Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenEU-weite öffentliche Ausschreibung (offenes Verfahren) des Pfalzklinikums für Psychiatrie und Neurologie AdöR über Gerüstbauarbeiten im Rahmen der Erweiterung des Jugendmaßregelvollzugs am Standort Klingenmünster (Weinstraße 100). Die Leistung umfasst Lieferung, Auf- und Abbau sowie Vorhaltung (Gebrauchsüberlassung) von Arbeits- und Schutzgerüsten für Haus 49 (Bettenhaus mit Turnhalle, Höhe ca. 6–13 m) und die separate Werkhalle (Höhe ca. 5,5–7 m).
Wesentliche Eckpunkte:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis der Leistung100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGeltungsbereich und Gerüstkonstruktion
Es sind Arbeits- und Schutzgerüste Lastklasse 3 (2 kN/m², Breitenklasse W06) zu erstellen, vorzuhalten und nach Abschluss der Arbeiten wieder abzubauen. Die Gerüste sind gemäß DIN EN 12810-1, DIN EN 12811-1 sowie DIN 4420-1 (Dachfanggerüst) zu errichten.
Die Aufstellung erfolgt zeitlich und örtlich gestaffelt:
Das Baufeld liegt im Sondergebiet „Klinik" mit eingeschränktem Platzangebot. Transport- und Hebeeinrichtungen sind vom Auftragnehmer selbst zu stellen. Zentrale Bauwasser- und Baustromanschlüsse werden vom Auftraggeber bereitgestellt.
Hauptmengen im Überblick (LV-Angaben)
Haus 49 (Höhe 6–13 m):
Werkhalle (Höhe 5,5–7 m):
Vorhalte-/Gebrauchsüberlassung (Haus 49): ca. 118.440 m²Wo Standgerüst, 45.324 mWo Konsolen, 13.212 mWo Dachfanggerüst, 1.872 mWo Systemgitterträger, 45.000 mWo Absturzsicherung u. a.
Werkhalle: ca. 14.664 m²Wo Standgerüst und weitere Positionen.
Planung, Dokumentation und Kontrolle
Für jedes Gebäude ist eine prüffähige statische Berechnung nach DIN EN 12811-1 mit Ausführungszeichnungen zu erstellen. Montagepläne (Grundrisse und Schnitte, mind. 1:50) sind als CAD-Datei (DXF/DWG) und PDF einzureichen.
Während der gesamten Vorhaltung ist das Gerüst einmal pro Woche zu kontrollieren. Über die Baumaßnahme ist ein wöchentliches Bautagebuch als PDF an die Bauleitung zu übermitteln.
Die Abschlussdokumentation (2-fach in beschrifteten Ordnern und 1-fach auf CD-ROM im Format DWG/DXF/PDF/MS-Office-lesbar inkl. Herstellerunterlagen und Fachunternehmerbescheinigung) ist spätestens 2 Wochen nach Fertigstellung zu übergeben.
Baustellenlogistik, Lärmschutz und Sauberkeit
Der tägliche Arbeitsbereich ist zu reinigen; zum Wochenende ordnungsgemäß zu hinterlassen. Feuerwehr- und Rettungszufahrten sind freizuhalten. Aufgrund der Lage im Klinikgelände gelten Lärmschutzregelungen: staub- und lärmintensive Arbeiten nur Montag–Freitag von 07:00–18:00 Uhr. Für Ausnahmen ist ein Vorlauf von 3 Werktagen notwendig. Material darf wegen begrenzter Lagerflächen nur bei direkter Weiterverarbeitung angeliefert werden. Kontaminierte Abbruchmaterialien sind auf der Baustelle mit Schadstoffnachweis zu führen.
Regiearbeiten (für beide Gebäudeteile)
Es stehen 15 Stunden Facharbeiter und 10 Stunden Helfer als Regiearbeiten zur Verfügung, die ausschließlich auf Anweisung der Bauleitung abgerufen werden dürfen. Die Bestätigung der Stundenlohnarbeiten muss innerhalb einer Woche nach Ausführung eingereicht werden.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Zuverlässigkeit / Ausschlussgründe
Es darf keine schwere Verfehlung im Sinne der vergaberechtlichen Regelungen vorliegen (z. B. Verstoß gegen Straftatbestände, Umwelt-, Arbeits- oder Sozialrecht, keine Geldbuße > 2.500 €, keine Freiheitsstrafe > 3 Monate). Es darf kein laufendes Insolvenz- oder Liquidationsverfahren vorliegen; ggf. ist ein rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan vorzulegen. Die Pflichten zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen müssen erfüllt sein.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Nachweis einer Betriebshaftpflichtversicherung mit mindestens 5.000.000 € Deckungssumme für Personenschäden und 5.000.000 € für Sachschäden.
Erklärung zum Jahresumsatz mit vergleichbaren Leistungen der letzten drei abgeschlossenen Kalenderjahre.
Fachliche Eignung / Qualifikation
Nachweis der Qualifikation im Gerüstbau – insbesondere:
Eintragung in Handelsregister/Handwerksrolle bzw. bei der IHK; Gewerbeanmeldung. Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft ist nachzuweisen.
Technische Leistungsfähigkeit / Referenzen
Mindestens 3 Referenzen über selbst ausgeführte, vergleichbare Gerüstbauarbeiten (Auf-/Abbau und Vorhaltung von Arbeits- und Schutzgerüsten nach DIN EN 12811-1 / DIN EN 12810-1) aus den letzten 5 abgeschlossenen Geschäftsjahren. Pro Referenz: Ansprechpartner, Kurzbeschreibung, Auftragssumme und Ausführungszeitraum.
Personalkapazität: Nachweis der durchschnittlichen jährlichen Beschäftigtenzahl (Jahresdurchschnitt) der letzten drei Geschäftsjahre – gegliedert nach Lohngruppen, mit gesondert ausgewiesenem Leitungspersonal.
Tariftreue, Kinderarbeit und Sanktionen
Verbindliche Vereinbarung Tariftreue / Mindestentgelt Rheinland-Pfalz nach LTTG (zzt. Mindestlohn 13,90 €/Std., ab 01.01.2027: 14,60 €/Std.). Verpflichtung zur sorgfältigen Auswahl und Prüfung von Nachunternehmern.
Eigenerklärung, dass keine Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit erworben werden.
Eigenerklärung zu EU-Sanktionen gegen Russland (Art. 5k EU-VO 833/2014) – keine russische Staatsangehörigkeit/Niederlassung, keine Mehrheitsbeteiligung russischer Personen, kein Handeln auf deren Weisung; betrifft auch NU/Lieferanten > 10 % des Auftragswerts.
Allgemeines
Sämtliche Eignungsnachweise und Erklärungen sind in deutscher Sprache einzureichen. Fehlende, unvollständige oder fehlerhafte Unterlagen können vom Auftraggeber nachgefordert werden (Nachforderungsmöglichkeit nach VOB/A-EU). Der Auftraggeber hat bestätigt, dass die Ausschreibung KMU-geeignet ist.
Vergleichbare Gerüstbauarbeiten (Auf-/Abbau und Vorhaltung von Arbeits- und Schutzgerüsten nach DIN EN 12811-1 / DIN EN 12810-1)
Eigenleistung des Bieters; pro Referenz: Ansprechpartner, Kurzbeschreibung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum; zusätzlich (bei engerer Wahl): eigener Leistungsumfang, Personal, technische/gerätespezifische Anforderungen, Baumaßnahmetyp, vertragliche Bindung, Bestätigung des Auftraggebers