Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Technischen Betriebe Rheine suchen einen Auftragnehmer, der über 4 Jahre (01.10.2026 – 30.09.2030) Klärwerksnebenstoffe (Rechengut, Sandfangrückstände, Kanalspülsande) von der Kläranlage Rheine-Nord und mehreren Pumpstationen abholt, in geeignete Container mit Entwässerungssieb füllt, verwägt, einer genehmigten stofflichen oder thermischen Verwertung zuführt und monatliche Laboranalysen beauftragt.
Die maximale Gesamtmenge beträgt 3.000 Tonnen (ca. 640 t/Jahr). Volle Container müssen innerhalb von 8 Stunden abgeholt werden. Bieter müssen eine gültige Bezirksregierungs-Genehmigung und einen Genehmigungsbescheid einer Verwertungsanlage für die Abfallschlüssel 19 08 01 und 19 08 02 vorweisen.
Angebote sind elektronisch über den Vergabemarktplatz NRW bis zum 11.08.2026 um 10:00 Uhr einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Angebotspreis (wirtschaftlichstes Angebot)
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAbzuholende Stoffe und Abfallarten
Es werden drei Stoffarten abgeholt:
Die Materialien entsprechen dem DWA-Merkblatt M 369 und halten die Zuordnungswerte gemäß LAGA M 20 ≤ Z 2 ein. Sie sind keine gefährlichen Abfälle.
Abholstandorte und jährliche Mengen
Insgesamt 6 Standorte:
| Standort | Material | Menge/Jahr | Container |
|---|---|---|---|
| Kläranlage Rheine-Nord (Sandkampstr.) | Sandfang-Sand | 570 t | 1× 5,5 cbm (TBR) |
| Kläranlage Rheine-Nord (Sandkampstr.) | Rechengut | 570 t | 1× 5,5 cbm (TBR) + 1× 7 cbm (Bieter) |
| Kläranlage Rheine-Nord (Sandkampstr.) | Sinkkastensand/Kanalspülung | 1.050 t | 2× 7 cbm (Bieter) |
| Überleitungspumpwerk Gertrudenweg | Rechengut | 290 t | 1× 10 cbm (TBR) |
| Pumpstation Feuerstiege (Mesum) | Rechengut | 40 t | 1× 5,5 cbm (Stadt) |
| Pumpstation Herzogtannenweg (Hauenhorst) | Rechengut | 40 t | 1× 5,5 cbm (Stadt) |
Gesamt: ca. 640 t/Jahr, max. 3.000 t über die Vertragslaufzeit.
Container-Anforderungen
Für die Positionen Sandfang, Rechengut und Sinkkastensand sind Container mit Entwässerungssieb einzusetzen:
Logistik und Reaktionszeit
Verwiegung und Nachweisführung
Verwertung und Dokumentation
Die Klärwerksnebenstoffe werden einer stofflichen oder thermischen Verwertung in einer vom Auftragnehmer gewählten, behördlich genehmigten Anlage zugeführt. Voraussetzungen:
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZwingende Genehmigungen und Nachweise
Folgende Unterlagen müssen vorliegen bzw. mit dem Angebot eingereicht werden:
1. Gültige Bezirksregierungs-Genehmigung für die Abfuhr der Klärwerksnebenstoffe gem. § 54 KrWG (oder nachgewiesener Antrag)
2. Genehmigungsbescheid der Verwertungsanlage, der unmissverständlich die Abfallschlüsselnummern 19 08 01 (Rechengut) und 19 08 02 (Sandfangrückstände) abdeckt
3. Geeichte Waage im Stadtgebiet Rheine, Standort im Leistungsverzeichnis zu benennen
4. Transportgenehmigungen für Wochenenden und Feiertage für die gesamte Vertragslaufzeit (vom Bieter zu beschaffen)
5. Zugang zu anerkanntem Labor für monatliche Analysen gemäß § 5.1 AbfKlärV
Ausschlussgründe und Eigenerklärungen
Mit dem Angebot ist die Eigenerklärung Ausschlussgründe (Formular 521 EU) zwingend einzureichen. Damit wird erklärt, dass keine Ausschlussgründe gemäß § 123 und § 124 GWB vorliegen, insbesondere:
Zusätzlich sind die Sanktionserklärung (Formular 523 EU) und ggf. die Subventionserklärung (Formular 524 EU) abzugeben.
Technische Leistungsfähigkeit
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Mögliche Inanspruchnahme über Eignungsleihe nach § 47 VgV (Kapazitäten anderer Unternehmen). Eigene Nachweise zu Mindestumsatz oder Bilanzkennzahlen sind in den vorliegenden Unterlagen nicht explizit gefordert – Detailanforderungen sind ggf. der Auftragsbekanntmachung zu entnehmen.
Bietergemeinschaften, Unteraufträge und Eignungsleihe
Präqualifikation
Keine expliziten Anforderungen an Referenzprojekte in den vorliegenden Vergabeunterlagen definiert. Eignung wird über Genehmigungen (Bezirksregierung, Verwertungsanlage) und technische Befähigung (geeichte Waage, Container-Ausstattung, Laborkapazität) nachgewiesen.