Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung (VOB/A) der Verbandsgemeindewerke Ulmen für eine partielle Kanalsanierung mittels Robotersanierung in den Ortslagen Gillenbeuren und Lutzerath. Die Leistung umfasst Reinigung, TV-Inspektion, Hindernisbeseitigung/Fräsen, Verpressarbeiten (Stutzen/Muffen/Risse), Kurz-/Longliner, Hutprofile sowie Schachtsanierungen (Verpressen und baulich). Ausführungszeitraum 16.11.2026 bis 31.07.2027. Zuschlag nach dem niedrigsten Preis. Angebote werden elektronisch über die Vergabeplattform RLP.Vergabekommunal (cosinex Bietertool) eingereicht.
Wichtig: Angebotsfrist ist der 22.09.2026 um 10:30 Uhr. Die RAL-GZ-961-Gütesicherung Kanalbau in den Beurteilungsgruppen S 10.1, S 10.4, S 15.1, S 15.2, S 16 und S 42 ist zwingende Eignungsvoraussetzung.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis: Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenVorbereitende Arbeiten und Dokumentation
Einrichtung, Unterhaltung und Räumung der Baustelle; Verkehrssicherung gemäß RSA (B IV/1 oder B IV/2 innerorts, C II/1 oder C II/5 außerorts) mit ca. 45 Haltungen und Halteverbotsbeschilderung. Schächte suchen und ggf. freilegen. Eine örtliche Besichtigung wird empfohlen – Kanäle liegen überwiegend in befestigten Straßen/Wegen, einige Schächte in Grünanlagen mit Zufahrt über Wiesenwege. Wasserbezug über Kläranlage Ulmen oder Standrohr Kreiswasserwerk Cochem-Zell; Fahrzeuge können kostenpflichtig auf Kläranlage/Betriebshof Ulmen abgestellt werden.
Für alle Sanierungsarbeiten gelten umfangreiche Dokumentationspflichten: Tagesberichte (Datum, Uhrzeit, Dauer der Sanierungsschritte), Fotodokumentation vor und nach Ausführung, Videoaufzeichnungen mit eingeblendeter Haltungsnummer, Inspektionsprotokolle in Papier und PDF, Datenübergabe im ISYBAU-Austauschformat XML (2006), 2,5″-Festplatte eines Markenherstellers (geht in Eigentum des AG über) sowie DVD-ROM im MPEG2-Format. Tägliche Meldung der örtlich tätigen eigenen Mitarbeiter und Nachunternehmer an die Bauüberwachung bis spätestens 9:00 Uhr per E-Mail/Fax.
Reinigung und Inspektion
Kanalreinigung der Hauptkanäle (ca. 2.400 m DN 150–300 und 600 m DN 350–600), Reinigung von ca. 48 Einstiegschächten, Entsorgung des Spülguts (ca. 3 to). Die Kanalreinigung darf max. 3 Tage vor der TV-Inspektion durchgeführt werden.
Kanal-TV-Inspektion (ca. 1.200 m DN 150–300 und 300 m DN 350–600), SAT-Kamerabefahrung für ca. 10 Anschlussleitungen mit Lageortung, ca. 5 Schachtinspektionen. Fräsarbeiten dürfen max. 8 Stunden vor der anschließenden Sanierung erfolgen.
Robotersanierung Haltungen
Auf Grundlage der TV-Befunde werden punktuelle Schäden repariert:
Für die Injektionsharze sind KTW-Prüfzeugnisse (Klasse D1 und D2) vorzulegen; Anforderungen gemäß Merkblatt RSV 5 und ATV DVWK-M 143-7.
Schachtsanierungen
Verpressarbeiten in Schächten: Hindernisbeseitigung, Riss-/Fugensanierung, Bohren von 50 Injektionskanälen, Setzen von 50 Injektionspackern, 50 Injektionen mit Polyurethanharz, Oberflächenschutzbeschichtungen (ca. 23 qm), 2 Hohlraumsanierungen mit Mörtel, Reprofilierung und Wiederherstellung von Sohlgerinnen.
