Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung des Universitätsklinikums Münster (Vergabestelle: UKM Infrastruktur Management GmbH) für das Los G04 „Erd- und Abbrucharbeiten" im Rahmen des Neubaus des Bettenmoduls Ost mit 120 Betten.
Das Los umfasst den Rückbau von Fundamenten einer bestehenden Containeranlage, den erschütterungsarmen Abbruch von Stahlbetonbauteilen (Treppen, Stützwand, Kranfundament), Rohrleitungsarbeiten an Trinkwasserleitung und Hydranten, Teilaushub der Baugrube mit offener Wasserhaltung sowie sämtliche zugehörigen Entsorgungs- und Nebenarbeiten.
Bieter müssen ihr Angebot elektronisch über den Vergabemarktplatz abgeben; Abgabefrist ist der 30.09.2026, 11:00 Uhr. Es gelten die VOB/B (Ausgabe 2016) sowie zusätzliche Anlagen (u. a. Eigenerklärung zur Eignung, Angebotsschreiben FB 213, Preisaufgliederung FB 223, Verzeichnis der Nachunternehmer VVB 233, Sanktions-Eigenerklärung Russland VO 2022/833).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Die Wertungssumme wird aus den nachgerechneten Angebotssummen ermittelt, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGesamtrahmen und Ziel
Im Rahmen der Turminnensanierung des Bettenturms Ost am Universitätsklinikum Münster wird ein viergeschossiges Bettenmodul Ost mit 120 Betten errichtet, um die Bettenkapazität während der Sanierung zu kompensieren.
Das Los G04 umfasst die hierfür erforderlichen vorbereitenden Erd- und Abbrucharbeiten. Eine vorhandene Containeranlage wird vor Beginn dieses Loses durch den Auftraggeber abgebaut und abgefahren; deren Fundamente sind Gegenstand dieses Loses.
Der Abbruch der Fundamente und der weiteren Massivbauteile hat erschütterungsarm mittels Diamantsäge-, Seilsäge- oder Kernbohrverfahren zu erfolgen. Konventionelles Stemmen, Meißeln oder Hydraulikbrecher ist nicht zulässig.
Baustellenzugang und Logistik
Zufahrt zur Baustelle über die Albert-Schweitzer-Straße nach Anmeldung der Baulogistik. Anlieferung über die südliche Fahrstraße, Ausfahrt an der Psychiatrie.
Größere Fahrzeuge (z. B. Sattelschlepper) müssen die Ausfahrt vorher anmelden, da die Induktionsschleife nur auf PKW reagiert. Befahren ist ausschließlich zur Anlieferung gestattet.
Baustrom (230 V) und Bauwasser werden vom Auftraggeber kostenlos bereitgestellt. Die Baustellenbeleuchtung ist vom Auftragnehmer zu stellen.
Zulässige Arbeitszeiten: Montag–Freitag 07:00–18:00 Uhr.
Baustelleneinrichtung (Titel 01)
Allgemeine Baustelleneinrichtung in Pauschale, laufende Unterhaltung und spätere Räumung.
Verkehrsschilder VZ 123, retroreflektierend Typ 2, 4 Stück, Aufstellhöhe 2,20 m. Bauzaun, 100 m, Höhe 2,00 m, gegen Verschieben und Öffnen gesichert. Mobile Absperrschranken, reflektierend, mit gelb blinkender Beleuchtung/Dauerlicht, 50 m. Überfahrplatten Kunststoff 30 m² und Stahlplatten 30 m². Erschwerniszulage wegen Behinderung durch Bestand.
Bauzeitenplan als Balkendiagramm mit monatlichem Soll/Ist-Vergleich; Zeilen mindestens: Technische Bearbeitung, Aufklärungsgespräch/AV, Baustelleneinrichtung, Erdarbeiten, Abbrucharbeiten, Umbau Hydrant, Baustellenräumung; Meilensteine einpflegen. Erstübergabe 2 Wochen vor Baubeginn, 3-fach Papier + digital.
Vorarbeiten (Titel 02)
Vermessung und Absteckung der Baugrube an 3 Höhenfestpunkten.
Aufnehmen und Entsorgen von Pflaster, Bordsteinen, Tiefbordsteinen, Zierkies, Winkelstützen (Höhe 50–120 cm) und ungebundener Tragschicht.
Ausbau/Entsorgung von Hof- und Straßenabläufen, Entwässerungsleitungen, Regen-, Schmutzwasser- und Kabelzugschächten; Leitungsenden verschließen, Schacht abdichten.
Aufnehmen und Entsorgen von Erdkabeln, Erdgas- und Wasserleitungen. Baumfällung 1 Stück, Rodung Hecke 25 m.
Dachfläche abräumen (Titel 03)
Aufnehmen und Entsorgen von Betonplatten (40 m²), Tiefbordsteinen (60 m), Zierkies (70 m²), Sträuchern (5 Stück) und flächiger Strauchrodung (70 m²) sowie Substrat (200 m²). Ausbau von 3 Pollerleuchten und 2 Gitterrosten.
Die Arbeiten erfolgen ausschließlich in Handarbeit ohne Maschinen über die bestehende Stahltreppe (ca. 3 m über Terrain).
Entsorgung, Bodenschutz und Dokumentation (Titel 06 und übergreifend)
Bodenentsorgung BM-0 (7.000 t), BM-0* (1.500 t), BM-F0* (500 t), BM-F1 (500 t), BM-F2 (300 t), BM-F3 (100 t). Beton- und Stahlbetonabbruch (40 t), Bauschutt / unbewehrter Betonabbruch (60 t).
