Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung für Lufttechnische Anlagen
Lieferung, Montage und Instandhaltung einer neuen Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung sowie einer Kühlung für den Serverraum im Bau 2 der Justizvollzugsanstalt Hohenasperg in 71679 Asperg.
Auftraggeber: Land Baden-Württemberg, vertreten durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Ludwigsburg
Verfahren: Offenes Verfahren nach VOB/A
Vergabenummer: 26-55237
Wichtige Eckdaten:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenRLT-Zentralgerät und Steuerung
Lieferung und Aufstellung eines zerlegbaren RLT-Zentralgeräts im Dachgeschoss (Außenaufstellung), Volumenstrom 3.500 m³/h, mit Plattenwärmetauscher (Wärmerückgewinnung), Zuluftfilter F7 und Abluftfilter M5 (ePM1, ePM10), Kulissenschalldämpfern für Zu-, Ab-, Fort- und Außenluft, Stellklappen mit BACnet-Antrieben, DDC-Steuerung (RS485/Modbus RTU), Rauchmeldern in Zu- und Abluftkanal sowie zugehöriger Fundamentkonstruktion.
Serverraumkühlung
Lieferung und Montage einer Klima-Außeneinheit mit Kühlleistung 3,6 kW (SEER 7,5, Kältemittel R32), Wand-Innengerät, Fernbedienung, Adapter zur Fernüberwachung, Kältemittelleitungen (Cu-Rohr AD 6+10 mm) mit Wärmedämmung und Brandschutzbandage.
Kanalnetz und Luftverteilung
Lieferung und Montage des kompletten Luftleitungssystems: rechteckige Stahlkanäle (verzinkt, Luftdichtheitsklasse ATC3), Wickelfalzrohre (DN80–DN250), Formstücke, Bogen, Muffen, Übergangs- und Abzweigstücke, Steckverbinder, Bundkragen, Sattelstutzen, Reinigungsdeckel, Inspektionsöffnungen, Rohrschellen, elastische Verbindungen, Luftventile, Luftgitter, Weitwurfdüsen, Wetterschutzgitter und Schutzgitter gegen Durchstieg.
Brandschutz und Schallschutz
Einbau von Brandschutzklappen (EI 90 S nach DIN EN 15650, beidseitig geprüft, diverse Größen DN125–500, IP54, mit elektrischen Endschaltern), inklusive Sachverständigenabnahme (22 Stück) und Fugenverschluss (40 m). Zusätzlich Schalldämpfer in runder und rechteckiger (Kulissen-)Ausführung.
Volumenstromregelung
Lieferung und Einbau von Konstant-Volumenstromreglern (Druckdifferenz 30–300 Pa) in runden (DN100–DN200) und rechteckigen Ausführungen (bis 400/250 mm), Gehäuse aus verzinktem Stahl.
Wärmedämmung
Dämmung der Luftleitungen mit Mineralwolle-Lamellenmatten (druckfest, kaschiert mit Alufolie, Brandverhaltensklasse A2-s1,d0), Dämmstärken 50 mm und 120 mm, passend für rechteckige und runde Kanäle verschiedener Abmessungen.
Stahlkonstruktionen und Nebenarbeiten
Herstellung schallentkoppelter Stahlkonstruktionen (Form- und Hohlprofilstahl), Bimetallthermometer, Bezeichnungsschilder (mehrschichtig Kunststoff und Klebefolien), Fachunternehmererklärungen.
Stundenlohnarbeiten
Bereitstellung von Obermonteuren, Monteuren und Helfern für Stundenlohnarbeiten (jeweils 40 Stunden).
Baustellenspezifische Randbedingungen
Standort: Schubartstraße 20, 71679 Asperg (denkmalgeschützte Festungsanlage der Justizvollzugsanstalt Hohenasperg).
Zufahrt: Über Torwache mit Personenüberprüfung; Zufahrt Innenhof 07:30–15:00 Uhr und 16:15–16:30 Uhr (Mo–Fr); Anmeldung mind. 15 Min. vorher, spätestens 14:45 Uhr; Steigung bis 18 %, max. 16 t; Kran TEREX AC 40 als Ausnahme.
