Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Eberswalde schreibt die Erarbeitung eines integrierten Konzepts zur Entwicklung ihrer Gewerbe- und Industrieflächen aus. Es ersetzt das Konzept von 2008 und wird in die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans einfließen.
Gesucht wird ein Planungsbüro, das in sechs Bausteinen Bestandsanalyse, Bedarfsprognose bis 2040, Potenzialflächenanalyse und umsetzbare Strategie erarbeitet. Erwartet werden ein interdisziplinäres Team (Stadtplanung, Wirtschaftsgeographie, GIS, Verkehrsplanung), drei passende Referenzprojekte aus den letzten fünf Jahren und die Lieferung aller Geodaten im GeoPackage-Format.
Der Auftrag läuft rund ein Jahr. Angebote werden ausschließlich elektronisch über den Vergabemarktplatz Brandenburg eingereicht.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Erfahrung und Expertise der Projektverantwortlichen20%
Zusammengefasstes Kriterium aus Referenzen (10%) und interdisziplinärer Teamzusammensetzung (10%)
- Methodik und Herangehensweise40%
Bewertung von Nachvollziehbarkeit, Projektspezifik, Bearbeitungstiefe, fachlicher Qualität und Praxistauglichkeit. Stufen A (7-9), B (4-6), C (1-3), D (0). Ausschlusskriterium: Geodaten als GeoPackage mit Metadaten.
- Zeitplanung10%
Bewertung der Schlüssigkeit und Praxistauglichkeit des Zeitplans, Umsetzungssicherheit, Verzahnung der Projektbausteine. Ziel: Fertigstellung innerhalb 12 Monaten. Stufen A (7-9), B (4-6), C (1-3), D (0).
- Preis30%
Punktevergabe anhand einer Formel (Standardformel: Verhältnis des Angebotspreises zum niedrigsten Preis, max. 9 Punkte). Angebote, die Mindestanforderungen nicht erfüllen, gelangen nicht in die Preiswertung.
Punktevergabe je Wertungsgebiet max. 9 Punkte, multipliziert mit Gewichtungsfaktor (Prozent). Preiswertung: Standardpunkteformel (niedrigster Preis = 9 Punkte, Verhältnis zum Niedrigsten).
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAuftrag und Rahmenbedingungen
Erarbeitung eines integrierten Gewerbe- und Industrieflächenentwicklungskonzepts (GIK) für die Stadt Eberswalde als Regionaler Wachstumskern an der Entwicklungsachse Berlin-Szczecin.
Vergabe nach Planungsförderungsrichtlinie 2025 des Landes Brandenburg, öffentliche Ausschreibung gemäß UVgO.
Bausteine der Leistung
Die Leistung gliedert sich in sechs Bausteine:
1. Projektstrukturierung und Partizipationskonzept — Projektmanagementkonzept, Zeitplanung, Meilensteine, Verantwortlichkeiten, QM-Konzept, Risikohinweise und ein Partizipationskonzept zur Einbindung interner, fachlicher, wirtschaftlicher, interkommunaler und politischer Akteure.
2. Bestandsanalyse und wirtschaftliche Grundlagen — Regionalwirtschaftliche Einordnung, Standortprofilierung, Wettbewerbs- und Trendanalyse (SWOT), Branchencluster, Fachkräfteanalyse, Bevölkerungs- und Arbeitsmarktprognose, vollständige Bestandsanalyse aller Gewerbe- und Industrieflächen nach GFK-Systematik A1-B3, standardisierte Flächensteckbriefe, GIS-Daten mit Attributtabellen und Metadaten.
3. Gewerbeflächenprognose und Bedarfsermittlung bis 2040 — Quantitative Bedarfsermittlung mit mindestens zwei Methoden, qualitative Bedarfsermittlung, mindestens drei Szenarien (Stabilität, Trend, Wachstum), Sensitivitätsanalyse, Zeithorizonte 2030 und 2040.
4. Defizitanalyse und Potenzialflächenermittlung — Angebots-Nachfrage-Bilanzierung pro Szenario, detaillierte Defizitanalyse (quantitativ, qualitativ, räumlich, zeitlich), Innenentwicklungspotenziale (Brachen, Nachverdichtung), Flächenrevitalisierung mit 3-5 Fallstudien, Außenentwicklungspotenziale, Priorisierungsmatrix (Stufe 1: 0-3 Jahre, Stufe 2: 3-7 Jahre, Stufe 3: 7-15 Jahre).
