TendiGo
Ausschreibungen Nordrhein-Westfalen

Westfalenhallen Dortmund, Bauvorhaben Südhallen, VE05 Baugrube und Tiefbau, Verbau, Spezialtiefbau

Westfalenhallen Unternehmensgruppe GmbH | Vergabekammer Westfalen bei der Bezirksregierung Münster | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)Dortmund, Nordrhein-WestfalenVeröffentlicht:
Angebotsfrist: noch 17 Tage

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Beim Bauvorhaben Südhallen der Westfalenhallen Unternehmensgruppe GmbH in Dortmund entsteht ein Neubau mit zwei Messehallen und einem Kongresszentrum. In der Vergabeeinheit VE05 sind alle Arbeiten für die Baugrube, den Tiefbau, den Verbau und den Spezialtiefbau gebündelt – also Aushub in großen Tiefen, Bohrpfahl- und Trägerbohlwände als Baugrubenverbau, Verpressanker, Winkelstützwände sowie die Entsorgung der anfallenden Aushubmassen.

Bieter müssen ihr Angebot elektronisch über das Deutsche Vergabeportal (DTVP) abgeben. Die Angebotsfrist endet am 12.08.2026 um 10:00 Uhr. Die Ausführung beginnt ab Ende September 2026 und umfasst 121 Werktage. Es werden 3 vergleichbare Referenzaufträge aus den letzten 5 Kalenderjahren mit einem Mindestauftragswert von jeweils 3 Mio. EUR netto gefordert.

Ausschreibung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Noch 17 Tage bis zur Angebotsfrist — 12. August 2026
HEUTE
Termin / FristJUL2026AUGSEP
Veröffentlichung12. Juli 2026
Bieterfragen-Frist3. Aug. 2026
Angebotsfrist12. Aug. 2026
Erdbau Ausführungszeitraumca. 1. Juli 2026 – 31. Jan. 2027bis 2027
Angebotsöffnung12. Aug. 2026
Bindefrist12. Aug. – 11. Sep. 2026
Angebotsgültigkeitca. 12. Aug. – 11. Sep. 2026
Ausführungsbeginnca. 28. Sep. 2026
Ausführungszeitraumca. 28. Sep. 2026 – 1. Apr. 2027bis 2027
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Niedrigster Preis1 Kriterium
Preis 100%Qualität 0%
  • Preis100%

    Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.

KI-Hinweis: Zuschlagskriterium ist ausschließlich der Preis; das Formblatt Zuschlagskriterien für mehrere Kriterien ist im Kontext nicht enthalten, aber im Anschreiben explizit nur das Kriterium Preis markiert.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Baugrube und Erdarbeiten

Aushub der Baugrube bis ca. 9,0 m unter Geländeoberkante mit insgesamt rund 77.000 m³ Bodenaushub (Quartärer Schluff ca. 5.000 m³, Emschermergel ca. 37.500 m³, Mergelkalkstein ca. 34.500 m³).

Herstellung von Arbeitsebenen, Großbohrgeräte-Arbeitsebene inkl. Brechen und Aufbereitung des Mergelkalksteins, Baustraßen in Asphalt sowie Arbeitsraumverfüllungen rund um die Verbauwände.

Einbau einer Spundwand (ca. 100 m) als Sicherungs- bzw. Abschlusselement.

Die Maßnahme liegt im Übergang zwischen Methangaszone 1 und 2; eine archäologische Baubegleitung ist erforderlich.

Spezialtiefbau – Trägerbohlwand

Bohrungen für die Trägerbohlwand mit Durchmesser 900 mm, Gesamtlänge ca. 1.200 m.

Liefern, Einstellen, Verfüllen und späteres Rückbauen von insgesamt 110 Trägern (HEA 550, 2×U300, 2×U400). Vorhaltezeit der Träger: 12 Monate.

Herstellung der Ausfachung aus Holzbohlen (ca. 1.010 m²).

Verpressanker in verschiedenen Längen (10–15 m) und Neigungen, Gesamtlänge ca. 1.049 m; nach Abschluss der Verbaufunktion sind 82 Anker gezielt zu lösen.

Spezialtiefbau – Bohrpfahlwand

Bohrschablone erstellen und rückbauen, Bohrungen D=900 mm (ca. 2.650 m + 1.950 m Zulage + 100 m Hindernis).

251 Bohrpfähle in unterschiedlichen Tiefen bis 15,24 m.

Ortbeton insgesamt ca. 1.664 m³ (davon 1.320 m³ als Dauerbauwerk, 344 m³ temporär), Bewehrungskörbe ca. 135 t, Einbauteile (Distanzringe, Aufstandskreuze, Fußplatten).

Verpressanker in Längen von 5–13 m (55 m + 240 m Litzenanker); nach Baugrubenfreigabe 27 Anker lösen.

Pfahlkopfbalken (ca. 270 m³, ca. 850 m² Schalung), Sauberkeitsschicht, Pfähle abstemmen.

