Ausschreibungen IT-Dienstleistungen

Ausschreibung: Technologiepartnerschaft im Rahmen des Förderprojektes DigiWohl in der BBT-Gruppe

Technologiepartnerschaft im Rahmen des Förderprojektes DigiWohl in der BBT-GruppeKoblenz, Rheinland-PfalzFrist: (in 3 Tagen)

Zusammenfassung

Im Rahmen des ESF Plus-geförderten Programms „DigiWohl“ sucht die Unternehmensgruppe Barmherzige Brüder Trier (BBT) einen Technologiepartner für die Entwicklung einer barrierearmen App.

Die App soll Klient\*innen der Eingliederungshilfe im Alltag unterstützen – mit Tagesplanung, Erinnerungen, Kommunikation mit Fachkräften und motivierenden Funktionen. Sie wird für iOS, Android und als Web-Anwendung entwickelt.

Zum Umfang gehören Konzeption, UX/UI-Design, Backend-Entwicklung, KI-gestützte Reflexion, Schnittstelle zum Pflegesystem Connext Vivendi, Schulungen sowie Betriebsübergabe inkl. Quellcode, Dokumentation und SBOMs.

Angebote sind bis 21.06.2026 einzureichen, der Projektzeitraum läuft vom 01.07.2026 bis 30.06.2028.

Original-Bekanntmachung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert

Noch 3 Tage bis zur Angebotsfrist
Termin / Frist
2025202620272028
DEZMÄRJUNSEPDEZMÄRJUNSEPDEZMÄRJUN
Gültigkeit Nachweise
Veröffentlichung
Angebotsfrist
Projektlaufzeit
Funktionsprüfungszeit (Abnahme)
Meilenstein: Projektstart
Schulung & Einführung
Weiterentwicklung Prototyp
Verstetigung
Vertragsende
Gewährleistung
Heute
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen

Richtwertmethode2 Kriterien
  • Funktionalität und Umsetzungskonzept

    Zusammensetzung aus KANN-Kriterien (je erfüllte Funktionalität 1-5 Punkte, max. 25 Punkte) und Konzeptbewertung (Vollständigkeit, Klarheit/Nachvollziehbarkeit, Methodik/Vorgehensweise, realistischer Zeit- und Ressourcenplan, max. 150 Punkte, gewichtet mit 30%). Die Gesamtpunktzahl L fließt in die Richtwertformel Z = L/P ein.

Bewertungsformel

Einfache Richtwertmethode Z = L / P, wobei L die Summe aller Punkte der KANN-Anforderungen (max. 25 Punkte) zuzüglich der gewichteten Konzeptpunkte (max. 150 Punkte, gewichtet mit 30%) darstellt und P dem gebotenen Angebotspreis (Gesamtangebotssumme) entspricht.

Die Vergabeart (einfache Richtwertmethode Z=L/P) und die Bestandteile des Wertungskriteriums (KANN-Punkte max. 25, Konzept max. 150 Punkte gewichtet mit 30%) sind beschrieben, jedoch fehlt eine explizite Angabe, wie die KANN-Punkte (25) im Verhältnis zu den gewichteten Konzeptpunkten (150×0,3=45) zueinander in L gewichtet werden.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Konzeption & Anforderungsanalyse

  • Fachliche und technische Anforderungen mit dem Auftraggeber, der Projektleitung und der Einrichtung abstimmen
  • Gesamtkonzept erarbeiten: Nutzerrollen, Datenflüsse, Betriebsmodell, Sicherheitskonzept
  • Mockups erstellen und abstimmen
  • Use Cases für die Testphase definieren

Entwicklung der App

  • Umsetzung als modulare, erweiterbare App für iOS, Android und Web
  • Kernfunktionen: Tagesplanung, Erinnerungen, Kommunikation, Motivation, Navigation, Belohnungsfunktion, Selbstwirksamkeitstraining
  • Chat-Funktion zwischen Klient\*innen und Fachkräften
  • KI-gestützte, assistive Reflexion sozialtherapeutischer Ergebnisse
  • Mentorenunterstützung
  • Sichere Schnittstelle zum Pflegesystem Connext Vivendi
  • Rollen- und Rechtekonzept (Klient\*innen, Fachkräfte, Mentor\*in, Admin, Systembetreuer\*in)
  • Mehrsprachigkeit (mindestens Deutsch, Französisch, Englisch)
  • MDM-Integration über Relution, Bereitstellung über BBT-Warenkorb

