zwingende Anforderungen an das Projektteam
Projektleitung und stellvertretende Projektleitung müssen jeweils über mindestens 5 Jahre Berufserfahrung im jeweiligen Aufgabengebiet verfügen. Pro Person ist mindestens eine persönliche Referenz einzureichen, die sämtliche Anforderungen a)–d) kumulativ erfüllt. Andernfalls erfolgt ein Ausschluss des Angebotes.
Ausschlussgründe und Pflichtnachweise
Pflicht ist eine Eigenerklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen (u.a. Verurteilungen nach §§ 129, 129a, 129b, 89c, 261, 263, 264, 299, 333, 334, 232–233a StGB, Verstöße gegen Steuer-/Sozialversicherungspflichten, Insolvenz, schwere Verfehlungen, wettbewerbsbeschränkende Absprachen, Interessenkonflikte, frühere Vergabeverfehlungen, Verstöße gegen MiLoG/AEntG/SchwarzArbG/LkSG). Erforderlich sind ferner eine Erklärung zu § 19 Abs. 3 MiLoG, eine Eigenerklärung zur EU-Sanktionsverordnung (Russland) und der Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung mit den geforderten Mindestdeckungssummen. Vor Zuschlagserteilung wird eine Wettbewerbsregister-Abfrage gemäß § 6 GWB durchgeführt.
Wirtschaftliche und finanzielle Eignung
Gefordert wird ein durchschnittlicher Gesamtumsatz von mindestens 2,5 Mio. € netto pro Jahr (Mittelwert der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre); bei Nichterfüllung erfolgt ein Ausschluss. Die Berufshaftpflichtversicherung muss pro Versicherungsfall mindestens 5 Mio. € für Sach- und Personenschäden sowie 5 Mio. € für Vermögensschäden abdecken, jeweils 2-fach pro Jahr. Im Teilnahmewettbewerb wird zusätzlich der Umsatz im Tätigkeitsbereich Projektsteuerung der letzten 3 Geschäftsjahre gewertet (gestaffelte Punkte: ≥ 500.000 € bis ≥ 2,5 Mio. €). Eignungsleihe (wirtschaftlich/finanziell oder technisch/beruflich) ist über Unterauftragnehmer oder konzernverbundene Unternehmen zulässig – je nach Fall sind Formular X bzw. XI und ergänzende Nachweise erforderlich.
Technische und berufliche Eignung
Gefordert werden Unternehmens-Referenzen (mindestens 1, maximal 5 werden gewertet) und persönliche Referenzen für Projektleitung und Stellvertretung mit den Anforderungen a)–d) gemäß AHO-Schriftenreihe Nr. 9. Bewerbergemeinschaften sind zugelassen; die Mitglieder haften gesamtschuldnerisch, ein bevollmächtigter Vertreter ist zu benennen.
Loslimitierung und Sprache
Bieter dürfen nur Angebote für die Lose 1–4 oder nur für Los 5 abgeben – eine gleichzeitige Teilnahme ist untersagt. Verfahrens- und Projektsprache ist Deutsch; es werden keine Übersetzungen durch den Auftraggeber angefertigt. Die ausgefüllten Formulare sind ohne Unterschrift gültig, sofern nicht ausdrücklich gefordert.
Persönliche Referenz für Projektleitung und stellvertretende Projektleitung: Projektsteuerungsleistungen oder Projektsteuerungsleistungen gerichtet auf die Errichtung eines Wärmenetzes; Leistungen in jeder der Projektstufen 1 und 2 nach § 2 AHO-Schriftenreihe Nr. 9; Abschluss Projektstufen 1+2 nicht vor dem 31.07.2021 und bis spätestens 01.01.2026
Nachweis über Formular Projektteam (persönliche Referenzen) und Formular VIII (Unternehmens-Referenzen); wertungsrelevante Zusatzanforderungen: e) Großwärmepumpe ≥ 5 MW, f) Niedertemperaturwärmenetz 50–90 °C (Wärmenetze 4.0) inkl. Hausanschlussstation, g) BAFA „Wärmenetze 4.0" oder BEW-Modul 1 & 2 Förderung