Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Gemeinde Birkenfeld beschafft einen Einsatzleitwagen ELW 1 nach DIN SPEC 14507-2 für die Freiwillige Feuerwehr. Die Lieferung ist in zwei Lose aufgeteilt: Los 1 umfasst ein geländegängiges Transporter-Fahrgestell (Allrad 4x4) mit feuerwehrtechnischem Ausbau inkl. Funkraum, Kommunikations- und IT-Technik, Sondersignalanlage und Beschriftung. Los 2 umfasst die komplette feuerwehrtaktische Beladung (Schutzkleidung, Löschgerät, Sanitätsmaterial, Beleuchtung, Messgeräte, Sonderausrüstung). Die Angebotseröffnung findet am 23.06.2026 um 16:00 Uhr statt, die Abgabe erfolgt ausschließlich elektronisch über www.deutsche-evergabe.de.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Angebotspreis45%
Preis des Angebots, Bewertung nach Bestbieterprinzip mit Punktabzug relativ zum günstigsten Angebot
- Erfüllungsgrad der Leistungsbeschreibung35%
Bewertung der Erfüllung der Leistungsbeschreibung in vier Wertungskategorien (Lieferumfang, Datenabfrage, Leistungserbringung, Pflichtausführung)
- Service und Garantiebedingungen10%
Bewertung von Service- und Garantieleistungen
- Gewichtsreserve5%
Bewertung der verfügbaren Gewichtsreserve des Fahrzeugs
- Liefertermin5%
Bewertung des angebotenen Liefertermins
Punkte = Maximalpunktzahl - (Maximalpunktzahl / günstigster Preis * (Angebotspreis - günstigster Preis))
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGeltende Normen und Ausführungsgrundsätze
Die Ausführung des gesamten Fahrzeugs (Aufbau und Beladung) hat nach DIN SPEC 14507-2, DIN EN 1846 Teil 1–3 sowie DIN 14502 Teil 1–3 zu erfolgen. Maßgeblich ist zusätzlich die beigefügte Leistungsbeschreibung des jeweiligen Loses. Das Fahrzeug ist für den Feuerwehr-Dauerbetrieb von mindestens 4 Stunden bei stehendem Motor ohne Nachfüllen von Betriebsstoffen auszulegen. Elektrische Anlagen außerhalb der Fahrer-/Mannschaftskabine müssen mindestens IP57 erfüllen.
Allgemeine Liefer- und Abnahmebedingungen
Die Lieferung erfolgt frei Auftraggeber; die Abholung wird durch den Auftraggeber organisiert. Mitzuliefern sind u.a. Prüfbuch und Wartungsheft, Zulassungspapiere (vorbereitet), Bedienungsanleitung in digitaler Form und Papierform, Garantiebestimmungen, EG-Konformitätserklärung und EMV-Bescheinigung. Vor der Gebrauchsabnahme sind auf Kosten des Auftragnehmers die Ablieferinspektion des Fahrgestells, die feuerwehrtechnische Abnahme nach Landesverordnung Baden-Württemberg sowie die Abnahme nach §21 StVZO durch eine zertifizierte Abnahmestelle durchzuführen. Es finden eine Zwischenabnahme/Rohbauabnahme nach Fertigstellung des Aufbaus und eine Gebrauchsabnahme nach Fertigstellung des Gesamtfahrzeugs statt (Terminmeldung jeweils spätestens 3 Wochen vorher).
Abmessungen und Farbgebung (gilt für beide Lose)
Das fertige Fahrzeug darf maximal 6.000 mm Länge × 2.100 mm Breite × 2.600 mm Höhe messen. Die max. zulässige Gesamtmasse beträgt 4.000 kg. Die Lackierung erfolgt in Feuerrot RAL 3000 (Karosserie), Weißaluminium RAL 9006 (Felgen) und Reinweiß RAL 9010 (Stoßfänger). Die Beschriftung erfolgt mit ORAFOL-Folientypen (Oracal 751C/VC104/VC612), inkl. Frontbeschriftung „FEUERWEHR" in Leuchtgelb, Konturmarkierung nach ECE-R 104, Heckwarnmarkierung, Gemeindewappen auf der Tür und Schriftzug des Kfz-Kennzeichens auf dem Dach nach DIN 14502-3. Ersatzteilverfügbarkeit ist für 20 Jahre ab Auslieferung zuzusichern.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZuverlässigkeit und Ausschlussgründe
Es dürfen keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB vorliegen. Der Bieter darf in den letzten zwei Jahren nicht nach §21 Abs. 1 Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz, §21 Abs. 1 Arbeitnehmerentsendegesetz oder §19 Abs. 1 Mindestlohngesetz (Geldbuße > 2.500 € oder Freiheitsstrafe > 3 Monate) verurteilt worden sein. Es dürfen kein Insolvenzverfahren anhängig und keine Liquidation eingeleitet sein. Die ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen ist zu erklären. Bei Auftragssummen ab 30.000 € fordert der Auftraggeber einen Auszug aus dem Gewerbezentralregister an. Zudem ist die EU-Russland-Embargo-Verordnung (EU) 2022/576 zu beachten – auch Unterauftragnehmer mit mehr als 10 % Auftragswert dürfen keine Russland-Bezüge aufweisen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Nachweis der Jahresumsätze für 2023, 2024 und 2025 (optional mit Bilanzen). Nachweis einer bestehenden Berufs- bzw. Betriebshaftpflichtversicherung mit mindestens 1.000.000 € Deckungssumme für Personenschäden und mindestens 1.000.000 € für Sach- und Vermögensschäden. Berufs- bzw. Handelsregistereintrag ist Voraussetzung zur Berufsausübung.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Nachweis von mindestens 6 vergleichbaren Leistungen (Liefer- und/oder Dienstleistungen) in den letzten 3 Jahren mit Angabe von Bezeichnung, Zeitpunkt, Auftragswert und Auftraggeber. Nachweis der Verfügbarkeit erforderlicher Fachkräfte. Angabe der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl und der Führungskräfte für 2022–2024 sowie der Unternehmensgröße (Kleinst-, Klein-, Mittel- oder Großunternehmen).
Qualitäts- und Umweltmanagement (Pflicht für Los 1)
Der Bieter muss über ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9000ff (oder gleichwertig) und über ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach ISO 14000ff (oder gleichwertig) verfügen. Die entsprechenden Nachweise sind dem Angebot beizulegen. Bei Nichterfüllung droht der Ausschluss.
Mindestlohn und Russland-Sanktionen
Abgabe einer Erklärung gem. §19 Abs. 3 MiLoG (Mindestlohn) sowie der Erklärung zur Einhaltung der EU-Russland-Embargo-Verordnung (EU) 2022/576 inkl. Nachunternehmer.
Mindestens 6 vergleichbare Leistungen (Liefer- und/oder Dienstleistungen) in den letzten höchstens 3 Jahren
Bezeichnung der Leistung, Liefer-/Erbringungszeitpunkt, Auftragswert, Auftraggeber; einzutragen auf Formblatt 07
Nachweis Zertifizierung nach ISO 9000ff (oder gleichwertig)
Qualitätsmanagementsystem des Bieters
Nachweis Zertifizierung nach ISO 14000ff (oder gleichwertig)
Umweltmanagementsystem des Bieters