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Ausschreibungen Deponiebau & Deponienachsorge

Neubau von vier Gasbrunnen auf der Deponie Seehausen

Westsächsische Entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft mbH04356 Leipzig, SachsenVeröffentlicht:
Angebotsfrist: abgelaufen

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Die Westsächsische Entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft mbH (WEV) schreibt den Neubau von vier Deponiegasbrunnen auf der Deponie Seehausen bei Leipzig aus.

Was zu tun ist:

4 Gasbrunnen bohren und ausbauen (Bohrdurchmesser mind. 800 mm, Tiefe ca. 35–40 m) inkl. Entgasungsrohren, Filterkies, Quellton-Dichtung, Brunnenkopf und Schacht4 Gasabsaugleitungen (PE 100, ca. 85 m Trasse) verlegen und an die bestehenden Gasbrunnen GB 100, GB 109, GB 110 und GB 120 anschließenBaustelle einrichten, Arbeitsschutz wegen Deponiegas organisieren, Beweissicherung und Dokumentation durchführen, Oberflächen nach Bauende wiederherstellen

Wichtig zu wissen:

Angebote können nur elektronisch über das Vergabeportal abgegeben werdenNebenangebote sind nicht zugelassenAusführungszeitraum: 01.09.2026 – 30.11.2026Eine Ortsbesichtigung wird dringend empfohlen (enge Zufahrt zum Deponieplateau)
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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Die Angebotsfrist ist abgelaufen.
HEUTE
Termin / FristJUN2026JULAUGSEPOKTNOV
Veröffentlichung25. Juni 2026
Veröffentlichung26. Juni 2026
Angebotsfrist24. Juli 2026
Vorlage Ausführungszeichnungenca. 18. Aug. 2026
Ausführungsbeginn1. Sep. 2026
Ausführungszeitraum1. Sep. – 30. Nov. 2026
Vorlage Materialnachweiseca. 1. Sep. 2026
Vorlage Baustelleneinrichtungsplanca. 12. Sep. 2026
Vorlage Gefährdungsbeurteilungca. 12. Sep. 2026
Vertragsende30. Nov. 2026
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Niedrigster Preis1 Kriterium
Preis 100%Qualität 0%
  • Preis100%

    Angebotspreis / Wertungssumme – Zuschlag auf das wirtschaftlichste Angebot (niedrigster Preis), keine weiteren Zuschlagskriterien erkennbar.

KI-Hinweis: Im vorliegenden Leistungsverzeichnis (GAEB-Datei) sind keine Zuschlagskriterien definiert; Zuschlagskriterien wären in einem separaten Vergabeverfahren-Dokument (z.B. Aufforderung zur Angebotsabgabe) zu erwarten, das hier nicht vorliegt.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Baustelleneinrichtung, Arbeitsschutz und Logistik

Die Baustelleneinrichtung ist auf dem Deponiegelände herzustellen, für die gesamte Bauzeit vorzuhalten und nach Abschluss vollständig zu räumen. Wegen Deponiegas sind Gasmessgeräte (4-Kanal für Methan, Sauerstoff, CO₂, H₂S), eine Bewetterungsanlage, persönliche Schutzausrüstung, Erste-Hilfe-Mittel und Feuerlöscher bereitzustellen. Vor Beginn ist eine Gefährdungsbeurteilung nach §§ 5, 6 ArbSchG zu erstellen.

Die Logistik ist anspruchsvoll: Die Deponiezufahrt hat eine enge Kurve, in die kein Tieflader passt – Material und Bohrgerät müssen deshalb über rund 1 km Strecke zum Plateau transportiert werden. Zum Schutz der Wege und des Plateaus sind Überfahrschutz (Asphaltflächen, Mineralgemisch/Vlies), Betongerinne und Schutzmaßnahmen am Bestandsbrunnen GB 20 vorzusehen. Eine Beweissicherung des Ist-Zustands von Fahrweg und Plateau ist durchzuführen.

Während der gesamten Bauzeit muss ein örtlicher Bauleiter des Auftragnehmers ständig vor Ort anwesend sein.

Errichtung der vier Gasbrunnen

Für jeden der vier neuen Gasbrunnen (GB 100N, GB 109N, GB 110N, GB 120N) ist eine Aufstellfläche für das Bohrgerät herzustellen. Die Bohrungen haben einen Bohrdurchmesser von mindestens 800 mm und werden in Teufenabschnitten 0–10 m, 10–20 m, 20–30 m und 30–40 m abgeteuft (Gesamtteufe je Brunnen ca. 35–40 m). Anfallendes Bohrgut ist zu transportieren und auf der Zentraldeponie Cröbern zu entsorgen (Entsorgungskosten trägt der Auftraggeber).

Der Brunnenausbau umfasst:

Entgasungsrohr PE 100 da 225 mit tiefendifferenziert gelochter Wandung (5 % und 3 % freie Eintrittsfläche)Überschiebmuffen und SchiebekompensatorenGasbrunnenaufsatzrohr PE-el da 160 in unterschiedlichen BaulängenGasbrunnenkopfrohr aus PE-el oder Edelstahl V4A DN 150 mit seitlichem Abgang DN 80Filterkiessäule (Kies 16/32 oder 32/64 mm)Quellton-Dichtung (3,0 m Höhe)Rückverfüllung, Betonschachtring DN 1500Witterungsbeständige Beschilderung (gelb/schwarz, Warnschild Ex, Verbotsschild offenes Feuer)

Während der Bohrung sind tiefendifferenzierte Temperaturmessungen durchzuführen. Bohrhindernisse können als Nachtrag beseitigt, abgebrochene Bohrungen verfüllt und die Oberfläche mit OFA-Material wiederhergestellt werden (nur auf Anordnung).

