Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) schreibt im EU-weiten offenen Verfahren Wartungs- und Prüfleistungen für rund 627 hand- und kraftbetätigte Anlagen (Türen, Tore, Schranken) mit und ohne Feststellanlagen an mehreren Dienstliegenschaften in Nordrhein-Westfalen aus.
Gefordert sind regelmäßige Wartung, sicherheitstechnische Prüfungen, DGUV-Prüfungen gemäß Vorschrift 4 sowie Funktionsprüfungen der Feststellanlagen. Bieter müssen Fachpersonal mit spezifischen Zertifizierungen (DIN 14677, ASR A1.7, DGUV V4) nachweisen, mindestens 3 vergleichbare Referenzen vorlegen und die geforderten Haftpflichtdeckungssummen abdecken. Nebenangebote sind nicht zugelassen, die Wertung erfolgt zu 100 % nach dem Preis.
Angebote sind elektronisch über die e-Vergabe-Plattform www.evergabe-online.de einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Wertungspreis ist die Summe der jährlichen Gesamtnettopreise (in Euro) einschließlich aller Preise für die Bedarfsleistungen laut Leistungsverzeichnis (LV). Nicht jährlich zu erbringende Positionen werden mit einem Korrekturfaktor (z.B. 0,25 für DGUV V4-Prüfung alle 4 Jahre) in den Gesamtwertungspreis eingerechnet.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAnlagenbestand und Standorte
Zu betreuen sind rund 627 hand- und kraftbetätigte Anlagen in Dienstliegenschaften der BImA in Nordrhein-Westfalen (u. a. im Raum Dortmund/Bielefeld/Detmold). Zum Bestand gehören u. a. Drehflügel-, Schiebe-, Karussell- und Faltflügeltüren, Schiebe-, Roll-, Sektional- und Faltflügeltore, Schrankenanlagen und Feststellanlagen. Der genaue Anlagenbestand ist in der vom Auftragnehmer zu pflegenden Bestandsliste (Excel) zu führen.
Wartungs- und Inspektionsleistungen
Durchzuführen sind Sicht- und Funktionskontrollen, Reinigungs-, Schmier- und Fettarbeiten, das Nachziehen von Befestigungen, die Erneuerung von Fugen sowie Einstellarbeiten und Justierung auf Sollwerte (z. B. Spaltmaße, Federbruchsicherung). Defekte Teile sind zu reparieren oder auszutauschen und dem Auftraggeber zu übergeben. Pro Anlage sind Betriebsstoffe zu kontrollieren, ggf. aufzufüllen oder zu tauschen.
Wiederkehrende Prüfungen
Hydraulische und elektrische Anlagenteile
Hydraulische Komponenten sind nach DGUV-Regel 113-020 und DGUV-Information 209-070 zu prüfen, Hydraulikflüssigkeit ist ggf. labortechnisch zu untersuchen oder sofort zu tauschen, Speicher sind druckzuprüfen. Elektrische Anlagenteile sind gem. DGUV-Vorschrift 4 zu prüfen.
Intervalle und Terminkoordination
Wartungen erfolgen je nach Anlagentyp halbjährlich oder jährlich. Wartungstermine sind mindestens 12 Werktage vor Ausführung mit dem Nutzer abzustimmen. Im Notfall oder bei Störung mit Sicherheits-/Nutzungsgefährdung ist eine Reaktionszeit von maximal 24 Stunden (Mo–Do 8–16 Uhr, Fr 8–13 Uhr) einzuhalten.
Instandsetzungen und Zusatzleistungen
Kleine Instandsetzungen bis 3.000 € netto dürfen eigenständig ausgeführt werden:
Bei Mängeln der Priorität 1 (sofort) und 2 (innerhalb 6 Monate) ist ein Angebot innerhalb 12 Werktagen vorzulegen.
Dokumentation, Bestandslisten und Plaketten
Je Anlage ist ein Leistungsnachweis zu erstellen (DIN A4, scannerfähig, mit Personal- und Anlagendaten, Zustandsbewertung, Mängelbericht, Gegenzeichnung AG/Nutzer). Prüfplaketten mit Datum der nächsten Wartung/Prüfung sind anzubringen. Eine fortlaufende Bestandsliste (MS Excel) ist zu pflegen. Auf Anforderung ist ein jährlicher Wartungsplan (4 Wochen nach Zuschlag erstmalig) vorzulegen.
Nebenkosten und Logistik
Fahrt- und Transportkosten, Personalkosten, Entsorgung, Reinigungs- und Schmiermittel, Zugangstechnik (Leitern, Hubarbeitsbühne bis 3 Arbeitstage) sowie Sonn-/Feiertags- und Erschwerniszulagen sind in die Einheitspreise einzurechnen. Bedarfspositionen werden nur auf gesonderte schriftliche Beauftragung vergütet.
Vertragslaufzeit
Feste Laufzeit: 24 Monate ab Leistungsbeginn. Verlängerung einmalig um 4 Jahre möglich, wenn der AG nicht 9 Monate vor Ablauf und der AN nicht 12 Monate vor Ablauf widerspricht.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Nachweis einer Betriebs-/Berufshaftpflichtversicherung mit folgenden Mindestdeckungssummen pro Schadensfall (jeweils zweifach maximiert pro Versicherungsjahr):
Für im Ausland niedergelassene Bieter genügen gleichwertige Bescheinigungen des Herkunftslandes; nicht-deutschsprachige Dokumente sind beglaubigt zu übersetzen.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit – Personalqualifikationen
Das eingesetzte Personal muss folgende Qualifikationen nachweisen (auf Verlangen unverzüglich vorzulegen):
Zusätzlich ist die Eintragung in der Handwerksrolle für die Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen und Betriebsmittel gem. DGUV-Vorschrift 3 bzw. 4 erforderlich.
Referenzen
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen aus den letzten 3 Jahren, von mindestens 2 verschiedenen Referenzgebern:
Fehlende oder fehlerhafte Referenzen führen zum Ausschluss ohne Nachforderungsmöglichkeit.
Ausschlussgründe und sonstige Erklärungen
Bietergemeinschaften, Unterauftragnehmer und Eignungsleihe
Bei Bietergemeinschaften: Anlage B-05 sowie für jedes Mitglied Angaben zur Leistungsaufteilung.
Bei Unterauftragnehmern: Anlage B-06 Seiten 1–2; Art und Umfang der Teilleistungen sind zu benennen; Einsatz nur nach Zustimmung des AG.
Bei Eignungsleihe: Anlage B-06 Seiten 3–4; das eignungsleihende Unternehmen muss dieselben Eignungsnachweise für die betroffene Teilleistung erbringen und die tatsächliche Verfügbarkeit der Mittel nachweisen.
Zugangsvoraussetzungen Liegenschaften
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen aus den letzten 3 Jahren von mindestens 2 verschiedenen Referenzgebern
Ref. 1: Wartung/Prüfung hand- oder kraftbetätigter Türen mit/ohne FSA; Ref. 2: Wartung/Prüfung kraftbetätigter Tore mit/ohne FSA; Ref. 3: DGUV-Prüfung elektrischer Türen/Tore gem. DGUV V3/V4. Fehlende/fehlerhafte Angaben führen zum Ausschluss.