Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum es geht: Die Stadt Köln sucht einen Totalunternehmer, der eine interimistische Feuer- und Rettungswache plant und baut. Das Gebäude wird in Container-/Modulbauweise errichtet und besteht aus einem Sozialgebäude mit ca. 1.500 m² Nutzfläche sowie Fahrzeughallen für 14 Einsatzfahrzeuge. Es dient als Übergangslösung, während die Hauptwache an der Agrippastraße neu gebaut wird.
Was gefordert ist:
Wichtige Termine: Angebotsfrist **17.08.2026
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- K1 - Angebotspreis70%
Gesamtpreis als Pauschalangebot brutto. Lineare Interpolation: Niedrigster wertungsrelevanter Gesamtpreis erhält 70 Punkte, fiktives Angebot mit 2-fachem des niedrigsten Preises erhält 0 Punkte.
- K2 - Flächennutzung8%
Minimale Eingriffe in die Geländestruktur zur Vermeidung von Eingriffen in Bodendenkmäler und Wurzelschäden; Vermeidung von Bodenabtrag/-auftrag.
- K3 - Funktionalität17%
Funktionale Anordnung der Räume hinsichtlich Laufwege, Arbeitsabläufe, Ruhe-/Konzentrationsbedürfnis sowie Vermeidung von Überschneidungen der Aufstellflächen vor Fahrzeughallen.
- K4 - Bauablauf und Sicherung der Termintreue5%
Unterbietung des Endtermins
Preis: Punktzahl = 70 - (70 / (fA - NA)) * A, wobei NA = niedrigste Angebotssumme, fA = 2 * NA, A = zu bewertendes Angebot. Flächennutzung (K2): Punktzahl = 8 - (8 / (fA - NF)) * F, wobei NF = niedrigster Flächeneingriff, fA = 2 * NF, F = zu bewertender Flächeneingriff. K3 Funktionalität und K4 Bauablauf/Termintreue werden anhand fester Punktesysteme vergeben.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenPlanungsleistungen
Totalunternehmer erbringt alle Planungsleistungen ab Leistungsphase 2 nach HOAI:
Wichtige Planungsfreigaben und Schnittstellen:
Bauleistungen – Baukonstruktion (KG 300)
Errichtung der Interimswache als Container-/Modulbauweise inkl. Außenwänden, Innenwänden, Dächern und Einbauten.
Bauleistungen – Technische Anlagen (KG 400)
Vollständige haustechnische Ausstattung aller Gewerke:
Inbetriebnahme und Abnahme
Vor der Abnahme durch den Auftraggeber sind zahlreiche Funktionsprüfungen und Sachverständigen-Abnahmen zu erbringen:
Wartung und Instandhaltung (4 Jahre)
Wartung als Pauschalleistung für 4 Jahre ab Vertragsbeginn (eigenes Auftragspaket mit eigenen Preisen, in der Angebotsaufgliederung separat auszuweisen).
Außenanlagen und Erschließung
Herstellung der Außenanlagen und Anschlüsse:
Schnittstellen und Bauherrenleistungen
NICHT im Auftragsumfang des TU (werden bauseits vom AG oder Dritten erbracht):
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche und finanzielle Eignung
Mindestumsatz: Der durchschnittliche Nettojahresumsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre muss mindestens 6.500.000 € betragen (vergleichbare Bauleistungen, inkl. Anteile aus Gemeinschaftsaufträgen).
Haftpflichtversicherungen (Nachweis mit Angebot oder verbindliche Anpassungszusage):
Steuern und Sozialabgaben: Verpflichtung zur ordnungsgemäßen Zahlung von Steuern, Abgaben und Beiträgen zur Sozialversicherung.
Berufsgenossenschaft: Mitgliedschaft mit Unbedenklichkeitsbescheinigung (auf Verlangen).
