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Erkundung / Nachweis und Verwahrung / Beseitigung von untertägigen Hohlräumen im Altbergbaugebiet Döbern, B 156

Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (LBGR)03046 Cottbus, BrandenburgVeröffentlicht:
Angebotsfrist: abgelaufen

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Öffentliche Ausschreibung des Landesamts für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (LBGR)

Es geht darum, alte, unter der Erde liegende Hohlräume (Stollen und Schächte) im Bereich der Bundesstraße B 156 bei Döbern (Landkreis Spree-Neiße) zu finden, nachzuweisen und anschließend sicher zu verfüllen. Die Maßnahme dient der Gefahrenabwehr (Risikoklasse III).

Die Leistung umfasst:

Erkundung durch Rammsondierungen und Bohrungen (ca. 15 Pflichtbohrungen + 10 optionale Bohrungen)Verwahrung der gefundenen Hohlräume mit selbsterhärtendem Versatzmaterial (z. B. Braunkohlenfilterasche)Beweissicherung an angrenzenden BauwerkenVerkehrssicherung (Halbseitensperrungen, Vollsperrung der B 156)Dokumentation (Verwahrungsdokumentation VeDo, markscheiderisches Risswerk)

Angebote müssen bis zum 09.07.2026 um 08:00 Uhr elektronisch über den Vergabemarktplatz Brandenburg eingereicht werden. Die Ausführungszeit ist September 2026 bis September 2027.

Ausschreibung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Die Angebotsfrist ist abgelaufen.
HEUTE
Termin / FristJAN2026 APR JUL OKT JAN2027 APR JUL
Veröffentlichung9. Juni 2026
Aufforderung zur Angebotsabgabe10. Juni 2026
Bieterfragen-Frist10. Juni – 2. Juli 2026
Angebotsfrist9. Juli 2026
Rechnungslegung 20261. Jan. – 30. Nov. 2026
Angebotsöffnung9. Juli 2026
Bindefrist9. Juli – 7. Aug. 2026
Zuschlagca. 7. Aug. 2026
Vertragsbeginnca. 1. Sep. 2026
Ausführungsbeginnca. 1. Sep. 2026
Vertragslaufzeitca. 1. Sep. 2026 – 30. Sep. 2027
Rechnungslegung 20271. Dez. 2026 – 30. Nov. 2027bis 2027
Vertragsendeca. 30. Sep. 2027
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Preis & Qualität3 Kriterien
Preis 50%Qualität 50%
  • Preis50%

    Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.

  • Geplanter Personal- und Geräteeinsatz30%

    Bewertet wird der zur Leistungserbringung geplante Personal- und Geräteeinsatz für die Erkundungs- und Verwahrungsarbeiten im untertägigen Bergbau.

  • Konzept zur gewählten Technologie20%

    Bewertet wird das Konzept zur gewählten Technologie für die Erkundung/Nachweis und Verwahrung/Beseitigung von untertägigen Hohlräumen.

Einfache Nutzwertmethode: Bewertung anhand Schulnotensystem (1=ungenügend bis 6=sehr gut). Nutzwertpunkte = Note × Gewichtung in Prozent. Maximal zu erreichender Nutzwert: 600. Minimal zu erreichender Nutzwert: 100. Der Zuschlag geht an das Angebot mit der höchsten Zahl an Nutzwertpunkten.

KI-Hinweis: Alle Zuschlagskriterien mit Gewichtungen und Bewertungsmethode (einfache Nutzwertmethode mit Schulnotensystem) sind vollständig angegeben.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Erkundungsarbeiten

Im Altbergbaugebiet Döbern (Bereich B 156, Wolfshain–Horlitza–Reuthen) sind untertägige Hohlräume (Strecken, Abbaubereiche, Schächte) und Auflockerungszonen zu erkunden und nachzuweisen. Zum Einsatz kommen:

Rammsondierungen gemäß DIN EN ISO 22476-2 (leichte Rammsondierungen, Teufe bis max. 5 m) zur Lagefeststellung vertikaler Grubenbaue – ca. 180 lfd. m und 4 Schürfe/SondierergebnisseErkundungsbohrungen mit Teilkerngewinn im Seilkernverfahren, bis 40 m Tiefe, Ø max. 150 mm – ca. 1.350 lfd. m sowie Schachtmittelpunktbohrungen ca. 110 lfd. mKampfmittelfreimessung an allen Bohrpunkten (25 Punkte)Einmessen und Abstecken der Bohransatzpunkte (25 pro Bauablaufplan)

Zu erkundende Bereiche: Bearbeitungsgebiete 9, 10 und 11 mit insgesamt 15 Pflichtbohrungen (V31–V41), 10 optionalen Bohrungen (V67–V76) und 4 vertikalen Grubenbauen (VS6, VS7, VS8, VS9).

