Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung der Gemeinde Recke (vertreten durch den Kreis Steinfurt) für Erd- und Pflasterarbeiten im Rahmen des Um- und Erweiterungsbaus der Raphaelschule in Recke (Kirchstraße 31, 49509 Recke).
Das Bauvorhaben umfasst drei Anbauten an den Bestand (zweigeschossiger OGS-Anbau, eingeschossiger Lehrerzimmer-Anbau sowie beidseitig zweigeschossige Differenzierungsräume). Im Außenbereich sind Erd- und Pflasterarbeiten rund um die Schule auszuführen – inklusive Bauzaun, mobiler Toilette, Erd- und Entwässerungsarbeiten, Pflaster- und Plattenbelägen, Begrünung sowie Zaun- und Ausstattungselementen.
Die Ausführung erfolgt in zwei Bauabschnitten (Herbst 2026 und Februar 2027). Angebote müssen bis zum 14.09.2026 um 11:00 Uhr elektronisch über die Vergabeplattform eingereicht werden. Zuschlag erhält der niedrigste Preis. Nebenangebote sind nicht zugelassen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis (100 %) – das wirtschaftlichste Angebot erhält den Zuschlag. Bevorzugte Bieter (anerkannte Werkstätten für behinderte Menschen / Blindenwerkstätten) erhalten bei gleichem Preis einen Abschlag von 15 % auf den Angebotspreis.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGeltungsbereich und Projektrahmen
Die Leistung umfasst sämtliche Erd- und Pflasterarbeiten für die Außenanlagen der Raphaelschule in Recke (Kirchstraße 31). Es handelt sich um eine einheitliche, nicht in Lose aufgeteilte Vergabe – der Bieter reicht ein Gesamtangebot ein.
Vertragsgrundlage: VOB/B (Ausgabe 2016) und VOB/C. Es gelten die anerkannten Regeln der Technik, gesetzliche und behördliche Bestimmungen sowie die Verarbeitungsrichtlinien der Hersteller.
Baustrom und Bauwasser werden vom Auftraggeber (AG) gestellt. Alle Abfälle sind nach den Ortsvorschriften zu entsorgen; die Baustelle ist täglich zu reinigen.
Ausführungsfristen und Bauabschnitte
Die Ausführung erfolgt in zwei Bauabschnitten:
Verbindliche Vertragsfristen gemäß § 5 Abs. 1 VOB/B: Ausführungsbeginn 26.10.2026, Vollendung (Abnahmereife) 19.02.2027. Bei Verzug wird eine Vertragsstrafe von 0,2 % der Auftragssumme (ohne MwSt.) pro Werktag fällig – Obergrenze 5 % der Auftragssumme (ohne MwSt.).
Organisation und Baustellenbetrieb
Der Auftragnehmer (AN) muss:
Baustelleneinrichtung
Folgende Einrichtungen sind vom AN zu stellen und bis zur mängelfreien Schlussabnahme vorzuhalten:
Während der Ausführung sind Fotodokumentationen zu Aufmaßerstellungen, Aufmaße und sämtliche Eignungs- und Gütenachweise für eingebaute Stoffe rechtzeitig zur Prüfung durch den AG vorzulegen.
Erdarbeiten und Unterbau
In allen vier Außenbereichen sind Erdarbeiten nach dem Stand der Technik auszuführen:
Entwässerung und Kanalarbeiten
Im Bereich OGS/Lehrerzimmer sind Entwässerungsleitungen zu verlegen:
Gegebenenfalls Erlaubnisantrag bei der zuständigen Behörde für RC-Material (Frostschutzschicht) stellen.
