Verbesserung der Abflussbedingungen des Suenbachs in Ilsenburg, Hochwasserschutz am Ziegelhüttengraben (Suenbach-Entlaster) - VgV-Verfahren: Naturschutzfachliche Planungsleistungen
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Ilsenburg (Harz) sucht im Wege eines VgV-Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb einen Auftragnehmer für naturschutzfachliche Planungsleistungen im Rahmen des Hochwasserschutzprojekts „Verbesserung der Abflussbedingungen des Suenbachs in Ilsenburg – Hochwasserschutz am Ziegelhüttengraben (Suenbach-Entlaster)".
Ziel ist die Hochwassersicherheit für ein 100-jähriges Hochwasserereignis (HQ100). Die Leistungen umfassen im Wesentlichen einen Landschaftspflegerischen Begleitplan (LBP), eine Biotoptypenkartierung sowie optional eine Umweltverträglichkeitsstudie (UVS), einen speziellen artenschutzrechtlichen Fachbeitrag (saP), eine FFH-Verträglichkeitsvorprüfung und die ökologische Baubegleitung (ÖBB).
Zunächst werden nur LBP und Biotoptypenkartierung beauftragt; weitere Leistungen können innerhalb von 2 Jahren nach Fertigstellung nachbeauftragt werden.
Vertragsbeginn ist spätestens am 01.04.2027, voraussichtliches Vertragsende 2029.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Qualität des Projektteams35%
Vorstellung der für das Projekt vorgesehenen Personen mit ihren fachlichen Aufgaben und Qualifikationen in einem Projektorganigramm sowie Darstellung der besonderen Kenntnisse des Projektleiters/stellv. Projektleiters, der Bearbeiter LBP, Biotoptypenkartierung/saP, UVVP/UVS und ÖBB. Bewertet wird im Rahmen einer Präsentation/Verhandlung (Anlage 2) mit 0-5 Punkten, multipliziert mit Unterfaktoren: Projektleiter x10, Bearbeiter LBP x5, Bearbeiter Biotoptypenkartierung/saP x5, Bearbeiter UVVP/UVS x5, Bearbeiter ÖBB x5.
- Umgang mit der Aufgabenstellung35%
Projektanalyse und Herangehensweise an die zu erbringenden Leistungen, Auseinandersetzung mit dem vorliegenden Bauvorhaben, Arbeitsschwerpunkte und besondere Herausforderungen. Bewertet wird im Rahmen einer Präsentation/Verhandlung (Anlage 2) mit 0-5 Punkten, Unterfaktoren: Projektanalyse/Herangehensweise x10, Auseinandersetzung mit Bauvorhaben x15, Arbeitsschwerpunkte/Herausforderungen x10.
- Honorar30%
Honorar brutto auf Grundlage des Honorarerstangebots (Anlage 1). Wertung: 5 Punkte für das niedrigste Angebot; Umrechnung: Punkte = 5 x 30 x günstigstes Angebot / zu bewertendes Angebot.
Preiswertung: 5 Punkte für günstigstes Angebot; Umrechnung: Punkte = 5 x 30 x günstigstes Angebot / zu bewertendes Angebot. Qualitätskriterien 1-2: Bewertung mit 0-5 Punkten multipliziert mit der jeweiligen Gewichtung (35 bzw. 35). Kriterien 1-2 werden in einer Präsentation (0-5 Punkte) bewertet; die in der Bewertungsmatrix (Anlage 2) angegebenen Unterfaktoren (z.B. Projektleiter x10, Bearbeiter LBP x5, Bearbeiter Biotoptypenkartierung/saP x5, Bearbeiter UVVP/UVS x5, Bearbeiter ÖBB x5) ergeben die Gesamtpunkte des Kriteriums.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen
Hochwasserschutzprojekt „Verbesserung der Abflussbedingungen des Suenbachs in Ilsenburg – Hochwasserschutz am Ziegelhüttengraben (Suenbach-Entlaster)" der Stadt Ilsenburg (Harz), Sachsen-Anhalt.
