Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt München (vertreten durch die Zentralstelle für das Schul- und Gebäudemanagement) sucht ein Architekturbüro für die umfassende Planung der Generalsanierung des Schulcampus Johanneskirchen. Geplant ist die Sanierung der Bestandsgebäude FÖZ 1+2 (Förderzentrum Hören), der Turn- und Schwimmhalle sowie ein Ersatzneubau für FÖZ 3. Während der Bauphasen werden Interimsgebäude für Schule und Sporthalle benötigt.
Die Vergabe erfolgt als Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb. Zunächst ist ein Teilnahmeantrag mit Eignungsnachweisen und drei Referenzprojekten einzureichen; ausgewählte Bewerber werden zur Angebotsabgabe mit Honorarangebot und Präsentation aufgefordert.
Geschätztes Honorar (Auftragswert): ca. 3,8 Mio. € netto. Die Gesamtbaukosten liegen bei rund 44,8 Mio. € brutto. Geplanter Planungsbeginn: Anfang 2027.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Projektteam und -organisation15%
Bewertung der Zusammensetzung des Projektteams, fachliche Eignung der Projektmitarbeiter, Projektorganisation und Verantwortlichkeiten, Organigramm mit Entscheidungsbefugnissen, Vertretungsorganisation, Bearbeitung der Leistungsphasen, zeitliche Verfügbarkeit der Schlüsselpersonen und Präsenz vor Ort. 3-fache Wichtung bei 0-5 Punkten = max. 15 Punkte.
- Berufserfahrung des Projektleiters bei einem Referenzprojekt mit vergleichbarer Aufgabenstellung5%
Bewertung der Vergleichbarkeit des Referenzprojekts, Rolle und Verantwortungsumfang der Projektleitung, Erfahrungen bei vergleichbaren Planungsaufgaben und Erfahrungen mit öffentlichen Auftraggebern. 1-fache Wichtung bei 0-5 Punkten = max. 5 Punkte.
- Arbeitsweise und Methodik – Kosten, Termine, Qualitäten, Kommunikation15%
Bewertung von Kostensteuerung und -kontrolle, Terminsteuerung und -controlling, Qualitätssicherung in Planung und Ausführung, Organisation von Ausschreibung und Vergabe, Vorgehensweise bei Bauleitung, Schnittstellenmanagement, Kommunikations- und Berichtswesen sowie Zusammenarbeit mit Auftraggeber, Nutzer und Fachplanern. 3-fache Wichtung bei 0-5 Punkten = max. 15 Punkte.
- Bauen im Bestand – planerischer Ansatz10%
Bewertung des Umgangs mit vorhandenen Gebäudestrukturen, architektonischen Qualitäten des Bestands, Integration neuer Anforderungen in bestehende Strukturen, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sowie Berücksichtigung der Ensemblewirkung des Schulcampus. 2-fache Wichtung bei 0-5 Punkten = max. 10 Punkte.
- Herangehensweise an die Aufgabenstellung hinsichtlich der Umsetzung baulicher Anforderungen – organisatorischer Ansatz10%
Bewertung der Strukturierung der Planungs- und Bauaufgabe, Bauabschnittsbildung, Organisation der Interimsunterbringung, Aufrechterhaltung des Schulbetriebs, Nutzerkoordination, Bauablauf- und Logistikkonzept sowie Umgang mit projektspezifischen Risiken und Abhängigkeiten. 2-fache Wichtung bei 0-5 Punkten = max. 10 Punkte.
- Einhaltung von Kosten und Terminen bei Referenzobjekten10%
Bewertung der nachweisbaren Kosten- und Terminstabilität, Umgang mit Kosten- und Terminabweichungen sowie Steuerungsmaßnahmen bei Projektrisiken anhand von Referenzobjekten. 2-fache Wichtung bei 0-5 Punkten = max. 10 Punkte.
Z-Wert = L-Wert / Preis (UfAB: Einfache Richtwertmethode). L-Wert = Summe der gewichteten Punkte aus 6 Zuschlagskriterien (je 0-5 Punkte multipliziert mit Wichtung), maximal 65 Punkte. Das Angebot mit dem höchsten Z-Wert erhält den Zuschlag. Bei Z-Wert-Gleichheit entscheidet der höhere L-Wert, danach Losverfahren.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenLeistungsbild und Beauftragungsumfang
Der Auftrag umfasst Objektplanung Gebäude und Innenräume gemäß § 34 HOAI für das Gesamtprojekt. Die Beauftragung erfolgt stufenweise: Mit Vertragsschluss werden die Leistungsstufen 1A (Grundlagenermittlung), 1B (Vorplanung) und 1C (Entwurfsplanung) sowie die besondere Leistung „Bestandsaufnahme" beauftragt. Alle weiteren Stufen (1D Genehmigungsplanung, 2 Ausführungsplanung, 3A/3B Vergabevorbereitung/-mitwirkung, 4 Objektüberwachung, 5 Objektbetreuung) werden vom Auftraggeber in Textform abgerufen. Der Auftraggeber behält sich vor, bei einer Generalunternehmervergabe das Leistungsbild des Auftragnehmers zu kürzen.