Verwahrungs- und Versatzarbeiten

Angetroffene Hohlräume und Auflockerungszonen sind mit aushärtender, umweltverträglicher Versatzsuspension (z. B. Braunkohlenfilterasche oder gleichwertig) zu verfüllen:

Hohlraumversatz Strecken: ca. 1.000 m³ (theoretisches Gesamtvolumen ca. 700 m³)Schachtverwahrung: ca. 850 m³ über die SchachtsäuleVersatzrohre: 2" Ø Stahl-Versatzschraubrohre, ca. 500 lfd. m, nach Versatz ziehen bzw. 1 m unter Gelände abtrennen und entsorgenQualitätskontrolle: Feststoff- und Eluatanalytik gem. BBodSchV und VersatzV; Nachweis optimaler W/A-Mischungsverhältnisse und ErgiebigkeitVersatzdruck-Überwachung und Anpassung des Versatzregimes an die Lotergebnisse

Baustelleneinrichtung und Verkehrssicherung

Einholen aller erforderlichen Genehmigungen (verkehrsrechtliche Anordnung, Kampfmittelfreiheit, Schachtgenehmigungen, Nutzungsverträge)Verkehrssicherung: Einrichtung, Unterhaltung und Abbau von 3 einseitigen Straßensperrungen und 1 Vollsperrung der B 156 mit UmleitungBaustellensicherung (Zäune, Schilder, Zufahrten, Arbeitsflächen für Bohranlage an 4 Standorten)Ordnungsgemäße Wiederherstellung der Bauflächen, Rückbau, Rekultivierung, Oberflächenwiederherstellung

Hinweis: Eine Ortsbesichtigung wird dringend empfohlen – Nachträge wegen fehlender Ortskenntnis werden nicht anerkannt.

Beweissicherung

Vor, während und nach den Bauarbeiten ist der Zustand angrenzender baulicher Anlagen und relevanter Objekte zu dokumentieren:

Zustandsdokumentation (Foto, Kontrollnivellement, Kontrollmarken)Beweissicherungsprotokoll und AbnahmeprotokollKontrollmessung nach Abschluss, AuswertungÜbergabe der Dokumentation in 2-fach farbig (Papier + PDF) je Bearbeitungsgebiet (3 Stück) an AG und FBL/öBÜ

Dokumentation und markscheiderisches Risswerk

Die Verwahrungsdokumentation (VeDo) muss den Mindestanforderungen des LBGR (Anlage 6) entsprechen:

Schriftliche Zusammenstellung der Erkundungs- und Verwahrungsergebnisse, Vervollständigung der Betriebsrisse, markscheiderische Auswertung mit SicherheitseinschätzungRisswerk beurkundet durch anerkannten Markscheider (Brandenburgisches Markscheidergesetz, Markscheider-Bergverordnung, DIN 21913-6, DIN 21906)Georeferenzierung: ETRS89 + RD/83, Höhenbezugssystem DHHN2016 (NHN)Digitale Übergabe als ArcGIS-Projekt (Version 10.7.1), Ergebnisbericht als Adobe-PDF, zusätzlich 1 Exemplar PapierVersatzdruck-Tabelle, Bohr-/Verwahrungsergebnisse-Tabelle, chemische Analysen, ggf. Tagesbruch-Dokumentation mit Fotos, AbnahmeprotokolleBautagebuch und Abschlussbericht

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Persönliche Lage und Zuverlässigkeit

Eintragung in Berufs- oder Handelsregister (bzw. Handwerksrolle oder IHK-Nachweis) – durch Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug oder Handwerkskarte nachzuweisenMitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft – qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung mit LohnsummenKein Insolvenzverfahren beantragt/eröffnet, kein Antrag mangels Masse abgelehnt, keine LiquidationKeine schweren Verfehlungen gemäß § 6e EU VOB/AAuskunft aus dem Wettbewerbsregister gemäß § 6 WRegG (wird bei Auftragssumme ab 30.000 EUR durch Auftraggeber eingeholt)Eintragung Handwerksrolle/IHK und ggf. Unbedenklichkeitsbescheinigung tarifliche SozialkasseUnbedenklichkeitsbescheinigung Finanzamt und ggf. Freistellungsbescheinigung § 48b EStG

