Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW) schreibt Post- und Hybrid-Postdienstleistungen in 4 Losen aus:
Es handelt sich um eine Rahmenvereinbarung über 24 Monate (Start 01.11.2026) mit zweimaliger Verlängerungsoption um je ein Jahr. Angebote sind ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform subreport ELViS einzureichen. Die Bewertung erfolgt zu 40% nach Preis und 60% nach Qualität (Konzepte). Die Angebotsfrist endet am 20.07.2026 um 10:00 Uhr (MESZ); Bieterfragen sind bis 10.07.2026 möglich.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Gesamtkosten40%
Niedrigster Gesamtpreis (netto) auf Basis des Preisblatts (Anlage D Los 2). Max. 100 Punkte.
- Qualitätskonzept20%
Darstellung der konkreten Abläufe bei der Leistungserbringung (Brieflauf, Übergabe an Dritte, Sortier- und Frankierprozesse, Qualitätssicherungsmaßnahmen). Bewertet mit 5 Wertungsaspekten Q1–Q5 (je 1/3/5 Punkte); max. 25 Rohpunkte.
- Reklamationskonzept12%
Beschwerdemanagement, Ansprechpartner, Umgang mit Schlechtleistungen von Nachunternehmern. 3 Wertungsaspekte R1–R3 (je 1/3/5 Punkte); max. 15 Rohpunkte.
- Nachhaltigkeitskonzept28%
Klimaschutz, Klimaneutralität, CO2-Bilanzierung, Kompensation, Berichterstattung und Zertifizierung. 6 Wertungsaspekte N1–N6 (je 1/5/10 Punkte); max. 60 Rohpunkte.
G = (Px × 0,40) + (Lx × 0,60); Px = niedrigster Gesamtpreis × 100 / Gesamtpreis Unternehmen X; max. 200 Punkte gesamt (100 Preis + 100 Qualität). Bei Gleichstand entscheidet die höhere Qualitätspunktzahl.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenLeistungsrahmen (gilt für alle Lose)
Rahmenvereinbarung über die Frankierung und den Versand von Briefsendungen (einschließlich Postzustellungsaufträgen und Einschreiben) sowie – in Los 4 – den hybriden Postversand.
Vertragslaufzeit: 01.11.2026 – 31.10.2028 (24 Monate), mit zwei Verlängerungsoptionen um je ein Jahr bis maximal 31.10.2030. Die Auftraggeberin muss eine Verlängerung mindestens 3 Monate vor Vertragsende in Textform mitteilen.
Mengen und Obergrenzen (netto):
Die Volumenangaben sind ca.-Angaben; es besteht keine Abnahmepflicht. Minder- oder Mehrmengenzuschläge sind ausgeschlossen.
Preise: Die Preise gelten die ersten 12 Monate fest. Ab dem 13. Vertragsmonat können sie über eine Preisgleitklausel (Lohn- und Kostenentwicklung) angepasst werden. Bei Erreichen von 80% der Obergrenze ist die Auftraggeberin in Textform zu informieren.
Abholung: Werktägliche Abholung (Mo–Fr) an den jeweiligen Standorten in festen Zeitfenstern. Der Auftragnehmer stellt stapelbare Transportbehälter in 2 Größen unentgeltlich bereit.
Frankierung & Klischee: Frankieren der Sendungen soweit für Transport/Erfassung erforderlich. Auf Wunsch Klischeeaufdruck ohne gesonderte Vergütung; einmalige Einrichtungskosten gemäß Preisblatt.
Versandmaterial: Bestellbar über eine zentrale E-Mail-Adresse.
Postgeheimnis & Datenschutz: Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben (insb. § 18 PostG), Schutz von Sendungen durch technisch-organisatorische Maßnahmen, Verpflichtungserklärung aller Mitarbeiter/Erfüllungsgehilfen. Vertragsstrafe bei Verstößen: 0,5 % des Monatsvolumens je Verstoß, maximal 5 % pro Los/Monat.
Sendungsarten, Laufzeiten und Berichtswesen (Lose 1–3)
Sendungsarten:
Reichweiten jeweils national und – soweit das Zielland dies unterstützt – international (außer Einschreiben mit Rückschein und Postzustellungsaufträge, die nur national angeboten werden).
Zustellfristen (Lose 1–3):
Zustellversuche & Recherche: Zweiter Zustellversuch am Folgetag des ersten Scheiterns. Danach kostenlose Empfängerrecherche; Rücksendung mit Begründung spätestens Z+3 Werktage.