Winkelstützwände Halle 4

34 Fertigteile als Winkelstützwand in unterschiedlichen Typen.

Herstellung von Gründungspolster und Sauberkeitsschicht, Ortbeton-Sporne und Bodenplatten, Fugenverguss sowie Fugenabdichtung (Kugelstrahlen, Kratzspachtelung, Epoxidharz, Polymerbitumen-Schweißbahn).

Kampfmittelsondierung und Bauseits erforderliche Vorleistungen

Kampfmittelsondierung gemäß BFR KMR und Leitfaden des Kampfmittelbeseitigungsdienstes NRW: Bohrplan, Einmessen und Markieren der Bohransatzpunkte, schräge und senkrechte Sondier- und Kontaktbohrungen (insgesamt ca. 1.450 m + 200 m + weitere), temporäre Kunststoffverrohrung, Bohrlochsondierung mit geomagnetischer Messwertaufnahme, Messdatenaufbereitung, -auswertung und -interpretation, Warte- und Stillstandszeiten, Dokumentation als Ergebnisbericht mit Lageplan und Ergebnisübersicht (2-fach Papier + 1-fach PDF).

Folgemaßnahmen: Überprüfung von Verdachtsmomenten (Zusatzbohrungen), Untersuchung von Bereichen ohne Sondierergebnis, Sondierung in vertieften Sondierbohrlöchern, Beseitigung von Bohrhindernissen.

Die Kampfmittelräumung/-beseitigung selbst ist nicht Aufgabe des Auftragnehmers, sondern der zuständigen Ordnungsbehörde bzw. des Kampfmittelbeseitigungsdienstes.

Baustelleneinrichtung und Schutzmaßnahmen

Verkehrssicherung gemäß StVO, Bauzaun umsetzen (nur für die erforderliche Dauer der Baugrubenarbeiten) und mobile Reifenwaschanlage vorhalten (28 Kalenderwochen).

Pfahl-/Trägerbohrgerät an- und abtransportieren sowie 140 Werktage vorhalten.

Arbeitsplanum vorhalten (22.400 m²/Woche), Schutzgeländer (12.500 mWo), Böschungstreppen (150 Stück-Wochen), Treppentürme (40 Stück-Wochen), Erosionsschutz 45° (40.000 m²) und 80° (15.000 m²), Hebeanlage bis 250 m³/h vorhalten und warten (120 Stück-Wochen).

Vorhaltung der Baustelleneinrichtung für Erstellung des Verbaus (28 Wochen) und Rückbau Trägerbohlverbau (4 Wochen).

Hydrauliköle der eingesetzten Geräte müssen biologisch schnell abbaubar sein (RAL-UZ 79); Baustoffe sind umweltverträglich und schadstofffrei, vorzugsweise mit Gütezeichen anerkannter Güteschutzgemeinschaften, einzusetzen.

Entsorgung und Dokumentation

Entsorgung der anfallenden Massen: Bauschutt (ca. 165 t), Holz (ca. 3,5 t), Stahl (ca. 165 t) – jeweils nicht gefährlich.

Erdreich/Aushub in verschiedenen Klassifizierungen (Z0 bis DKIII, RC1-3) – insgesamt ca. 48.000 t – mit Entsorgungsnachweisen gemäß Nachweisverordnung zu jeder Ladung.

Stundenlohnarbeiten für Vorarbeiter und Baufacharbeiter.

Pauschale Endleistungsdokumentation (2-fach Papier + 1-fach digital PDF) mit Fachbauleitererklärung, Fachunternehmerbescheinigung, Übereinstimmungserklärung, Lieferscheinen, Beweissicherungen, Entsorgungsnachweisen, Bautagebuch und Fotodokumentation.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Allgemeine wirtschaftliche und rechtliche Eignung

Nicht präqualifizierte Bieter müssen die Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) abgeben. Andernfalls genügt die Angabe der PQ-Nummer oder die Einheitliche Europäische Eigenerklärung.

Erforderliche Angaben u.a.: Eintragung im Handelsregister, Handwerksrolle oder IHK (je nach Unternehmensform); keine laufenden Insolvenzverfahren; keine schweren Verfehlungen i.S. § 6e EU VOB/A in den letzten 2 Jahren; ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer-, Abgaben- und Sozialversicherungspflichten; Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft.

Bei Auftragssumme ≥ 30.000 € fordert der Auftraggeber einen Auszug aus dem Gewerbezentralregister (§ 150a GewO) an.

Fachliche Eignung und Referenzen

Technische Leistungsfähigkeit und Geräteanforderungen

Erfahrung mit Bohrpfahlwänden (DIN EN 1536), Trägerbohlwänden und Verpressankern (DIN EN 1537) sowie Kampfmittelsondierung gemäß BFR KMR; Vermessungsarbeiten durch einen öffentlich bestellten Vermessungsingenieur (ÖbVI).