Gebäude und Flächen
Folgende Gebäude sind Bestandteil der Maßnahme:
Die Technikzentrale (Fernwärme, Trinkwasser) im Untergeschoss versorgt das gesamte Areal und ist zu erhalten. Die Anbindung an die bestehende Tiefgarage und den Tiefhof ist zu berücksichtigen.
Nutzungen und besondere Anforderungen
Im Bestand sind Grundschule, Mittelschule, Ganztagesbetreuung, Fachräume, Seminarräume, Aula, Pädagogisch-Audiologische Beratungsstelle (PAB) sowie eine 3-fach-Turnhalle mit Schwimmbecken (Hubboden) untergebracht. Die Generalsanierung umfasst Dächer, Fassaden, technische Anlagen und Innenoberflächen. Die Anlage steht unter besonderer denkmalpflegerischer Beachtung (BDA-Preis Bayern 1993); die architektonischen Qualitäten sind zu erhalten. Es gelten zeitgemäße ökologische und baukulturelle Anforderungen (energetische Sanierung, Integration PV-Anlage, nachhaltige Materialien gemäß Leitfaden).
Bauabschnitte und Termine
Die Maßnahme ist in zwei Bauabschnitte gegliedert:
Während des 1. Bauabschnitts werden Grund-/Mittelschule und PAB in Interimsgebäuden untergebracht. Die Honorar-Vertragsleistung läuft vom 04.01.2027 bis 30.11.2027; in diesem Zeitraum sind die Vorlage Projektunterlage (PU), Bauunterlage und Haushaltsunterlage-Bau (HU-Bau) für beide Bauabschnitte zu erbringen.
Besondere Leistungen
Zusätzlich zu den HOAI-Grundleistungen sind u. a. folgende besondere Leistungen zu erbringen (soweit beauftragt): Bestandsaufnahme, Brandschutznachweise, GEG-Nachweise (Energieausweis, Wärmeschutz, Wärmebrücken, Dichtheit, sommerlicher Wärmeschutz), digitales Raumbuch, Simulationsberechnungen, PLAKODA-Gebäudedatenblätter, Baubestandspläne sowie Grundleistungen für Freianlagen mit weniger als 7.500 € anrechenbaren Kosten.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung
Der Bieter muss als Architekt in der Architektenliste einer deutschen Architektenkammer eingetragen sein oder einen gleichwertigen Nachweis eines EU-Mitgliedstaats erbringen. Bietergemeinschaften, Nachunternehmer und Eignungsverleiher müssen den Nachweis ebenfalls erbringen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Berufshaftpflichtversicherung bei einem EU/EWR-Versicherer mit folgenden Mindestdeckungssummen:
Spezifischer Jahresumsatz: mindestens 800.000 € netto pro Geschäftsjahr im Bereich Objektplanung/Architektur, nachgewiesen für die letzten 3 Geschäftsjahre. Auf Verlangen sind testierte Jahresabschlüsse vorzulegen.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Referenzprojekte (Mindestanforderungen)
Es sind 3 Referenzprojekte einzureichen, davon mindestens 1 im Bereich Schulsanierung. Alle Projekte müssen vergleichbar in Nutzung und Größe sein, dürfen nicht älter als 10 Jahre (Fertigstellung) sein und alle HOAI-Leistungsphasen 1–8 abgeschlossen haben. Die Urheberschaft bzw. Projektleitung muss dem Bieter zurechenbar sein. Pro Referenzprojekt: Formblatt III.110a + max. 2-seitige PDF mit Lageplan, Grundrissen, Ansichten/Fotos, Kurzbeschreibung, Darstellung der architektonischen/funktionalen Lösung und des Umgangs mit Bausubstanz/Nachhaltigkeit. Die Mindestpunktzahl über alle Referenzen beträgt 45 von 81 Punkten.
Ausschlussgründe und Russland-Bezug
Eigenerklärung zu gesetzlichen Ausschlussgründen nach §§ 123 und 124 GWB sowie zu Verurteilungen nach Arbeitnehmerentsende-, Aufenthalts-, Mindestlohn- und Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz. Pflicht zur Abgabe der Russland-Erklärung (Formblatt III.27): Unternehmen mit Russlandbezug (Staatsangehörigkeit, Niederlassung, Beteiligung >50%, Handeln im Auftrag) sind ausgeschlossen. Nachunternehmer/Eignungsverleiher mit Russlandbezug dürfen max. 10% des Auftragswerts ausmachen oder müssen unter eine Ausnahme nach EU-VO 2022/576 fallen.
Sonstige formale Anforderungen
3 Referenzprojekte: mindestens 1 im Bereich Schulsanierung; alle aus dem Bereich Sanierung/Umbau/Erweiterung/Neubau eines öffentlichen Gebäudes
Vergleichbar in Nutzung und Größe; abgeschlossene HOAI-Leistungsphasen 1–8; Urheberschaft/Projektleitung muss dem Bewerber zurechenbar sein. Formblatt III.110a + max. 2-seitige PDF (Lageplan, Grundrisse, Ansichten/Fotos, Kurzbeschreibung). Mindestpunktzahl 45 von 81 Punkten.