Brieflaufzeitmessung: Regelmäßige Erfassung gemäß EN 13850:2020 (oder gleichwertig); quartalsweise Berichtspflicht über Brieflaufzeiten, Zustell- und Rücklaufquoten.
Tägliche Einlieferungsübersicht: Elektronische Übermittlung am folgenden Arbeitstag (E-Mail, gängiges Dateiformat).
Abrechnung: Monatlich, auf Basis der Tagesreports und der Produkte des Preisblatts.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung zur Berufsausübung (alle Lose)
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit (alle Lose)
Technische Leistungsfähigkeit und Referenzen (alle Lose)
Betriebshaftpflichtversicherung (alle Lose)
Mindestdeckung je Schadensfall:
Alternativ: verbindliche Zusage, den Nachweis binnen 2 Wochen nach Zuschlagserteilung vorzulegen.
Ausschlussgründe (Eigenerklärung über Anlage F1, alle Lose)
Der Bieter muss das Nichtvorliegen folgender Ausschlussgründe bestätigen:
1. Fehlende gewerberechtliche Voraussetzungen.
2. Eröffnetes/beantragtes Insolvenz- oder vergleichbares Verfahren.
3. Liquidation des Unternehmens.
4. Verletzung von Steuer- oder Sozialversicherungspflichten.
5. Verstöße gegen Vorschriften zur Schwarzarbeitsbekämpfung, gegen illegale Arbeitnehmerüberlassung oder gegen Leistungsmissbrauch (SGB III, AÜG, SchwarzArbG).
6. Schwere Verfehlung, die die Zuverlässigkeit in Frage stellt.
7. Wettbewerbsbeeinflussende Absprachen mit Dritten.
8. Vorsätzlich unzutreffende Erklärungen in Vergabeverfahren.
9. Vorteilsgewährung an Personen der Auftraggeberin.
10. Keine Zahlung aktueller Mindesttariflöhne.
11. Keine Ausschlussgründe nach § 19 MiLoG.
12. Keine Verurteilung/Geldbuße nach § 21 AEntG, § 98c AufenthG, § 21 SchwarzArbG, § 19 MiLoG (Freiheitsstrafe > 3 Monate oder Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 €).
13. Keine Geldbuße nach § 22 LkSG.
14. Keine Eintragungen in EU-Finanzsanktionslisten (bezogen auf Unternehmen und Nachunternehmen).
15. Keine zwingenden oder fakultativen Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB.
Russland-Sanktionen / EU-Verordnung 833/2014 (Anlage F1.1, alle Lose)
Der Bieter (sowie Mitglieder von Bietergemeinschaften) darf NICHT:
Gleiche Anforderungen gelten für beteiligte Unternehmen mit > 10 % des Auftragswerts (Unterauftragnehmer, Lieferanten, Eignungsleihgeber). Diese dürfen während der gesamten Vertragslaufzeit nicht eingesetzt werden.
Bietergemeinschaften und Eignungsleihe (alle Lose)
Bietergemeinschaften:
Eignungsleihe:
Bewertung der Angebote (Zuschlagskriterien)
Wertungsmix: 40 % Preis (niedrigster Gesamtpreis netto) + 60 % Qualität (Konzepte).
Konzepte Lose 1–3 (3 Konzepte):
1. Qualitätskonzept (Brieflauf, Abläufe Einschreiben, Sortierung/Frankierung, Qualitätssicherung).
2. Reklamationskompetenz.
3. Nachhaltigkeitskonzept (SaubFahrzeugBeschG, CO₂-neutraler Versand, CO₂-Bilanzierung, Kompensation, Nachweisführung, unabhängige Überprüfung).
Konzepte Los 4 (6 Kategorien): Zustellung/Laufzeit/Qualität, Elektronischer Empfang/REST-API, Sicherheit/Datenschutz, Druck/Outputmanagement, Service/Betrieb, Implementierung/Projektmanagement.
Umfang: max. 12 DIN A4-Seiten (einseitig, Schriftgröße 11), zuzüglich Anlagen.
Mindestens 3 vergleichbare, bereits abgeschlossene Referenzprojekte aus den letzten Geschäftsjahren (Post-/Hybrid-Post-Dienstleistungen)
Nachweis über Anlage F2 (pro Los). Inhalt je Referenz: Bezeichnung der Leistungen, Auftraggeber (Name, Anschrift, ob öffentlicher AG), Ansprechpartner, Beschreibung der Tätigkeiten, Gesamtauftragswert (netto EUR), Leistungszeitraum. Ansprechpartner-Daten erst bei engerer Auswahl nachzureichen.