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Ausschreibungen Abfallentsorgung

Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme Wiesbaden-Ostfeld

SEG Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden mbH | Vergabekammer des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt | Vergabekammer des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)Wiesbaden, HessenVeröffentlicht:
Angebotsfrist: abgelaufen

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Kurzbeschreibung

Die SEG Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden mbH (im Auftrag der Stadt Wiesbaden) sucht ein Fachunternehmen für die Suche und Beseitigung von Kampfmitteln auf dem Baufeld des geplanten Bundeskriminalamtes (BKA) im Entwicklungsgebiet Wiesbaden-Ostfeld (Stadtteil Erbenheim).

Was ist zu tun?

Zuerst das ca. 41.557 m² große Gelände geomagnetisch untersuchen, um verdächtige Stellen (sogenannte Anomalien) im Boden zu finden – geschätzt ca. 75 Stück.Danach diese Stellen gezielt aufgraben, mögliche Kampfmittel (z. B. Blindgänger) bergen, dokumentieren und fachgerecht entsorgen bzw. dem Kampfmittelräumdienst melden.Am Ende eine Freigabebescheinigung ausstellen, dass das Gelände bis 5 m Tiefe kampfmittelfrei ist – als Grundlage für den späteren Bau des BKA-Standorts.

Was wird vom Bieter erwartet?

Spezialfirma mit Erlaubnis nach § 7 SprengG und Befähigungsschein nach § 20 SprengG.Mindestumsatz 70.000 € netto/Jahr in diesem Bereich.Berufshaftpflichtversicherung über 3 Mio. €.Nachweis vergleichbarer Referenzprojekte (1–5 Stück, aus den letzten 5 Jahren).Detailliertes Konzept zur Arbeitsweise (zählt 40 % der Bewertung), wirtschaftliches Preisangebot (zählt 60 %).

Verfahren: Offenes EU-Verfahren, keine Lose, keine Nebenangebote. Angebote bis 17.07.2026, 10:00 Uhr ausschließlich elektronisch.

Vertragslaufzeit: 01.09.2026 – 28.02.2028.

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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Die Angebotsfrist ist abgelaufen.
HEUTE
Termin / FristJUN2026 SEP DEZ MÄR JUN SEP DEZ
Veröffentlichung16. Juni 2026
Bieterfragen-Fristca. 10. Juli 2026
Angebotsfrist17. Juli 2026
Angebotsöffnung17. Juli 2026
Nachprüfungsfristca. 17. Juli – 1. Aug. 2026
Bindefrist17. Juli – 16. Sep. 2026
Vertragsbeginn1. Sep. 2026
Ausführungsbeginn1. Sep. 2026
Geomagnetische Untersuchung1. Sep. 2026 – 28. Feb. 2027
Vertragslaufzeit1. Sep. 2026 – 30. Apr. 2027
Zuschlagca. 16. Sep. 2026
Kampmittelräumungca. 1. März – 30. Apr. 2027
Verlängerung 1ca. 1. Mai 2027 – 28. Feb. 2028
Abschlussberichtca. 30. Mai 2027
Vertragsende28. Feb. 2028
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Preis & Qualität7 Kriterien
Preis 100%Qualität 0%
  • Konzeptionelle Herangehensweise40%

    Schriftliche Darstellung (max. 2 DIN-A4-Seiten) des Mess- und Räumkonzepts unter Berücksichtigung von abschnittsweiser Arbeitsplanung, witterungsbedingten Unterbrechungen, Koordination mit parallel arbeitenden Fachgewerken, Personal- und Geräteeinsatzplanung, Maßnahmen zur Termineinhaltung sowie Sicherstellung der Geräte- und Materialverfügbarkeit.

  • Preis60%

    Bewertung anhand der Gesamtangebotssumme für die abgefragten Leistungen inkl. Nebenkosten, nach Nachlass. Günstigster Bieter erhält 100 Punkte, übrige linear im Verhältnis: Punktzahl = (Preis günstigster Bieter / Preis jeweiliger Bieter) × 100.