Erstbeauftragung – Pflichtleistungen
Folgende Leistungen werden zunächst beauftragt:
1. Landschaftspflegerischer Begleitplan (LBP), Leistungsphasen 1–4 nach HOAI 2021 (§§ 3, 26)
2. Biotoptypenkartierung
Optionale / stufenweise nachbeauftragbare Leistungen
Folgende Leistungen können innerhalb von 2 Jahren nach Fertigstellung der jeweils letzten Teilleistung schriftlich nachbeauftragt werden:
Spezieller artenschutzrechtlicher Fachbeitrag (saP)
FFH-Verträglichkeitsvorprüfung
Umweltverträglichkeitsvorprüfung (UVVP)
Umweltverträglichkeitsstudie (UVS), Leistungsphasen 1–4
Ökologische Baubegleitung (ÖBB)
Honorar- und Preisbestandteile (Anlage 1 Honorarerstangebot)
Vom Bieter im Angebot auszufüllen:
Stundensätze sind für Leistungserbringung bis 31.12.2028 fest zu kalkulieren; ab 01.01.2029 jährliche Erhöhung um 2,0 %.
Personelle Vorgaben
Vom Auftragnehmer verpflichtend zu benennen (§ 8.2 des Planervertrags):
Verpflichtungserklärung gemäß Verpflichtungsgesetz: persönliches Erscheinen aller projektbeteiligten Mitarbeiter beim Auftraggeber nach Auftragserteilung.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFormale Anforderungen an den Bewerber
Teilnahmeantrag in deutscher Sprache, elektronisch über https://www.evergabe.de in Textform (mit Angabe der erklärenden natürlichen Person), fristgerecht bis 20.10.2026
Persönliche Eignung – Ausschlussgründe
Keine zwingenden Ausschlussgründe gemäß § 123 GWB (u.a. rechtskräftige Verurteilung wegen Terrorismusfinanzierung, Geldwäsche, Betrug, Bestechung, Menschenhandel).
Keine fakultativen Ausschlussgründe gemäß § 124 GWB (u.a. Verstöße gegen Umwelt-, Sozial- oder Arbeitsrecht; Insolvenz; schwere Verfehlungen; Wettbewerbsverzerrungen).
Keine Ausschlussgründe nach dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG).
Kein wirksames Berufsverbot (§ 70 StGB), kein vorläufiges Berufsverbot (§ 132a StPO), keine Gewerbeuntersagung (§ 35 GewO).
Kein Insolvenzverfahren beantragt/eröffnet, kein Antrag mangels Masse abgelehnt, nicht in Liquidation.
Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen.
Keine russischen Bezüge (Sanktionspaket 5 EU, Art. 5k EU-VO 833/2014): keine russische Staatsangehörigkeit/Niederlassung, keine Beteiligung > 50 % durch russische Personen, kein Handeln im Auftrag Russlands; gilt für Unterauftragnehmer/Lieferanten/Kapazitätsgeber > 10 % des Auftragswerts während der gesamten Vertragslaufzeit.
Wirtschaftliche und finanzielle Eignung
Berufshaftpflichtversicherung:
Jahresumsätze 2023–2025: Gesamtumsatz und Umsatz im relevanten Tätigkeitsbereich.
Mitarbeiterstatistik 2023–2025: Jahredurchschnittlich beschäftigte Arbeitskräfte, gegliedert nach Führungskräften, Umweltplanern/Biologen, sonstige Mitarbeiter.
Handelsregistereintragung (soweit zutreffend).
Insolvenz-/Liquidationerklärung (ja/nein-Auswahl).
Fachliche / technische Eignung – Personal
Projektleiter (Mindestanforderung):
Stellvertretender Projektleiter und Bearbeiter LBP, Biothermokartierung / saP, UVVP/UVS und ÖBB sind im Angebot zu benennen (§ 8.2 Planervertrag) und werden in der Präsentation (Zuschlagskriterium 1) bewertet.
