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Signaletik (Leit- und Orientierungssystem)

Staatl. Hochbauamt Freiburg | Vergabekammer des Bundes beim Bundeskartellamt | Staatliches Hochbauamt FreiburgWeil am Rhein, Baden-WürttembergVeröffentlicht:
Angebotsfrist:

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Worum geht's?

Planung eines umfassenden Leit- und Orientierungssystems (Signaletik) für die Gemeinschaftszollanlage (GZA) Weil am Rhein/Basel-Autobahn. Das System soll Mitarbeitende und Besucher:innen auf der weitläufigen Anlage sicher leiten, die Adressbildung stärken und als 'Visitenkarte' der Behörde dienen.

Was ist zu tun?

Konzeption, Planung und Ausführungsbegleitung (HOAI-Leistungsphasen 2, 3, 5, 6, 7, 8) eines Signaletik-SystemsBeschilderung im Außenbereich (Lageplan, Eingänge, Wegweisung, Anbindung Lofo-Areal)Verkehrsleitsystem für LKW, PKW, Fahrräder und Fußgänger:innenInnenbeschilderung in den Neubauten (Übersichtstafeln, taktile Leitsysteme, Stockwerks-/Raumbeschilderung)Barrierefreies taktiles Leitsystem nach BImA-Standard (Mehr-Sinne-Prinzip)Sprachunabhängige, internationale Gestaltung (Piktogramme, Deutsch/Englisch)

Wie läuft das Verfahren?

Zweistufiges Verhandlungsverfahren: Zunächst Teilnahmewettbewerb (Stufe 1), danach Angebotsabgabe für max. 5 ausgewählte Bewerber (Stufe 2). Zuschlag nach Qualitätskriterien.

Wichtigste Frist: Teilnahmeantrag bis 09.07.2026, 23:59 Uhr über die Vergabeplattform.

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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Aktive Ausschreibung
HEUTE
Termin / FristJUN2026 DEZ JUN DEZ JUN DEZ JUN DEZ JUN DEZ JUN
Veröffentlichung7. Juni 2026
Teilnahmefrist9. Juli 2026
Einladungsfrist22. Juli 2026
Bieterfragen-Fristca. 27. Juli – 28. Juli 2026
Angebotsfrist7. Sep. 2026
Auftragsgesprächeca. 21. Sep. – 24. Sep. 2026
Zuschlagca. 15. Okt. 2026
Vertragsbeginn2. Nov. 2026
Abschluss Vorentwurfsplanung2. Nov. – 15. Dez. 2026
Vertragslaufzeit2. Nov. 2026 – 30. Sep. 2031
Nachübertragungsfrist Leistungenca. 2. Nov. 2026 – 30. Sep. 2034bis 2034
Abschluss Entwurfsplanung16. Dez. 2026 – 31. Jan. 2027
Abschluss Ausführungsplanung1. Feb. – 31. März 2027
Abschluss Leistungsverzeichnisse1. Apr. – 30. Mai 2027
Fertigstellung Bauabschnitt 11. Juni 2027 – 31. Jan. 2030
Fertigstellung Bauabschnitt 21. Feb. 2030 – 30. Sep. 2031
Vertragsende30. Sep. 2031
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Preis & Qualität9 Kriterien
Preis 20%Qualität 80%
  • Wirtschaftlichkeit20%

    Bewertung des Honorarangebots. Niedrigste geprüfte Honorarsumme erhält die Höchstpunktzahl, doppelte Honorarsumme 0 Punkte, dazwischen lineare Interpolation.

  • Lösungsvorschlag/Projektskizze40%

    Bewertung des eingereichten Lösungsvorschlags mit Erläuterungen, Plänen und Skizzen hinsichtlich funktionaler, gestalterischer und materialbezogener Qualität.

  • Qualifikation und Erfahrung des mit der Ausführung des Auftrags betrauten Personals sowie deren Auslastung und Verfügbarkeit30%

    Bewertung der Qualifikation, Berufserfahrung, Teaminteraktion sowie Auslastung und Verfügbarkeit des Projektteams.

  • Projektabwicklung10%

    Bewertung der Herangehensweise an die Aufgabe anhand von Referenzobjekten sowie Methoden der Termin-, Kostenkontrolle und Qualitätssicherung.

Wirtschaftlichkeit (Honorar): Niedrigste geprüfte Honorarsumme erhält Höchstpunktzahl (10,00), doppelte Honorarsumme erhält 0 Punkte, dazwischen lineare Interpolation. Qualitätskriterien werden mit Schulnoten (1-6 mit +/- Abstufungen) bewertet, wobei jedes Unterkriterium max. 6 Wertungspunkte erhält.

