Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas Staatliche Bauamt Erlangen-Nürnberg beschafft für den Forschungsneubau CARE-MED (TRC III) am Universitätsklinikum Erlangen einen maschinenraumlosen Seilaufzug inklusive Schachtentrauchung, Elektroinstallation sowie Wartung und Erhaltungsbetrieb. Der Aufzug hat 1.275 kg Tragkraft, 5 Haltestellen und eine Förderhöhe von 17,40 m. Der Vertrag läuft rund 28 Monate. Angebote werden elektronisch über die Vergabeplattform eingereicht.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Wertungssumme des Angebotes, ermittelt aus nachgerechneten Angebotssummen unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAufzugsanlage – Hauptkomponenten
Lieferung und Montage eines maschinenraumlosen Seilaufzugs als Personen- und Lastenaufzug mit 1.275 kg Nennlast, 5 Haltestellen (Ebenen U2, U1, E, 1, 2), Förderhöhe ca. 17,40 m, Geschwindigkeit 1,6 m/s. Der Aufzug ist behindertengerecht nach EN 81-70 und DIN 18040-1 auszuführen. Kabineninnenmaße: 1.100 mm breit, 2.100 mm tief, 2.400 mm hoch. Einzubauen sind Teleskopschiebetüren an allen 5 Haltestellen, ein Bedientableau im Fahrkorb, separate Ruftableaus je Haltestelle (sowie ein gesondertes Haupthaltestellen-Tableau), Schachtgerüste, Betoneinlegeteile, Schachttürzargen mit Blenden und Schutz der Schachttüren, die komplette elektrische Ausrüstung, der Antrieb, die Steuerung, eine dynamische Brandfallsteuerung, eine Anbindung an die Gebäudeautomation, die Stromversorgung und eine Zutrittskontrollanlage (Siemens Siport). Ein Fernnotruf nach EN 81-28 ist zu integrieren.
Schachtentrauchung
Lieferung und Montage einer Schachtentrauchungsanlage bestehend aus einem Zentralgerät mit Rauchansaugsystem, CO2- und Temperatursensor, motorischer Lüftungsklappe in wärmegedämmter Lüftungshaube (EnEV-Standard) sowie RWA-Tastern an den Zugängen. Die Lüftungsöffnung ist mit Abstand zu den Schachtwänden von mindestens 100 mm herzustellen, ggf. mit Flankendämmung. Die Verkabelung ist system- und zulassungskonform auszuführen. Revisionsunterlagen für die RWA-Anlage sind zu erstellen.
Planungs- und Dokumentationsleistungen
Erstellung der Werkstatt- und Montagezeichnungen innerhalb von 20 Werktagen nach Übergabe der Ausführungsunterlagen durch den Auftraggeber. Betoneinlegeteile sind innerhalb von 12 Werktagen (ca. 2 Wochen) nach Aufforderung an den Rohbauunternehmer zu liefern, inklusive Einbauzeichnungen. Ein Baufristenplan ist 12 Werktage nach Auftragserteilung in 2 Fertigungen zu übergeben. Eine Vorabfertigung der Bestandsdokumentation ist 3 Wochen vor der förmlichen Abnahme an den Auftraggeber zu übergeben (digital und in Papierform).
Stundenlohnarbeiten
Bereitstellung von Facharbeitern für Stundenlohnarbeiten (10 Stunden im Leistungsverzeichnis vorgesehen), inklusive sämtlicher Lohnkosten und Zuschläge.
Erhaltungsbetrieb nach Leistungsfeststellung
Für ca. 6 Monate nach Leistungsfeststellung führt der Auftraggeber den Aufzug mit bis zu 10 Fahrten pro Monat in Eigenregie. In dieser Phase übernimmt der Auftragnehmer den Schutz von Kabinenwänden und Schachttürzargen, monatliche Inspektion, Wartung und Instandsetzung, die Aufschaltung auf seine Notrufzentrale, ein GSM-Funkmodul (Leihgerät), die Funktion des Aufzugswärters, Entstörungs- und Notbefreiungseinsätze sowie eine Grundreinigung.
Wartung und Service nach AMEV-Standardvertrag 2024
Nach der Inbetriebnahme Wartung, Inspektion und Instandsetzung des Aufzugs nach DIN EN 13015 und den Hersteller-Vorgaben, mindestens 6-mal pro Jahr im Abstand von 2 Monaten. 24/7-Notrufentgegennahme, Reaktionszeit 2 Stunden nach Steldungsmeldung, Beginn der Störungsbeseitigung vor Ort innerhalb 4 Stunden. Instandsetzungen und Ersatzteile bis 50 € netto je Maßnahme sind enthalten. Jährlicher schriftlicher Zustandsbericht zur Anlage und Ersatzteilverfüllbarkeit. Prüfung der Schachtentrauchungsanlage gemäß Herstellerangaben. Einsatz qualifizierter Fachkräfte, Nachunternehmer nur mit Zustimmung des Auftraggebers.
