Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum geht's?
Das Land Nordrhein-Westfalen (Landesbetrieb Straßenbau NRW) sucht ein Ingenieurbüro für die örtliche Bauüberwachung einer Behelfsbrücke über die Bahnlinie in Altena. Die bestehende Brücke (Baujahr 1949) ist beschädigt und für Lkw über 3,5 Tonnen gesperrt. Sie wird zurückgebaut und durch eine temporäre D-Brücke (Stahl-Fachwerktrog, 36,6 m Stützweite) ersetzt, die als Übergangslösung bis zum endgültigen Neubau dient.
Was Sie als Auftragnehmer tun müssen:
Was Sie mitbringen müssen:
Verfahren: Offenes Verfahren, Zuschlag erfolgt rein nach Preis (100 %). Angebote müssen bis zum 28.07.2026 um 11:00 Uhr über die Vergabeplattform eingereicht werden.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Honorar/Preis100%
Der Preis (in €, netto) wird ermittelt aus der Wertungssumme des Angebotes. Die Wertungssumme (in €, netto) wird ermittelt aus der nachgerechneten Angebotssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenKernaufgabe der örtlichen Bauüberwachung
Der Auftragnehmer überwacht vor Ort die fachgerechte Ausführung der Bauleistungen und ist Ansprechpartner auf der Baustelle.
Zu den Kernaufgaben gehören:
Brückenbautechnische Überwachung – Rückbau
Überwacht wird der Rückbau des Bestandsüberbaus (Stahlbrücke von 1949, 17,10 m Stützweite). Dieser erfolgt in drei Teilen nach Trennschnitten, mit Aushebung und Zwischenlagerung.
Besonderheit Gefahrstoffe: Im Korrosionsschutz sind Asbest (Chrysotil, 1–5 %), PAK (bis ca. 28.800 mg/kg) und Blei (bis 38.000 mg/kg) festgestellt worden. Die Gefahrstoffsanierung muss zwingend vor dem Trennen/Aushub und im Mehrschichtbetrieb innerhalb der Sperrpause erfolgen.
Zusätzlich erforderlich: ein OLA-Provisorium (Oberleitung) in Abstimmung mit der DB.
Brückenbautechnische Überwachung – Neubau Behelfsbrücke
Überwacht wird die Errichtung einer D-Brücke aus Stahl (Fachwerktrog mit geringer Bauhöhe) als Einfeldträger:
Gründung: Hinter den Bestandswiderlagern wird eine Tiefgründung mit Großbohrpfählen (Ø 0,88 m, je 5 Stück pro Widerlager) und je 4 Mikropfählen hergestellt.
Montage: Vormontage und Zusammenbau der D-Brücke auf einem Vormontageplatz östlich des Bestandsbauwerks, anschließend Einhub in Endposition.
Zeitliche und logistische Anforderungen
Sperrpause der Deutschen Bahn: 15.09.2026 bis 06.10.2026 (ca. 22 Tage). Während dieser Sperrpause erfolgen der Rückbau und der Einhub der Behelfsbrücke.
Während der Sperrpause ist die Bauüberwachung 24 Stunden am Tag vor Ort – an Werktagen, Wochenenden und Nächten. Auch außerhalb der Sperrpause fallen Bauüberwachungsleistungen für rund 4 Monate an (Auftragserteilung bis örtliche Schlussabnahme).
Zusätzlich zu erbringen:
Leistungen des Auftraggebers (nicht durch den Auftragnehmer zu erbringen)
Der Auftraggeber stellt dem Auftragnehmer einen Arbeitsplatz im Baubüro zur Verfügung.
Nicht im Auftrag enthalten (separate Lose/Maßnahmen):
Das Personal der örtlichen Bauüberwachung benötigt KEINE DB-Zulassung.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche Eignung – Haftpflichtversicherung
Der Bieter muss bereit sein, im Auftragsfall eine Berufshaftpflichtversicherung mit folgenden Mindestdeckungssummen abzuschließen bzw. nachzuweisen:
Bereitschaftserklärung oder Versicherungsnachweis genügt.
Fachliche Eignung – Technische Fachkräfte
Der Bieter muss nachweisen, dass mindestens folgende Fachkräfte für die Leistungserbringung zur Verfügung stehen:
Für jede dieser Fachkräfte sind gesonderte Anlagen mit Lebenslauf, Ausbildungsnachweis und Projektdatenblatt einzureichen. Die benannten Personen müssen die Leistung tatsächlich erbringen (Personenbindung).
Für Unterauftragnehmer gilt: abgeschlossenes Bauingenieurstudium oder vergleichbare Berufserfahrung auf dem Fachgebiet der Teilleistung.
Fachliche Eignung – Referenzen des Unternehmens
Mindestens 1 Referenzprojekt aus den letzten 10 Jahren (ab 2016) über die Bauüberwachung von Ingenieurbauwerken im Zuge klassifizierter Straßen (z.B. Bundes-, Landes-, Kreisstraßen). Maximal 3 Referenzen einreichbar.
Bei engerer Wahl kann der Auftraggeber eine Bestätigung des jeweiligen Auftraggebers verlangen, dass die Leistung auftragsgemäß erbracht wurde.
Fachliche Eignung – Referenzen der Mitarbeiter
Für jede benannte Fachkraft (siehe Abschnitt oben) sind Referenzen aus den letzten 10 Jahren (2016 ff.) vorzulegen, vorzugsweise Brückenbauprojekte im Zuge klassifizierter Straßen (z.B. Ersatzneubau im Zuge einer L-/B-/A-Straße inkl. Längenangabe). Mindestens 1, maximal 3 Referenzen pro Mitarbeiter.
Technische Ausstattung
Der Bieter muss über eine Bauabrechnungssoftware mit GEAB-Schnittstelle verfügen. Daten sind in GAEB 90 Format (D81, D82) auszutauschen, Mengenermittlung nach REB Stand 1997 durchzuführen. Abfallnachweise sind elektronisch über das ZEDAL-Portal abzuwickeln.
Rechtliche Eignung – Ausschlussgründe und Erklärungen
Mit dem Angebot abzugeben bzw. zu erklären:
Unterauftragnehmer und Eignungsleihe
Beim Einsatz von Unterauftragnehmern oder Eignungsleihe:
Tariftreue und weitere Pflichten
Der Auftragnehmer ist zur Einhaltung des Tariftreue- und Vergabegesetzes NRW verpflichtet:
Mitarbeiter mit Zugang zu verwaltungsinternen Vorgängen sind nach § 1 VerpflG zu verpflichten. Der Auftragnehmer darf keine Interessenkonflikte haben (keine Vertretung von Unternehmer- oder Lieferanteninteressen).
Bauüberwachung von Ingenieurbauwerken im Zuge von klassifizierten Straßen
Vergleichbare Leistung der letzten 3 Geschäftsjahre; bei enger Wahl Bestätigung durch Auftraggeber erforderlich; auf gesonderter Anlage Projektdatenblatt mit Bezeichnung, Auftragswert, Auftraggeber.
Bauüberwachung von Ingenieurbauwerken im Zuge von klassifizierten Straßen (durch benannte Fachkräfte)
Vorzugsweise Brückenbauwerke (z.B. Ersatzneubau im Zuge einer klassifizierten Straße) inkl. Längenangabe Bauwerk; gesonderte Anlage je Fachkraft mit Projektdatenblatt und Referenzübersicht.