Bauliche Schachtsanierungen: 7 Schmutzfänger erneuern, 0,5 cbm Mörtel, 40 Steigeisen entfernen, 40 Nacharbeiten Fehlstellen, 40 neue Sicherheitssteigeisen einbauen.
Nebenleistungen (Abwasserhaltung, Entsorgung, Anwohnerinformation)
Abwasserhaltung für ca. 35 Hauptkanäle und 170 Anschlussleitungen mit fäkalientauglichen Pumpen und Notstromaggregat (Trockenwetter ca. 10 l/s, Regenwetter bis ca. 50 l/s). Getrennte Entsorgung von Schadstoffen und verwertbarem Räumgut durch den AN; Entsorgungsnachweis mit Entsorgungsnummer/Abfallschlüssel. Anwohnerinformation per Wurfzettel vor Sanierungsbeginn. Bauabfallentsorgung eigenverantwortlich durch den AN.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche und wirtschaftliche Eignung
Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung (Handelsregisterauszug, ggf. Handwerksrolleneintrag oder IHK-Eintrag) sowie wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit (Umsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre, verfügbar mit den erforderlichen Arbeitskräften).
Keine laufenden oder eröffneten Insolvenzverfahren, keine Liquidation. Ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer- und Sozialversicherungspflichten. Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft mit Unbedenklichkeitsbescheinigung (inkl. Lohnsummen). Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG.
Keine Ausschlussgründe gemäß § 6e EU VOB/A (z.B. keine schweren Verfehlungen, keine Verurteilungen mit Freiheitsstrafe > 3 Monate oder Geldstrafe > 90 Tagessätze / Geldbuße > 2.500 € in den letzten 2 Jahren). Nachunternehmer und Leiharbeitnehmer müssen Tariftreue/Mindestentgelt nach LTTG ebenfalls nachweisen.
Technische und berufliche Eignung
Nachweis der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit über das Formular 124 (bzw. EEE oder PQ-Nummer). Pflicht: Qualifikation und Gütesicherung gemäß RAL-GZ 961 oder gleichwertig in den Beurteilungsgruppen
Durchschnittliche Arbeitskräfte der letzten 3 Geschäftsjahre (gegliedert nach Berufsgruppen) sowie Anzahl der verfügbaren Fahrzeuge mit wichtigsten Kenndaten. Nachunternehmer, die Tätigkeiten nach RAL-GZ 961 ausführen, müssen die Güte- und Prüfbestimmungen ebenfalls erfüllen und vor Beauftragung nachweisen. Eignungsleihe ist zulässig, dann sind Eignungsnachweise auch für Drittunternehmen vorzulegen.
Personalanforderungen
Mindestens 2 Personen pro Fahrzeugbesatzung. Regelmäßige Schulungen (ATV-DVWK, TÜV, TBG oder innerbetrieblich), jährliche Unterweisung UVV sowie arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen G 20, G 25, G 26 nach GUV-V A4 / GUV-I 8521 (auf Verlangen nachweisbar). Persönliche Schutzausrüstung (PSA) vorhanden, Mobilfunktelefon während der Arbeitszeit.
Qualifizierter Bauleiter zur ständigen fachlichen und terminlichen Koordination und Überwachung, mit nachweisbarer Fachkunde für Verkehrssicherung.
Sonstige Anforderungen
Bestehen einer Haftpflichtversicherung (bei Wegfall unverzügliche schriftliche Anzeige). Eigenüberwachungsunterlagen nach RAL-GZ 961 sind den Abschlags- und Schlussrechnungen beizufügen. Meldung der Baustellen an den Güteschutz Kanalbau (Kopie an AG). Übergabe der Sanierungshandbücher RAL-GZ 961 zum Projektstartgespräch. SiGeKo gemäß Baustellenverordnung und RAB 30 erforderlich.
3 vergleichbare Referenznachweise (ähnliche Kanalsanierungsleistungen)
nur auf Verlangen der Vergabestelle bei engerer Wahl vorzulegen; pro Referenz: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang inkl. Mengen, durchschnittl. eingesetzte Arbeitnehmer, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Baumaßnahmenbeschreibung, Art (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (HA/ARGE/NU), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung