Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Westsächsische Entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft mbH (WEV) schreibt den Neubau von vier Deponiegasbrunnen auf der Deponie Seehausen bei Leipzig aus.
Was zu tun ist:
Wichtig zu wissen:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Angebotspreis / Wertungssumme – Zuschlag auf das wirtschaftlichste Angebot (niedrigster Preis), keine weiteren Zuschlagskriterien erkennbar.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung, Arbeitsschutz und Logistik
Die Baustelleneinrichtung ist auf dem Deponiegelände herzustellen, für die gesamte Bauzeit vorzuhalten und nach Abschluss vollständig zu räumen. Wegen Deponiegas sind Gasmessgeräte (4-Kanal für Methan, Sauerstoff, CO₂, H₂S), eine Bewetterungsanlage, persönliche Schutzausrüstung, Erste-Hilfe-Mittel und Feuerlöscher bereitzustellen. Vor Beginn ist eine Gefährdungsbeurteilung nach §§ 5, 6 ArbSchG zu erstellen.
Die Logistik ist anspruchsvoll: Die Deponiezufahrt hat eine enge Kurve, in die kein Tieflader passt – Material und Bohrgerät müssen deshalb über rund 1 km Strecke zum Plateau transportiert werden. Zum Schutz der Wege und des Plateaus sind Überfahrschutz (Asphaltflächen, Mineralgemisch/Vlies), Betongerinne und Schutzmaßnahmen am Bestandsbrunnen GB 20 vorzusehen. Eine Beweissicherung des Ist-Zustands von Fahrweg und Plateau ist durchzuführen.
Während der gesamten Bauzeit muss ein örtlicher Bauleiter des Auftragnehmers ständig vor Ort anwesend sein.
Errichtung der vier Gasbrunnen
Für jeden der vier neuen Gasbrunnen (GB 100N, GB 109N, GB 110N, GB 120N) ist eine Aufstellfläche für das Bohrgerät herzustellen. Die Bohrungen haben einen Bohrdurchmesser von mindestens 800 mm und werden in Teufenabschnitten 0–10 m, 10–20 m, 20–30 m und 30–40 m abgeteuft (Gesamtteufe je Brunnen ca. 35–40 m). Anfallendes Bohrgut ist zu transportieren und auf der Zentraldeponie Cröbern zu entsorgen (Entsorgungskosten trägt der Auftraggeber).
Der Brunnenausbau umfasst:
Während der Bohrung sind tiefendifferenzierte Temperaturmessungen durchzuführen. Bohrhindernisse können als Nachtrag beseitigt, abgebrochene Bohrungen verfüllt und die Oberfläche mit OFA-Material wiederhergestellt werden (nur auf Anordnung).
Verlegung und Anbindung der Gasabsaugleitungen
Es sind rund 85 Meter Gasabsaugleitung (GAL) in der Wasserhaushaltsschicht zu verlegen. Die Trasse liegt 0,8 bis 1,2 m unter Geländeoberkante.
Material und Ausführung:
Die vier neuen Gasbrunnen werden über Zwischenbauklappen DN 80, Edelstahlwellschläuche und Anschlussleitungen an die jeweils bestehenden Gasabsaugleitungen der Brunnen GB 100, GB 109, GB 110 und GB 120 angebunden. Nach der Installation ist eine Dichtheitsprüfung nach DVGW-Arbeitsblatt G 469 mit Protokoll durchzuführen.
Dokumentation, Vermessung und Nachweisführung
Folgende Unterlagen sind zu erstellen und zu übergeben:
Oberflächenwiederherstellung
Nach Abschluss der Bauarbeiten sind die beanspruchten Flächen wiederherzustellen:
Stundenlohnarbeiten (Regieleistungen)
Für Stundenlohnarbeiten sind folgende Positionen vorzuhalten:
Diese Leistungen werden nur auf ausdrückliche Anordnung der Bauleitung vergütet.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung – Gas- und Brunnenbau
Der Bieter muss eine gültige DVGW-Fachzulassung gemäß GW 301 oder eine gleichwertige Qualifikation nachweisen. Die für die PEHD-Schweißarbeiten eingesetzten Schweißer müssen gültige PEHD-Schweißzeugnisse besitzen. Erfahrung im Umgang mit Deponiegas, kontaminierten Bereichen und Explosionsschutz wird vorausgesetzt (DGUV 101-004, DGUV 114-004, DGUV 114-005, DGUV 113-001, TRGS 727).
Personelle Eignung und Arbeitsschutz
Das eingesetzte Personal muss vor Arbeitsbeginn arbeitsmedizinisch untersucht sein, insbesondere Atemschutzgeräteträger gemäß DGUV Vorschrift 6 (BGV A4/VBG 100). Während der gesamten Bauzeit muss ein örtlicher Bauleiter des Auftragnehmers ständig anwesend sein. Der Bieter muss in der Lage sein, eine Gefährdungsbeurteilung nach §§ 5, 6 ArbSchG zu erstellen und sein Personal entsprechend zu unterweisen.
Technische Ausrüstung
Der Bieter muss über die für die Bauaufgabe erforderliche Geräteausstattung verfügen
Hinweise zu formalen Eignungsnachweisen
In den vorliegenden Vergabeunterlagen sind keine konkreten formalen Eignungskriterien wie Referenzprojekte, Mindestumsatz oder Zertifizierungen ausdrücklich genannt. Maßgeblich sind die in den Vergabeunterlagen (Aufforderung zur Angebotsabgabe) geforderten Nachweise. Eine Ortsbesichtigung wird vor Angebotsabgabe dringend empfohlen, da die Bieter sich über die örtlichen Verhältnisse (z. B. enge Deponiezufahrt, kein Tieflader möglich) informieren sollen.