Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Ortsgemeinde Kindsbach (Verbandsgemeinde Landstuhl, Rheinland-Pfalz) schreibt die Architekten-Objektplanung (Gebäude und Innenräume) für die Sanierung ihrer Mehrzweckhalle (Sporthalle, Umkleidetrakt, Küchentrakt) aus.
Geplant sind unter anderem: Dacherneuerung, Fassadendämmung (WDVS), Fenstertausch mit 3-fach-Verglasung und Innensanierung. Die geschätzten Baukosten (Kostengruppen 300–500) liegen bei rund 990.000 € netto.
Gefordert werden die Leistungsphasen 1–9 gemäß § 34 HOAI (stufenweise Beauftragung, zunächst Bearbeitungsstufen I und II) einschließlich Nebenkosten und besonderer Leistungen.
Das Verfahren ist ein Verhandlungsverfahren mit vorherigem öffentlichem Teilnahmewettbewerb. Maximal 5 Bewerber werden zur Angebotsabgabe aufgefordert. Die Einreichung erfolgt ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- A. Preis30%
Gesamthonorar Bearbeitungsstufen I und II inkl. Nebenkosten gemäß Honorarangebotsblatt. Günstigstes Angebot erhält volle Punktzahl (300 Punkte), übrige Bieter linear im umgekehrt proportionalen Verhältnis.
- B. Projektplanung30%
Konzept zum Planungs- und Genehmigungsablauf sowie Herangehensweise an die Aufgabenstellung anhand eines bereits abgewickelten Projektes. Bewertet wird Realitätsnähe und Praxistauglichkeit.
- C. Projektdurchführung40%
Konzepte zur personellen Organisation, zu Maßnahmen der Terminsicherheit sowie zur Kostensicherheit.
Preis: Lineare Interpolation – günstigstes Gesamthonorar erhält volle Punktzahl (300 Punkte), andere Bieter Punkte linear im umgekehrt proportionalen Verhältnis. Qualitätskriterien: Schulnotensystem 0–5 Punkte, multipliziert mit dem jeweiligen Gewichtungsfaktor. Gesamtwertung: Summe der Punkte aus A (Preis), B (Projektplanung) und C (Projektdurchführung), max. 1.000 Punkte. Zuschlag auf das Angebot mit der höchsten Gesamtpunktzahl.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAuftragsgegenstand und Projektrahmen
Objektplanung Gebäude und Innenräume für die Sanierung der Mehrzweckhalle Kindsbach (Sporthalle, Umkleidetrakt, Küchentrakt). Geplante Maßnahmen: Erneuerung Dächer aller drei Gebäudeteile, Wärmedämmverbundsystem an den Fassaden, Austausch der Fenster (3-fach-Verglasung), Innensanierung Küchentrakt (Eingang/Umkleide, Versammlungsraum, WC-Bereich) sowie Erneuerung der abgehängten Decke in der Sporthalle.
Anrechenbare Baukosten: 958.123,93 € netto. Honorarzone III. Geschätzte Baukosten KG 300–500: rund 990.000 € netto. Baunebenkosten (KG 700) sind mit ca. 30 % zu kalkulieren.
Leistungsphasen und Beauftragung
Leistungsphasen 1–9 nach § 34 HOAI (Objektplanung Gebäude und Innenräume), stufenweise Beauftragung:
Die Beauftragung erfolgt stufenweise; ein Anspruch auf Beauftragung weiterer Stufen besteht nicht.
Besondere Leistungen (Pauschalangebot)
Nebenkosten und Sondereinheiten
Nebenkosten nach § 14 HOAI sind als Prozentsatz anzugeben; ohne Erstattungswunsch ist „0" einzutragen. Besondere Leistungen sind als Pauschalen, Stundensätze sind als weitergehende Honorarsätze (Büroinhaber, Architekt, sonstige Mitarbeiter) zu benennen.
Abgrenzung zu anderen Fachplanungen
Die Technische Gebäudeausrüstung (TGA) und die Tragwerksplanung sind nicht Bestandteil dieser Ausschreibung und werden in separaten Verfahren vergeben. Eine Schnittstellenkoordination mit Fachplanern und ggf. Nachunternehmern ist dennoch Teil der Aufgabe.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung zur Berufsausübung
Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung „Architekt" (Eintragungsnachweis in die Architektenliste bzw. Bescheinigung der Architektenkammer). Bei juristischen Personen: Benennung eines verantwortlichen Angehörigen mit Architektenqualifikation und entsprechendem Nachweis.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung mit Mindest-Deckungssummen von:
jeweils zweifach pro Versicherungsjahr; Nachhaftung mindestens 5 Jahre. Bei Bewerbergemeinschaften ist der Nachweis von jedem Mitglied zu erbringen; die Deckungssummen müssen sich zur geforderten Gesamtsumme addieren.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Konkrete Anforderungen sind Abschnitt III.1.3 Ziffern 1–4 der Auftragsbekanntmachung zu entnehmen.
Ausschlussgründe
Keine zwingenden oder fakultativen Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB. Bestätigung über die Bewerbererklärung (Anlage 4).
Eignungsleihe und Bewerbergemeinschaften
Eignungsleihe ist nach § 47 VgV zulässig und erfordert eine Verpflichtungserklärung (Anlage 2) sowie den Nachweis der einschlägigen Eignungsanforderungen durch das Drittunternehmen. Bewerbergemeinschaften reichen die Bewerbergemeinschaftserklärung (Anlage 1) ein; die Bewerbererklärung (Anlage 4) ist von allen Mitgliedern zu unterzeichnen.
Form und Vollständigkeit der Einreichung
Mindestens eine Referenz über ein vergleichbares Bauvorhaben (Gebäude/Innenräume), die Herangehensweise an Schwierigkeiten der Aufgabenstellung und deren Lösung zeigt
Darstellung im Konzept; konkretes Referenzprojekt mit Beschreibung von Aufgabenstellung, Schwierigkeiten und Lösungsansatz; Bewertung auf Realitätsnähe und Praxisbezug
Formblatt Anlage 5 – Referenzleistungen des Bewerbers (Unternehmensreferenzen)
Anforderungen laut Abschnitt III.1.3 Ziffer 1 der Auftragsbekanntmachung
Formblatt Anlage 6 – Referenzen des Projektleiters
Kurzbeschreibung Gebäude/Innenräume, Honorarzone, Art des Bauvorhabens, vertraglich übernommene Leistungen nach § 34 Abs. 1 Nr. 1–9 HOAI, besondere Anforderungen (z. B. Barrierefreiheit, Denkmalschutz), aussagekräftige Unterlagen (max. DIN A3)
Formblatt Anlage 7 – Referenzen des stellvertretenden Projektleiters
analog Anlage 6
Formblatt Anlage 8 – Referenzen des Bauleiters
Kurzbeschreibung, Honorarzone, vertraglich übernommene Leistungen nach § 34 Abs. 3 Nr. 1–9 HOAI, besondere Anforderungen, eigener Leistungsanteil (insb. Objektüberwachung und Objektbetreuung)