Umbau Alte Weberei zum KreativCampus - Los 21 Fassade Anbau
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenOffenes Verfahren nach VOB/A für Fassadenarbeiten am Anbau des KreativCampus in Finsterwalde.
Die Stadt Finsterwalde lässt im Zuge des Umbaus der denkmalgeschützten „Alten Weberei" zum KreativCampus die Fassade des Neubaus errichten. Gefordert ist eine schuppenartige, hinterlüftete Fassade aus transluzenten Polycarbonat-Lichtbauelementen auf feuerverzinkter Stahl-Unterkonstruktion, ergänzt um Vogelschutzmaßnahmen, motorisch betriebene Lüftungsklappen und eine Graffitischutz-Beschichtung.
Wichtige Fristen:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten. Ein Bonus von 15 Prozent wird für Werkstätten für Behinderte bei der Berechnung der Wertungssumme eingeräumt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen und Baustelleneinrichtung
Die Leistung ist Teil des Umbaus der 1890/1936/1970er errichteten, denkmalgeschützten „Alten Weberei" in der Oscar-Kjellberg-Straße 7, 03238 Finsterwalde zum KreativCampus und umfasst Werksplanung, Fertigung und Montage der Fassade. Vor Ausführungsbeginn sind ein Baustelleneinrichtungsplan mit Erläuterung des technologischen Ablaufs sowie ein Bauzeitenplan vorzulegen. Vor Einrichtung der Baustelle ist der Zustand angrenzender Gehweg- und Fahrbahnbefestigungen als gemeinsam bestätigtes Protokoll mit Fotodokumentation festzuhalten.
Stahlunterkonstruktion (feuerverzinkt)
Stahl-Unterkonstruktion („Fassadenschwerter"), Material S235JR feuerverzinkt nach DIN EN ISO 1461, Verschraubung mit Rohbau-Stahlskelett über Kopfplatten mit Schraubengüte 10.9. Es sind ca. 209 Positionen in den Typen 01–22 in verschiedenen Farben auszuführen – für Längsseiten Süd/Nord, Stirnseiten Ost/West, Knickbereiche sowie Öffnungsflügelbereiche. Diagonalenlängen 1,45–2,04 m, inkl. 16 zusätzlicher UK-Stützen für Eckausbildungen.
Polycarbonat-Fassadenbekleidung
Mehrstegige Polycarbonat-Hohlkammerplatten nach DIN EN 16153 mit UV-Schutz, mindestens Baustoffklasse B1, schuppenartig geneigt und hinterlüftet, mit Aluminium-Rahmenprofilen und Befestigung über Soganker (Achsabstand ca. 333 mm). Mengen: 769 m² Regelfläche, 52 m² Öffnungsflügel, 72 m² Sonderzuschnitte im Eckbereich diagonal. Inkl. zwingend erforderlicher Fabrikatsangaben.
Graffitischutz-Beschichtung
Transparente Graffitischutz-Beschichtung auf 130 m² Polycarbonat-Lichtplatten – unterste 2 Fassadenreihen bis 3 m Höhe.
Vogelschutz
220 m² Vogelschutzgitter aus Volierendraht (Maschenweite 12×12 mm); 431 m L-Profil-Unterkonstruktion h=45 mm und 431 m L-Profil h=83 mm aus verzinktem Lochblech; 78 m² vertikale Lochblech-Tafeln im Knick-/Abschluss-/Öffnungsflügelbereich seitlich aller Eingangsportale; 45 m² Vogelschutznetz über Rückkühlwerken. Alle Materialien Brandschutzklasse A1.
Motorisch betriebene Lüftungsklappen (Nordfassade)
15 motorisch betriebene Lüftungsklappen (6× Typ D1-KL, 9× Typ D2-KL) mit Elektrozylinder-Antrieben (IP54, Hubweg ca. 700 mm), einschließlich zentraler Steuerung und Verkabelung. Konformitätserklärung gem. Maschinenrichtlinie 2006/42/EG erforderlich. Inklusive jährlicher Wartung über die Gewährleistungsdauer.
