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Ausschreibungen Fischtreppen & Renaturierung

Renaturierung der Lippe bei Hultrop - BA01

Bezirksregierung Arnsberg -ZVS-59510 Lippetal, Nordrhein-WestfalenVeröffentlicht:
Angebotsfrist: noch 1 Tag

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Was wird gebaut?

Die Lippe bei Hultrop (Gemeinde Lippetal, Kreis Soest) wird auf rund 1,6 km Länge naturnäher umgestaltet: Aufweitung um ca. 15 m, Sohlanhebung um rund 1 m, Entfernung der alten Uferbefestigung aus Wasserbausteinen und Einbau von Totholz-Elementen. Hinzu kommen Erdarbeiten, Wegebau, Abbrucharbeiten, Elektrobefischung sowie Landschaftsbauarbeiten.

Wer ist Auftraggeber?

Bezirksregierung Arnsberg (Zentrale Vergabestelle), Vergabenummer 26-019. Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A – ein einziges Los, Zuschlag nach Preis.

Bis wann muss das Angebot vorliegen?

27.07.2026, 09:00 Uhr (Submissionstermin).

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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Noch 1 Tag bis zur Angebotsfrist — 27. Juli 2026
HEUTE
Termin / FristJUN2026JULAUGSEPOKTNOVDEZJAN2027FEBMÄR
Veröffentlichung24. Juni 2026
Angebotsfrist27. Juli 2026
Angebotsöffnung27. Juli 2026
Sperrzeit Naturschutzca. 16. Juli 2026 – 28. Feb. 2027
Bindefrist27. Juli – 21. Aug. 2026
Urkalkulationca. 28. Aug. 2026
Elektrobefischung Ankündigungca. 1. Sep. 2026
Bauzeitenplanca. 8. Sep. 2026
Verkehrsrechtl. Genehmigungca. 8. Sep. 2026
Ausführungsbeginnca. 15. Sep. 2026
Vertragsbeginnca. 15. Sep. 2026
Vertragslaufzeitca. 15. Sep. 2026 – 28. Feb. 2027
Bericht Abfischungca. 15. Okt. 2026
Regioansaatca. 15. Feb. – 31. März 2027
Vertragsende28. Feb. 2027
Fertigstellungs-/Entwicklungspflegeca. 1. März 2027 – 28. Feb. 2029bis 2029
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Niedrigster Preis1 Kriterium
Preis 100%Qualität 0%
  • Preis100%

    Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.

KI-Hinweis: In Abschnitt 7 ist ausschließlich das Zuschlagskriterium Preis angegeben; Mehrere Zuschlagskriterien gemäß Formblatt Zuschlagskriterien sind nicht angekreuzt.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Gewässeraufweitung und Profilneubau

Aufweitung der Lippe auf ca. 1,6 km Länge um rund 15 m (Wasserspiegelbreite neu ca. 26 m, Bestand ca. 18 m)Sohlanhebung um im Mittel rund 1 mProfilaufweitung über die gesamte Strecke (außer im Kläranlagenbereich)Wechselnde Böschungsneigungen, im Mittel 1:2, abschnittsweise Steilhang und GleithangAnlage einer Bauminsel und eines Umgehungsgerinnes um schützenswerten BaumbestandEinbau von gewässertypischen Strukturen (Totholz, Prall- und Gleithang) gemäß Detailplan Anlage 6.2Grabenverschluss mit Geländeaufhöhung (OK Verschluss 65,80 m)Sohlniveau ca. +61,20 m NHN (Bestand Sohle +62,80)

Rückbau und Abbrucharbeiten

Aufnehmen und Lagern der vorhandenen Böschungs- und Ufersicherung aus Wasserbausteinen (ca. 3.000 m³) – teilweiser Wiedereinbau als 'schlafende Sicherung'Entfernung der Rehne; Rehne wird nicht wiederhergestelltAbbruch einer ca. 17–20 m langen Rohrleitung DN 1000 mit Rückschlagklappe und RückstausicherungAbbruch Relikt Zuleitungsbauwerk, Anschluss an die Lippe als offenes GerinneBergen des KilometersteinsTrennung und Entsorgung von Bau- und Abbruchabfällen (u. a. AVV 17 09 04)