Eingesetzte Geräte müssen dem Stand der Technik und den geltenden Lärmschutzvorschriften entsprechen; Hydrauliköle biologisch schnell abbaubar (RAL-UZ 79).

Kampfmittelsondierung nur durch zugelassene Fachunternehmen mit SprengG-Erlaubnis nach § 7 SprengG und befähigte Verantwortliche Person gem. §§ 19, 20 SprengG.

Sprach- und Personalanforderungen

Die Aufsichtsperson auf der Baustelle muss über Sprachkenntnisse Stufe C1 (GER) verfügen.

Jeder Nachunternehmer muss mindestens eine verantwortliche Person benennen, die der deutschen Sprache mächtig ist und an der SiGe-Einweisung teilnimmt.

Räumfirma hat die Bestellung der Verantwortlichen Person gem. § 21 Nr. 4 SprengG der zuständigen Behörde mitzuteilen und die Arbeiten nach § 14 SprengG anzuzeigen.

Eignung zur Auftragsdurchführung und Kapazitäten

Nachweis des Unternehmensumsatzes für vergleichbare Bauleistungen in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren (inkl. Anteile bei Gemeinschaftsleistungen).

Verfügbarkeit der für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte; auf Verlangen Angabe der jahresdurchschnittlich in den letzten 3 Jahren beschäftigten Arbeitskräfte nach Lohngruppen mit Leitungspersonal.

Bei Rückgriff auf Kapazitäten anderer Unternehmen: Formblatt 235; auf Verlangen Formblatt 236 (Verpflichtungserklärung, gemeinsame Haftung).

Vergaberechtliche und vertragliche Anforderungen

Verfahren: offenes Verfahren nach VOB/A, 2. Abschnitt Teil A; Zuschlagskriterium: Preis.

Eigenerklärung zur Umsetzung von Art. 5k VO (EU) Nr. 833/2014 (Russland-Sanktionen): weder Bieter noch Unterauftragnehmer/Lieferanten mit mehr als 10 % des Auftragswerts russisch kontrolliert; bei Bietergemeinschaften von jedem Mitglied separat.

Bietergemeinschaften treten gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter auf (Erklärung über Formblatt 234).

Fehlende Unterlagen werden gem. § 16a EU Abs. 1 VOB/A nachgefordert; für präqualifizierte Bieter ist eine Nachforderung von Referenzen ausgeschlossen.

Referenzprojekte
3 ReferenzenZeitraum: letzte 5 Kalenderjahre (ab 01.01.2021 bis Angebotszeitpunkt)Volumen: jeweils mind. 3.000.000 EUR netto

3 vollständig abgeschlossene Referenzaufträge über Erd-/Aushub- und Verbauarbeiten, die nach Art und Umfang mit der ausgeschriebenen Leistung vergleichbar sind

Leistungen im eigenen Betrieb oder durch Nachunternehmer erbracht; Nachweis über das Formblatt Referenzen mit Auftraggeber, Ansprechpartner, Leistungszeitraum, Beschreibung und Auftragswert. Bei präqualifizierten Unternehmen sind zusätzliche Angaben vorzulegen, sofern die im PQ-Verzeichnis hinterlegten Referenzen nicht ausreichen (dann Nachforderung ausgeschlossen).

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
4–10Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 6 Angebote
Mittlere Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 24%4–10 · 44%11+ · 32%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 40 erledigt
Angebotskern (Pflicht mit dem Angebot)
Auf Verlangen der Vergabestelle (bereithalten)
Bauausführung – vor und während der Bauarbeiten zu erbringen
Mit TendiGo
Alle Vergabeunterlagen, KI-Analyse der Eignungskriterien und ein Angebots-Check — direkt zu dieser Ausschreibung.
Zur Original-Ausschreibung
Vergabeunterlagen abrufenKI prüft EignungskriterienKI hilft bei der Bewerbung
Neue passende Ausschreibungen per E-Mail
Erhalten Sie ähnliche Vergabeverfahren, sobald sie veröffentlicht werden.
Kostenlos · jederzeit abbestellbar

Auf einen Blick

Auftraggeber
Westfalenhallen Unternehmensgruppe GmbH | Vergabekammer Westfalen bei der Bezirksregierung Münster | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)
Anschrift
44139 Dortmund
Ort
44139 Dortmund
Kategorie
Nordrhein-Westfalen
Veröffentlicht
Angebotsfrist

Erfüllungsort

Ort der Leistung
44139 Dortmund
Nordrhein-Westfalen

Weitere Ausschreibungen Nordrhein-Westfalen

Alle anzeigen

Bereit für die Zukunft der Vergabe?

Setzen Sie auf den neuen technologischen Standard und verschaffen Sie sich den entscheidenden Vorsprung in der Auftragsakquise.

806+ VergabequellenMit Experten entwickeltSofort einsatzbereit