Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung der Maler-, Lackier- und Beschichtungsarbeiten im Innenbereich des Ersatzneubaus des Caritas-Krankenhauses in Lebach.
Das Bestandskrankenhaus bleibt während der gesamten Bauzeit in Betrieb – die Arbeiten müssen daher erschütterungs-, staub- und lärmarm ausgeführt werden. Geplant sind u.a. Spachtel-, Vlies- und Dispersionsanstricharbeiten (auch reinigungsfähig und desinfektionsmittelbeständig), ausgeführt in Oberflächenqualität Q3.
Die Ausführung erfolgt in bis zu zwei Bauabschnitten. Die Angebotsabgabe ist bis zum 01.07.2026 um 10:00 Uhr möglich – elektronisch über die Vergabeplattform oder schriftlich. Die Bindefrist endet am 31.07.2026.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung
Einrichtung, Vorhaltung und Räumung der Baustelle für bis zu zwei Bauabschnitte. Mobile Gerüste für Arbeitshöhen über 3,50 m. Baustelleneinrichtungsplan und Lageplan der Lagerflächen sind vor Baubeginn mit dem Auftraggeber abzustimmen. Ein Bauaufzug wird bereitgestellt – Wartezeiten sind einzurechnen.
Untergrundvorbehandlung
Reinigen, Schleifen, Abfräsen (bis ca. 5 mm) und Grundieren aller Wand-, Decken- und Unterzugsflächen. Verwendet wird konservierungsmittel-, lösemittel- und weichmacherfreier Tiefengrund. Haftzugfestigkeit der Untergründe ist nach DIN 18363 zu prüfen.
Wände, Stützen, Akzentflächen
Vollflächige Spachtelung in Q3, Vliesbekleidung mit Glasvlies (mind. 140 g/m²) und Dispersionsanstriche in stumpfmatten Qualitäten. Zum Einsatz kommen: Standard-Dispersionsanstrich (Nassabrieb R-Klasse ≥ 2), reinigungsfähiger Anstrich (R-Klasse 1) sowie desinfektionsmittelbeständige Anstriche. Ergänzend: Akzentflächen (hell/mittel/satt getönt), Geschossbezeichnungen, Leibungen, Übergänge zum Bestandsbau sowie Eck- und Kantenschutzprofile.
Decken, Unterzüge, Podeste, Treppen
Spachtelung Q3 und Vliesbekleidung aller Deckenflächen, Unterzüge, Deckenstirnseiten, Lichtkuppeln und Gipskarton-Friese. Dispersionsanstrich (stumpfmatt) inkl. Zulagen für Höhen über 3,50 m und Mehraufwand für technische Einbauten. An Podest- und Treppenlaufuntersichten, Stirnseiten und Treppenwangen ebenfalls Spachtelung Q3, Vlies und Dispersionsanstrich.
Materialanforderungen
Dispersionsspachtelmasse und Dispersionsfarbe durchgehend konservierungsmittel-, lösemittel- und weichmacherfrei, wasserdampfdiffusionsfähig, stumpfmatt. Vlies: Glasvlies, Flächengewicht 140–150 g/m². Je Farbton sind Musterflächen (ca. 1 m²), zwei Handmuster DIN A3 und 2,5-Liter-Originalgebinde zu übergeben. Desinfektionsmittelbeständigkeit der Beschichtungen ist nachzuweisen (Beständigkeit gegen Amine, QAVs, Sauerstoff-Abspalter und Alkohole 70–80 %).
Sonstige Leistungen (Schutz & Fugen)
Dauerelastische Versiegelungen mit Acryl und Silikon (Fugenbreite bis 10 mm). Schutzmaßnahmen für Verglasungen (PE-Folie mind. 0,3 mm), Innengeländer, Einbauten, Profile/Leisten, Decken- und Estrichflächen.
Besondere Ausführungsbedingungen
Arbeiten müssen erschütterungs-, staub- und lärmarm erfolgen. Lärmschutzrichtwerte für Krankenhäuser: 45 dB(A) tagsüber, 35 dB(A) nachts. Rettungswege zur Zentralen Notaufnahme sind freizuhalten. Nacharbeiten und Nachstreichen bis 20 % der Flächen nach Fertigmontage sind eingepreist. Koordination mit anderen Gewerken (Trockenbau, Türen, Bodenbeläge, Fliesen, Haustechnik) ist erforderlich.
Verrechnungssätze
Stundenlohnsätze für Bauvorarbeiter, Baufacharbeiter und Bauhelfer (jeweils 10 h im LV) als Verrechnungsgrundlage.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung (Handwerk/Register)
Eintragung im Handelsregister sowie in der Handwerksrolle (für das Maler- und Lackierergewerk) oder bei der IHK. Auf gesondertes Verlangen sind Handelsregisterauszug, Gewerbeanmeldung und Handwerkskarte vorzulegen.
Zuverlässigkeit & rechtliche Lage
Kein eröffnetes oder beantragtes Insolvenzverfahren, kein Antrag mangels Masse, keine Liquidation. Keine Eintragungen im Wettbewerbsregister, keine Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A. Ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer-, Abgaben- und Sozialversicherungspflichten. Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft.
Leistungsfähigkeit & Kapazitäten
Angabe des Umsatzes der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (Bauleistungen und vergleichbare Leistungen). Erklärung, dass die für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte zur Verfügung stehen.
Präqualifikation
Präqualifizierte Unternehmen können den Eignungsnachweis durch den Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis führen. Nicht präqualifizierte Unternehmen reichen die Eigenerklärung nach Formblatt 124 (oder die Einheitliche Europäische Eigenerklärung) ein.
Referenzen
3 Referenznachweise vergleichbarer Leistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren – auf Verlangen bei engerer Wahl. Inhaltliche Anforderungen siehe Referenzprojekte.
Nachunternehmer & Bietergemeinschaften
Einsatz von Nachunternehmern ist zulässig; Art und Umfang der NU-Leistungen sind im Angebot anzugeben, auf Verlangen sind NU zu benennen. NU müssen präqualifiziert sein oder die Eignungsvoraussetzungen erfüllen. Bietergemeinschaften sind zugelassen (Erklärung aller Mitglieder, bevollmächtigter Vertreter, gesamtschuldnerische Haftung).
Nachweis bei Zuschlagserteilung
Unbedenklichkeitsbescheinigung der Sozialkasse, des Finanzamts, Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG, qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft, Handelsregisterauszug, Gewerbeanmeldung, Handwerkskarte sowie die 3 Referenznachweise.
Vergleichbare Maler-/Lackier- und Beschichtungsarbeiten im Innenbereich, vorzugsweise im Krankenhaus-/Gesundheitswesen
Angaben in Anlehnung an Formblatt 444 (Referenzbescheinigung): Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang inkl. Mengen, Zahl der eingesetzten Arbeitnehmer, technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/NU), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung