Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Fürstenwalde/Spree schreibt im offenen Verfahren nach VOB die Blitzschutzarbeiten für den Neubau eines viergeschossigen Fahrradparkhauses am Bahnhof (Trebuser Straße 67) aus. Es handelt sich um Los 13 eines größeren Bauvorhabens mit ca. 560 Fahrradstellplätzen auf rund 1.880 m² in Holzbauweise mit Gründach und PV-Anlage.
Für dieses Los ist eine vollständige Blitzschutzanlage nach EN 62305 zu errichten – inklusive Tiefenerder, Ringerder, Fangleitungen, Ableitungen, Fangstangen für die PV-Module, Potentialausgleich und Dokumentation. Zusätzlich zur Bauleistung ist ein Instandhaltungsvertrag für die Anlage abzugeben.
Angebote müssen bis 07.07.2026, 10:00 Uhr elektronisch über die Vergabeplattform des Landes Brandenburg eingereicht werden. Gefordert sind u. a. mindestens 3 vergleichbare Referenzen der letzten 5 Jahre sowie die übliche Eignungserklärung (Präqualifikation oder Eigenerklärung FB 124) und die Vereinbarung zu den Mindestanforderungen des Brandenburgischen Vergabegesetzes (FB 5.3). Zuschlagskriterium ist der niedrigste Preis.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGebäude und Rahmenbedingungen
Das Fahrradparkhaus (ca. 1.880 m², 4 Geschosse, ca. 560 Stellplätze) wird in Holzbauweise mit Stahlbauelementen, Vorhangfassade und Gründach mit PV-Modulen errichtet. Der Erfüllungsort ist die Trebuser Straße 67 in 15517 Fürstenwalde/Spree.
Die Bauarbeiten finden teilweise direkt an der Bahnanlage statt; es gelten die Vorgaben der Deutschen Bahn. Lärmintensive Arbeiten sind nur zwischen 08:00 und 22:00 Uhr zulässig.
Der voraussichtliche Ausführungszeitraum ist 01.10.2026 bis 16.02.2027 (ca. 4,5 Monate). Baustrom und Bauwasser werden bauseits bis Rohbau bereitgestellt – die Versorgung der eigenen Baustelle (eigenständig und autark) muss der Auftragnehmer jedoch selbst sicherstellen.
Blitzschutzanlage (Kernleistung) – EN 62305
Herstellung einer vollständigen Blitzschutzanlage nach DIN EN 62305 mit allen Komponenten:
Die Anlage muss die PV-Anlage auf dem Dach zuverlässig gegen Blitzschlag schützen. Die Fundamenterderanlage ist eine Schnittstelle zum Rohbaugewerk und potentialtechnisch einzubinden. Ein Gerüst für Fassadenmontage wird bauseits gestellt.
Instandhaltung der Blitzschutzanlage
Zusätzlich zur Bauleistung ist ein Instandhaltungsvertrag für die Blitzschutzanlage zu unterbreiten. Vertragsformular (mit jährlicher Vergütung inkl. USt.) ist mit dem Angebot einzureichen. Preisnachlässe auf das Bauangebot gelten nicht für das Instandhaltungsangebot. Umfang und Intervalle der Wartung sind im Vertragsformular zu beziffern.
Dokumentation und Nachweispflichten
Folgende Unterlagen sind vom Auftragnehmer zu liefern:
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung (Fachkunde)
Nachgewiesen wird die Fachkunde durch Präqualifizierung im Verzeichnis PQ Bau / AVPQ / ULV Brandenburg oder alternativ durch die Eigenerklärung zur Eignung (FB 124). Zusätzlich sind mindestens 3 Referenzen vergleichbarer Leistungen der letzten 5 Jahre vorzulegen (Jahr, Auftraggeber mit Kontakt, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsbeschreibung). Vergleichbar bedeutet: BlitzschutzInstallationen an vergleichbaren Gebäuden/Hochbauten, idealerweise mit PV-Anlage.
Rechtliche & wirtschaftliche Eignung
Voraussetzungen, die mit FB 124 erklärt bzw. im PQ-Verzeichnis hinterlegt sind:
Verpflichtung BbgVergG (Mindestlohn/Mindestentgelt)
Mit dem Angebot ist die Vereinbarung Mindestanforderungen BbgVergG (FB 5.3) verbindlich zu unterzeichnen. Damit verpflichtet sich der Bieter:
Ohne unterschriebene FB 5.3 gilt das Angebot als unvollständig.
Auf Verlangen nachzureichende Nachweise (engere Wahl)
Erst bei engerer Wahl werden folgende Nachweise angefordert:
Sprache und Form der Nachweise
Sämtliche Eignungsnachweise müssen in deutscher Sprache oder mit deutscher Übersetzung vorgelegt werden. Im Fall der engeren Wahl sind auf Verlangen Originalbescheinigungen der zuständigen Stellen vorzulegen.
Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bietergemeinschaften sind zugelassen. Sie haften gesamtschuldnerisch und benennen einen bevollmächtigten Vertreter (FB 234). Der Bieter muss die Leistung im eigenen Betrieb ausführen können; bei Nachunternehmer-Einsatz sind Art und Umfang im Angebot anzugeben (FB 233). Auch die Nachunternehmer müssen die Eignungsvoraussetzungen erfüllen.
Technische / persönliche Voraussetzungen
Aus den Vergabeunterlagen ergeben sich zusätzlich folgende Anforderungen an das ausführende Unternehmen:
Ausschlusskriterien
Zum Ausschluss des Angebots führen:
Vergleichbare Blitzschutz-Installationen an Hochbauten/technischen Gebäuden (idealerweise mit PV-Anlage und Gründach)
Pro Referenz erforderlich: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengen, eingesetzte Arbeitnehmer, technische Besonderheiten, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), Auftraggeber-Bestätigung über vertragsgemäße Ausführung