Technische und berufliche Eignung
Mindestpersonal: Durchschnittlich mindestens 8 festangestellte technische Mitarbeiter/Jahr in den letzten 3 Kalenderjahren im Bereich Totalunternehmerleistungen.
Sprachkenntnisse: Projektleiter und stellvertretender Projektleiter müssen fließend Deutsch in Wort und Schrift sprechen.
BMA-Zertifizierung: Eigenerklärung, dass die Brandmeldeanlage durch nach DIN 14675 zertifizierte Fachplaner und Fachfirmen projektiert und errichtet wird; Zertifizierung durch eine nach DIN EN ISO/IEC 17065 akkreditierte Stelle.
Registereintragungen: Eintragung im Handelsregister, Handwerksrolle oder IHK (oder Begründung der Nichthandelsregisterpflicht).
Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Mitglieder/Subunternehmer (Hinweis: Nachunternehmereinsatz laut Bekanntmachung nicht zugelassen).
Tariftreue: Verpflichtung zur Einhaltung des TVgG NRW (Tariftreue- und Mindestlohngesetz) vom 21.03.2018.
Referenzen
3 abgeschlossene, vergleichbare Referenzprojekte sind vorzulegen. Siehe Referenzprojekte im Detail.
Ausschlusskriterien / Sanktionen / Eignungsanforderungen
Russland-Sanktionen (Art. 5k EU-VO 833/2014): Eigenerklärung zu Russland-Sanktionen erforderlich. Weder der Bieter noch Mitglieder von Bietergemeinschaften dürfen:
Kein Insolvenzverfahren: Weder beantragt noch eröffnet, kein Antrag mangels Masse abgelehnt, nicht in Liquidation (Ausnahme: Insolvenzplan rechtskräftig bestätigt).
Keine schwere Verfehlung: Keine Ausschlussgründe gemäß § 6e EU VOB/A; in den letzten 2 Jahren keine Freiheitsstrafe >3 Monate, Geldstrafe >90 Tagessätze oder Geldbuße >2.500 € wegen Vorschriften mit Eintrag im Gewerbezentralregister.
Ab Auftragswert 30.000 €: Anfrage Auszug Gewerbezentralregister gemäß § 150a GewO durch Auftraggeber.
TVgG NRW-Konformität: Mindestentlohnung und Tariftreue.
Präqualifikation
Präqualifizierte Unternehmen können Nachweise über die PQ-Datenbank nutzen (Eintragung nach 01.06.2009).
Nicht präqualifizierte Unternehmen müssen die Eigenerklärung nach Formblatt VHB 124 abgeben.
Achtung: Im Bekanntmachungstext wird zwar das Verfahren als "offen" beschrieben, jedoch ist Nachunternehmereinsatz nicht zugelassen – d. h. die Leistungserbringung muss durch den Bieter selbst erfolgen.
3 abgeschlossene Referenzen als General-/Totalunternehmer/-übernehmer, die in Summe jeweils mindestens einmal folgende Eigenschaften nachweisen: 1) Container-/Modulbau als Totalunternehmerleistung inkl. Planung LPH 2–8 nach HOAI mit Projektkosten KG 300+400 ≥ 5 Mio. € netto; 2) Feuer-/Rettungswache oder Funktionsgebäude für Rettungsdienst/nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr in Container-/Modulbauweise; 3) öffentlicher Auftraggeber oder Sektorenauftraggeber als Bauherr.
Standort in EU, Schweiz oder Großbritannien. Referenzen müssen als GU, GÜ, TU oder TÜ erbracht worden sein. Planungsleistungen LPH 2–8 in mindestens einem Projekt nachgewiesen für Objektplanung (§34 HOAI), Tragwerksplanung (§51 HOAI), Technische Ausrüstung (§55 HOAI) und Freianlagenplanung (§39 HOAI). Referenzblatt-Formular IN_XX_AN_002 verwenden, nach Möglichkeit mit Referenzschreiben.