KI-Hinweis: Alle Zuschlagskriterien der 2. Stufe inkl. Gewichtungen, Bewertungsmaßstäbe (Schulnoten mit +/- Abstufungen) und Bewertungsformel für das Honorar sind vollständig dokumentiert.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Gesamtkonzept Signaletik

Es ist ein gesamtheitliches Leit- und Orientierungssystem für die Gemeinschaftszollanlage (GZA) Weil am Rhein/Basel-Autobahn zu planen. Das System dient der Orientierung, Adressbildung und Visitenkartenfunktion der Institution und muss Bestand und Neubau der Gesamtanlage einbeziehen. Außenbereich umfasst zudem die Anbindung an das externe Lofo-Areal der Zolldienstleister.

Planungsleistungen nach HOAI (stufenweise Beauftragung)

Zunächst beauftragt werden die Leistungsphasen 2 (Vorentwurf) und 3 (Entwurf) einschließlich Besonderer Leistungen. Im Anschluss können stufenweise übertragen werden: LP 5 (Ausführungsplanung), LP 6 (Vorbereitung Vergabe), LP 7 (Mitwirkung Vergabe) und LP 8 (Objektüberwachung/Bauüberwachung). Ein Rechtsanspruch auf Übertragung aller Stufen besteht nicht.

Zentrale Planungsinhalte:

Analyse der Liegenschaft, Gebäude und NutzerbedürfnisseErarbeitung konzeptioneller Varianten mit Kostenschätzung und -berechnungKonstruktions-, Werk- und DetailplanungErstellung bepreister Leistungsverzeichnisse, Prüfung/Wertung Angebote, Bietergespräche, VergabevorschlägeStichprobenartige Qualitätssicherung und Mitwirkung bei AbnahmenFortlaufende Fortschreibung des Terminplans

Anforderungen an Barrierefreiheit und internationale Nutzbarkeit

Taktiles Leitsystem nach BImA-Standard (Mehr-Sinne-Prinzip) im gesamten Gebäude- und AußenbereichSprachunabhängige, intuitive Orientierung für nationale und internationale NutzerEinsatz international verständlicher Piktogramme und GestaltungselementeBeschriftung in Deutsch und EnglischAnbindung an die Sachverständige Barrierefreiheit über alle Leistungsphasen

Zu planende Elemente – Außenbereich

Orientierung auf der Anlage und AdressbildungIdentifikation der GebäudeeingängeWegweisung im Außenbereich (gesamte Liegenschaft)Einbindung der Bestandsgebäude in die GesamtkonzeptionAnbindung an das externe Lofo-Areal der Zolldienstleister

Zu planende Elemente – Verkehrsführung

Kennzeichnung der ZufahrtenStellplätze für unterschiedliche NutzergruppenWegeleitsystem für LKW, PKW, Fahrräder und Fußgänger:innen (intern und extern)

Zu planende Elemente – Innenbereich (Neubauten)

Orientierungstafeln in EingangsbereichenTaktile Übersichtstafeln (mindestens an Gebäude 10b sowie an Treppenaufgängen zu Fußgängerbrücken an Gebäuden 10a und 21a)Orientierung der Vertikal-/Horizontalerschließung (Hauptverteiler)Stockwerkskennzeichnung und Bereichskennzeichnung (Nutzungsbereich)Wegeführung auf allen Ebenen (UG bis 2. OG)Aufzugsbeschriftung, Piktogramme, Raumbeschilderung

Besondere Leistungen und Konzepte

Planungsworkshops mit Nutzern vorbereiten, durchführen und dokumentierenGestaltungsvorgabe für digitales Aufrufsystem (das Aufrufsystem selbst ist NICHT Gegenstand; Vergütung 2.500 € netto pauschal)Gestaltungskonzept für visuelles und taktiles Leitsystem im Bereich KG 300 (Bodenbeläge, Wandbekleidungen, Treppen, Geländer)Bemusterungen mit Prototypen vorbereiten und durchführenWartungs- und Pflegeanleitungen erstellenBau- und Übergabedokumentation gemäß Anlage 12Gestaltungskonzept für Hinweisschilder (Feuerwehr, Brandschutz, Barrierefreiheit)

Koordinationspflichten

Enge Abstimmung mit TU-Ausführungsplanung (voraussichtlich ab 10/2026), Architekten, AG und NutzernRäumliche/technische Integration in Gebäude, Außen- und VerkehrsanlagenTeilnahme an Koordinations- und Abstimmungsterminen mit AG, TU und Sachverständiger BarrierefreiheitÜbergabe von Konzepten/Dokumentation/Abschlussbericht am Ende jeder Leistungsphase (digital)

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Fachliche Eignung (Stufe 1 – Teilnahmewettbewerb)

Bewertet werden über eine gewichtete Matrix (Summe 100 %):

