Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDer Abwasserzweckverband Bühl und Umgebung schreibt die Ertüchtigung des Mittelhebewerks an der Verbandskläranlage in Bühl-Vimbuch öffentlich nach VOB/A aus.
Hauptleistung ist die Betoninstandsetzung des Hebewerks (Förderschnecken im offenen Betonkanal) sowie der angrenzenden Denitrifikationsbecken. Die Arbeiten umfassen u.a. Höchstdruckwasserstrahlen (bis 70 mm Abtrag), Betonersatz im Spritzauftrag (SRC), Rissinjektion, Bewehrungsergänzung, Fugenrückbau und -sanierung. Die Ausführung erfolgt in zwei Bauabschnitten (BA 1 + BA 2) bei laufendem Klärwerksbetrieb.
Bieter müssen ihre Eignung über das Formblatt KEV 179 nachweisen (bzw. präqualifiziert sein), Referenzen über vergleichbare Betoninstandsetzungs-Objekte vorlegen und Personal mit SIVV-Schein sowie einer anerkannten Gütegemeinschafts-Mitgliedschaft einsetzen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis (Wertungssumme einschl. evtl. Wartungskosten)100%
Angebotspreis bzw. Wertungssumme einschließlich eventueller Wartungskosten als einziges Zuschlagskriterium
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAusgangslage und Bauwerk
Gegenstand ist die Sanierung des Mittelhebewerks (Förderschnecken im offenen Betonkanal) der Verbandskläranlage Bühl-Vimbuch, Am Alten Römerpfad 1, 77815 Bühl. Die angrenzenden Denitrifikationsbecken sind in Ortbeton C30/37 bis C35/45 (w/z = 0,50) ausgeführt. Vorhandene Betonschäden: Carbonatisierung, Auslaugungen und freiliegende Bewehrung. Schadensursachen: wechselnde Wasserstände, mechanische Beanspruchung (Räumer, Belüftung), chemische Einflüsse aus dem Abwasser. Die Instandsetzung erfolgt nach Rili-SIB, TR-IH und DAfStb-Heft 638.
Allgemeine Leistungen (Los 00 – für beide Bauabschnitte)
Baustelleneinrichtung: Container, Toiletten (Chemietoilette, Grundvorhaltezeit 14 Wochen), Absperrungen, Baustromverteiler mit FI-Absicherung, Bauwasserversorgung, HDW-Strahlanlage, Pumpen/Filtersysteme, Schuttcontainer (Vorhaltezeit 4 Wochen), Umbau/Anpassung der Trennung BA1/BA2, Grobstoff- und Filterungsanlage, Stillliegekosten, Baustellen-Endreinigung.
Qualitätssicherung / Dokumentation: Fremdüberwachung durch eine anerkannte Gütegemeinschaft (z.B. Landesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken BW + Bayern e.V.), Eigenüberwachung gem. Rili DAfStb, stündliche Messprotokolle (3 Punkte), Rückstellproben, Schadenskataster als Aufmaßplan, Dokumentationsmappe als Abschlussdokumentation.
Nachweisarbeiten / Stundenlohnarbeiten: Verrechnungssätze für Vorarbeiter, Facharbeiter, Helfer sowie für Kompressor, Stemmhammer, Trennschleifer, HDW-Strahlen, Heißwasserdampfstrahlgerät, Strahlanlage, Spritzanlage, Rührgerät. Bau- und Abbruchabfälle sind getrennt zu erfassen und ordnungsgemäß zu entsorgen (inkl. Nachweispflicht).
Bauabschnitte und Betrieb
Die Arbeiten werden in zwei getrennten Bauabschnitten (BA 1 und BA 2) bei laufendem Anlagenbetrieb ausgeführt. Betriebsunterbrechungen sind nicht Bestandteil des Auftrags. Die Bauabschnitte sind baulich, betrieblich und wassertechnisch zu trennen. Trenn-, Sicherungs- und Provisorienmaßnahmen sind in die Einheitspreise einzurechnen.
Nachbehandlung: SRC-Betonersatz mind. 5 Tage, Jutebahnen/Folie mind. 7 Kalendertage (davon 3 Tage wasserzuführend) nach Oberflächenbearbeitung. Stillliegezeit max. 5 zusammenhängende Kalendertage auf Anordnung AG.
Kernpositionen (Hauptmassen)
Die wesentlichen, in den Vergabeunterlagen benannten Leistungspositionen sind:
Bauzeit: vom Bieter im Begleitschreiben anzugeben (Tage oder Wochen).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage / Ausschlussgründe
Pflichtangaben im Formblatt KEV 179 (Eigenerklärungen zur Eignung):
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Umsatz des Unternehmens in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren (Bauleistungen und vergleichbare Leistungen) – über KEV 179.
Auf Verlangen: Unbedenklichkeitsbescheinigungen (Sozialkasse, Finanzamt, qualifizierte BG-Bescheinigung). Bei Auftragssumme > 30.000 €: Abfrage beim Wettbewerbsregister (Bundeskartellamt) für den Bieter, auf den der Zuschlag erteilt werden soll.
Technische Leistungsfähigkeit – Fachliche Qualifikation (LV-Vorbemerkungen C)
Nachunternehmer / Tariftreue
Nachunternehmer müssen fachkundig, leistungsfähig und zuverlässig sein; gesetzliche Verpflichtungen (Steuern, Sozialabgaben, Gewerberecht) sind zu erfüllen. Schriftliche Zustimmung des AG vor Beauftragung. Namentliche Benennung aller NU zusammen mit dem Angebot oder spätestens bei Vergabeverhandlung. AN und NU-Beschäftigte müssen einen deutschen Arbeitsvertrag haben (Nachweis auf Verlangen).
LTMG-BW (Tariftreue/Mindestlohn): Verpflichtungserklärung nach KEV 179.3 ist Pflicht; Verpflichtungen gelten für Leistungen im Geltungsbereich AEntG. Stammpersonalregelung (Nr. 14 WBVB) kommt nicht zur Anwendung – jedoch gilt für Nachunternehmer eine Verpflichtung, mind. 70 v.H. mit Stammarbeitskräften zu erbringen.
Wettbewerbsbeschränkungen: Schadenspauschale 15 v.H. der Abrechnungssumme bei nachgewiesener unzulässiger Abrede.
Sprache / Form
Angebot in deutscher Sprache, dokumentenecht, unterschrieben. Vorgegebene Vordrucke des Auftraggebers verwenden. Preisnachlässe nur als Vomhundertsatz auf die Abrechnungssumme, ohne Bedingungen. Nebenangebote sind nicht zugelassen. Mehrere Hauptangebote sind nicht zugelassen. Fehlende Unterlagen werden grundsätzlich nicht nachgefordert. Digitale Angebotsabgabe als GAEB 84; Austauschformat GAEB 90/2000/XML 3.1/3.2 (Datenart 81/83) erwünscht.
Nachweis über erfolgreich abgewickelte vergleichbare Betoninstandsetzungs-Objekte (mind. 3 Jahre alt); Nachweis über die erfolgreiche Verarbeitung des ausgeschriebenen SPCC-/Betonersatz-Systems
Auftragswert, Ort der Ausführung, Ausführungszeit, eigener Leistungsanteil, eingesetzte Arbeitskräfte, besondere technische/gerätespezifische/zeitliche Anforderungen; schriftliche Bestätigung des damaligen Auftraggebers bei Angeboten in engerer Wahl