Verlegung und Anbindung der Gasabsaugleitungen

Es sind rund 85 Meter Gasabsaugleitung (GAL) in der Wasserhaushaltsschicht zu verlegen. Die Trasse liegt 0,8 bis 1,2 m unter Geländeoberkante.

Material und Ausführung:

PE-100-Rohre da 90 x 5,4, Nenndruck PN 10 (Trassenleitung)Anschlussleitungen PE-el da 90 x 5,1, PN 6Edelstahlwellschlauch DN 80 mit DVGW-ZulassungY-Formstück da 90 PE 100 SDR 17 für Anbindung an die Bestands-GALSandbettung, Trassenwarnband, Dammschüttung im Nahbereich der Gasbrunnen, Wiederverfüllung mit OFA-Material

Die vier neuen Gasbrunnen werden über Zwischenbauklappen DN 80, Edelstahlwellschläuche und Anschlussleitungen an die jeweils bestehenden Gasabsaugleitungen der Brunnen GB 100, GB 109, GB 110 und GB 120 angebunden. Nach der Installation ist eine Dichtheitsprüfung nach DVGW-Arbeitsblatt G 469 mit Protokoll durchzuführen.

Dokumentation, Vermessung und Nachweisführung

Folgende Unterlagen sind zu erstellen und zu übergeben:

Bohrprofile und Schichtenverzeichnisse nach DIN 4022Bestandsdokumentation und AnlagendokumentationZeichnerische Dokumentation der GasbrunneninstallationVermessungsergebnisse als dwg, dxf und pdfMaterialnachweise (Datenblätter, Werks- und Prüfzeugnisse)Messprotokolle der tiefendifferenzierten Temperaturmessungen2 Mischproben Bohrgut je Gasbrunnen (0–20 m und 20–35 m Teufe)Dichtheitsprüfprotokolle nach DVGW G 469SchweißprotokolleBautagesberichte (arbeitstäglich)Fotodokumentation des BaufortschrittsErrichtererklärung

Oberflächenwiederherstellung

Nach Abschluss der Bauarbeiten sind die beanspruchten Flächen wiederherzustellen:

Rasenansaat mit Regiosaatgut (HK 5/UG 5, RegioZert), ca. 755 m²Erosionsschutzmatten aus Kokos/Stroh/Hanf (mind. 3 Jahre Zerfallszeit) im Böschungsbereich, ca. 225 m²Wiederherstellung der beanspruchten Wege, max. 4,0 m breit, ca. 900 m

Stundenlohnarbeiten (Regieleistungen)

Für Stundenlohnarbeiten sind folgende Positionen vorzuhalten:

Arbeitskräfte: Polier, Vermesser, Baufacharbeiter, Baukolonne, Montagefacharbeiter, MontagekolonneBaugeräte: Kleinbagger bis 6 t, Verdichtungsgerät/Rüttelplatte bis 160 kg, Spiegelschweißgerät

Diese Leistungen werden nur auf ausdrückliche Anordnung der Bauleitung vergütet.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Fachliche Eignung – Gas- und Brunnenbau

Der Bieter muss eine gültige DVGW-Fachzulassung gemäß GW 301 oder eine gleichwertige Qualifikation nachweisen. Die für die PEHD-Schweißarbeiten eingesetzten Schweißer müssen gültige PEHD-Schweißzeugnisse besitzen. Erfahrung im Umgang mit Deponiegas, kontaminierten Bereichen und Explosionsschutz wird vorausgesetzt (DGUV 101-004, DGUV 114-004, DGUV 114-005, DGUV 113-001, TRGS 727).

Personelle Eignung und Arbeitsschutz

Das eingesetzte Personal muss vor Arbeitsbeginn arbeitsmedizinisch untersucht sein, insbesondere Atemschutzgeräteträger gemäß DGUV Vorschrift 6 (BGV A4/VBG 100). Während der gesamten Bauzeit muss ein örtlicher Bauleiter des Auftragnehmers ständig anwesend sein. Der Bieter muss in der Lage sein, eine Gefährdungsbeurteilung nach §§ 5, 6 ArbSchG zu erstellen und sein Personal entsprechend zu unterweisen.

Technische Ausrüstung

Der Bieter muss über die für die Bauaufgabe erforderliche Geräteausstattung verfügen

Hinweise zu formalen Eignungsnachweisen

In den vorliegenden Vergabeunterlagen sind keine konkreten formalen Eignungskriterien wie Referenzprojekte, Mindestumsatz oder Zertifizierungen ausdrücklich genannt. Maßgeblich sind die in den Vergabeunterlagen (Aufforderung zur Angebotsabgabe) geforderten Nachweise. Eine Ortsbesichtigung wird vor Angebotsabgabe dringend empfohlen, da die Bieter sich über die örtlichen Verhältnisse (z. B. enge Deponiezufahrt, kein Tieflader möglich) informieren sollen.

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
4–10Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 6 Angebote
Mittlere Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 21%4–10 · 50%11+ · 28%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 21 erledigt
Angebotsabgabe – Pflichtnachweise
Planung & Vorbereitung nach Auftrag
Material- und Qualitätsnachweise vor Baubeginn
Dokumentation während der Bauausführung
Dokumentation bei Abnahme
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Westsächsische Entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft mbH
Ort
04356 Leipzig, Sachsen
Kategorie
Bauarbeiten (allgemein)
Veröffentlicht
Angebotsfrist

Erfüllungsort

Ort der Leistung
04356 Leipzig
Sachsen

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