Anschlüsse an den Bestand
An den Stirnseiten Ost und West: Anschluss an das bestehende Fallrohr DN 100 (Aussparungen und Anpassungen).
Brandschutzbeschichtung Kopfplatten
Reaktive Brandschutzbeschichtung F90 an 828 Kopfplatten mit allgemeiner Bauartgenehmigung; DFT-Messung je 3 Messpunkte je Bauteil; Abnahme durch Sachverständigen für Brandschutz.
Dokumentation und Wartung
Übergabe der Dokumentation (2-fach Papier + digital auf Stick) zwei Wochen vor Bauabnahme: Bautagebücher, Fachbauleiter-/Fachunternehmererklärung, Produktdatenblätter, Nachweise für eingebaute Bauteile, Werkplanung, Brandschutznachweise, Prüfbücher, Graffitischutz, Reinigungs- und Pflegehinweise. Wartungsvertrag für Linearantriebe spätestens 2 Wochen vor Bauabnahme. Wöchentliche Tagesberichte an die örtliche Objektüberwachung.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Eignung (Fachkunde, Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit)
Nicht präqualifizierte Bieter reichen mit dem Angebot die Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) oder die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) ein. Alternativ genügt ein Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis. Es dürfen keine Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A vorliegen (z. B. Verurteilungen, schwere Steuer-/Sozialversicherungsverstöße, Insolvenz, mangelhafte Zuverlässigkeit).
Umsatz und Referenzen
Angabe des Unternehmensumsatzes der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre für vergleichbare Bauleistungen (inkl. ARGE-Anteil). Mindestens eine vergleichbare Leistung in den letzten 5 Kalenderjahren; bei engerer Wahl sind drei vollständige Referenznachweise mit Ansprechpartner, Leistungsbeschreibung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Mengen, technischen Anforderungen und Bestätigung des Auftraggebers vorzulegen.
Personelle Leistungsfähigkeit
Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte; auf Verlangen: Angabe der durchschnittlich Beschäftigten der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen und Leitungspersonal.
Register, Erlaubnisse und Unbedenklichkeitsbescheinigungen
Auf Verlangen vorzulegen: Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Eintragung Handwerksrolle oder IHK, Erklärung zu Insolvenz/Liquidation, Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse und des Finanzamts, Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG, qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Lohnsummen. Für Aufträge ab 30.000 € wird ein Gewerbezentralregisterauszug angefordert.
Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bietergemeinschaften haften gesamtschuldnerisch und benennen einen bevollmächtigten Vertreter (Formblatt 234). Bei Eignungsleihe / Kapazitäten anderer Unternehmen: Verpflichtungserklärung (Formblatt 236) und ggf. gemeinsame Haftung; Formblätter 5.3 und 5.4 (Mindestanforderungen BbgVergG) sind verpflichtend beizufügen bzw. an Nachunternehmer/Verleiher weiterzugeben.
Sanktions- und Mindestlohnanforderungen
Eigenerklärung zu Russlandsanktionen (Art. 5k VO (EU) 833/2014) vom Bieter und allen Mitgliedern einer Bietergemeinschaft unterzeichnet. Verpflichtung zur Zahlung des Mindestentgelts nach § 6 Abs. 2 BbgVergG (derzeit mind. 13,00 EUR brutto/Stunde; ab 01.01.2026 gesetzlicher Mindestlohn 13,90 EUR brutto/Stunde), Führung prüffähiger deutschsprachiger Lohnunterlagen, Duldung von Stichprobenkontrollen und Kaskadierung der Verpflichtungen an weitere Nachunternehmer/Verleiher.
Nebenangebote und Verfahrensregeln
Nebenangebote sind nicht zugelassen, mehrere Hauptangebote sind zulässig. Elektronische Angebotsabgabe ist erforderlich. Die Vergabestelle kann fehlende/unvollständige Unterlagen gemäß § 16a VOB/A nachfordern.
Mindestens eine vergleichbare Leistung in den letzten 5 Kalenderjahren
Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang inkl. Mengen, durchschnittliche Mitarbeiterzahl, technische Anforderungen, Baumaßnahmentyp (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptunternehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke; Bestätigung des Auftraggebers
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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