Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenKurzbeschreibung
Das Landratsamt Rosenheim sucht ein Architekturbüro für die Erweiterung des Inntal-Gymnasiums Raubling. Geplant ist ein zweigeschossiger Anbau an den Ostflügel der Schule (mit geneigtem Dach, Bauweise noch offen – auch Holz/Holzhybrid möglich) sowie ein geringfügiger Umbau im Bestandsgebäude.
Gesucht werden vollständige Architektenleistungen gemäß HOAI § 34, Leistungsphasen 1–9, inklusive Planung der Möblierung und Besonderer Leistungen. Das Vorhaben wird mit FAG-Mitteln des Freistaates Bayern gefördert.
Es handelt sich um ein Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb. Die Bewerbungsfrist endet am 28.07.2026 um 10:00 Uhr. Es werden 3–5 Bewerber zur Angebotsabgabe zugelassen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Fachliches Angebot (a) Personelle Struktur und Kapazität15%
Derzeitige und parallel zu bearbeitende Projekte, Auslastung des Projektteams, Organigramm mit Vertretungsregelungen, Reaktionsvermögen in Krisenfällen sowie Einbindung des Objektüberwachers in die Entscheidungsstruktur.
- Fachliches Angebot (b) Qualifikation und Berufserfahrung des Projektteams15%
Kompetenz und Qualifikation des Projektleiters, stv. Projektleiters, Objektüberwachers (LPH 8) und stv. Objektüberwachers bzgl. der Aufgabenstellung sowie Berufserfahrung in vergleichbarer Position.
- Fachliches Angebot (c) Spezialkenntnisse des Bieters10%
Einbeziehung von Anforderungen des Fördermittelgebers bei vergleichbaren Vorhaben.
- Fachliches Angebot (d) Vorgehen bei der Projektbearbeitung und Leistungsdichte20%
Vorgehen bei der Koordinierung der eigenen Leistung mit Fachplanern, Gewährleistung schneller Präsenz auf der Baustelle sowie Verlässlichkeit des Wissenstransfers.
- Fachliches Angebot (e) Kompetenz des Bieters – Projekteinschätzung15%
Einschätzung der Vor- und Nachteile bei Holz- bzw. Holzhybridbauweise sowie Einschätzung von Zwangspunkten bei offenen Konzepten für aktuelle Lernformen.
- Höhe des Gesamthonorars einschl. Besonderer Leistungen25%
Höhe des Gesamthonorars einschließlich Besonderer Leistungen. Günstigstes Angebot erhält 5 Punkte; lineare Interpolation bis zum 2-fachen des günstigsten Angebots; darüber 0 Punkte.
Jedes Kriterium außer dem Honorar erhält 0-5 Punkte (5 = vorteilhaftestes Angebot; 4 = minimale Nachteile; 3 = geringfügige Nachteile; 2 = deutliche Nachteile; 1 = schwerwiegende Nachteile; 0 = keine/nicht nachvollziehbare Ausführungen). Die Bepunktungen werden gewichtet. Das günstigste Honorarangebot erhält ungewichtet 5 Punkte; Angebote über dem 2-fachen des günstigsten erhalten 0 Punkte; dazwischen lineare Interpolation. Das Angebot mit der höchsten Gesamtpunktzahl erhält den Zuschlag.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenObjektplanung nach HOAI § 34 – Leistungsphasen 1–9
Vollständige Objektplanung Gebäude und Innenräume gemäß § 34 HOAI über alle 9 Leistungsphasen:
Die Möblierung ist mit zu planen. Für die Objektüberwachung (LPH 8) muss eingesetztes Personal mind. Dipl.-Ing./Dipl.-Ing. FH und 3 Jahre Baustellenpraxis nachweisen.
Besondere Leistungen
Zusätzlich zu den Grundleistungen sind folgende Besondere Leistungen zu erbringen (Preise je Position im Angebotsvordruck):
1. Fortschreiben der Ausführungspläne bis zur Übergabe als Plot, PDF und DWG/Excel
2. Mitwirken bei technischer Prüfung von Nebenangeboten (je Angebot)
3. Prüfen und Anerkennen der Schalpläne des Tragwerksplaners
4. Überwachen der Mängelbeseitigung innerhalb der Verjährungsfrist (LPH 9)
5. Erstellen eines Bauteilkatalogs für ausgewählte Wände/Decken als Grundlage für Bauphysik-Nachweise
6. Qualifizierte Kostenberechnung inkl. gewerkeweiser Aufstellung in LPH 3 (Einheitspreise ohne Zuschläge)
7. Prüfen des Bestandsgebäudes und der Planunterlagen (ohne Sachverständigenleistungen)
Zusätzliche Leistungen sind über Stundensätze zu kalkulieren.
Bauaufgabe und Rahmenbedingungen
Beauftragung und Vertragsrahmen
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung
Der verantwortliche Leistungserbringer muss eine natürliche Person sein, die am Tag der Bekanntmachung nach den Rechtsvorschriften ihres Heimatlandes (bzw. nach Richtlinie 2013/55/EU für EU/EWR-Staaten) zur Führung der Berufsbezeichnung 'Architekt' berechtigt ist. Bei juristischen Personen müssen die für die Ausführung verantwortlichen Personen diese Anforderung erfüllen. Nachweis: Berufsqualifikationsbeleg.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Technische und personelle Leistungsfähigkeit
Referenzen
Nachweis der Eignung über zwei Referenzprojekte (siehe Referenzprojekte im Detail). Beide Referenzen:
Bei Bietergemeinschaften: nicht federführende Mitglieder müssen ebenfalls ausgefüllte Referenzblätter einreichen.
Ausschlussgründe und gesetzliche Erklärungen
Kooperationsformen
Neubau eines vergleichbaren Gebäudes (öffentlicher Auftrag, § 99 GWB) – LPH 2–5 nach § 34 HOAI vollständig erbracht und abgeschlossen; LPH 6, 7 und 8 selbst erbracht und abgeschlossen (mit vergaberechtlich rügefähiger Berücksichtigung VOB Teile A, B, C)
Gebäude mit Verkehrslasten ≥ 5 kN/m²; technische Auflagen (z. B. KUV/TÜV-Abnahmen); Umsetzung neuer Lernformen (z. B. Lernhäuser); direkte Abstimmung mit AG in allen LPH; Nachweis per Referenzblatt mit Auftraggeber, Ansprechpartner inkl. Telefon, AN, Leistungsphasen, Baubeginn, Datum Baueingabe, Honorarzone, KG 300/400
Umbau eines vergleichbaren Gebäudes (öffentlicher Auftrag) – LPH 2–5 nach § 34 HOAI erbracht und abgeschlossen; LPH 6, 7 und 8 selbst erbracht und abgeschlossen
Gebäude mit Aufenthaltsräumen für Gruppen ab 25 Personen; Verkehrslasten ≥ 5 kN/m²; nachgewiesene begrenzte förderfähige Kosten je m²; Nachweis per Referenzblatt (Auftraggeber, Ansprechpartner, AN, LPH, Baubeginn, Baueingabe, KG 300/400)