Konzeptionelle Herangehensweise: 5-stufige Bewertung (0-5 Punkte), max. 5 Punkte × Faktor 20 = max. 100 Punkte, multipliziert mit Gewichtung 40%. Preis: Punktzahl = (Preis günstigster Bieter / Preis jeweiliger Bieter) × 100, multipliziert mit Gewichtung 60%.

KI-Hinweis: Alle Zuschlagskriterien, Gewichtungen, Bewertungsmaßstäbe und Formeln sind vollständig dokumentiert.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Vorbereitung und Anmeldung

Zu Beginn steht ein Vorbereitungspaket:

Sichtung vorhandener Unterlagen (ca. 8 Std.): Auswertung von Luftbildern, historischen Karten und früheren Kampfmittel-Erkundungen.Auftakttermin vor Ort in Wiesbaden-Erbenheim (ca. 6 Std. inkl. Anfahrt): Abstimmung mit dem Auftraggeber und anderen Beteiligten.Anmeldung der Maßnahme beim Kampfmittelräumdienst nach § 14 SprengG.Einholen von Leitungsauskünften und Anmeldung der Grabungsarbeiten bei allen Leitungsträgern (Strom, Gas, Wasser, Telekommunikation, Abwasser).

Geomagnetische Untersuchung

Was passiert: Das gesamte Baufeld wird flächendeckend geomagnetisch mit EDV- und GPS-gestützter Technik untersucht.

Wichtige Vorgaben:

Untersuchungsfläche: ca. 41.557 m² (davon ca. 30.727 m² mit Betretungsrecht, weitere ca. 10.830 m² in Akquisition).Erfassungstiefe: ferromagnetische Anomalien bis 5 m unter Geländeoberkante.Lagegenauigkeit: GPS ± 0,1 m.Auswertung: Modellrechnung zur Lage, Tiefe und Magnetisierung jeder Anomalie.Mehrmalige Anfahrten (3 Stück) erforderlich – abhängig von Witterung, Begehbarkeit und Erntezeitpunkten.Brutzeit-Schutz: Maßnahme nur außerhalb der Brutzeit, Beginn frühestens September.

Kampfmittelaufgrabung und Dokumentation

Vorgehen: Die bei der Geomagnetik gefundenen Störpunkte (geschätzt ca. 75 Stück) werden vor Ort abgesteckt, vermarkt und anschließend fachgerecht aufgegraben.

Maschinen und Personal:

Baustelleneinrichtung, -vorhaltung und -räumung (3 An-/Abfahrten für Personal/Material und 3 für Maschinen, 10 Tage Vorhaltung).Bergungs- und Aufgrabetrupp (10 Tage).Maschinenführer mit Bagger 7,5 t inkl. Betriebsstoffe (5 Tage).Optional: zusätzlicher Bagger 17 t, Verdichtungsgerät, Reinigung der Feldwege.

Bergung und Entsorgung:

Aufgrabung und Bergung der Störpunkte.Nicht-sprengfähiges Material (z. B. Schrapnells, Munitionsteile) wird fachgerecht entsorgt – Kosten auf Nachweis erstattet.Sprengfähige Kampfmittel werden gesichert, dokumentiert und unverzüglich an den Kampfmittelräumdienst gemeldet.Bei Verdacht: Druckentlastungs- bzw. Lastverteilplatten bereitstellen.

Dokumentation:

Bautagesbericht nach Anlage 2.Erfassungsblatt für Kampfmittelfunde nach Anlage 3.Tägliche Fundlisten mit Lage, Tiefe und Art des Fundstücks.Erhöhter Arbeitsaufwand (20 Std.) für Abstimmung mit Fachbehörden, Auflagen und Landwirtschaft.

Bodenschutz:

Saubere Trennung von Ober- und Unterboden, schichtgerechter Wiedereinbau.Geotextilien/Kunststoffplanen für temporäre Zwischenlagerungen.Vom Auftraggeber werden 5 Baustelleneinrichtungsflächen (je 130–180 m²) bereitgestellt.