Erdarbeiten und Bodenmanagement

Oberboden abtragen (bis ca. 35 cm) und seitlich lagern bzw. wieder einbauenUnterboden profilgerecht lösen, in Bereichen bis ca. 4 m TiefeBodenmengen: ca. 3.000 m³ Oberboden und ca. 20.000 m³ Füllböden, ca. 15.000 m³ Sohlanhebung, ca. 2.600 m³ Grünland-Oberboden abfahrenBodenaushub Baugruben ca. 100 m³, Grabenverbau ca. 90 m²Geschlossene Wasserhaltung mit Vakuumlanzen (Bohrfilter); Absenkung bis ca. +60,70 m NHNBodenchemische Einstufung: BM-0 nach Ersatzbaustoffverordnung, DK 0 nach Deponieverordnung; PFAS in Spuren, unterhalb aller GrenzwerteSchlafende Sicherung KA (ca. 130 m³), Schüttungen Ein-/Auslaufbereiche (ca. 200 m³), Erosionssicherung (ca. 500 t)

Totholz und Strukturelemente

Einbau von Totholzelementen (Bäume bis 15 m Länge) – ca. 30 StückStammdurchmesser i. M. 50 cm, Stammlänge 8–15 m; Astwerk und Wurzelwerk erwünschtTotholz mit Wurzelteller: aus zu fällendem Bestand, Wurzelteller verbleibtWurzelstubben bis 1 m Durchmesser, mittlere Stammlänge 1 mTotholz mit Krone: aus zu fällendem Bestand, Kronenastwerk verbleibtBefestigung Variante 1: Einbindung in die Uferböschung mit mind. 2 Hartholzpfählen (Länge ≥ 4 m, Einbindetiefe ≥ 3 m, Längsabstand ca. 2 m), Fixierung mit Drahtschlaufe Ø mind. 6 mmBefestigung Variante 2: Schwerlast mit frostbeständigen Blocksteinen (mind. 1 × 1 × 0,8 m, Stückgewicht > 2 t), Ringschraube M16 und Rundstahlkette DIN 5685 (ca. 6 m je System)Anlage von Baubuchten

Vorbereitende Arbeiten und Baustelleneinrichtung

Vermessung, Ermittlung der Bodenmassen und Erstellung Digitales Geländemodell (DGM), REB-kompatibelSicherung von Ver- und EntsorgungsleitungenFreimachen Baufeld (Wiesen, Uferböschung, Radweg), ca. 24.000 m²; Mähen/Fräsen ca. 16.000 m²Abgrenzung schützenswerter Flächen mit Flatterband (ca. 1.100 m)Rodung von ca. 30 Bäumen (Höhe bis 15 m); Erhalt von Habitatbäumen und 7 Kopfbäumen mit WurzelbereichsschutzWurzelstubben roden, Holz als Totholz verwendenBaustelleneinrichtung inkl. Bauleitungsbüro (ca. 10 m²), Baulagerfläche (ca. 300 m²), mobile Baustraße (ca. 150 m aus Stahlplatten), Bauschild 3 × 2 mVerkehrssicherung (Beschilderung, Leitbaken, Absperrschranken), Warnschilder für Kanuten (3 Stück)Hochwasservorsorge: Räumung der BE-Fläche bei Hochwasser, tägliches Entfernen von Materialien aus dem Abflussquerschnitt

Gewässerarbeiten und Fischereischutz

Elektrobefischung der Lippe vor Beginn der Gewässerarbeiten, abschnittsweise wegen Wiederbesiedlung – mit qualifiziertem Personal und geeigneten GerätenAnkündigung der Befischung mindestens 2 Wochen im Voraus an Fischereigenossenschaft/BehördeBericht an die untere Fischereibehörde innerhalb 1 Monat nach DurchführungKeine Wasserhaltungsmaßnahmen für die Gewässergestaltung – Arbeiten erfolgen 'in der fließenden Welle'Sperrzeiten Naturschutz: keine Bautätigkeiten zwischen 01.03. und 15.07.Ökologische Baubegleitung und bodenkundliche Baubegleitung durch den AG bzw. Dritte

Straßen- und Wegebau

Baustellenzuwegung B475 – Talgraben, ca. 360 m, Baustraße aus Mineralgemisch 40 cm, später Rückbau auf 20 cmWeitere Baustraße Talgraben – Lippe; Fahrweg entlang der Lippe ohne Baustraße auf GrünlandCa. 10 Ausweichbuchten (5 × 10 m)Asphaltarbeiten Einmündung B475 und Querweg; Aufnahme und Verwertung der AsphaltdeckeVerlegung eines Beton-Kanalrohres DN 500 im StraßenseitengrabenRückbau der Baustraße nach Abschluss; Wiederherstellung WirtschaftswegAndienung der Baustelle über die B475; nördlichster Punkt beim Info-Point Talgraben, südlichste rückwärtsgerichtete Fahrtrasse nach FertigstellungVerkehrsbehördliche Genehmigungen (Sperrgenehmigungen, Abstimmung mit Straßenverkehrsbehörde und Polizei) im Auftrag des AN

