Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung (offenes Verfahren, VOB/A) des Abfallwirtschaftsbetriebs München (AWM) für Fassadenarbeiten am Neubau des Betriebshofs Behältermanagement in München-Riem (De-Gasperi-Bogen, 81829 München).
Zum Leistungsumfang gehören Planung, Lieferung und Montage einer vorgehängten, hinterlüfteten Fassade aus Faserzementplatten (kleinformatige Wabenschindeln ca. 750 m², großformatige Platten ca. 400 m²) inklusive Unterkonstruktion aus Aluminium/Edelstahl, Mineralwolldämmung, Verblechungen (Fenster, Leibungen, Attika) sowie Vogelnist- und Fledermauskästen. Ausführung an Betriebsgebäude (Achsen 1–10) und Verwaltungsgebäude (Achsen 17–20).
Angebote sind bis zum 23.07.2026 um 10:00 Uhr elektronisch einzureichen. Bieter müssen mindestens 3 vergleichbare Referenzen aus den letzten 5 Jahren nachweisen, eine Betriebshaftpflichtversicherung vorweisen und umfangreiche materialökologische Vorgaben (Blauer Engel, FSC/PEFC, VOC-Grenzwerte) einhalten.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis als alleiniges Kriterium; ermittelt aus der Wertungssumme des Angebotes (nachgerechnete Angebotssumme unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten sowie preislich günstigerer Grund- und Wahlpositionen bei Straßen- bzw. Brückenbau).
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGebäude und Geltungsbereich
Die Fassade wird an zwei Gebäuden ausgeführt: Betriebsgebäude (Achsen 1–10) und Verwaltungsgebäude (Achsen 17–20). Beide Gebäude sind Teil des Neubaus Betriebshof Behältermanagement am De-Gasperi-Bogen, 81829 München. Ausführungshöhe bis 8,0 m über Gelände; Windlastzone II. Materialien nicht brennbar (A2-s1,d0); Hinterlüftung mindestens 40 mm. Es gibt nur ein Los – eine Losaufteilung liegt nicht vor.
Technische Bearbeitung und Planungsleistungen
Werk- und Montageplanung (W+M-Planung) ist durch den Auftragnehmer zu erbringen, statische und bauphysikalische Nachweise sind vorzulegen, Bemusterung von Materialien und Farben erfolgt vor Planfreigabe. Die W+M-Planung ist mindestens 4 Monate vor Ausführungsbeginn vorzulegen, mit 2 Wochen Vorankündigung an den Architekten und mindestens 3 Wochen Prüfzeitraum durch den Auftraggeber. Überarbeitungsfrist 2 Wochen, abschließende Freigabe weitere 2 Wochen. Vermessung des Verwaltungs- und Betriebsgebäudes erfolgt je Bauabschnitt separat. Untergrundvorbereitung (Reinigung/Heralstellung) auf ca. 1.230 m² Stahlbeton und Kalksandstein.
Fassadenaufbau – Unterkonstruktion und Dämmung
Unterkonstruktion aus Aluminium oder Edelstahl, thermisch entkoppelt, mit T-Profilen und Konsolen. Für großformatige Platten Achsabstand 600 mm, für kleinteilige Wabenschindeln Achsabstand 300 mm. Dämmung aus Mineralwolle WLG 035, Dämmstärken 40–250 mm je nach Bauteil. Verwaltungsgebäude Süd 200 mm Mineralwolle auf 180 m², Verwaltungsgebäude Nord/Ost/West 160 mm auf 280 m², Betriebsgebäude 140 mm auf 710 m². Wärmeschutz Verwaltungsgebäude: U-Wert ≤ 0,22 W/(m²·K), R ≥ 1,20 (m²·K)/W. Wärmeschutz Betriebsgebäude: U-Wert ≤ 0,23 W/(m²·K), R ≥ 0,55 (m²·K)/W.
Außenwandbekleidung und Verblechungen
Kleinformatige Fassade als Wabenstreifen ca. 750 m², Format 3 x 200 x 200 mm, Dicke 4 mm, hellgrau. Großformatige Fassade ca. 400 m², Platten ca. 3.000 x 1.200 mm, Dicke 8 mm, anthrazit. Leibungsverkleidungen mit Abwicklungen 190–290 mm an Fenstern und Toren, mit und ohne Sonnenschutz. Verblechungen umfassen Fensterbleche, Versatzbleche, Attika- und Sockelbleche. Attika mit Aluminium-Unterkonstruktion, Wandpaneelen, Armierung und Putz. Integration von Vogelnistkästen (Spatzen, Halbhöhlen) und Fledermauskästen. Reserveplatten: 10 Stück kleinformatig, 5 Stück großformatig, mit Lieferscheinen, Chargennummern und Einlagerungsprotokoll.
Spezialleistungen und Nebenleistungen
Lieferung und Einbau von 15 Unterputz-Fledermauskästen (Sommer-/Übergangsquartier) in der Attika, Maße 66,50 x 24 x 9 cm, gemäß BNatSchG und Auflagen der unteren Naturschutzbehörde. 4-seitige Verkleidung von 20 Stahlträgern inklusive Mineralwolldämmung (WLG 035, A1) und 3 mm pulverbeschichtetem Blech (ca. 1.000 x 730 x 550 mm). Grundreinigung der gesamten Fassade (ca. 1.400 m² Faserzementplatten) mit pH-neutralen Mitteln, Druck max. 60–80 bar, nur bei trockener Witterung > 5 °C. Dokumentation in 4-stufiger Gliederung (analog B1_BK_038): 2-fach Papier + digital (PDF + bearbeitbar), mit Nachweisen, Berechnungen, Produktdatenblättern, Prüfprotokollen, Plänen und Fotodokumentation. Stundenlohnarbeiten: Vorarbeiter 10 h, Facharbeiter 20 h, Helfer 20 h, 5 zusätzliche Anfahrten.
