Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung (offenes Verfahren, VOB/A EU) des Studierendenwerks West:Brandenburg für den Neubau eines 5-geschossigen Wohngebäudes für Studierende mit 54 Einheiten / 80 Betten in Potsdam, Anna-Flügge-Straße 2-3 / Am Kanal 45 (Potsdamer Mitte, Block IV, Baulos 2).
Gegenstand dieses Loses 02 sind die Zimmer- und Holzbauarbeiten im Rohbau: Steildachkonstruktion (ca. 45°), angrenzendes Flachdach, tragende Holzstützen, feuerverzinkte Stahlstützen sowie Stundenlohnarbeiten. Bieter müssen vollständige Werk- und Montageplanung sowie alle statischen Nachweise (Tragfähigkeit, Brandschutz, Dichtigkeit) erstellen.
Angebotsabgabe bis 03.09.2026, 10:00 Uhr über den Vergabemarktplatz Brandenburg. Bindefrist 29.10.2026.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Vorhaltekosten
Komplette Einrichtung, Vorhalten über die gesamte Bauzeit und Räumen der Baustelle inklusive Lager-/Arbeitsplätze, Geräte, Stützkonstruktionen und Hilfsgerüste. Material-Vorhaltekosten sind einzurechnen. Anteilige Kostenbeteiligung: 0,5 % Netto-Abrechnungssumme für Baustrom/Bauwasser und 0,5 % für Sanitärcontainer. Lagercontainer durch den Auftragnehmer.
Baustelleneinrichtung bauseits (durch Auftraggeber/andere Lose): Fassadengerüst (Los Fassadenarbeiten), Bauwasser, Baustrom, Baukran, 2x WC/Sanitärcontainer, 2x Umkleidecontainer, 2x Aufenthaltscontainer, 1x Teeküchecontainer, Stellplatzfläche für 1 Container-Systemmodul.
Werk- und Montageplanung inkl. Statik
Erstellung aller Werkstatt-, Verlege-, Montage- und Detailpläne nach Aufmaß vor Ort sowie Erstellung aller statischen Nachweise (Tragfähigkeit, Brandschutz, Dichtigkeit, Tauglichkeit) für alle ausgeschriebenen Bauteile. Vorlage zur Prüfung und Freigabe an die Planerin; mindestens eine Korrektur und Wiedervorlage. Prüfzeit ca. 3 Wochen einplanen. Werkseitiger Abbund vorgeschrieben (kein Abbund auf der Baustelle).
Beginn der Werk- und Montageplanung unmittelbar nach Auftragserteilung. Baubeginn erst nach Erhalt der freigegebenen Montageunterlagen.
Steildach (ca. 45° Neigung)
Binder aus Brettschichtholz (BSH), Gratsparre BSH, vorgefertigte Holztafelemente für Steildach (16 Stück, ca. 290-310 cm breit, 590-600 cm lang, mit Zwischensparrendämmung Mineralwolle WLG 035, 400 mm), dreiecksförmige Holztafelemente, Fußpfette, Sparrenpfette, Dachschalung OSB/3 25 mm (664 m²) sowie zementgebundene Holzspanplatte 25 mm (127 m²). Holzart Fichte/Tanne, Festigkeitsklasse C24 / GL 24h / GL 28c. Feuerwiderstandsdauer mindestens 60 Minuten (Gebäudeklasse 4).
Flachdach
Binder BSH, Deckensparren, Dachschalung OSB/3 25 mm (653 m²), Wärmedämmschicht Mineralwolle 200 mm (327 m²). Aussparungen für TGA-Durchdringungen (Ø 5-10 cm: 6 St; Ø 10-20 cm: 74 St; Ø 20-50 cm: 24 St). Attikaausbildung mit Massivholzplatte 40 mm. Extensive Dachbegrünung geplant, optional PV-Anlage.
Stahlstützen
13 Pendelstützen als Quadrat-Hohlprofil 80/80/5 mm, Stahl S235JR, Länge 2650 mm, feuerverzinkt, inklusive Fuß- und Kopfplatten.
Stundenlohnarbeiten
Kontingente für Bauvorarbeiter, Baufacharbeiter, Bauhelfer, Elektro-Kleingeräte, Motorsäge mit Bedienungspersonal sowie Kompressor mit Bedienungspersonal.
