Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenKurzbeschreibung
Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) Münster schreibt im Rahmen des Hochschulkonsolidierungsprogramms NRW die Außenanlagen-Arbeiten für den Ersatzneubau der Institutsgruppe 1 Physik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster aus. Leistungsort: Wilhelm-Klemm-Str. 5, 48149 Münster.
Was ist zu tun?
Es handelt sich um ein einziges Los (keine Losaufteilung). Die Bieter erbringen alle Erd-, Tiefbau- und Landschaftsbauarbeiten für die Neugestaltung der Außenanlagen rund um die Neubauten:
Wichtige Eckdaten
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Logistik
Einrichten, Vorhalten (20 Kalenderwochen) und Räumen der Baustelleneinrichtung. Aufstellung, Vorhaltung (20 Wochen / 140 Tage), Umsetzen und Abbau einer mobilen Zaunanlage (240 m). Verpflichtende Nutzung des digitalen Projektraums CONCLUDE CDE für den gesamten Dokumentenaustausch nach Auftragserteilung. Verwendung zugelassener Systemcontainer (keine eigenen Unterkünfte auf dem Gelände). Deutschsprachiger, weisungsbefugter Ansprechpartner täglich vor Ort.
Erd- und Rückbauarbeiten
Fundamentabbrüche, Aufnahme von Betonpflaster und Asphalt (inkl. Schneiden und Fräsen an der Wilhelm-Klemm-Straße), Bordsteinabbrüche (Hoch- und Tiefbord), Lösen der Schottertragschicht, Rückbau des Trafostandorts. Probeschürfe mit Nivellement (vor und nach Aushub). Oberbodenmanagement: Räumen, Lösen, Abtransport, Wiederverwendung. Bodenaushub (Bodenklasse 1, ca. 540 m³, bis 0,30 m Tiefe). Entsorgung von Boden und Mineralgemisch gemäß LAGA Z1.1, Z1.2 und Z2 (BM-0*, BM-F0*). Lieferung und Einbau von Füllmaterial, Oberbodenandeckung (25 cm, ca. 1.400 m²). Kein Einsatz von Recyclingbaustoffen.
Grabenarbeiten
Aushub und Verbau für Kabelgräben (Tiefe 60 cm, Breite 40 cm) und Gräben für Entwässerungskanäle/Revisionsschächte (bis 1,25 m, 1,75 m und 2,00 m Tiefe). Grabenverbaumassnahmen, Wasserhaltung, Bodenwiederverwendung und Grabenverfüllung. Handarbeiten für Querschläge.
Entwässerung und Kanalbau
Revisionsschächte (Bauhöhen bis 125 cm und bis 225 cm) mit Schachtabdeckungen Klasse D 400, Kanalanschlüsse, Abzweige DN 500/250. Dränleitungen DN 100 PP, Kiesrigolen. Rohrverlegung DN 100/150/200/250 PP SN8 inkl. Bögen und Formstücke. Straßenabläufe, Hofeinläufe, Entwässerungsrinnen NW 100/150 (Belastungsklassen B125, C250), Sinkkästen. Doppelpumpen-Komplettstation (Schmutzwasserpumpen ZPG71.2, 400 V, 3,2 kW) inkl. Schacht und Druckleitung PE-HD 63 mm (ca. 85 m). Rohrstatik unaufgefordert vor Baubeginn.
Mauern, Treppen und Stützwände
Stützmauern aus Winkelstützelementen (Höhe 205 cm, Breite 100 cm, Lastfall 1/7 bzw. SB3) inkl. Standard-Mauerscheiben (80 cm und 55 cm) und schräger Mauerköpfe. Blockstufen (Höhe 15 cm × Breite 35 cm, R11). Kleinfundamente aus Beton, Kernbohrungen DN 200/300, Ringraumdichtungen. Detail Winkelstützwand gemäß beigefügtem Plan inkl. zugehöriger Geländer, Gitterrost-Abdeckungen, Treppen (9-stufig und 8-stufig, 15/35 cm) und mobiler Hochwassersperren (2 Stück).
Befestigungs- und Oberflächenarbeiten
Planum, Randeinfassungen (Hochbord, Tiefbord, Rundbord), Frostschutzschicht und Schottertragschicht mit Verdichtungsprüfungen gemäß ZTVE-StB. Pflasterflächen aus Betonpflaster, H-Vollverbundpflaster und Trapezrippenplatten, Plattenbeläge und Kiesflächen. Asphaltdeck- und -tragschicht, Straßenmarkierung. Innenhof mit Schutzschicht, Schottertragschicht, Gehwegplatten, Kiesleisten, Zierschotter und WPC-Terrassendielen.
Außenbeleuchtung und Elektrotrassen
Kabelschutzrohr DN 110/160, Leerrohrtrassen, Aufbauschächte (90×80 cm) und Kabelzugschächte anpassen. Fundamente für Mastleuchten (80/80/100 cm mit Hülsen DN 300) und Pollerleuchten (50/50/70 cm). Lieferung und Montage von LED-Mastleuchten (21–50 W, 4000 K, LPH 4500 mm, DB 703), LED-Pollerleuchten (11,1 W, IP65, dimmbar) und Überwachungsmodulen (CEAG). Erdkabel NYY-J 5×4 mm² (ca. 320 m). Kabelgräben für bauseitige Verkabelung (Stadtwerke). Lieferung und Verlegung weiterer Erdkabel im Graben.
