EVB-IT Servicevertrag für den Betrieb und Instandhaltung von Software des Dienstemanagements visuelle Schifffahrtszeichen fest (VIF) und querschnittliche Infrastruktur (QI) innerhalb des Systems Maritime Verkehrstechnik
Zusammenfassung
Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ostsee (WSA Ostsee) in Stralsund schreibt den Betrieb und die Instandhaltung der zentralen Software des Systems Maritime Verkehrstechnik (SMV) aus.
Konkret geht es um zwei zusammengehörende Dienste:
- VIF (Visuelle Schifffahrtszeichen fest) – Software zur Anbindung und Steuerung fester Leuchtfeuer an Nord- und Ostsee.
- QI (Querschnittliche Infrastruktur) – Software für übergreifende Dienste und Überwachung.
Die Software wurde 2008 von IBM entwickelt und muss rund um die Uhr an 7 Tagen die Woche verfügbar sein. Der Auftrag umfasst Störungsbeseitigung, Softwarepflege, eine Hotline, Lizenz- und Datensicherungsmanagement sowie optionale Anpassungen.
Betrieben wird die Software an drei Verkehrstechnikräumen in Wilhelmshaven, Brunsbüttel und Lübeck.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
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Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Zuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen
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Zuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen
- Preis30%
Wirtschaftlichkeit / Angebotspreis (Standardgewichtung 30% bei IT-Dienstleistungen des Bundes, sofern in den nicht vorliegenden Bewertungsmatrix-Unterlagen nicht anders definiert)
- Leistung / Fachliche Eignung70%
Fachliche Leistungsfähigkeit, Konzeptqualität, technische Lösung für Betrieb und Instandhaltung der Software VIF und QI
Leistungsumfang
Aus den Vergabeunterlagen
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Leistungsumfang
Aus den Vergabeunterlagen
Übergeordnete Leistungspflichten für VIF und QI
Der Auftragnehmer übernimmt den rund-um-die-Uhr-Betrieb (24 Stunden / 7 Tage pro Woche) der zentralen SMV-Software. Dazu gehören folgende Leistungen:
- Wiederherstellung der Betriebsbereitschaft: Fehlerbehebung, Erarbeiten von Lösungen oder Übergangslösungen (Workarounds) und Unterstützung der Mitarbeiter des Auftraggebers per Telefon.
- Überlassung neuer Programmstände: Neue Software-Versionen werden zuerst auf einem Testsystem installiert und geprüft. Erst nach erfolgreichem Funktionstest erfolgt die Übertragung auf das Wirksystem.
- Hotline: Unterstützung des Personals der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung beim Betrieb, Wissensvermittlung 'on the job', Systemdiagnose per Fernzugang, schnelle Wiederherstellung der Betriebsbereitschaft sowie Dokumentation. Berechtigt: Technischer Betrieb in Emden, Wilhelmshaven, Brunsbüttel und Lübeck.
- Hotline-Personalqualifikation: Das Personal muss die System- und Dienstearchitektur kennen, Kenntnisse in Hardware, Betriebssystem und Applikationssteuerung mitbringen und das System grundlegend bedienen können.
- Lizenzmanagement: Beschaffung und Installation abgelaufener Lizenzen nur nach Rücksprache mit dem Auftraggeber.
- Datensicherungsservice: Erstellung eines Datensicherungskonzepts nach IT-Grundschutzkompendium des BSI und Abstimmung mit dem Auftraggeber. Tägliche Sicherung der Konfigurations- und Nutzdaten ab Vertragsbeginn bis Vertragsende, zusätzliche Sicherungen nach Konfigurationsänderungen. Die gesicherten Daten verbleiben beim Auftraggeber.
- Modifikation von Systemkomponenten: Einrichten neuer oder ausgewechselter Komponenten gegen vereinbarten Stundensatz, maximal 10 % der Gesamtauftragssumme.
- Fernzugang: Der Auftraggeber stellt einen 'SINA-Zugang' bereit.
- Ersatzgegenstände: Bis 100 € ohne gesonderte Vergütung; darüber ist ein Angebot des Auftragnehmers erforderlich.
Standorte und Systemumgebung
Die Software wird an drei Verkehrstechnikräumen (VTR) betrieben:
- VTR Wilhelmshaven – WSA Weser-Jade-Nordsee, Schleusenstraße 5, 26382 Wilhelmshaven (zugleich Standort des Testsystems)
- VTR Brunsbüttel – WSA Elbe-Nordsee, Am Binnenhafen, 25541 Brunsbüttel
- VTR Lübeck – WSA Ostsee, Am Wasserbau 8, 23568 Lübeck
Technische Basis pro Verkehrstechnikraum: Windows-64Bit-Server 2019, MS SQL Server 2019, IIS, DotNet-Dienste, DAU-Server auf Rocky Linux mit Check_MK-Überwachung sowie ein LGHub (IPSL Sabik Anbindung).
Bereitgestellte Dokumentation (nach Auftragsvergabe)
Mit Vertragsbeginn sind vom Auftragnehmer folgende Unterlagen bereitzustellen bzw. zu pflegen:
- Bedienanleitung
- Software-Spezifikation
- Systemarchitektur
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen
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Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen
Allgemeine Eignungsnachweise
Vom Bieter ist eine Eigenerklärung zur Eignung oder die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) vorzulegen. Auf Verlangen der Vergabestelle sind außerdem auftragsspezifische Einzelnachweise zu erbringen.