Fachliche / technische Eignung – Referenzen (Mindeststandard)
Mindestens 3 Referenzen M1–M3, alle im Zeitraum 01.10.2021–30.09.2026 abgeschlossen (Leistungsbeginn darf davor liegen):
Die Nachweise können in verschiedenen Projekten erbracht werden; M1–M3 können auch aus den Wertungsreferenzen R1–R3 stammen. Es sind alle 6 Referenzdatenblätter (M1, M2, M3 sowie R1–R3) auszufüllen. Jede Referenz benötigt eine Projektbeschreibung (max. 3 Seiten, formlos); ohne Projektbeschreibung wird die Referenz nicht gewertet.
Fachliche / technische Eignung – Referenzen (Wertung)
Wertungsreferenzen R1–R3 (max. 3 werden gewertet):
Naturschutzfachliche Planungsleistungen für Gewässerausbauten.
Punktebewertung je Referenz (max. 9 Pkt. je Referenz, max. 27 Pkt. gesamt):
Wertung der Teilnahmeanträge: Referenzen 100 v.H.
Qualitätsmanagement und Kapazitäten
Qualitätsmanagement: Mindestens ein QM-System (Zertifizierung nicht erforderlich).
Eignungsleihe: Möglichkeit, Kapazitäten anderer Unternehmen (Nachunternehmer/Kooperationspartner) für wirtschaftliche, finanzielle, technische und berufliche Leistungsfähigkeit in Anspruch zu nehmen (§ 47 VgV). Verzeichnis der anderen Unternehmen einreichen, ggf. Verpflichtungserklärung auf Verlangen.
Unterauftragnehmer: Benannte NU müssen ihrerseits die Mindeststandards erfüllen.
Verfahrensstruktur und Auswahl
Vierstufiges Auswahlverfahren:
1. Form- und fristgerechte Einreichung prüfen
2. Erfüllung der Mindestanforderungen prüfen (ggf. Nachforderung unter Fristsetzung)
3. Grundsätzliche Eignung anhand vorgelegter Erklärungen/Unterlagen beurteilen
4. Besonders geeignete Bewerber für die Angebotsabgabe auswählen (max. 5 Bieter)
Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb nach VgV.
Vorbehalt des Auftraggebers: Falls mehr als 3 geeignete Bewerber vorliegen, Beteiligung weiterer geeigneter Bewerber möglich.
Verfahren geeignet für KMU.
Zuschlagskriterien (für die Angebotsphase)
1. Qualität des Projektteams: 35 %
2. Umgang mit der Aufgabenstellung: 35 %
3. Honorar: 30 %
Präsentation (Kriterien 1–2): max. 50 Minuten (max. 5 Min. Bürovorstellung, max. 30 Min. Angebotspräsentation, max. 15 Min. Fragen). Reihenfolge der Zuschlagskriterien ist strikt einzuhalten.
Mindeststandard M1: Landschaftspflegerischer Begleitplan (LBP), Leistungsphasen 1–4, Fläche ≥ 10 ha
Projektbeschreibung (max. 3 Seiten) zwingend; vollständig ausgefülltes Referenzdatenblatt M1; Nachweis Ansprechpartner, Auftraggeberanschrift, abgeschlossene LPH 1–4 mit Monat/Jahr
Mindeststandard M2: Umweltverträglichkeitsstudie (UVS), Leistungsphasen 1–4, Fläche ≥ 40 ha
Projektbeschreibung (max. 3 Seiten) zwingend; vollständig ausgefülltes Referenzdatenblatt M2; Nachweis Ansprechpartner, Auftraggeberanschrift, abgeschlossene LPH 1–4 mit Monat/Jahr
Mindeststandard M3: Ökologische Baubegleitung für einen Gewässerausbau
Projektbeschreibung (max. 3 Seiten) zwingend; vollständig ausgefülltes Referenzdatenblatt M3; Vergleichbarkeit mit Ökologischer Baubegleitung bei Gewässerausbau
Wertungsreferenz R1–R3: Naturschutzfachliche Planungsleistungen für Gewässerausbauten
Naturschutzfachliche Planungsleistungen für Gewässerausbauten; vollständig ausgefüllte Referenzdatenblätter R1–R3; Projektbeschreibung (max. 3 Seiten) zwingend
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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