Zaunanlagen und Sicherheit
Stabzaun (Höhe 2,30 m), Falttor- und Drehflügeltoranlage (Montagepläne und Statik vor Fertigungsbeginn), Poller und mobile Hochwassersperren. Hydraulisch angetriebene Schachtabdeckungen als Notausstieg (2 Stück) inkl. Hydraulik, Elektrik, Schaltschrank, Signalhorn, Blitzleuchten, Fugenspaltheizung, prüffähiger Statik und TÜV-Abnahme.
Ausstattungselemente
Verkehrsschilder, Abfallbehälter, Hockerbänke, Tische, Fahrradständer (24 Anlehnbügel), Poller, Straßenmarkierung.
Vegetationsarbeiten
Bodenverbesserung, Fräsen, Mulchung, Feinplanieren. Rasenansaat (RSM 2.1), Pflanzung von Stauden und Sträuchern, Bewässerung und Fertigstellungspflege. Liefernachweis für Kompost und Saatgut.
Planung, Dokumentation und Qualitätssicherung
Werk- und Montageplanung gemäß DIN 18360 vor Fertigungsbeginn: Montagepläne Toranlage, Statik, Organigramm, Qualitätssicherungsdefinition, Ausführungszeichnungen gemäß Bauablaufplan, Detailzeichnungen 1:1, Übersichtspläne 1:5/1:10/1:20. Prüfbare statische Berechnungen, CE-Zeichen, Eignungsnachweise für Materialien, Produktunterlagen/Prüfzeugnisse, Systemprüfzeugnisse auf Anforderung. Terminplan, Bauablaufkonzept und Baustelleneinrichtungsplan innerhalb 4 Wochen nach Auftragserteilung. Profil- und Materialmuster (Handmuster) auf Aufforderung. Abnahmedokumentation 4 Wochen vor Abnahme (digital und 2-fach Papier). Revisionsunterlagen und vollständige Projektdokumentation nach BLB-CAD-Standard, ISYBAU, xml-Dateien und Vermessungsdaten. Eigenüberwachungsprüfungen gemäß ZTVE-StB. Abnahmebefahrung mit Satellitenkamera aller Haltungen, Schächte und Grundleitungen. Wöchentliche Bautagesberichte (EFB-Bautagebuch) und Teilnahme an wöchentlichen Baubesprechungen. Einrichtung und Nutzung eines digitalen Mängelmanagementsystems.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung
Eintragung in der Handwerksrolle (HWK) oder bei der Industrie- und Handelskammer (IHK), soweit eintragungspflichtig. Gewerbeanmeldung, soweit anmeldungspflichtig. Handelsregisterauszug, soweit eintragungspflichtig.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Mindestens dreijährige vergleichbare Geschäftstätigkeit zum Zeitpunkt der Angebotsabgabe. Umsatz des Unternehmens in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren, soweit er vergleichbare Bauleistungen betrifft (inkl. ARGE-Anteile). Kein Insolvenzverfahren (beantragt, eröffnet, mangels Masse abgelehnt, Liquidation), außer rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan. Ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer-, Abgaben- und Sozialversicherungspflichten. Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG. Qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Angabe der Lohnsummen. Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse (oder Negativbescheinigung). Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Drei Referenznachweise vergleichbarer Leistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren (bei enger Wahl vorzulegen). Erklärung zur durchschnittlichen Arbeiterzahl der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen, Leitungspersonal extra ausgewiesen. SiGe-Koordinator gemäß Baustellenverordnung/RAB 30. Verfügbarkeit der für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte und Geräte.
Zuverlässigkeit und Ausschlussgründe
Keine schweren Verfehlungen gemäß § 6e EU VOB/A. Keine Verurteilung in den letzten 2 Jahren (Freiheitsstrafe >3 Monate, Geldstrafe >90 Tagessätze, Geldbuße ≥2.500 € wegen Verstößen, die zur Eintragung im Wettbewerbsregister führen). Ab Auftragssumme ≥30.000 € netto holt der AG eine Auskunft aus dem Wettbewerbsregister ein.
Sanktions- und Russlandklausel
Erleichterungen für präqualifizierte Unternehmen
Präqualifizierte Unternehmen können den Eignungsnachweis durch die PQ-Nummer führen (Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V.). Auf Verlangen sind ergänzende Einzelnachweise einzureichen, sofern die PQ-Referenzen nicht mit dem Auftragsgegenstand vergleichbar sind.
Drei Referenznachweise über vergleichbare Bauleistungen (Außenanlagen, Tief- und Landschaftsbauarbeiten) aus den letzten 5 Kalenderjahren, bei enger Wahl vorzulegen
Vergleichbare Bauleistungen im Bereich Außenanlagen/Erdbau/Entwässerung/Pflaster. Je Referenz: Ansprechpartner beim Auftraggeber, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Eigenleistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.