Test, Pilotierung & Qualitätssicherung

  • Funktionale Tests und Qualitätssicherung
  • Pilotierung im Praxiskontext mit mindestens 3 Feedbackschleifen
  • Schulung der Testenden, ggf. Coaching
  • Nachweis von Barrierefreiheit, Sicherheit und Interoperabilität

Einführung, Schulung & Übergabe

  • Bereitstellung der finalen Anwendung, Löschung der Testdaten
  • Übergabe vollständiger technischer und anwenderbezogener Dokumentation
  • Übergabe von Quellcode, Build-/Deployment-Skripten, Konfigurationen, SBOMs
  • Schulung der Mitarbeitenden und Nutzer\*innen
  • Eigentumsübergang an den Auftraggeber
  • Mindestens 2 Nutzerschulungen (je 1 Tag, 8–20 Teilnehmer, Saarbrücken)

Wirkungskennzahlen (anzustrebende Ziele)

  • Abbruchquote der Nutzer\*innen unter 80% innerhalb eines Jahres
  • 90% der Anwender\*innen nehmen an Schulungen teil
  • Eigenständige Nutzung nach 2 Schulungen möglich

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Formale Eignung & Eigenerklärungen

  • Verpflichtung zur Eintragung im Handelsregister (mit HR-Nummer)
  • Pünktliche Erfüllung der Steuer- und Sozialversicherungspflichten
  • Keine Ausschlussgründe nach AEntG, § 21 SchwarzArbG und MiLoG
  • Bereitschaft zur Einhaltung von BDSG, LDSG und DSGVO
  • Bereitschaft zur Einhaltung des BBT-Verhaltenskodex bzgl. Lieferkettengesetz, inkl. Duldung regelmäßiger Kontrollen
  • Benennung einer Ansprechperson
  • Alle Nachweise in deutscher Sprache, maximal 6 Monate alt

Datenschutz & Datensicherheit

  • Konformität mit DSGVO und KDR-OG (Gesundheitsdaten)
  • Unterstützung bei der Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA)
  • Rollenkonzept, Anonymisierung, Datenminimierung, Zweckbindung, Löschkonzepte, Protokollierung
  • Verschlüsselung bei Übertragung, Speicherung und Verarbeitung
  • Incident-Response-Konzept
  • Abschluss eines Auftragsverarbeitungsvertrags (AVV, Anlage 4)

IT-Sicherheit & Regulatorik

  • AI Act: Auftragnehmer gilt als Hersteller der KI-Komponente – Risikomanagement, technische Dokumentation, Daten-Governance, Logging, Transparenz, menschliche Aufsicht, Meldung von Vorfällen, mind. 5 Beispielprompts
  • Cyber Resilience Act (CRA): Secure by Design/Default, Schwachstellenmanagement, Sicherheitsupdates, SBOM, Release-/Patch-Management
  • NIS2 / digitale Lieferkette: Dokumentation von Lieferanten und Open-Source, SBOMs, CVE-Verfahren, Signierung und Integritätsprüfung
  • Data Act: C5 Typ 2 Testat oder gleichwertig bei Cloudnutzung; Exit-Fähigkeit, Datenportabilität, Shared-Responsibility-Modell
  • Nachweis einer Haftpflichtversicherung (gem. EVB-IT Erstellungs-AGB)

Barrierefreiheit & DiGA-Fähigkeit

  • Barrierefreiheit nach BITV 2.0 / EN 301 549 / WCAG 2.1 AA (Kontraste, Fokusreihenfolge, Alternativtexte, Fehlermeldungen)
  • Erklärung zur Barrierefreiheit abgeben
  • Bereitschaft zur Konzeptionierung gemäß BfArM-Anforderungen (DiGA-Fähigkeit): Funktionstauglichkeit, Sicherheit, Qualität, Datenschutz, Datensicherheit, Interoperabilität, positive Versorgungseffekte
Referenzprojekte
nicht spezifiziert ReferenzenZeitraum: nicht spezifiziertVolumen: nicht spezifiziert

Referenzen vergleichbarer Projekte (Art und Umfang werden im Dokument nicht näher spezifiziert)

Vergleichbare Projekte im Bereich App-/Softwareentwicklung sind als Pflichtbestandteil des Angebots vorzulegen.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben

4–10Angebote erwartet
Mittlere Konkurrenz

Median rund 6 Angebote.

Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 27%4–10 · 45%11+ · 28%

Unternehmen, die ähnliche Ausschreibungen gewonnen haben

Aus vergleichbaren bereits vergebenen Vergaben (KI-Ähnlichkeit)

Checkliste zur Angebotsabgabe

Konkrete Schritte laut Vergabeunterlagen

Kaufmännische Unterlagen & Preis2
  • Preisblatt (Anlage 2) vollständig ausfüllenPflicht
    Tagessätze für 14 Positionen eintragen, z.B. Business Analyse, iOS/Android-Entwicklung, Backend API, Testing, Schulung, Wartung.
  • Gesamtpreis inkl. Aufschlüsselung angebenPflicht
    Alle Preise in EUR, Vergütung erfolgt auf Tagessatzbasis.
Technisches Angebot & Konzepte8
  • Technisches Umsetzungskonzept erstellenPflicht
    Beschreibt Architektur, Tech-Stack, Module, Schnittstellen.
  • Methodisches Vorgehen (z.B. agile Entwicklung) darstellenPflicht
  • Zeit- und Meilensteinplan (Anlage 1.1) ausarbeitenPflicht
  • Konzept zu Datenschutz und IT-/KI-Sicherheit beifügenPflicht
  • Cloud-Konzept und Exit-Strategie (Data Act) vorlegenPflicht
    Bei Cloud-Nutzung C5 Typ 2 Testat oder gleichwertig nachweisen.
  • Erklärung zur Barrierefreiheit (BITV 2.0 / WCAG 2.1 AA) abgebenPflicht
  • KI-Komponenten beschreiben und AI-Act-Konformität nachweisenPflicht
    Inkl. Risikobewertung, technische Dokumentation, mind. 5 Beispielprompts.
  • Evaluations-, Datenschutz- und Datensicherheitskonzept vorlegenPflicht
    Auch technische Systembeschreibung und Nachweisstrategie für Versorgungseffekte (DiGA-Fähigkeit).
Eignungsnachweise & Eigenerklärungen10
  • Eigenerklärung Handelsregister-Eintragung mit HR-NummerPflicht
  • Eigenerklärung zu Steuern und SozialversicherungsbeiträgenPflicht
  • Eigenerklärung zu Ausschlussgründen (AEntG, SchwarzArbG, MiLoG)Pflicht
  • Eigenerklärung zur Einhaltung von BDSG, LDSG, DSGVOPflicht
  • Eigenerklärung zur Einhaltung des BBT-Verhaltenskodex (LkSG)Pflicht
    Inkl. Duldung regelmäßiger Kontrollen.
  • Formblatt Eignung (Anlage 3) ausfüllenPflicht
    Detaillierte Eignungsanforderungen siehe Anlage 3.
  • Ansprechpartner\*in benennenPflicht
  • Nachweise dürfen max. 6 Monate alt seinPflicht
    Gilt für alle einzureichenden Nachweise.
  • Referenzen vergleichbarer Projekte beifügenPflicht
    Vergleichbare App-/Softwareentwicklungsprojekte dokumentieren.
  • Angaben zum Projektteam machenPflicht
Vertragliche Unterlagen3
  • Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV, Anlage 4) gegenzeichnenPflicht
    Vertrag zur Auftragsverarbeitung gem. Art. 28 DSGVO.
  • Haftpflichtversicherungsnachweis vorlegenPflicht
    Gemäß Ziffer 19.1 EVB-IT Erstellungs-AGB.
  • EVB-IT Erstellungsvertrag gegenprüfenoptional
    Vertragsmuster liegt bei – u.a. mit Funktionsprüfungszeit von 2 Monaten, Service Level Agreements.

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