Berichtswesen und Freigabe

Abschlussbericht (Pflicht, Lieferung 8 Wochen nach Abschluss der Räumarbeiten):

Schriftlicher Bericht mit textlichen Erläuterungen, Tabellen, Karten und Lageplänen (Maßstab 1:1.000).Kampfmittelfreigabebescheinigung für die untersuchte Fläche bis 5 m unter Geländeoberkante.Fachgutachterliche Bewertung der erreichten Untersuchungstiefe.Digitale GIS-/CAD-Daten in den Formaten GeoPackage, Shapefile, DXF oder DWG.Koordinatensystem: ETRS89/UTM Zone 32N oder Gauß-Krüger.Übergabe als PDF, DOCX, XLSX, SHP/DXF/DWG, JPG/GIF/TIF.

Zwischenbericht (optional): Falls die Kampfmittelräumung im ersten Zeitraum nicht abgeschlossen werden kann, wird ein Zwischenbericht erstellt.

Zeitliche Vorgaben und Vertrag

Hauptzeitraum: 01.09.2026 – 28.02.2027 (6 Monate)

Geomagnetische Untersuchung und Kampfmittelräumung.Kampfmittelräumung nur zwischen September und Februar (Brutzeitschutz).

Verlängerungszeitraum (optional): 01.09.2027 – 28.02.2028 (Nachholzeitraum, z. B. bei Höherer Gewalt)

Bericht: 8 Wochen nach Abschluss der Räumarbeiten.

Vertragliche Eckpunkte (Werkvertrag):

Vertragslaufzeit 01.09.2026 – 28.02.2028.Berufshaftpflichtversicherung: 3 Mio. € Deckungssumme je Schadensart (Personen-, Sach-, Vermögensschäden), 2-fach maximiert pro Versicherungsjahr.Erfahrenes, qualifiziertes Personal; konstanter Ansprechpartner; gleichwertiger Ersatz bei Ausfall.Nachunternehmer nur mit schriftlicher Zustimmung des Auftraggebers; volle Haftung des Auftragnehmers.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Fachliche Eignung (Sprengstoffrecht)

Diese Nachweise sind zwingend und müssen direkt mit dem Angebot eingereicht werden – fehlende Nachweise führen zum Ausschluss:

Erlaubnis nach § 7 SprengG (Erlaubnis zum Umgang mit explosionsgefährlichen Stoffen) – Kopie der Erlaubnis beifügen.Befähigungsschein nach § 20 SprengG (Befähigung zur Leitung von Räumarbeiten) – Kopie beifügen.Deutschkenntnisse des vorgesehenen Räumstellenleiters: fortgeschritten und fachkundig (für reibungslose Abstimmung vor Ort).

Wirtschaftliche und finanzielle Eignung

Mindestumsatz: Gemittelter Jahresumsatz der letzten 3 Jahre mit vergleichbaren Leistungen (Kampfmittelräumung und/oder geomagnetische Untersuchung) mindestens 70.000 € netto pro Jahr.Berufshaftpflichtversicherung (auf Verlangen vorzulegen):Personen-, Sach- und Vermögensschäden: jeweils mind. 3.000.000 € Deckungssumme.2-fach maximiert pro Versicherungsjahr.Versicherungsnachweis innerhalb von 2 Wochen nach Vertragsunterzeichnung vorzulegen.

Leistungsbezogene Eignung (Referenzen)

Vergleichbare Referenzen aus den letzten 5 Jahren (2021–2026) über das Formular REF:

Mindestkriterium 1: Erfahrung mit geophysikalischen Untersuchungen zur Identifikation kampfmittelrelevanter Anomalien (z. B. geomagnetische, elektromagnetische oder andere geophysikalische Methoden zur Detektion von Bombenblindgängern / Munition im Boden).Mindestkriterium 2: Erfahrung mit Projekten, die erhöhte Abstimmung mit anderen Fachdisziplinen erforderten (z. B. archäologische Baubegleitung, bodenkundliche Baubegleitung, ökologische Baubegleitung).Beide Kriterien dürfen in einer einzigen Referenz nachgewiesen werden.1–5 Referenzen, je Referenz Kurzbeschreibung (max. 2 DIN-A4-Seiten).