Abnahmen und Einweisungen
Überprüfung der elektrischen Komponenten nach VDE 0100, Prüfung vor Erstinbetriebnahme sowie sicherheitstechnische Abnahmeprüfung durch eine zugelassene Überwachungsstelle (ZÜS). Der Auftragnehmer meldet die Prüfung mindestens 10 Werktage vorher schriftlich an. Einweisung des Betriebspersonals an 2 Terminen für bis zu 3 Personen.
Bauseits erbrachte Leistungen (nicht im Auftragsumfang)
Folgende Leistungen werden bauseits gestellt und sind nicht Bestandteil dieses Auftrags: Erstellung des Fahrschachts in Ortbeton, elektrische Energieversorgung (Zuleitung bis Schacht), Baustromanschlüsse, Erdungsanlage, Beleuchtung vor den Schachttüren, Rüsthülsen für Montagegerüste, Brandschutztür vor dem Schachtzugang in Ebene U2, Öffnung in der Schachtdecke für die Entrauchung sowie CAD-Zeichnungen im DWG-Format.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche und finanzielle Eignung
Nachweis des spezifischen durchschnittlichen Jahresumsatzes der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre, soweit er Bauleistungen und vergleichbare andere Leistungen betrifft (inklusive Anteile bei gemeinsam ausgeführten Leistungen).
Technische und berufliche Eignung
Nachweis der Verfügbarkeit der für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte. Auf Verlangen: Erklärung zur Zahl der jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen, mit extra ausgewiesenem technischen Leitungspersonal.
Referenzen
Erklärung, dass in den letzten 5 Kalenderjahren vergleichbare Leistungen ausgeführt wurden. Auf Verlangen sind 3 Referenznachweise vorzulegen (Details siehe Checkliste bzw. Referenzprojekte).
Registereintragungen und Mitgliedschaften
Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle oder bei der Industrie- und Handelskammer (oder Nachweis, dass keine Eintragungspflicht besteht) sowie Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft.
Zuverlässigkeit und Ausschlussgründe
Kein eröffnetes oder beantragtes Insolvenzverfahren, keine Liquidation, ggf. Vorlage eines rechtskräftig bestätigten Insolvenzplans. Keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB. Keine relevanten Eintragungen im Wettbewerbsregister. Keine Verurteilungen gemäß § 21 Abs. 1 SchwarzArbG, § 98c AufenthG, § 21 Abs. 1 AEntG, § 19 Abs. 1 MiLoG (Freiheitsstrafe > 3 Monate oder Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 €). Ordentliche Erfüllung der Verpflichtungen zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Beiträgen zur Sozialversicherung. Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse, des Finanzamts, Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG und qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Lohnsummen.
Eignungsverleihe und Bietergemeinschaften
Werden Kapazitäten anderer Unternehmen genutzt, müssen diese gemeinsam mit dem Bieter für die Auftragsausführung haften; Haftungserklärung und Verpflichtungserklärung (Formblatt 236) sind vorzulegen. Für Bietergemeinschaften ist eine Erklärung in Textform über die ARGE-Bildung, die Mitglieder, den bevollmächtigten Vertreter und die gesamtschuldnerische Haftung aller Mitglieder erforderlich.
Russland-Bezug
Eigenerklärung 'Bezug Russland' (Formblatt 127), dass weder der Bieter noch Nachunternehmer, Lieferanten oder Eignungsverleiher mit Anteil > 10 % des Auftragswerts einen Bezug zu Russland gemäß EU-VO 2022/576 aufweisen.
Versicherungen und Cybersicherheit (Wartungsumfang)
Haftpflichtversicherung mit Mindestdeckungen (Sachschäden mind. 2.000.000 €, Vermögensschäden mind. 500.000 €, Personenschäden mind. 1.000.000 €). Bei fernüberwachten Anlagen Cybersicherheitsnachweis nach TRBS 1115 Teil 1.
Hinweise zur Eignung
Die Ausschreibung ist nach Angabe des Auftraggebers nicht für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) geeignet. Präqualifizierte Unternehmen können ihre PQ-Nummer angeben und Nachweise aus dem PQ-Verzeichnis nutzen, sofern dort vergleichbare Referenzen hinterlegt sind.
Vergleichbare Referenzleistungen für Aufzugsanlagen, in der Regel maschinenraumlose Seilaufzüge mit ähnlicher Tragkraft und Haltestellenanzahl
Vorzulegen auf Verlangen in engerer Wahl mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, eingesetzten Arbeitnehmern, besonderen technischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertraglicher Bindung sowie Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung (in Anlehnung an Formblatt 444)