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit

Umsatz der letzten 3 Geschäftsjahre (vergleichbare Leistungen, inkl. ARGE-Anteil)Gültige Freistellungsbescheinigung gem. § 48b EStGHaftpflichtversicherung mit Mindestdeckung: je 1 Mio. EUR für Personen-, Sach- und Vermögensschäden

Technische und berufliche Leistungsfähigkeit

Referenzen: Mindestens 3 Referenznachweise zu Erkundungs- und Verwahrungsarbeiten im untertägigen Bergbau (vorzugsweise Braunkohlentiefbau) aus den letzten 5 Kalenderjahren – mit allen Pflichtangaben (Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, Arbeitnehmerzahl, besondere technische Anforderungen, Bestätigung des Auftraggebers)Markscheider: Anerkannt nach Brandenburgischem Markscheidergesetz, mit Referenzen in der Altbergbaubearbeitung – bei Angebotsabgabe zu benennenPersonal: Erfahrener, sachverständiger Mitarbeiter ständig vor Ort; Bauleiter schriftlich zu benennenJahresdurchschnittliche Arbeitskräftezahl (gegliedert nach Lohngruppen, Leitungspersonal extra ausgewiesen) – auf Verlangen vorzulegen

Sonstige Anforderungen

Einhaltung Mindestanforderungen Brandenburgisches Vergabegesetz (BbgVergG): Zahlung von mindestens 13,00 EUR brutto pro Stunde an alle eingesetzten Beschäftigten (bzw. höherer gesetzlicher Mindestlohn); Nachweispflichten, Stichprobenkontrollen, Vertragsstrafen bei Verstößen (Formulare 5.3 und 5.4)Qualitätssicherung: Anwendung sämtlicher einschlägiger Gesetze, Verordnungen, Vorschriften, technischer Regeln, Normen, Richtlinien und MerkblätterBietergemeinschaften/Nachunternehmer: Jeder Beteiligte muss die Eignungsnachweise erbringen; Nachunternehmer müssen präqualifiziert sein oder die Präqualifikationsvoraussetzungen erfüllenKeine eigenen AGB/Geschäftsbedingungen im Angebot – führt zum AusschlussNur elektronische Angebote über den Vergabemarktplatz Brandenburg zugelassen

Hinweis: Das Verfahren ist zweistufig: Stufe 1 prüft die fachliche Eignung (v. a. Referenzen), Stufe 2 bewertet die gewichteten Zuschlagskriterien (Gesamtpreis 50 %, Personal- und Geräteeinsatz 30 %, Konzept zur gewählten Technologie 20 %).

Referenzprojekte
mindestens 3 Referenznachweise ReferenzenZeitraum: letzte 5 KalenderjahreVolumen: nicht spezifiziert

Referenzen zu Erkundungs- und Verwahrungsarbeiten im untertägigen Bergbau, vorzugsweise Braunkohlentiefbau

Vergleichbar mit Erkundung/Nachweis und Verwahrung/Beseitigung von untertägigen Hohlräumen. Pflichtangaben je Referenz: Ansprechpartner Auftraggeber, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengenangaben, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, besondere technische Anforderungen, Baumaßnahmenart (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftraggeber/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung

1 Person (zu benennen) ReferenzenZeitraum: nicht spezifiziertVolumen: nicht spezifiziert

Markscheider mit Referenzen in Altbergbaubearbeitung

Anerkannt nach Brandenburgischem Markscheidergesetz; nachzuweisen durch Benennung mit Referenzen

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
4–10Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 6 Angebote
Mittlere Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 27%4–10 · 45%11+ · 28%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 34 erledigt
Formulare und Angebotsschreiben (Pflicht)
Eignungsnachweise (Pflicht)
Technische und fachliche Unterlagen (Pflicht)
Sicherheit und Vergabebedingungen
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (LBGR)
Ort
03046 Cottbus, Brandenburg
Kategorie
Test- & Suchbohrungen
Veröffentlicht
Angebotsfrist

Erfüllungsort

Ort der Leistung
03046 Cottbus
Brandenburg

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