Allgemeine technische Anforderungen
Einhaltung VOB/B und VOB/C in aktueller Fassung, einschlägige Normen (u.a. DIN 18334, DIN 1055, DIN 4108, DIN 68365, DIN 18451, DIN 4102), Brandenburgische Bauordnung, Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften, allgemein anerkannte Regeln der Technik. Soweit im LV auf Normen verwiesen wird, gelten gleichwertige technische Spezifikationen als mit in Bezug genommen. Verwendung genormter oder amtlich zugelassener Stoffe und Bauteile mit Übereinstimmungsnachweis.
Dokumentation und Berichtswesen
Tägliche Bautageberichte mit Angaben zu Beschäftigtenzahl und Berufsgruppen, Arbeitszeiten, Witterung, ausgeführten Arbeiten nach LV-Position, Großgeräten, Leistungsfortschritt, Unterbrechungen und Unfällen. Erster Bericht als Entwurf zur Genehmigung vorzulegen; danach wöchentliche Vorlage beim Auftraggeber. Verpflichtung zur getrennten Erfassung und nachweispflichtigen Verwertung/Beseitigung von Bau- und Abbruchabfällen gemäß KrWG/NachwV. Originalrechnungen in Papier (1x an Objektüberwachung/Fachplaner) sowie digital an AG; Nachtragsangebote Papier+digital an AG und Architekt. Nachträgliche Prüfung und Abnahme durch AG/Objektüberwachung vor Abrechnung.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung / Befähigung
Eintragung in die Handwerksrolle. Qualifikationsbescheinigung der Berufsgenossenschaft. Eigenerklärung zur technischen Ausstattung. Vergleichbare Referenzen im Bereich Zimmer- und Holzbauarbeiten (Referenzliste).
Leistungsfähigkeit
Eigenerklärung zum Umsatz der letzten 3 Geschäftsjahre. Nachweis qualifizierten technischen Personals (eigenes Personal) für Werkplanung und Montageplanung. Eigenerklärung über die Anzahl der Beschäftigten der Jahre 2020-2023, aufgeschlüsselt nach gewerblich/angestellt.
Zuverlässigkeit / Ausschlussgründe
Eigenerklärung Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach §§ 123, 124 GWB sowie § 42 VgV. Eigenerklärung Steuern und Abgaben (keine Rückstände beim Finanzamt). Eigenerklärung Krankenkasse (ordnungsgemäße Beitragszahlung, keine Rückstände). Eigenerklärung Berufsgenossenschaft (Eintragung und ordnungsgemäße Beitragszahlung).
Sanktionsbezogene Anforderungen
Eigenerklärung zum 5. EU-Sanktionspaket (Russland/Ukraine), auch für Unterauftragnehmer, Lieferanten und Unternehmen, deren Kapazitäten in Anspruch genommen werden, sofern deren Anteil >10 % des Auftragswerts beträgt.
Datenschutz / Verpflichtungen
Datenschutzverpflichtungserklärung abzugeben. Eigenerklärung zur Verwendung von Holzprodukten (Formblatt 248).
Verfahrens- und Teilnahmebedingungen
Offenes Verfahren nach VOB/A Abschnitt 2 (EU-weit). Angebotsabgabe in deutscher Sprache, auf vorgeschriebenen Vordrucken, form- und fristgerecht, mit dokumentenechten Eintragungen. Preise in EUR, ohne Umsatzsteuer, maximal 3 Nachkommastellen. Keine Mischkalkulation. Preisnachlässe nur bedingungsfrei und an vorgesehener Stelle. Mehrere Hauptangebote nicht zugelassen; Nebenangebote nur in Verbindung mit Hauptangebot und mit Urkalkulation. Bei Bietergemeinschaften ARGE-Erklärung mit Benennung eines Bevollmächtigten und gesamtschuldnerischer Haftung (Textform). Einsatz anderer Unternehmen bedarf der Benennung; bei Eignungsleihe gemeinsame Haftung. Präqualifizierte Unternehmen können den PQ-Eintrag nutzen, sonst Eigenerklärung zur Eignung oder Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE).
Referenzliste mit vergleichbaren Referenzen (Zimmer- und Holzbauarbeiten)
Angaben zu Auftraggeber (Name, Adresse, Ansprechpartner/Telefon), Bezeichnung des Referenzprojekts, Art und Umfang der Leistungen (m², m³, m), Zeitraum der Leistungserbringung, detaillierte Beschreibung des Referenzobjekts
Eigenerklärung Umsatz der letzten 3 Geschäftsjahre
Eigenerklärung ausreichend; auf Verlangen weitere Nachweise