Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenKurzbeschreibung
Der Freistaat Bayern (Staatliches Bauamt Erlangen-Nürnberg) beschafft für den Neubau-Campus der TU Nürnberg (UTN-EM1, Energie-Logistikzentrale) drei Notstromaggregate (je ≥ 1.250 kVA) inklusive kompletter Nebengewerke: Steuerung, Belüftung/Kühlung, Schornstein, Tankanlage, Verkabelung, Prüfung und Inbetriebnahme. Der Auftrag umfasst die Lieferung, den Aufbau, die Montage und die Inbetriebnahme sowie optional einen Wartungsvertrag.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
- Beschleunigungsregelung
Angabe des verbindlichen Endes der Bauzeit (Datum oder Werktage je nach Vorgabe in den Besonderen Vertragsbedingungen) durch den Bieter. Das Bauende darf nicht nach dem in den Besonderen Vertragsbedingungen genannten Bauende liegen. Mit dem Angebot ist ein Bauzeitenplan als Balkenplan abzugeben.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenDrei Diesel-Notstromaggregate (1.1)
Lieferung und Einbau von drei flüssigkeitsgekühlten Diesel-Stromerzeugungsanlagen 230/400 VAC, je mindestens 1.250 kVA, mit Tischkühler und 2-stufiger Schwingungsentkopplung. Auslegung für Netzparallelbetrieb.
Steuerung und Elektroinstallation (1.3)
Steuerschrank mit Aggregatesteuerung, Installationsverteiler und alle zugehörigen Installationsleitungen und Kabel (u. a. NHMH-J, J-H(St)H). GLT-/SLT-Schnittstelle endet an Übergabeschränken.
Lüftung und Kühlung (1.4)
Zuluft- und Abluftjalousien, Schalldämpfer und Luftleitungen in rechteckiger Ausführung. Aufbau auf einer Stahlkonstruktion bis ca. 7 m Montagehöhe.
Abgasanlage (1.5)
Innen doppelwandig gedämmt DN400, außen freistehender Stahlschornstein bis 19 m Höhe, inklusive Blitzschutz und Abgasmessung.
Kraftstoff- und Tankanlage (1.6)
Pro Aggregat ein Tagesbehälter mit 2.900 l, zwei Vorratstanks à 16.000 l, Verbindungs- und Befüll-/Entlüftungsleitungen DN50 sowie Leckanzeige und Überfüllsicherung.
Kabeltrassen, Doppelboden, Stahltreppe, Hebezeuge (1.7)
Kabelrinnen und Steigleiter, ölfester Anstrich, Gitterrost-Doppelboden, Stahltreppe sowie Autokran-Einsatz (ca. 45 mt) für die Montage.
Prüfungen und Abnahmen (1.8)
Werksprüfung, Aggregatelastlauf, Sachverständigenabnahme sowie Schwarzschaltung im Zuge der Inbetriebnahme.
Inbetriebnahme, Einweisung und Dokumentation (1.9 / 1.10)
Inbetriebnahmemanagement mit Vorleistungsprüfung und gewerkeübergreifender Koordination, Einregulierung, Funktionsprüfung, Leistungsmessung, Einweisung des Bedienpersonals, digitale und Papier-Dokumentation inkl. IFC-Modellen nach AIA sowie Bereitstellung aller Unterlagen auf der Austauschplattform.
Optionale Leistungen
Wartungsvertrag auf Basis des AMEV-Vertragsmusters (Wartung 2018) sowie gesonderte Bestandsdokumentation in unterschiedlichen Formaten und Detaillierungsgraden.
Schnittstellen und Koordination (nicht im LV, aber zu beachten)
Elektroinstallation, Schaltanlagen Sicherheitsstromversorgung und Beleuchtung übernimmt ein anderer AN (Schnittstelle: Übergabe der Leitungen an Übergabeschränke). 20-kV-Hochspannungs- und MSV-Netz liegen bei Dritten. Bauliche Voraussetzungen der NEA-Räume (Trassen, Boden) kommen aus einer separaten Bauleistung; Trassen, Bodenbeläge und Installationen innerhalb der Räume sind Sache des AN dieser Ausschreibung.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Umsatz in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren, soweit Bauleistungen und vergleichbare andere Leistungen betroffen sind – inklusive ARGE-Anteile. Außerdem ausreichende Verfügbarkeit der für die Auftragsausführung erforderlichen Arbeitskräfte.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Drei vergleichbare Referenzen aus den letzten fünf Kalenderjahren zu Notstrom- bzw. Netzersatzanlagen, Sicherheitsstromversorgung oder Dieselaggregaten – inklusive der zugehörigen Nebengewerke. Auf Verlangen zusätzlich Nachweis der in den letzten drei Jahren jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte, gegliedert nach Lohngruppen mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal.
Gesetzliche und formelle Eignung
Eintragung in das Handelsregister und/oder Handwerksrolle und/oder IHK. Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft. Kein eröffnetes oder beantragtes Insolvenzverfahren; etwaiger Insolvenzplan muss rechtskräftig bestätigt sein. Keine Ausschlussgründe nach § 123 und § 124 GWB, insbesondere keine relevanten Eintragungen im Wettbewerbsregister und keine Verurteilungen u. a. nach Schwarzarbeitsbekämpfungs-, Aufenthalts-, Arbeitnehmer-Entsende- und Mindestlohngesetz.
Steuern, Sozialversicherung und Tariftreue
Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen – nachzuweisen auf Verlangen durch Unbedenklichkeitsbescheinigungen von Finanzamt, tariflicher Sozialkasse und Berufsgenossenschaft (mit Lohnsummen) sowie durch Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG.
Bietergemeinschaften und Eignungsleihe
Bei Bietergemeinschaften: Textform-Erklärung aller Mitglieder über die ARGE-Bildung, Benennung eines bevollmächtigten Vertreters mit rechtsverbindlicher Vertretung und gesamtschuldnerische Haftung. Bei Eignungsleihe (Ressourcen anderer Unternehmen) muss der Dritte gemeinsam mit dem Bieter für die Auftragsausführung haften; Haftungs- und Verpflichtungserklärung sind zeitgleich mit dem Angebot abzugeben.
Zuschlagskriterium
Allein der Preis (niedrigster Preis) entscheidet über den Zuschlag.
Vergleichbare Referenzen zu Notstrom- bzw. Netzersatzanlagen, Sicherheitsstromversorgung oder Dieselaggregaten – inkl. zugehöriger Nebengewerke (Steuerung, Belüftung, Abgas, Tankanlage). Pro Referenz Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eingesetztes eigenes Personal, besondere technische Anforderungen/Kurzbeschreibung, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer) und Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.
Vorzugsweise über Präqualifikationsverzeichnis (PQ), sonst über Eigenerklärung zur Eignung (FB 124) bzw. mittels Referenzbescheinigung (FB 444).