Materialökologische und abfallwirtschaftliche Anforderungen
Einhaltung des Bauleitfadens der Landeshauptstadt München: emissionsarme, schadstofffreie Baustoffe; Ausschluss von PVC und chlorchemischen Produkten, Bioziden (außer Topfkonservierung), SVHC/KMR/PBT/vPvB-Stoffen sowie Tropenholz/Kieferkernholz. Außendämmung mit RAL-Gütezeichen oder Blauer Engel DE-UZ 132, formaldehydfreies Bindemittel. Klebstoffe VOC ≤ 40 g/l, chlorparaffinfrei. Außenputz diffusionsoffen, mineralisch, ohne biozide Filmschutzmittel. Aluminium max. 50 % Primäraluminium, sortenrein trennbar, Eloxal vor Pulverbeschichtung. Innenraumluft: Formaldehyd < 0,08 ppm, VOC-Summe < 300 µg/m³ nach 1 Jahr. Für Bau- und Abbruchabfälle gelten getrennte Erfassung und Nachweisführung nach KrWG/NachwV; Verwertung hat Vorrang, Kosten sind in Einheitspreise einzurechnen. Für die Bauphase gelten Staubgrenzwerte A-Fraktion 1,25 mg/m³, E-Fraktion 10 mg/m³, Lärmgrenzwerte Wohnbebauung 50/35 dB(A) und Gewerbe 55/40 dB(A).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAusschlussgründe und registerrechtliche Eignung
Erklärung, dass keine Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A vorliegen; ggf. Maßnahmen zur Selbstreinigung nach § 6f EU VOB/A. Erklärung, dass keine Eintragungen im Wettbewerbsregister bestehen. Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen. Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft. Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle oder bei der IHK (bzw. Erklärung über Nichtverpflichtung). EU-Sanktionserklärung (kein Bezug zu Russland gemäß EU-Verordnung 2022/576). Russland-bezogene Nachunternehmer dürfen maximal 10 % des Auftragswerts ausmachen, sofern keine Ausnahme nach Art. 5k Abs. 2 vorliegt.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Umsatz des Unternehmens in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren mit vergleichbaren Bauleistungen, pro Jahr in EUR brutto. Kein Insolvenzverfahren beantragt/eröffnet und keine Liquidation. Vorhandene Betriebshaftpflichtversicherung mit Mindestdeckungssummen: 3.000.000 € Personenschäden (mind. 250.000 € pro geschädigter Person), 3.000.000 € Sachschäden, 50.000 € Bearbeitungs-/Vermögensschäden; Maximierung mindestens das Zweifache der Deckungssumme pro Kalenderjahr. Nachweis durch Bestätigung eines Wirtschaftsprüfers/Steuerberaters oder testierte Jahresabschlüsse.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Mindestens 3 Referenzen über vergleichbare Fassadenarbeiten aus den letzten 5 Jahren. Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte; Angabe der jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten 3 Kalenderjahre, gegliedert nach Lohngruppen mit separat ausgewiesenem technischen Leitungspersonal. Fachbauleiter muss der deutschen Sprache mächtig und täglich anwesend sein. Nachweis von Ersthelfern mit gültiger Ausbildung sowie Fachkraft für Arbeitssicherheit. Systemgeprüfte Konstruktionen gemäß RAL-Prüfbestimmungen oder Zulassung für vorgehängte hinterlüftete Fassaden (VVHF). Faserzementplatten gemäß EN 12467; Mineralwolle mit Schmelzpunkt > 1.000 °C; nicht brennbare Baustoffe A2-s1,d0. Korrosionsschutz: feuerverzinkte Stahlteile, Edelstahl für Verbindungen mit Aluminium.
Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bei Bietergemeinschaften: Jedes Mitglied muss eigene Eigenerklärungen abgeben und Eignungsnachweise für den übernommenen Teil erbringen. Keine Änderung der Mitglieder nach Ablauf der Angebotsfrist. Gesamtschuldnerische Haftung aller Mitglieder. Bei Unterauftragnehmern: Kapazitäten und Eignung anderer Unternehmen sind nachzuweisen, Verpflichtungserklärungen (Formblatt 236) erforderlich. Bei Eignungsleihe gilt die gemeinsame Haftung. Nachunternehmer müssen fachkundig, leistungsfähig sein und gesetzliche Verpflichtungen (Steuern, Sozialabgaben) erfüllen.
Präqualifikation und KMU-Status
Als Nachweis der Eignung kann eine Präqualifikationsnummer (PQ-Nummer) angegeben werden. KMU-Status (< 250 Beschäftigte und ≤ 50 Mio. € Jahresumsatz bzw. ≤ 43 Mio. € Jahresbilanzsumme) kann erklärt werden. Bei Bietergemeinschaften gilt der KMU-Status nur, wenn der überwiegende Teil des Auftrags von als KMU einzustufenden Partnern erbracht wird.
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen über Fassadenarbeiten aus den letzten 5 Jahren (bezogen auf Veröffentlichungsmonat)
Vergleichbare Leistung (vorgehängte hinterlüftete Fassade/Fassadenarbeiten). Je Referenz: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Eigenleistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke. Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung (in Anlehnung an Formblatt 444)