Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenGegenstand: Planungsleistungen (Architekten-/Objektplanung Gebäude) für die Sanierung und Erweiterung der bestehenden Kindertagesstätte Steindorf in Wetzlar. Das eingeschossige Bestandsgebäude (Baujahr 1991) wird funktional, baulich und technisch saniert; gleichzeitig entsteht ein eingeschossiger Erweiterungsbau für einen fünften Gruppenraum mit Neben-, Sanitär- und Differenzierungsräumen (ca. 560 m² zusätzliche Nutzfläche). Die Kita bleibt während der gesamten Bauzeit in Betrieb.
Was zu tun ist: Es werden alle neun Leistungsphasen der Objektplanung Gebäude gemäß HOAI 2021 (§ 34) stufenweise vergeben – von der Grundlagenermittlung über Vor-, Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung bis hin zu Vergabe, Objektüberwachung und Objektbetreuung. Zusätzlich sind besondere Leistungen zu erbringen, u. a. Bestandsaufnahme, Interimsunterbringungskonzept, Bauabschnittsplanung, Mitwirkung bei Fördermitteln, Gremienteilnahme und Risikobeurteilung.
Verfahren: Verhandlungsverfahren nach VgV mit Teilnahmewettbewerb. Zuerst wird die Eignung geprüft, danach werden 3–6 Bewerber zur Angebotsabgabe aufgefordert.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis70%
Gesamthonorar gemäß Honorarangebot/Excel-Preisblatt; max 210 Punkte. Niedrigstes Gesamthonorar = 210 Punkte, prozentualer Abstand entspricht prozentualem Punktabzug.
- Darstellung möglicher Risiken bezüglich Kosten und Termine20%
Formlose Darstellung möglicher Risiken bezüglich Kosten und Termine sowie Maßnahmen zur Risikominimierung; max 60 Punkte. Bewertung in den Stufen mangelhaft (0), durchschnittlich (15) und gut (30) – jeweils für kosten- und terminbezogene Risiken.
- Reaktionszeit / Präsenz vor Ort10%
Formlose Angabe der Reaktionszeit für kurzfristige Ortstermine in Wetzlar; max 30 Punkte. ≤2 Std=30 Pkt, 2-≤4 Std=15 Pkt, >4 Std=0 Pkt.
Preis: Niedrigstes Gesamthonorar = 210 Punkte; prozentualer Abstand zum niedrigsten Gesamthonorar entspricht dem prozentualen Punktabzug. Risiken: mangelhaft=0, durchschnittlich=15, gut=30 Punkte (jeweils Kosten und Termine). Reaktionszeit: ≤2 Std=30 Pkt, 2-≤4 Std=15 Pkt, >4 Std=0 Pkt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenPlanungsaufgabe und Projektziel
Sanierung des bestehenden eingeschossigen massiven Kita-Gebäudes (Baujahr 1991) in Wetzlar-Steindorf, Schulstraße 12 – funktional, baulich und technisch. Zusätzlich Erweiterung um einen fünften Gruppenraum mit Sanitär-, Differenzierungs-, Neben-, Verkehrs- und Technikflächen (eingeschossiger Erweiterungsbau).
Zusätzlicher Flächenbedarf rund 560 m² Nutzfläche, Erweiterung von 4 auf 5 Gruppen. Funktionale Anpassungen im Bestand, weil sich die Altersstruktur der Kinder und das pädagogische Konzept geändert haben. Energetische und sicherheitstechnische Ertüchtigung der technischen Anlagen.
Art und Umfang der Planungsleistung
Objektplanung Gebäude gemäß HOAI 2021, Teil 3, Abschnitt 1, § 34 (Leistungsphasen 1–9). Die Beauftragung erfolgt stufenweise:
Ein Anspruch auf Beauftragung aller Stufen besteht nicht. Nicht enthalten sind Fachplanungen (Tragwerk, TGA, Freianlagen, Vermessung, Baugrund etc.) – diese werden vom Auftraggeber oder gesondert beauftragt.
Besondere Leistungen
Zusätzlich zu den Grundleistungen sind u. a. folgende besondere Leistungen zu erbringen:
Rahmenbedingungen und Bauen im Bestand
Die Kita bleibt während der gesamten Bauzeit in Betrieb. Daher sind ein Interimsunterbringungskonzept (mindestens 2 Varianten, z. B. Containeranlage oder Nutzung Bürgerhaus) sowie eine Bauabschnitts- und Phasenplanung verpflichtend in den Leistungsphasen 2–5 zu erbringen.
Beide Bauweisen sind zu planen: konventionelle Bauweise sowie modular/systematisierte Bauweise. Es gelten besondere Sicherheitsanforderungen sowie die Einhaltung von Bauordnungsrecht, Brandschutz, Hygiene und technischen Standards für Kindertagesstätten. Regelmäßige Jour-Fixe-Termine alle 14 Tage.
Vom Auftraggeber beizubringende Unterlagen
Bestandspläne und Bestandsunterlagen, das Raumprogramm Kita Steindorf, Grundstücks- und Katasterunterlagen sowie Angaben zu Fördermitteln werden vom Auftraggeber bereitgestellt. Die fachliche Verantwortung für Vollständigkeit und Aktualisierung im Planungsverlauf liegt beim Auftragnehmer.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche und rechtliche Eignung
Finanzielle und personelle Eignung
Fachliche Eignung – Projektleitung und stellv. Projektleitung
Fachliche Eignung – Referenzprojekte
Mindestens 1 Referenz, maximal 3 Referenzen über Umbau oder Sanierung eines Bestandsgebäudes vergleichbarer Komplexität (z. B. Kita, Schule, sonstiges öffentliches Gebäude):
Wertungskriterien (im Verhandlungsverfahren)
Zusätzlich zu den Mindestkriterien werden im Wertungswettbewerb Punkte vergeben:
Umbau oder Sanierung eines Bestandsgebäudes vergleichbarer Komplexität (z. B. Kita, Schule oder sonstiges öffentliches Gebäude); wesentliche Leistungsphasen der Objektplanung Gebäude nach § 34 HOAI (z. B. LPH 1–8)
Anlage 3 ausfüllen; Zusatzpunkte für Baukosten ≥ 1 Mio. €, öffentlichen Auftraggeber nach § 99 GWB, Barrierefreiheits-Maßnahmen sowie Erfahrung in Modulbauweise/systematisierter Bauweise