Pflaster- und Plattenarbeiten
Insgesamt sind ca. 945 m² Pflasterfläche (vorwiegend im Fischgrätenverband) sowie Plattenstreifen und Einfassungen herzustellen:
Asphalt-, Vegetations- und Begrünungsarbeiten
Asphaltarbeiten im Bereich Schulhof Süd-Ost:
Vegetationsflächen:
Zaunanlagen, Ausstattung und Stundenlohnarbeiten
Zaunanlagen im Bereich Süd-Westfassade:
Ausstattungselemente (Bereich OGS/Lehrerzimmer):
Stundenlohnarbeiten (nur auf ausdrückliche Anweisung der Bauleitung):
Dokumentation und Nachweise
Während der Ausführung und vor der Abnahme sind vom AN folgende Dokumentationen unaufgefordert digital (mit Inhaltsverzeichnis) zu übergeben:
Zusätzlich: Lastplattendruckversuche als Verdichtungsnachweis, Fotodokumentation zu Aufmaßen, tägliche Bautagesberichte (wöchentlich an Bauleitung), Stundenlohnzettel (spätestens am 3. Werktag nach Ausführung). Die Rechnungseinreichung erfolgt nach Auftragsvergabe digital als 1 PDF-Dokument inkl. Aufmaß an rechnung@recke.de.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche und wirtschaftliche Eignung
Vom Bieter ist eine Eigenerklärung zur Eignung (Formular 124 oder Einheitliche Europäische Eigenerklärung EEE) mit dem Angebot abzugeben – sofern das Unternehmen nicht im Präqualifikationsverzeichnis eingetragen ist (in diesem Fall genügt die PQ-Nummer).
Fachliche Eignung: Nachweis über vergleichbare Leistungen (Erd- und Pflasterarbeiten) in den letzten 5 Kalenderjahren.
Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit: Umsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre mit Bauleistungen und vergleichbaren Leistungen.
Personelle Leistungsfähigkeit: Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte; durchschnittliche Beschäftigtenzahl der letzten 3 abgeschlossenen Kalenderjahre, gegliedert nach Lohngruppen mit Angabe des Leitungspersonals.
Rechtliche und zuverlässigkeitsbezogene Eignung
Registereintragungen: Eintragung in Handelsregister, Handwerksrolle oder IHK (bzw. Nachweis, dass keine Eintragungspflicht besteht).
Rechtsstatus: Kein Insolvenzverfahren, keine Liquidation; ggf. Vorlage eines Insolvenzplans.
Zuverlässigkeit: Keine Ausschlussgründe gemäß § 6e EU VOB/A; keine rechtskräftigen Verurteilungen zu Freiheitsstrafe > 3 Monate oder Geldstrafe > 90 Tagessätze; keine Geldbuße > 2.500 € in den letzten 2 Jahren.
Steuern und Abgaben: Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen.
Berufsgenossenschaft: Mitgliedschaft und Unbedenklichkeitsbescheinigung (bei Beitragspflicht).
Auskunft Gewerbezentralregister: ab Auftragssumme ≥ 30.000 € erforderlich.
Weitere Erklärungen: ILO-Kernarbeitsnormen, § 19 Abs. 3 MiLoG, Vergaberegister NRW, Freistellungsbescheinigung § 48b EStG, Eigenerklärung nach § 19 Abs. 1 MiLoG.
Nachzureichende Unterlagen bei engerer Wahl
Erst wenn der Bieter in die engere Wahl kommt, sind folgende Unterlagen nachzureichen:
Fehlende Unterlagen werden nachgefordert.
Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bietergemeinschaften: Erklärung aller Mitglieder in Textform (ARGE-Bildung, Benennung eines bevollmächtigten Vertreters, Gesamtschuldnerhaftung); auf Verlangen von allen Mitgliedern unterzeichnet oder fortgeschritten/qualifiziert signiert.
Nachunternehmer: Art und Umfang der übertragenen Leistungen sind im Angebot anzugeben. Bei nicht präqualifizierten Nachunternehmern sind Eigenerklärungen zur Eignung erforderlich; bei präqualifizierten genügt die PQ-Nummer.
Selbstreinigung: Ggf. Nachweis von Maßnahmen zur Wiederherstellung der Zuverlässigkeit gemäß § 6e Abs. 6 VOB/A.
Vergleichbare Leistungen im Bereich Erd- und Pflasterarbeiten der letzten 5 Kalenderjahre
Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengenangaben, Zahl eingesetzter Arbeitnehmer, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke, schriftliche Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung