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Sanierung und Erweiterung der Kita Steindorf - Planungsleistung

Magistrat der Stadt Wetzlar | VergabekammerWetzlar, HessenVeröffentlicht:
Angebotsfrist:

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Gegenstand: Planungsleistungen (Architekten-/Objektplanung Gebäude) für die Sanierung und Erweiterung der bestehenden Kindertagesstätte Steindorf in Wetzlar. Das eingeschossige Bestandsgebäude (Baujahr 1991) wird funktional, baulich und technisch saniert; gleichzeitig entsteht ein eingeschossiger Erweiterungsbau für einen fünften Gruppenraum mit Neben-, Sanitär- und Differenzierungsräumen (ca. 560 m² zusätzliche Nutzfläche). Die Kita bleibt während der gesamten Bauzeit in Betrieb.

Was zu tun ist: Es werden alle neun Leistungsphasen der Objektplanung Gebäude gemäß HOAI 2021 (§ 34) stufenweise vergeben – von der Grundlagenermittlung über Vor-, Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung bis hin zu Vergabe, Objektüberwachung und Objektbetreuung. Zusätzlich sind besondere Leistungen zu erbringen, u. a. Bestandsaufnahme, Interimsunterbringungskonzept, Bauabschnittsplanung, Mitwirkung bei Fördermitteln, Gremienteilnahme und Risikobeurteilung.

Verfahren: Verhandlungsverfahren nach VgV mit Teilnahmewettbewerb. Zuerst wird die Eignung geprüft, danach werden 3–6 Bewerber zur Angebotsabgabe aufgefordert.

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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Aktive Ausschreibung
HEUTE
Termin / FristJUL2026 OKT JAN2027 APR JUL OKT JAN2028 APR JUL OKT JAN2029 APR
Teilnahmefrist6. Aug. 2026
Rügefristca. 6. Aug. – 16. Aug. 2026
Nachprüfungsfristca. 16. Aug. – 31. Aug. 2026
Einladungsfristca. 21. Aug. 2026
Angebotsfrist16. Sep. 2026
Bindefristca. 16. Sep. – 30. Nov. 2026
Vertragsbeginnca. 16. Nov. 2026
Planungsphase LP 1–5ca. 16. Nov. 2026 – 31. Dez. 2027
Ausführungsbeginnca. 1. Jan. 2028
Vertragsende30. Juni 2029
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Preis & Qualität3 Kriterien
Preis 70%Qualität 30%
  • Preis70%

    Gesamthonorar gemäß Honorarangebot/Excel-Preisblatt; max 210 Punkte. Niedrigstes Gesamthonorar = 210 Punkte, prozentualer Abstand entspricht prozentualem Punktabzug.

  • Darstellung möglicher Risiken bezüglich Kosten und Termine20%

    Formlose Darstellung möglicher Risiken bezüglich Kosten und Termine sowie Maßnahmen zur Risikominimierung; max 60 Punkte. Bewertung in den Stufen mangelhaft (0), durchschnittlich (15) und gut (30) – jeweils für kosten- und terminbezogene Risiken.

  • Reaktionszeit / Präsenz vor Ort10%

    Formlose Angabe der Reaktionszeit für kurzfristige Ortstermine in Wetzlar; max 30 Punkte. ≤2 Std=30 Pkt, 2-≤4 Std=15 Pkt, >4 Std=0 Pkt.

Preis: Niedrigstes Gesamthonorar = 210 Punkte; prozentualer Abstand zum niedrigsten Gesamthonorar entspricht dem prozentualen Punktabzug. Risiken: mangelhaft=0, durchschnittlich=15, gut=30 Punkte (jeweils Kosten und Termine). Reaktionszeit: ≤2 Std=30 Pkt, 2-≤4 Std=15 Pkt, >4 Std=0 Pkt.

KI-Hinweis: Alle Zuschlagskriterien (Preis 70%, Risiken Kosten/Termine 20%, Reaktionszeit 10%) mit Gewichtungen und Bewertungsmaßstäben sind im Angebotsbogen (Teil C, Ziffer 3) vollständig angegeben.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Planungsaufgabe und Projektziel

Sanierung des bestehenden eingeschossigen massiven Kita-Gebäudes (Baujahr 1991) in Wetzlar-Steindorf, Schulstraße 12 – funktional, baulich und technisch. Zusätzlich Erweiterung um einen fünften Gruppenraum mit Sanitär-, Differenzierungs-, Neben-, Verkehrs- und Technikflächen (eingeschossiger Erweiterungsbau).

