Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung des Landesamts für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (LBGR)
Es geht darum, alte, unter der Erde liegende Hohlräume (Stollen und Schächte) im Bereich der Bundesstraße B 156 bei Döbern (Landkreis Spree-Neiße) zu finden, nachzuweisen und anschließend sicher zu verfüllen. Die Maßnahme dient der Gefahrenabwehr (Risikoklasse III).
Die Leistung umfasst:
Angebote müssen bis zum 09.07.2026 um 08:00 Uhr elektronisch über den Vergabemarktplatz Brandenburg eingereicht werden. Die Ausführungszeit ist September 2026 bis September 2027.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis50%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
- Geplanter Personal- und Geräteeinsatz30%
Bewertet wird der zur Leistungserbringung geplante Personal- und Geräteeinsatz für die Erkundungs- und Verwahrungsarbeiten im untertägigen Bergbau.
- Konzept zur gewählten Technologie20%
Bewertet wird das Konzept zur gewählten Technologie für die Erkundung/Nachweis und Verwahrung/Beseitigung von untertägigen Hohlräumen.
Einfache Nutzwertmethode: Bewertung anhand Schulnotensystem (1=ungenügend bis 6=sehr gut). Nutzwertpunkte = Note × Gewichtung in Prozent. Maximal zu erreichender Nutzwert: 600. Minimal zu erreichender Nutzwert: 100. Der Zuschlag geht an das Angebot mit der höchsten Zahl an Nutzwertpunkten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenErkundungsarbeiten
Im Altbergbaugebiet Döbern (Bereich B 156, Wolfshain–Horlitza–Reuthen) sind untertägige Hohlräume (Strecken, Abbaubereiche, Schächte) und Auflockerungszonen zu erkunden und nachzuweisen. Zum Einsatz kommen:
Zu erkundende Bereiche: Bearbeitungsgebiete 9, 10 und 11 mit insgesamt 15 Pflichtbohrungen (V31–V41), 10 optionalen Bohrungen (V67–V76) und 4 vertikalen Grubenbauen (VS6, VS7, VS8, VS9).
Verwahrungs- und Versatzarbeiten
Angetroffene Hohlräume und Auflockerungszonen sind mit aushärtender, umweltverträglicher Versatzsuspension (z. B. Braunkohlenfilterasche oder gleichwertig) zu verfüllen:
Baustelleneinrichtung und Verkehrssicherung
Hinweis: Eine Ortsbesichtigung wird dringend empfohlen – Nachträge wegen fehlender Ortskenntnis werden nicht anerkannt.
Beweissicherung
Vor, während und nach den Bauarbeiten ist der Zustand angrenzender baulicher Anlagen und relevanter Objekte zu dokumentieren:
Dokumentation und markscheiderisches Risswerk
Die Verwahrungsdokumentation (VeDo) muss den Mindestanforderungen des LBGR (Anlage 6) entsprechen:
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage und Zuverlässigkeit
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Sonstige Anforderungen
Hinweis: Das Verfahren ist zweistufig: Stufe 1 prüft die fachliche Eignung (v. a. Referenzen), Stufe 2 bewertet die gewichteten Zuschlagskriterien (Gesamtpreis 50 %, Personal- und Geräteeinsatz 30 %, Konzept zur gewählten Technologie 20 %).
Referenzen zu Erkundungs- und Verwahrungsarbeiten im untertägigen Bergbau, vorzugsweise Braunkohlentiefbau
Vergleichbar mit Erkundung/Nachweis und Verwahrung/Beseitigung von untertägigen Hohlräumen. Pflichtangaben je Referenz: Ansprechpartner Auftraggeber, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengenangaben, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, besondere technische Anforderungen, Baumaßnahmenart (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftraggeber/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung
Markscheider mit Referenzen in Altbergbaubearbeitung
Anerkannt nach Brandenburgischem Markscheidergesetz; nachzuweisen durch Benennung mit Referenzen