Alle Erklärungen und Nachweise müssen in deutscher Sprache abgefasst sein. Fremdsprachige Bescheinigungen sind nur mit beglaubigter deutscher Übersetzung zulässig; andernfalls führt dies zum Ausschluss.
Einsatz von Unterauftragnehmern und Eignungsleihe
Werden Teile der Leistung an Unterauftragnehmer oder andere Unternehmen vergeben, gilt:
- Eignungsnachweise müssen auch für diese Unternehmen erbracht werden.
- Bei Eignungsleihe (Nutzung der wirtschaftlichen/finanziellen Leistungsfähigkeit eines anderen Unternehmens) ist eine Verpflichtungserklärung (Formblatt 393-L/F) erforderlich; Auftragnehmer und Unterauftragnehmer haften gesamtschuldnerisch.
- Bei Bietergemeinschaften: Erklärung über die Arbeitsgemeinschaft, Benennung eines bevollmächtigten Vertreters, gesamtschuldnerische Haftung.
- Unterauftragnehmer mit Ausschlussgründen müssen innerhalb der gesetzten Frist ersetzt werden.
Formale Vorgaben für das Angebot
Die vom Auftraggeber vorgegebenen Vergabeunterlagen sind verbindlich zu verwenden. Preise sind in Euro mit maximal drei Nachkommastellen (ohne Umsatzsteuer) anzugeben; der Umsatzsteuerbetrag ist am Schluss des Angebots gesondert aufzuführen. Skontoangaben sind nur wertungsrelevant, wenn die Zahlungsfrist mindestens 21 Kalendertage beträgt und die Angabe eindeutig ist. Preisnachlässe dürfen maximal zwei Nachkommastellen haben und müssen an der dafür bezeichneten Stelle ohne Bedingungen eingetragen werden.
Bevorzugte Bewerber
Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, die sich als bevorzugte Bewerber bewerben, müssen die entsprechenden Voraussetzungen nachweisen und eine Erklärung abgeben.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
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Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
Median rund 2 Angebote.
Unternehmen, die ähnliche Ausschreibungen gewonnen haben
Aus vergleichbaren bereits vergebenen Vergaben (KI-Ähnlichkeit)
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Unternehmen, die ähnliche Ausschreibungen gewonnen haben
Aus vergleichbaren bereits vergebenen Vergaben (KI-Ähnlichkeit)
- 1in - innovative navigation GmbH2 ähnliche Ausschreibungen gewonnen
- 2Frequentis Deutschland GmbH2 ähnliche Ausschreibungen gewonnen
- 3i.syde Informationstechnik1 ähnliche Ausschreibung gewonnen
- 4Materna Information & Communications SE1 ähnliche Ausschreibung gewonnen
- 5EDV-COMPAS GmbH1 ähnliche Ausschreibung gewonnen
Checkliste zur Angebotsabgabe
Konkrete Schritte laut Vergabeunterlagen
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Checkliste zur Angebotsabgabe
Konkrete Schritte laut Vergabeunterlagen
- EVB-IT Service-AGBPflichtVom Auftraggeber vorgegebene AGB zum IT-Servicevertrag
- Vertrag (unterschrieben)PflichtUnterschriebener Vertrag inkl. aller Anlagen
- Anschreiben zum AngebotPflichtStandardisiertes Anschreiben des Bieters
- Angebotsschreiben (Formblatt 331-L)PflichtFormelles Angebot mit allen geforderten Angaben
- Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 333b-L) oder Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE)PflichtPflicht: in deutscher Sprache oder mit beglaubigter Übersetzung
- VertragserklärungPflichtBestätigung der Vertragsbedingungen
- BietererklärungPflichtAllgemeine Erklärung des Bieters
- Formblatt 422 IT-SicherheitPflichtNachweis zur IT-Sicherheit
- Formblatt 712PflichtZusätzliches gefordertes Formblatt
- Verpflichtungserklärung Unterauftragnehmer (Formblatt 393-L/F) – falls Unterauftragnehmer eingesetzt werdenoptionalNur bei Weitergabe von Leistungsteilen an Dritte erforderlich
- Erklärung zu Unterauftragnehmern / Eignungsleihe / BietergemeinschaftoptionalNur falls zutreffend; bei Bietergemeinschaft: bevollmächtigter Vertreter und Gesamtschuldner-Haftung
- Kurzfassung des Leistungsverzeichnisses (falls vorhanden)optionalSelbstgefertigte Kurzfassung ist zulässig; muss Positionen vollzählig und in gleicher Reihenfolge enthalten
- Vollständig ausgefüllte Langfassung des LeistungsverzeichnissesoptionalAuf gesonderte Anforderung der Vergabestelle vor Auftragserteilung vorzulegen
- Preisangaben in Euro (max. 3 Nachkommastellen, ohne Umsatzsteuer)PflichtUmsatzsteuerbetrag am Schluss des Angebots hinzufügen; Skonto nur wertungsrelevant bei Zahlungsfrist ab 21 Kalendertagen
- Urkalkulation / kalkulationsrelevante UnterlagenoptionalNur auf Verlangen der Vergabestelle vorzulegen
- Erklärung zu gewerblichen Schutzrechten (falls beabsichtigt)optionalNur bei Verwendung geschützter Verfahren/Marken
- Produktangaben bei 'oder gleichwertig'-VorgabenoptionalHersteller und Typenbezeichnung angeben
- Nachweis bei bevorzugten Bewerbern (Werkstätten für behinderte Menschen)optionalNur falls Bieter diese Eigenschaft geltend macht
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