Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung (VOB/A) für Bauleistungen der Servicebetriebe Neuwied AöR: Neubau einer Geschieberückhaltestation (Geröllfangschacht) am Zulaufpumpwerk der Kläranlage I in 56564 Neuwied (Vergabenummer 40-2026).
Kernleistung: Errichtung eines Stahlbeton-Schachtbauwerks (2,5 x 4,1 x 7,45 m, WU-Beton C 35/45) mit Trägerbohlwandverbau (Tiefe ca. 7,4 m), Herstellung und Anschluss einer neuen PE-Rohrleitung DA 450 an die bestehende Zuleitung DN 500 / DN 1400 SB, kompletter Erd- und Kanalbau inkl. Wasserhaltung, Oberflächenwiederherstellung (Pflaster, Radweg) und maschinentechnische Ausrüstung (Belüftung, Schieber DN 400, Füllstandsmessung). Die Arbeiten erfolgen unter laufendem Kläranlagenbetrieb.
Hinweis: Keine Losteilung, kein Nebenangebot, Zuschlag auf den niedrigsten Preis. Vor-Ort-Besichtigung wird dringend empfohlen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung, Verkehrssicherung & Vorbereitung
Komplette Baustelleneinrichtung, Vorhaltung und Räumung (Geräte, Container, Baracken, sanitäre Anlagen) sowie zugehörige Baustellensicherung inkl. Schutzzaun (ca. 120 m), Seitenschutz (ca. 30 m), Treppenturm (4 Monate Vorhaltung) und Abdeckplatten (ca. 50 m²).
Baufeld freimachen: Baumschutz und Baumfällungen (verschiedene Stammdurchmesser), Wurzelstockrodung, Baugelände abräumen (ca. 280 m²). Leitungssicherung mit Suchgraben, Kabel-/Rohrsicherung und -umverlegung. Bauvermessung, tägliche Grundwasserpegelmessung mit wöchentlicher Meldung.
Verkehrssicherung für angrenzenden Radweg mit Vollsperrung und Umleitung, Fußgänger-/Radverkehrsführung (Mindestbreite 2,00 m), Winterdienst und Verkehrszeichen. Arbeitszeiten: Mo–Do 07:30–18:00, Fr 07:30–13:00 (keine Verlängerung möglich).
Vor-Ort-Besichtigung wird dringend empfohlen. Spätestens 10 Arbeitstage nach Auftragserteilung ist ein Baustelleneinrichtungsplan vorzulegen, vor Baubeginn ein Bauablaufplan sowie geprüfte Verbaustatik und verkehrsrechtliche Anordnungen.
Oberflächenarbeiten (Abbruch, Pflaster, Radweg, Tragschichten)
Abbrucharbeiten: Bordsteine (ca. 30 m), Betonsteinpflaster (ca. 85 m²), Rinnensteine (ca. 5 m), Asphalt (ca. 30 m²), Oberboden (ca. 280 m²).
Oberflächenwiederherstellung: Oberboden andecken und Einsaat (ca. 160 m²), Bordsteine und Rundbordsteine (ca. 35+5 m), Randeinfassung (ca. 5 m), Betonsteinpflaster (ca. 210 m²), Schieber-/Hydrantenkappen (1 Stück).
Asphaltbauweise Radweg: Tragschicht AC 22 T (ca. 30 m²) und Deckschicht AC 5 D (ca. 30 m²).
Erdarbeiten/Tragschichten: Boden lösen (ca. 110 m³), Frostschutzschicht 0/45 (ca. 110 m³), Feinplanum (ca. 210 m²). Verdichtungsnachweise durch Kontrollprüfungen des Auftraggebers.
Kanal- und Rohrleitungsbau
Abbruch Kanalbau: Rohrleitung DN 500 verdämmen (ca. 2 m³), Schacht zurückbauen (1 Stück).
Erdarbeiten Kanalbau inklusive Wasserhaltung: ca. 200 m³ Bodenaushub (wiedereinbauen), ca. 50 m³ entsorgen, Handschachtung, Verbau (ca. 290 m²), Wasserhaltung (ca. 25 m).
