Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung (VOB/A) der Stadtverwaltung Idar-Oberstein für die technische Sanierung des Stadttheaters.
Geliefert und montiert werden eine neue Brandmeldeanlage (Vollschutz, ca. 180 Melder) und eine Sprachalarmierungs-/ELA-Anlage für die Versammlungsstätte, inklusive Lichtrufanlage, Rückbau der alten Anlage und 4-jähriger Wartung.
Ausführungsort: Stadttheater Idar-Oberstein, Wilhelmstr. 22, 55743 Idar-Oberstein.
Keine Lose – einheitliche Vergabe.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis (Wertungssumme)100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenÜbergeordnete Vorgaben für alle Anlagenteile
Die Arbeiten erfolgen im laufenden Theaterbetrieb; die allgemeine Elektroanlage bleibt in Betrieb. Es gelten die anerkannten Regeln der Elektrotechnik (DIN VDE 0833, DIN VDE 0100/0101/0141, DIN 14675 für BMA, EN 54-16 und EN 54-24 für SAA, VdS-Anerkennungen, Versammlungsstättenrichtlinien) sowie die Sonderbestimmungen der Feuerwehr, des TÜV, der Gewerbeaufsicht, der Brandschutzbehörde und der Berufsgenossenschaft.
Zu erbringende Querschnittsleistungen sind: Erstellung der Montage-/Werkstatt-/Installationsplanung durch den Auftragnehmer (Freigabe durch Auftraggeber), Revisionsunterlagen (Papier + digital als DWG/DXF + PDF), Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG, Führung eines wöchentlich zur Unterschrift vorzulegenden Bautagebuchs, wöchentliche Jour-Fixe-Teilnahme des verantwortlichen Projektbearbeiters/Bauleiters, tägliche besenreine Baustelle, TÜV-/Sachverständigenabnahme, Aufschaltung BMA auf ständig besetzte Leitstelle (Trier, Konzessionär Siemens) sowie Einweisung/Begehung mit Feuerwehr Idar-Oberstein vor Schluss-/Teilabnahme.
Rückbau und Baustelleneinrichtung
Vollständiger Rückbau des bestehenden Kabel- und Leitungsnetzes samt Verlegematerialien und fachgerechter Entsorgung. Demontage der alten Brandmelderzentrale, Melder, Signalgeber und Kabeltragsysteme in Abstimmung mit Siemens (Konzessionär). Einrichtung und Vorhaltung der Baustelleneinrichtung für die gesamte Bauzeit.
Pflicht-Wartung über 4 Jahre
Wartungsvertrag für die Brandmeldeanlage (BMA) und die Sprachalarmierungsanlage (SAA), jeweils ab Auftragserteilung mit 4-jähriger Vertragslaufzeit. Das Wartungsangebot ist zwingend mit dem Angebot abzugeben – Angebote ohne Wartungsangebot führen zum Ausschluss.
Niederspannungsinstallationsanlagen (KGR 444)
Lieferung und Montage der Verlegesysteme (Kabelkanäle, Rohre), Brandmeldekabel, Installationskabel und Datenkabel Cat. 7 in Abstimmung/Koordination mit der Elektrofirma (Kostengruppe 440) sowie Stundenlohnarbeiten (Systemtechniker, Obermonteur, Monteur, Helfer) für Montage und Wartung. Revisionsunterlagen und Abnahme inklusive.
Lichtrufanlage (KGR 452)
Lieferung und Montage eines Kompakt-Lichtrufsystems für das behindertengerechte WC in Ebene 2 sowie für zwei Dienstzimmereinheiten (Regieraum und Feuerwehrstelle, Ebene 2).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Eignungsnachweise
Präqualifizierte Unternehmen erfüllen die Eignung durch Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (Angabe der PQ-Nummer).
Nicht präqualifizierte Unternehmen reichen die ausgefüllte Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) bzw. eine Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) ein.
Für Fachkunde gemäß § 6a Abs. 3 VOB/A sind Referenznachweise vorzulegen. Auf gesondertes Verlangen sind Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Eintragung in die Handwerksrolle und der Nachweis einer Haftpflichtversicherung vorzulegen.
Für Nachunternehmer gelten die gleichen Anforderungen: entweder Präqualifikation oder Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124-NU) bzw. EEE.
Sanktionsrechtliche Eignung
Abgabe der ANLAGE BMWK-Eigenerklärung (Pflichtdokument für alle Bewerber/Bieter sowie für Unterauftragnehmer/Lieferanten mit >10 % Auftragswert). Die Eigenerklärung bestätigt, dass weder das anbietende Unternehmen noch beteiligte Dritte unter die EU-Sanktionsverordnung 833/2014 gegen Russland fallen. Die Pflicht gilt während der gesamten Vertragslaufzeit.
Tariftreue und Mindestentgelt (LTTG Rheinland-Pfalz)
Abgabe der Tariftreue- und/oder Mindestentgelterklärung nach dem Landestariftreuegesetz (LTTG) Rheinland-Pfalz. Verstoß gegen das LTTG löst eine Vertragsstrafe von 1 % der Auftragssumme (max. 10 %) aus; bei grob fahrlässigem oder vorsätzlichem Verstoß droht ein Ausschluss von öffentlichen Aufträgen bis zu drei Jahren. Auch Nachunternehmer müssen Tariftreueerklärungen abgeben; prüffähige Unterlagen nach § 6 Abs. 1 LTTG sind jederzeit einsehbar bereitzuhalten.
Bevorzugungsregelungen und sonstige Eignungsmerkmale
Bevorzugte Unternehmen nach SGB IX (Inklusionsbetriebe) erhalten bei gleicher Wirtschaftlichkeit den Zuschlag (10 % Abschlag bei Inklusionsbetrieben).
Ausbildungsbetriebe und Unternehmen mit Frauenfördermaßnahmen werden bei wirtschaftlich gleichwertigen Angeboten bevorzugt berücksichtigt.
Auf Verlangen sind Eigenerklärungen zu Ausbildungsbetrieben, Frauenfördermaßnahmen und zur Anzahl der jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte (gegliedert nach Lohngruppen, mit Leitungspersonal) vorzulegen.
Es darf kein rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan entgegenstehen und kein Ausschlussgrund nach VOB/A § 6 vorliegen.
Auftragsbezogene Pflichten zur Eignungsbestätigung
Bauleiter namentliche Benennung spätestens eine Woche vor Baubeginn inkl. Mobilfunknummer. SiGeKo-Qualifikation gemäß RAB 30 nachzuweisen. Wöchentliche Jour-Fixe-Teilnahme des verantwortlichen Projektbearbeiters/Bauleiters ist obligatorisch.
Referenznachweise gemäß Formblatt 124 (Eigenerklärung zur Eignung) – konkrete Anforderungen (Anzahl, Art, Vergleichbarkeit) sind im Formblatt 124 hinterlegt, das nicht im Detail vorliegt.
Referenznachweise sind auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle vorzulegen.