Parkflächen: Nur 2 Plätze im gBEF, zusätzlich P5, P2, kP3, kP4.
Material: Zwischenlagerung im Wallgraben möglich.
Wartezeiten: Unter 15 Min. nicht vergütungspflichtig; längere Wartezeiten zwingend im Tagesrapport dokumentieren (mit Unterschrift der zuständigen Bediensteten).
Sicherheitsüberprüfung Personal (Sibe-Bescheinigung oder Einverständniserklärung, max. 5 Jahre alt) muss 2 Wochen vor Baubeginn vorliegen.
Hof 14: Zugang außerhalb der Schleusenzeiten nur mit Sicherheitsüberprüfung.
Instandhaltung (Inspektion, Wartung, Instandsetzung)
Zusätzlich zur Erstellung ist ein verbindliches Angebot für die regelmäßige Instandhaltung abzugeben – dies wird gemeinsam mit der Erstellungsleistung gewertet. Umfasst:
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenEignungsnachweis (Fachliche Eignung)
Bieter müssen ihre Eignung nachweisen durch:
Auf Verlangen sind ergänzende Nachweise vorzulegen (z.B. Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerksrolle).
Stammpersonaleinsatz (Pflicht zur Eigenleistung)
Mindestens 70 % der Leistung muss mit eigenen Stammarbeitskräften des Bieters erbracht werden. Gleiche Anforderung gilt für eingesetzte Nachunternehmer (mind. 70 % mit deren Stammarbeitskräften).
Vor Baubeginn ist ein Verzeichnis der eingesetzten Arbeitskräfte vorzulegen. Austausch von Arbeitskräften ist unverzüglich in Textform mitzuteilen. Unvollständige oder falsche Angaben können zum Ausschluss von der Wertung, zur Kündigung oder zum Ausschluss von künftigen Ausschreibungen führen.
Sicherheitsüberprüfung des Personals
Vor Beginn der Bauausführung (mind. 2 Wochen vorher) muss für jede eingesetzte Person eine Sibe-Bescheinigung (max. 5 Jahre alt) oder eine unterzeichnete Einverständniserklärung vorgelegt werden. Bei Verweigerung der Sicherheitsüberprüfung oder verwehrtem Zugang zur JVA kann der Auftraggeber den Vertrag aus wichtigem Grund kündigen.
Sprache und Form der Angebote
Das Angebot ist in deutscher Sprache abzugeben. Es sind die von der Vergabestelle vorgegebenen Vordrucke (VHB-Formblätter) zu verwenden. Alle Eintragungen müssen dokumentenecht sein. Preisnachlässe sind als unbedingte Vomhundertsätze auf die Abrechnungssumme an der angegebenen Stelle einzutragen. Das Angebot kann elektronisch über die Vergabeplattform oder in Textform mit qualifizierter Signatur eingereicht werden.
Nebenangebote
Nebenangebote sind zulässig, sofern sie die Mindestanforderungen erfüllen und gleichwertig zur Leistungsbeschreibung sind. Die Gliederung der Leistungsbeschreibung ist beizubehalten; Mengenansätze und Einzelpreise sind aufzuschlüsseln.
Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bietergemeinschaften müssen eine Erklärung in Textform abgeben (Bildung der ARGE, alle Mitglieder, bevollmächtigter Vertreter, Gesamtschuldner-Haftung; Formblatt 234). Bei Nachunternehmereinsatz sind Art und Umfang der Leistungen im Angebot anzugeben (Formblatt 233). Auf Verlangen sind Nachweise zur Eignung der Nachunternehmer vorzulegen (Formblatt 126/236).
Zwingende formale Anforderungen
Referenznachweise gemäß Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) – konkrete Anforderungen (z.B. Anzahl, Zeitraum, Vergleichbarkeit, Volumen) sind in den Vergabeunterlagen nicht spezifiziert
Auf Verlangen der Vergabestelle vorzulegen