5. Strategische Handlungsempfehlungen und Umsetzungskonzept — Räumlich-zeitliche Flächenentwicklungsstrategie, Phasierung (Sofort-, Mittel-, Langfrist), funktionale Entwicklungsschwerpunkte, Innenentwicklung und Bestandsoptimierung, 3-5 Machbarkeitsstudien für Leitflächenprojekte, strategische Handlungsfelder (Flächenmanagement, Ansiedlungsmanagement, Nachhaltigkeit, Fachkräfte, interkommunale Koordination), Kostenschätzung und Förderübersicht.
6. Kommunikation und Berichtswesen — Gesamtbericht, thematische Fachberichte, politische Fassung, Verwaltungskurzfassung, Kartenmaterial/Infografiken, digitale PowerPoint-Präsentation (editierbar), optionale Unternehmer-Broschüre, Abschlussveranstaltung.
Karten, Daten und Dokumentation
Die Auftragnehmerseite stellt der Stadt Eberswalde alle erarbeiteten Daten und Materialien in offenen, bearbeitbaren Formaten zur Verfügung:
Projektmanagement und Zusammenarbeit
Die Auftragnehmerseite stellt eine Projektleitung mit fachlicher und zeitlicher Gesamtverantwortung. Im Projektverlauf sind drei Abstimmungsrunden mit der Stadt vorgesehen (Auftakt, Zwischenstand, Abschluss). Daneben finden monatliche Videokonferenzen statt; mindestens alle sechs Wochen wird ein schriftlicher Statusbericht zu Fortschritt, aufgetretenen Problemen und nötigen Anpassungen vorgelegt. Wesentliche Meilensteine werden als abrechenbare Teilleistungen vereinbart und sind Vertragsbestandteil.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Ausschlussgründe (Formular 4.1)
Die Bieterseite erklärt, dass keine der folgenden Ausschlussgründe vorliegen:
Russland-Sanktionen (BMWK-Eigenerklärung)
Ausschlusskriterium: Die Bieterseite und alle beteiligten Unternehmen mit mehr als 10 % des Auftragswerts dürfen keinen Bezug zu Russland im Sinne von Art. 5k der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 haben. Unzulässig sind insbesondere russische Staatsangehörigkeit, Niederlassung in Russland, mehr als 50 % Beteiligung durch sanktionierte Personen oder Handeln im Auftrag solcher Personen/Unternehmen.
Sonstige Anforderungen
Wertungsrelevante Kriterien (Zuschlagskriterien)
Die eingegangenen Angebote werden nach folgenden Kriterien bewertet (Wertungsanteile):
Bei Beendigung des Vertrags innerhalb der ersten 6 Monate (Aufhebungsvereinbarung oder außerordentliche Kündigung) kann dem Zweit- oder Drittplatzierten der ursprünglichen Wertung der Vertragsschluss zu den ursprünglichen Konditionen angeboten werden.
Mindestens 3 abgeschlossene Projekte in den letzten 5 Geschäftsjahren: Erarbeitung von Gewerbeflächenkonzepten oder vergleichbaren räumlichen Entwicklungskonzepten. Maximal 3 Referenzen werden gewertet. Referenzen sollten idealerweise A-Referenzen sein (integrierte Gewerbe-/Industrieflächenentwicklungskonzepte für Mittelstädte oder Regionale Wachstumskerne mit ostdeutschem Strukturkontext, alle 3 Kernbausteine abdeckend). B-Referenzen (hohe fachliche Nähe, 2 Kernbausteine) und C-Referenzen (einzelne Bausteine passen) sind ebenfalls wertungsfähig.
Projektbeschreibung, Name und Kontaktdaten des Referenzgebers, Gesamtzeitraum, Gesamtvolumen in Euro, eigenes Auftragsvolumen in Euro, Beschreibung der eigenen Leistungen, ggf. Umsetzung Barrierefreiheit, Angaben zu Nachunternehmerleistungen. Bloße untergeordnete Mitwirkung oder Überwachung reicht nicht. Mit Angebotsabgabe wird Einwilligung zur Referenzabfrage erteilt.