Rohrleitungen und Schächte: 25 m PE-Rohr DA 450 (PE 100, DA 450 x 26,7), 2 Bögen, 1 Adapter, 1 Betonschacht DN 1200 (Unterteil, Ringe, Schachthals, Auflagerringe, Abdeckung), 2 Rohreinbindungen. Verbau und Erdarbeiten nach DIN 4124, Verlegung und Prüfung nach DIN EN 1610.
Geschieberückhaltestation – Verbau, Erdbau und Wasserhaltung
Baugrubensicherung als Trägerbohlwandverbau (Berliner Verbau): ca. 26 lfm, 12 Verbauträger HEB 400, Gurtung HEM 320, Steifen HEB 320, Holzbohlen d = 12 cm, Vorhaltung 4 Monate. Verbauabmessungen ca. 4,4 m x 8,3 m, Verbauträgerlänge 10,4 m, Aushubtiefen 2,50 m (Bauzustand A) und 7,40 m (Bauzustand B). Geprüfte Verbaustatik (Leistungsphasen 4+5 HOAI) vor Baubeginn.
Erdarbeiten: Aushub 0–8,0 m, ca. 220 m³ wiedereinbauen, ca. 75 m³ entsorgen, inkl. möglicher Hindernisse und Rohrauflager.
Wasserhaltung der Baugrube: Mindestförderleistung 240 m³/h, Absenkziel mind. 1,00 m unter Baugrubensohle, Ausführung während Niedrigwasserzeit.
Geschieberückhaltestation – Beton-, Bewehrungs- und Sicherungsarbeiten
Stahlbetonbauwerk (WU-Beton C 35/45) mit Außenabmessungen 2,5 x 4,1 x 7,45 m:
Zubehör: PE-Trennlage, Sauberkeitsschicht, Splitt, Schalung, Nut für Luftschlauch, Bewehrungsstahl BSt 500S (ca. 6.200 kg), Fugenabdichtung mit Fugenblech, Verpress- und Quellschläuchen sowie Anschlussfuge.
Wanddurchführungen DN 1400, Mauerkränze, Steigkasten Edelstahl V4A, Abbruch der bestehenden Rohrleitung DN 1400.
Erdungsarbeiten (Fundamenterder, Ringerder, Erdungsfestpunkte) ausschließlich durch beim Netzbetreiber eingetragene Elektro-/Blitzschutzfachkraft.
Sicherung der bestehenden Stahlbetonrohrleitung DN 1400 mit HEB-400-Abfangträger einschließlich rechnerischem Nachweis.
Rohrleitungen, Provisorien, Kabel-/Leerrohrsystem
Rohrleitungen innerhalb der Geschieberückhaltestation: HDPE DN 50, Rohreinbindungen sowie PE 100 DA 450.
Provisorien: Abwasserüberleitung während der Bauzeit mittels Pumpe (ca. 40 m, 240 m³/h) zum RÜB Prinz-Viktorstraße, damit der Kläranlagenbetrieb aufrechterhalten bleibt.
Kabel-/Leerrohrsystem: Erdarbeiten für Kabelgraben, Kabelschutzrohr DN/OD 100 (ca. 80 m), Sandlieferung und -einbau.
Maschinentechnik und Dokumentation
Maschinentechnische Ausrüstung der Geschieberückhaltestation inkl. Montage:
Funktionale Anforderungen: Geröll-Stapelvolumen mind. 4,50 m³, selbsttätiger pneumatischer Austrag von Verschmutzungen, Separierung organischer Stoffe durch ungestörte Walzenströmung, keine bewegten Teile im Schacht.
Prüfung und Dokumentation: Dichtheitsprüfung, Zustandserfassung (DWA-M 149), Verdichtungsprüfungen, Lastplattenversuche, Bohrkernentnahmen, Schichtdickenmessungen, Betonüberwachung B2 durch anerkannte Prüfstelle, Schweißprotokolle dauerhaft gekennzeichnet, Bestandsplan als PDF + DWG/DXF, technische Dokumentation 3-fach. Eignungsprüfungen der Baustoffe mind. 10 Tage vor Einbau vorlegen.