Landschaftsbau und Pflege

Ansaatfläche lockern ca. 8.000 m², Regioansaat ca. 8.000 m² (Februar/März 2027) – Mischungsnummernbescheid Regiosaatgut vorlegenWeidezaun ca. 100 mFertigstellungs- und Entwicklungspflege über 2 Vegetationsperioden ab Fertigstellung

Ausführungsfristen und besondere Termine

Gesamtbauzeit ca. 4 Monate, spätester Baubeginn 15.09.2026, längstens bis 28.02.2027Jährliche Sperrzeit Naturschutz 01.03.–15.07. (keine Bautätigkeiten)Baustellenbesprechungen mindestens 1 × pro WocheStündliche Baustellenkontrollen (mindestens Beginn und Ende jedes Arbeitstages)Holzschlag ab OktoberVorlage Bauzeitenplan und verkehrsrechtliche Genehmigung jeweils 1 Woche vor Baubeginn

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Fachliche Eignung / Referenzen

Gewässerrenaturierungen der letzten 5 Jahre mit insgesamt mindestens 75.000 m³ Bodenbewegung (maximal 4 Projekte)Erfahrung mit Elektrobefischung: qualifiziertes Personal und geeignetes GerätErfahrung mit Verkehrssicherung an Straßen (ZTV-SA, RSA)Erfahrung mit Arbeiten in und an Gewässern (Gewässerbreite bis 20 m, Wassertiefe bis 2 m)Maßnahme darf nur von erfahrenen Fachfirmen ausgeführt werden (ökologische Anforderungen)

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit

Umsatz in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren, soweit er Bauleistungen und vergleichbare Leistungen betrifft (inkl. ARGE-Anteil)Erbringung vergleichbarer Leistungen in den letzten 5 KalenderjahrenVerfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte (Arbeitskräfteaufstellung: jahresdurchschnittlich beschäftigte Kräfte, gegliedert nach Lohngruppen, mit gesondert ausgewiesenem Leitungspersonal)

Persönliche Lage / Ausschlussgründe

Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle und/oder bei der IHK (oder keine Eintragungspflicht)Kein eröffnetes oder beantragtes Insolvenzverfahren, kein Antrag mangels Masse, keine Liquidation (ggf. rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan)Keine schweren Verfehlungen, die die Zuverlässigkeit in Frage stellen (§ 6e EU VOB/A)Keine Verurteilung/Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 € in den letzten 2 Jahren (Gewerbezentral- bzw. Wettbewerbsregister)Ordnungsgemäße Erfüllung der Verpflichtung zur Zahlung von Steuern, Abgaben und SozialversicherungsbeiträgenMitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft (qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung mit Lohnsummen bei Zuschlag)Ab Auftragssumme ≥ 30.000 € wird der Auftraggeber das Wettbewerbsregister für den Bieter des erfolgreichen Angebots abfragen

Nachunternehmer und Bietergemeinschaft

Organisatorische Eignung

Benennung eines zuständigen, kompetenten und entscheidungsbefugten Bauleiters (Wechsel nur mit wichtigen Gründen und rechtzeitiger schriftlicher Anzeige)Benennung eines verantwortlichen Poliers/Vorarbeiters für das GewerkWöchentliche Bautagesberichte mit Lieferscheinnummern, Materialein- und -ausgängenVorlage von Bauzeitenplan und verkehrsrechtlicher Genehmigung 1 Woche vor BaubeginnVorlage von Verwertungs- und Entsorgungsnachweisen sowie, falls erforderlich, eines Entsorgungskonzepts
Referenzprojekte
3 Referenzen (max. 4 Projekte) ReferenzenZeitraum: letzte 5 KalenderjahreVolumen: insgesamt ≥ 75.000 m³ Bodenbewegung

Gewässerrenaturierungen in den vergangenen 5 Jahren mit insgesamt mindestens 75.000 m³ Bodenbewegung

3 Referenznachweise mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblichem Leistungsumfang mit Mengenangabe, eingesetzten Arbeitnehmern, technischen/gerätespezifischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertraglicher Bindung (Haupt-ARGE-NU) und Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung; Nachweis per Eigenerklärung (VVB 124)

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
4–10Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 6 Angebote
Mittlere Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 27%4–10 · 45%11+ · 28%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 22 erledigt
Pflicht-Unterlagen mit dem Angebot
Eignungsnachweise (Referenzen)
Unterlagen auf Verlangen der Vergabestelle
Nach Zuschlag
Vor Baubeginn
Während und nach der Bauausführung
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Bezirksregierung Arnsberg -ZVS-
Ort
59510 Lippetal, Nordrhein-Westfalen
Kategorie
Erd- & Landschaftsbau
Veröffentlicht
Angebotsfrist

Erfüllungsort

Ort der Leistung
59510 Lippetal
Nordrhein-Westfalen

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