Zusätzlicher Flächenbedarf rund 560 m² Nutzfläche, Erweiterung von 4 auf 5 Gruppen. Funktionale Anpassungen im Bestand, weil sich die Altersstruktur der Kinder und das pädagogische Konzept geändert haben. Energetische und sicherheitstechnische Ertüchtigung der technischen Anlagen.

Art und Umfang der Planungsleistung

Objektplanung Gebäude gemäß HOAI 2021, Teil 3, Abschnitt 1, § 34 (Leistungsphasen 1–9). Die Beauftragung erfolgt stufenweise:

Stufe 1: LP 1–3 (Grundlagenermittlung, Vorplanung, Entwurfsplanung)Stufe 2: LP 4–5 (Genehmigungs- und Ausführungsplanung)Stufe 3: LP 6–9 (Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe, Objektüberwachung, Objektbetreuung)

Ein Anspruch auf Beauftragung aller Stufen besteht nicht. Nicht enthalten sind Fachplanungen (Tragwerk, TGA, Freianlagen, Vermessung, Baugrund etc.) – diese werden vom Auftraggeber oder gesondert beauftragt.

Besondere Leistungen

Zusätzlich zu den Grundleistungen sind u. a. folgende besondere Leistungen zu erbringen:

Mitwirkung bei Fördermittelverfahren (Kosten-/Flächenaufstellungen, energetische Nachweise, Variantenuntersuchungen)Teilnahme an 2 GremiensitzungenBesondere Koordinationsleistungen wegen Bauens im laufenden Kita-Betrieb inkl. Bauabschnitts- und BauphasenplanungErstellung einer Risikobeurteilung zu Kosten- und TermineinhaltungVollständige Bestandsaufnahme mit ProjektbeginnÜberwachung der Mängelbeseitigung innerhalb der VerjährungsfristBestandserfassung und Dokumentation (Pläne als DWG/DXF + PDF, Leistungsphase 9)

Rahmenbedingungen und Bauen im Bestand

Die Kita bleibt während der gesamten Bauzeit in Betrieb. Daher sind ein Interimsunterbringungskonzept (mindestens 2 Varianten, z. B. Containeranlage oder Nutzung Bürgerhaus) sowie eine Bauabschnitts- und Phasenplanung verpflichtend in den Leistungsphasen 2–5 zu erbringen.

Beide Bauweisen sind zu planen: konventionelle Bauweise sowie modular/systematisierte Bauweise. Es gelten besondere Sicherheitsanforderungen sowie die Einhaltung von Bauordnungsrecht, Brandschutz, Hygiene und technischen Standards für Kindertagesstätten. Regelmäßige Jour-Fixe-Termine alle 14 Tage.

Vom Auftraggeber beizubringende Unterlagen

Bestandspläne und Bestandsunterlagen, das Raumprogramm Kita Steindorf, Grundstücks- und Katasterunterlagen sowie Angaben zu Fördermitteln werden vom Auftraggeber bereitgestellt. Die fachliche Verantwortung für Vollständigkeit und Aktualisierung im Planungsverlauf liegt beim Auftragnehmer.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Persönliche und rechtliche Eignung

Eigenerklärung, dass keine Ausschlussgründe nach §§ 123 und 124 GWB vorliegen (Formblatt 124 LD)Eintragung in die Architektenkammer (Projektleitung und stellv. Projektleitung)Eigenerklärung, dass kein Bezug zu Russland im Sinne der EU-Verordnung 2022/576 besteht (Formblatt Anlage_2)Verpflichtungserklärung zur Tariftreue und Mindestentgelt (Land Hessen)Bei Bietergemeinschaften: gesamtschuldnerische Haftung, bevollmächtigter Vertreter, Haftpflichtnachweis aller Mitglieder

Finanzielle und personelle Eignung

Berufshaftpflichtversicherung mit mindestens 2.500.000 € Deckungssumme für Personenschäden und mindestens 2.500.000 € für Sach-/Vermögensschäden (oder Eigenerklärung für den Auftragsfall)Durchschnittlicher Jahresgesamtumsatz der letzten 3 Geschäftsjahre mindestens 300.000 € netto, bezogen auf vergleichbare Leistungen (Objektplanung § 34 HOAI)Bürogröße: mindestens 2 Beschäftigte mit Architektur-/Ingenieurqualifikation (Dipl.-Ing./Master), Jahresmittel der letzten 3 Jahre

Fachliche Eignung – Projektleitung und stellv. Projektleitung

Projektleitung: Eintragung in der Architektenkammer und mindestens 4 Jahre Berufserfahrung in der Objektplanung GebäudeStellv. Projektleitung: Eintragung in der Architektenkammer oder vergleichbare Qualifikation und mindestens 3 Jahre BerufserfahrungTabellarische Lebensläufe sind einzureichen

Fachliche Eignung – Referenzprojekte

Mindestens 1 Referenz, maximal 3 Referenzen über Umbau oder Sanierung eines Bestandsgebäudes vergleichbarer Komplexität (z. B. Kita, Schule, sonstiges öffentliches Gebäude):

Baukosten KGR 300+400 mindestens 700.000 € nettoWesentliche Leistungsphasen der Objektplanung Gebäude nach § 34 HOAI (z. B. LPH 1–8)Inbetriebnahme bis zu 10 Jahre zurückliegend

Wertungskriterien (im Verhandlungsverfahren)

Zusätzlich zu den Mindestkriterien werden im Wertungswettbewerb Punkte vergeben:

Umsatz: ab 300.000 € = 1 Pkt., ab 700.000 € = 2 Pkt. (max. 2)Erfahrung Projektleitung: ab 8 Jahre = 1 Pkt., ab 12 Jahre = 2 Pkt. (max. 2)Erfahrung stellv. Projektleitung: ab 4 Jahre = 1 Pkt., ab 10 Jahre = 2 Pkt. (max. 2)Referenzen (je Referenz): ab 700 T€ = 1 Pkt., ab 1.000 T€ = 2 Pkt., öffentlicher Auftraggeber = 1 Pkt., Barrierefreiheit = 1 Pkt., Modulbauweise = 1 Pkt. (max. 6)Bürogröße: ab 4 Beschäftigte = 1 Pkt. (max. 1)Risikodarstellung und Reaktionszeit vor Ort fließen ebenfalls in die Wertung ein.
Referenzprojekte
Mindestens 1, maximal 3 ReferenzenZeitraum: Inbetriebnahme bis zu 10 Jahre zurückliegendVolumen: Baukosten KGR 300+400 ≥ 700.000 € netto

Umbau oder Sanierung eines Bestandsgebäudes vergleichbarer Komplexität (z. B. Kita, Schule oder sonstiges öffentliches Gebäude); wesentliche Leistungsphasen der Objektplanung Gebäude nach § 34 HOAI (z. B. LPH 1–8)

Anlage 3 ausfüllen; Zusatzpunkte für Baukosten ≥ 1 Mio. €, öffentlichen Auftraggeber nach § 99 GWB, Barrierefreiheits-Maßnahmen sowie Erfahrung in Modulbauweise/systematisierter Bauweise

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
1–3Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 2 Angebote
Geringe Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 44%4–10 · 37%11+ · 19%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 24 erledigt
Teilnahmeantrag – Eignungsnachweise (Pflicht, einzureichen bis 06.08.2026, 08:30 Uhr)
Zusätzlich bei Bietergemeinschaften / Nachunternehmern
Angebotsphase – nach Aufforderung (Abgabe bis 16.09.2026, 08:30 Uhr)
Optionale / sonstige Unterlagen
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Magistrat der Stadt Wetzlar | Vergabekammer
Anschrift
35578 Wetzlar
Ort
35578 Wetzlar
Kategorie
Kinderbetreuung & Kita-Trägerschaft
Veröffentlicht
Angebotsfrist
Auftraggeber-Website
my.vergabe.rib.de

Erfüllungsort

Ort der Leistung
35578 Wetzlar
Hessen

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