Bodenanalyse gem. EBV Anlage 1 Tabelle 3 (Feststoff + Eluat), 2-fach an den AG. Entsorgungsnachweise durch Entsorgungsfachbetrieb gem. § 56 KrWG (oder zertifizierter Nachunternehmer) vor Beginn der Entsorgungsarbeiten. Abfallregister gem. § 24 NachwV führen und AG vorlegen. Lieferscheine EBV-konform mit Deckblatt je Lieferung. Nichtverwertbarkeitsnachweis (§ 7 Abs. 3 EPv) und Grund-Charakterisierung (§ 8 DepV) für zu beseitigendes Bodenmaterial. Technischer Eignungsnachweis für wiedereinzubauende mineralische Ersatzbaustoffe (MEB) und Einbauzustimmung des AG. Schriftliche Anzeige bei BM-F3/RC3 > 250 m³ gem. § 22 EBV.
Abfalltrennung gem. KrWG/NachwV: mineralische Abfälle, Wertstoffe, gemischte Baustellenabfälle, Problemabfälle, asbesthaltige Abfälle. Schutz vor Kontamination, Verdichtung und Vermischung des Bodens (BBodSchV, EBV).
Immissions- und Arbeitsschutz
Einhaltung der Immissionsrichtwerte für AVV Baulärm: tagsüber 65 dB(A), nachts 50 dB(A). Staubschutz gem. gesetzlichen Anforderungen.
Einsatz von Baumaschinen, die RAL-UZ 53 entsprechen. Einhaltung der Arbeitsschutz- und Sicherheitsmaßnahmen nach staatlichen und berufsgenossenschaftlichen Vorschriften.
Stundenlohnarbeiten (Titel 08)
Stundenlohnarbeiten als Reservepositionen für: Baufacharbeiter, Bauhelfer, Radlader groß, Lkw 12 t, Flächenrüttler, Kompressor, Hydraulikbagger bis 0,50 m³ und 0,50–1,00 m³ Löffelvolumen, jeweils mit angesetzten Stundenmengen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage – Zuverlässigkeit
Erklärung, dass kein Insolvenzverfahren anhängig ist und kein Insolvenzplan (außer rechtskräftig bestätigt) besteht. Keine schweren Verfehlungen gem. § 6e EU VOB/A. Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen. Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft. Keine Eintragungen im Gewerbezentralregister/Wettbewerbsregister mit Freiheitsstrafe > 3 Monaten, Geldstrafe > 90 Tagessätzen oder Geldbuße > 2.500 € in den letzten 2 Jahren. Bei Auftragssumme ab 30.000 €: Abfrage beim Bundeskartellamt zum zukünftigen Auftragnehmer.
Registereintrag und Präqualifikation
Angabe zur Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle, bei der IHK oder Erklärung, dass keine Eintragungspflicht besteht. Optionale Angabe einer Präqualifikationsnummer (PQ-Nummer).
Wirtschaftliche und fachliche Leistungsfähigkeit
Erklärung zur Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte. Umsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre für Bauleistungen. Vergleichbare Leistungen in den letzten 5 Kalenderjahren.
Referenzen (auf Verlangen bei Zuschlag in engere Wahl)
3 Referenznachweise mit: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eingesetztes eigenes Personal (Mengen, durchschnittliche MA-Zahl), besondere technische/gerätespezifische Anforderungen bzw. Kurzbeschreibung bei Komplettleistung, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), Vertragstyp (Haupt-ARGE-Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke mit eigenem Leitungspersonal und Auftraggeberbestätigung der vertragsgemäßen Ausführung.
Personelle Ausstattung (auf Verlangen)
Arbeitskräftezahlen der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen und Leitungspersonal. Benennung eines Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinators (SiGeKo) mit Qualifikation gem. RAB 30.
Weitere Nachweise (auf Verlangen)
Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerkskarte oder IHK-Eintrag. Unbedenklichkeitsbescheinigungen Sozialkasse, Finanzamt (Steuersachen) und Berufsgenossenschaft (mit Lohnsummen). Freistellungsbescheinigung gem. § 48b EStG. Ggf. Insolvenzplan.
Sanktions- und Russland-Eigenerklärung
Pflicht-Eigenerklärung gemäß BMWK-Rundschreiben vom 14.04.2022: Der Bieter / die Bietergemeinschaft sowie Unterauftragnehmer, Lieferanten oder Unternehmen, deren Kapazitäten in Anspruch genommen werden und auf die > 10 % des Auftragswerts entfallen, dürfen keinen Russland-Bezug gem. Art. 5k VO (EU) 833/2014 i.V.m. Art. 1 Ziff. 23 VO (EU) 2022/576 aufweisen. Verpflichtung gilt auch für die Vertragslaufzeit.
Umwelt-/Entsorgungs-Eignung
Nachweis der Berechtigung zur Verwertung und Beseitigung der anfallenden Abfälle (bzw. der Eignung der eingesetzten Entsorgungsfachbetriebe gem. § 56 KrWG). Bei abweichender Entsorgungslösung: Berechtigungsnachweis der Anlage, Betreiberbestätigung, ggf. Andienungsbestätigung der Abfallwirtschaftsbehörde, Anzeige nach § 53 KrWG, Erlaubnis nach § 54 KrWG, Einverständnis zur Auskunftserteilung sowie Transparenz über Verwertungs- und Beseitigungskosten.
Vergleichbare Leistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren (Erd- und Abbrucharbeiten) – 3 Referenznachweise
Nur auf Verlangen vorzulegen (bei Zuschlag in engere Wahl): Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eigenes Personal (Mengen/MA-Zahl), technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, Vertragstyp, ggf. koordinierte Gewerke, Auftraggeberbestätigung.