Persönliche Zuverlässigkeit und rechtliche Eignung

Mit dem Angebot abzugeben (Eigenerklärungen):

Keine zwingenden Ausschlussgründe nach § 123 GWB (z. B. Straftaten wie Geldwäsche, Betrug, Bestechung, Menschenhandel; Verstoß gegen Steuer- und Sozialversicherungspflichten).Keine fakultativen Ausschlussgründe nach § 124 GWB (z. B. Verstoß gegen Arbeitsrecht, Insolvenz, schwere Verfehlung, wettbewerbsverzerrende Absprachen).Mindestlohn-Compliance: Keine Geldbuße ≥ 2.500 € wegen Verstoß gegen § 21 MiLoG.Tariftreue und Mindestentgelt nach HVTG (auch für Nachunternehmer).Bekämpfung von Schwarzarbeit nach § 404 SGB III, AÜG etc.EU-Sanktionsverordnung (RUS): Kein Einsatz sanktionierter Unternehmen (auch bei Unterauftragnehmern > 10 % Auftragswert).Für Auftragssummen > 30.000 € wird vom zukünftigen Auftragnehmer ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister angefordert.

Verfahrensanforderungen und Form

Verfahrensart: Offenes Verfahren nach VgV (EU-weit), keine Losaufteilung, keine Nebenangebote zugelassen.Angebotssprache: Deutsch.Format: Elektronische Einreichung über die Vergabeplattform; Bieter muss erkennbar sein (Textform); bei geforderter Signatur/Siegel wie vorgegeben signieren.Preisangaben: In Euro, maximal 3 Nachkommastellen, Netto-Preise (Umsatzsteuer separat); keine Mischkalkulation.Bietergemeinschaften: Gesamtschuldnerische Haftung; Erklärung in Textform (Formular 234).Einsatz von Nachunternehmern: Benennung im Angebot; Verpflichtungserklärung (Formular 236) auf Verlangen.Zuschlagskriterien:Konzeptionelle Herangehensweise: 40 %Preis: 60 %Bewertung der Konzeption: max. 2 DIN-A4-Seiten, gleichgewichtete Themen: abschnittsweise Arbeitsplanung, Umgang mit Witterungsunterbrechungen, Koordination mit parallelen Gewerken, Personal- und Geräteeinsatzplanung, Maßnahmen zur Termineinhaltung, Sicherstellung der Geräte-/Materialverfügbarkeit.Rügefrist: 15 Kalendertage nach Mitteilung des Auftraggebers (vor der Vergabekammer).
Referenzprojekte
1–5 ReferenzenZeitraum: 2021–2026 (letzte 5 Jahre)

Mindestens 1, maximal 5 Referenzen über vergleichbare Leistungen (letzte 5 Jahre, 2021–2026). Beide Mindestkriterien können in einer einzigen Referenz erbracht werden: (1) Erfahrung mit geophysikalischen Untersuchungen zur Identifikation kampfmittelrelevanter Anomalien, (2) Erfahrung mit Projekten mit erhöhtem Abstimmungsbedarf mit anderen Fachdisziplinen (z. B. archäologische, bodenkundliche oder ökologische Baubegleitung).

Formular REF (Referenzliste) je Referenz mit ausgefüllter Tabelle + Kurzbeschreibung (max. 2 DIN-A4-Seiten)

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
1–3Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 2 Angebote
Geringe Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 41%4–10 · 33%11+ · 27%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 20 erledigt
Pflichtformulare und Vertragsdokumente
Eignungsnachweise
Fachliche Nachweise und Konzepte
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Auf einen Blick

Auftraggeber
SEG Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden mbH | Vergabekammer des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt | Vergabekammer des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)
Anschrift
65187 Wiesbaden
Ort
65187 Wiesbaden
Kategorie
Sonder- & Gefahrgutentsorgung
Veröffentlicht
Angebotsfrist
Auftraggeber-Website
www.wibau-wiesbaden.de

Erfüllungsort

Ort der Leistung
65187 Wiesbaden
Hessen

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