Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenKurz erklärt:
Die Kaarster Gesellschaft für Bäder sucht ein Projektsteuerungsbüro, das die energetische Sanierung des Hallenbads in Kaarst-Büttgen von der Planung bis zum Abschluss steuert und überwacht.
Worum es geht:
Das 1970 erbaute Hallenbad (Schwimmbecken, Lehrbecken, Kinderbecken) soll umfassend energetisch saniert werden. Ziel ist es, den Energieverbrauch zu senken, den Gaseinsatz des Blockheizkraftwerks zu reduzieren und die Attraktivität für Besucher zu steigern. Die Kostenobergrenze liegt bei 8,15 Mio. € netto (Bau- und Technikkosten).
Was wird vom Auftragnehmer erwartet:
Ablauf:
Die Beauftragung erfolgt stufenweise. Stufe 2 (Planung) wird mit Zuschlag verbindlich beauftragt. Die Stufen 3 (Ausführungsvorbereitung), 4 (Ausführung) und 5 (Projektabschluss) können optional abgerufen werden.
Wichtige Fristen:
Verfahren: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb, Zuschlag nach Preis.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Pauschalfestpreis40%
Gewertet wird der angebotene Pauschalfestpreis (brutto) für alle Leistungen. Niedrigstes Angebot erhält 40 Punkte, übrige werden interpoliert.
- Verfügbarkeit20%
Durchschnittliche Anzahl an Stunden je Monat, die der benannte Projektleiter bzw. sein Stellvertreter für die Sanierung des Hallenbads Büttgen tätig sind. Bieter mit höchster Ø-Stundenzahl erhält 20 Punkte, übrige werden ins Verhältnis gesetzt.
- Konzept zur Sicherstellung der Qualität50%
Konzept zur Sicherstellung der Qualität der Leistungserbringung, bestehend aus vier Unterkriterien mit relativer Bewertung. Maximal 5 Punkte je Unterkriterium, multipliziert mit Faktor.
Honorar: Wertungspunktzahl = (niedrigstes Honorarangebot brutto × 40) / Honorarangebot brutto des Angebots. Verfügbarkeit: Wertungspunktzahl = (Ø Anzahl Stunden je Monat × 20) / höchste Ø Anzahl Stunden je Monat.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen und Ziele
Das 1970 erbaute Hallenbad in Kaarst-Büttgen wird umfassend energetisch saniert. Ziele sind die Steigerung der Energieeffizienz, die Reduzierung des Gasverbrauchs des Blockheizkraftwerks und die Attraktivitätssteigerung zur Besuchersteigerung. Die Kostenobergrenze beträgt 8,15 Mio. € netto für die Kostengruppen 300 (Bauwerk) und 400 (Technische Anlagen). Die Fertigstellung ist spätestens am 30.09.2028 vorgesehen, der Projektabschluss bis 31.12.2028. Das Projekt wird über das EFRE/JTF-Programm NRW 2021–2027 gefördert.
Steuerung und Koordination
Der Auftragnehmer steuert und kontrolliert sämtliche Projektbeteiligten: Planer, Fachplaner, Sonderfachleute, Berater und Objektüberwacher. Er übernimmt das Termin-, Kosten- und Qualitätsmanagement, koordiniert und integriert alle Fachbeiträge, protokolliert Besprechungen und erstellt Entscheidungsvorlagen für den Auftraggeber. Bei drohenden Termin- oder Kostenüberschreitungen ist eine frühzeitige Warnung verpflichtend. Lücken, Widersprüche oder Unklarheiten in den Planungen sind unverzüglich schriftlich als Bedenken mitzuteilen.
Berichtswesen und Dokumentation
Es ist monatlich ein schriftlicher Statusbericht in Kurz- und Langfassung zu erstellen. Der Auftragnehmer nimmt an der zweiwöchentlichen Projektgruppensitzung Bau und an Jour-Fixe-Terminen teil. Alle Arbeitsergebnisse sind geordnet in Ordnern und auf Datenträger zu übergeben. Die Beschaffung von Normen (DIN, EN, VDE, VDI) erfolgt durch den Auftragnehmer ohne gesonderte Vergütung.
Projektinformationssystem
Es ist eine webbasierte Projektinformations-Lösung einzurichten und zu betreiben, die rund 150 Zugänge für Projektbeteiligte bietet. Das System dient der Dokumentation, dem Berichtswesen, der Verteilung von Unterlagen und der Nachvollziehbarkeit aller Entscheidungen.
Stufenweise Beauftragung und AHO-Leistungsbild
Die Beauftragung erfolgt stufenweise:
Inhaltlich richtet sich die Leistung nach dem AHO-Leistungsbild für Projektsteuerung/Projektmanagement mit den fünf Modulen Organisation, Qualitäten, Kosten, Termine und Verträge. Die Leistungen sind überwiegend mit eigenen Mitarbeitern zu erbringen; der Einsatz von Nachunternehmern ist nur mit schriftlicher Zustimmung des Auftraggebers zulässig.
Fördermittelmanagement
Der Auftragnehmer organisiert die Verwendungsnachweise für die EFRE/JTF-Förderung. Mittelabflusspläne und Kostensteuerung müssen zuwendungsrechtskonform aufgesetzt werden. Die Nachlaufzeit bis 31.12.2028 dient u. a. der Abwicklung der Fördermittel.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenVerfahrensart und Auswahl
Es handelt sich um ein Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb. Im Teilnahmewettbewerb werden mindestens 3 geeignete Bewerber zugelassen, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden. Zuschlagskriterium ist der Preis. Die Eignungsprüfung erfolgt auf Stufe A (formale Eignung).
Referenzen und Fachkunde
Erforderlich sind Referenzen über Projektsteuerungsleistungen für Dienstleistungen (vergleichbar mit der energetischen Sanierung eines öffentlichen Hochbaus). Die konkreten Anforderungen an Anzahl, Zeitraum und Vergleichbarkeit sind in Kapitel 4 der Vergabeunterlagen definiert.
Personelle Eignung
Benannt werden müssen ein verantwortlicher Projektleiter und ein Stellvertreter mit nachgewiesener Qualifikation (Hochschulabschluss, Berufserfahrung, Referenzen). Ein Austausch des Projektleiters oder Stellvertreters ist nur mit Zustimmung des Auftraggebers zulässig.
Versicherungen und Haftung
Nachzuweisen ist eine Berufshaftpflichtversicherung mit folgenden Mindest-Deckungssummen:
Der Nachweis ist unverzüglich, spätestens 2 Wochen nach Zuschlagserteilung zu erbringen. Es gilt die unbeschränkte Haftung für selbstverschuldete Schäden; die Mängelhaftung beträgt 5 Jahre ab Abnahme.
Unternehmensform und Nachunternehmer
Bieter müssen gesamtschuldnerisch haftbar sein. Leistungen sind überwiegend mit eigenen Mitarbeitern zu erbringen. Der Einsatz von Nachunternehmern bedarf der schriftlichen Zustimmung des Auftraggebers. KMU sind ausdrücklich zugelassen; keine SME-Ausschlüsse.
Referenzen über Projektsteuerungsleistungen für Bauprojekte (vergleichbar mit energetischer Sanierung eines öffentlichen Bauvorhabens) – Eignungskriterium im Teilnahmewettbewerb
Vergleichbare Projektsteuerungsleistungen im Sinne des AHO-Leistungsbildes; Nachweise als Referenzbenennung mit Projektbeschreibung, Auftraggeber, Leistungszeitraum und Leistungsumfang