Abbrüche, Stundenlohnarbeiten und Entsorgung
Stundenlohnarbeiten und Regiearbeiten (Kap. 5) für nicht vorhersehbare Leistungen, Vorhaltung von Maschinen und Geräten, Material auf Nachweis.
Entsorgung: Genehmigung der Verwertungs- oder Entsorgungsstelle vor Baubeginn, Vorlage von Kippscheinen und Wiegekartennachweise (mit Standort, Datum/Uhrzeit, Baustelle, Wägegut, Wiegenummer, Brutto/Tara, Kennzeichen), Soll-Ist-Vergleich aller Lieferscheine nach Materialarten mit der Schlussrechnung.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Eignungsvoraussetzungen
Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. oder alternativ Eigenerklärung zur Eignung (Form 124).
Nachweis der Betriebshaftpflichtversicherung mit mindestens 2.000.000 EUR je Versicherungsfall (Personen-, Sach-, Vermögensschäden) und mindestens 4.000.000 EUR pro Versicherungsjahr. Bei Bietergemeinschaften hat jedes Mitglied einen Haftpflichtnachweis zu erbringen.
Bietergemeinschaften sind gesamtschuldnerisch haftbar und benennen einen bevollmächtigten Vertreter mit Kontaktdaten; alle Mitglieder geben eine Erklärung in Textform ab (Form 234).
Fachliche und technische Eignung
Fachliche Qualifikation, technische Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit sind nachzuweisen. Im Rahmen der Eigenerklärung zur Eignung werden vergleichbare Leistungen der letzten fünf Kalenderjahre, ausreichende Arbeitskräfte (gegliedert nach Lohngruppen mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal) und die Registereintragung (Handelsregister, Handwerksrolle oder IHK) bestätigt.
Bei konkreter Eignungsprüfung können ergänzend Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Unbedenklichkeitsbescheinigungen (Sozialkasse, Finanzamt, Berufsgenossenschaft mit Lohnsummen), Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG, Insolvenzplan (falls zutreffend) und ab 30.000 EUR ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister nach § 150a GewO verlangt werden.
Bei engerer Wahl sind drei Referenznachweise erforderlich.
Tariftreue und Mindestentgelt (LTTG RLP)
Verpflichtung zur Einhaltung des Landestariftreuegesetzes Rheinland-Pfalz. Ab Auftragswert 20.000 EUR netto ist die Tariftreueerklärung (Erklärung 1) und die Mindestentgelterklärung (Erklärung 3) abzugeben; für Nachunternehmer gilt die Verpflichtungserklärung ab 10.000 EUR netto.
Einhaltung des Mindestlohns: 13,90 EUR/Stunde ab 01.01.2026, 14,60 EUR/Stunde ab 01.01.2027. Sorgfältige Auswahl und Überwachung von Nachunternehmern, Vorlage von NU-Erklärungen, Dokumentations- und Bereithaltungspflichten für Unterlagen über eingesetzte Beschäftigte.
Projekt-spezifische Fachkunde
Für die Ausführung werden folgende Fachkundenachweise erwartet:
Anzuwendende Normen/Regelwerke (in gültiger Fassung): DIN EN 1610, DIN EN 752, DIN EN 1295-1, DIN 18303, DIN 4124, DIN 18318, ZTV P-StB, ZTV Asphalt-StB, TL SoB-StB, DVS-Merkblätter 2207/2208/2209/2212, FBS-Qualitätsrichtlinie für Betonschächte, DIN EN 1917, DIN V 4034-1 sowie DWA-Merkblätter.
Vergleichbare Bauleistungen (Eigenerklärung Kriterium 4.2.2)
Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung; Angaben zu Ansprechpartner, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblichem Leistungsumfang mit Mengen, eingesetzten Arbeitnehmern, besonderen technischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme und vertraglicher Bindung (Haupt- ARGE- oder NU-Rolle).
Fachliche Qualifikation/Fachkunde, technische Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit
Allgemeine Bezugnahme auf § 6a Abs. 3 VOB/A; Konkretisierung im Einzelfall (Eignungsprüfung).