Bauwerkskosten KG 300+400 (35 %): gestaffelte Punkte nach Baukosten pro ReferenzBearbeitete Leistungsphasen (LP 1–9): LP 1–2 je 25 %, LP 3 je 25 %, LP 4 je 25 %, LP 5: 15 %, LP 6: 10 %, LP 7: 10 %, LP 8: 10 %, LP 9: 5 %Maßnahmenspezifische Eignung (35 %): funktionale Qualität, städtebauliche/architektonische/gestalterische Qualität, komplexe Rahmenbedingungen (Mehrsprachigkeit, Barrierefreiheit, Verzahnung Innen/Außen), technische Qualität (Nachhaltigkeit, Instandhaltungsfreundlichkeit, Erweiterbarkeit)Anzahl Beschäftigte für entsprechende Dienstleistung (10 %)Referenzliste letzte drei Jahre (10 %)

Punkteskala: 1 (sehr gut, 9,3 P.) bis 6 (ungenügend, 0 P.).

Berufshaftpflichtversicherung

Personenschäden: mind. 1.500.000 € DeckungSonstige Schäden: mind. 250.000 € DeckungJahreshöchstleistung: mind. 2-fache DeckungssummeVersicherung muss während der gesamten Vertragszeit bestehen

Persönliche Eignung / Ausschlussgründe

Erklärung, dass keine Ausschlussgründe gemäß §§ 123, 124 GWB vorliegenGgf. Darstellung von Selbstreinigungsmaßnahmen gem. § 125 GWBErklärung zu wirtschaftlichen Verknüpfungen

Technische Leistungsfähigkeit

Datenverarbeitung gem. DAW Anlage 9 (Pläne und Daten)GAEB-DA-XML-Schnittstelle: aktuellste Version, Inhouse-ErklärungSTLB-Bau: Nutzung der neuesten Fassung in relevanten Leistungsbereichen

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit

Nachweis der Berufshaftpflichtversicherung (siehe oben). Weitere finanzielle Anforderungen (z.B. Mindestumsatz) sind in den vorliegenden Unterlagen nicht spezifiziert.

Zulassung / Befähigung

Die Berufsbezeichnung Architekt ist NICHT zwingend erforderlich. Maßgeblich ist die Eignung zur Planung von Signaletik- und Leitsystemen, nachgewiesen über Referenzen.

Eignungsleihe und Bietergemeinschaften

Bei Eignungsleihe (Unterauftragnehmer): Verzeichnis B_M107_2, Verpflichtungserklärung B_M107_3, Nachweis der Referenzen des DrittunternehmensBei Bietergemeinschaften: Erklärung B_M107_1; Referenzen aller Mitglieder können zugerechnet werden
Referenzprojekte
2 ReferenzenZeitraum: Letzte 3 Geschäftsjahre (Referenzen müssen im Wesentlichen erbracht sein)Volumen: Bauwerkskosten KG 300+400: gestaffelte Punktevergabe – unter 50.000 € (1-3 Punkte), 50.000–80.000 € (4-9 Punkte), über 80.000 € (10 Punkte) je Referenz

Mindestens 2 Referenzprojekte aus den letzten 3 Geschäftsjahren für Planungsleistungen Signaletik/Leit- und Orientierungssystem. Bewertet werden: Bauwerkskosten (KG 300+400), bearbeitete Leistungsphasen, funktionale/städtebauliche/technische Qualität, Mehrsprachigkeit, Barrierefreiheit, Verzahnung Innen/Außen.

Vergleichbare Planungsleistungen Signaletik. Nachweis über Objekt-/Referenzliste mit: Auftraggeber, Gesamtbaukosten, Fertigstellungszeitpunkt, bearbeitete Leistungsphasen (HOAI LP 1-9), Fotos, Planauszüge, genaue Beschreibung. Bei ARGE: Referenzen aller Mitglieder möglich. Bei Eignungsleihe: Referenzen des Drittunternehmens plus Verpflichtungserklärung.

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
1–3Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 2 Angebote
Geringe Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 45%4–10 · 36%11+ · 19%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 22 erledigt
Teilnahmeantrag – Pflichtunterlagen (Stufe 1)
Angebotsabgabe (Stufe 2 – nur für ausgewählte Bewerber)
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Staatl. Hochbauamt Freiburg | Vergabekammer des Bundes beim Bundeskartellamt | Staatliches Hochbauamt Freiburg
Anschrift
79104 Freiburg
Ort
79576 Weil am Rhein
Kategorie
Architektur-, Ingenieur- & Planungsleistungen
Veröffentlicht
Angebotsfrist
Auftraggeber-Website
www.bundesbau-bw.de

Erfüllungsort

Ort der Leistung
79576 Weil am Rhein
Baden-Württemberg

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