Ausschreibungen Malerarbeiten

Maler- und Lackierarbeiten

Vermögens- und Hochbauverwaltung Baden-Württemberg88326 Aulendorf, Baden-WürttembergFrist: (in 25 Tagen)

Zusammenfassung

Kurzbeschreibung

Es werden Maler- und Lackierarbeiten für den Neubau eines Multifunktionsgebäudes auf dem Gelände des Landwirtschaftlichen Zentrums Baden-Württemberg (LAZBW) in Aulendorf vergeben. Das Gebäude ist unterkellert, einstöckig (ca. 65 x 20 m) und vereint einen Stallbereich mit Melkstand und Tierdemonstration (ca. zwei Drittel) mit Schulungs-, Seminar- und Empfangsräumen (ca. ein Drittel).

Was zu tun ist

  • Wand- und Deckenbeschichtungen auf unterschiedlichen Untergründen (Zementbauplatten, Putz, Gipsplatten, Holz, Sichtbeton)
  • Schutzabdeckungen für Böden, Fenster und technische Einrichtungen
  • Anschlussfugen behandeln
  • Imprägnierungen (u.a. Sichtbeton)
  • Aufbau, Abbau und Vorhaltung von fahrbaren Gerüsten
  • Ggf. Stundenlohnarbeiten (Facharbeiter, Vorarbeiter, Helfer)

Wichtige Rahmenbedingungen

  • Ausschließlich emissionsarme, gesundheitsverträgliche Produkte (z. B. mit ECA- oder Blauer-Engel-Siegel, AgBB-geprüft)
  • Mindestens 70 % der Leistungen müssen mit eigenem Stammpersonal erbracht werden – auch Nachunternehmer müssen diese Vorgabe einhalten
  • Vergabe als öffentliche Ausschreibung nach VOB/A, ein Los, keine Losaufteilung

Rahmenzeitraum der Ausführung: 25.08.2026 bis 30.11.2026 (Vertragsfristen).

Original-Bekanntmachung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert

Noch 25 Tage bis zur Angebotsfrist
Termin / Frist
2026
JUNJULAUGSEPOKTNOV
Versendung der Aufforderung
Angebotsfrist
Angebotsöffnung
Bindefrist
Ausführungsbeginn
Vollendung (Fertigstellung)
Heute
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabe

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen

Niedrigster Preis1 Kriterium
Preis 100%Qualität 0%
  • Preis100%

    Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme; bei gleicher Wirtschaftlichkeit wird das Angebot der Werkstatt für Behinderte bevorzugt.

Die Vergabeunterlagen geben als einziges Zuschlagskriterium den Preis (Wertungssumme) an, ohne weitere wertungsrelevante Kriterien.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Wand- und Deckenbeschichtungen

Beschichtung von Wänden und Decken in allen Geschossen, in den verschiedensten Räumen (Stall, Melkstand, Hörsaal, Seminar- und Gruppenräume, Flure, Duschen/Umkleiden, HLSK-Technikräume).

Zu beschichtende Untergründe:

  • Zementbauplatten – inkl. 2-fachem Spachteln
  • Putz / Dispersionsputz – Standardwandflächen
  • Holzbekleidungen und Holzdecken – Erstbeschichtung mit Acryllack (z. B. Wand Holz ca. 65 m²)
  • Gipsplatten – inkl. Anschlussfugen untereinander und zu Beton
  • Sichtbeton – scharfkantig, ohne Dreikantleisten; Imprägnierung mit SB3-Silan (z. B. Wand Sichtbeton ca. 550 m²)
  • Putzflächen – Beschichtung mit Acrylatdispersionsfarbe (z. B. ca. 540 m²)

Arbeitshöhen:

  • Bis 3,5 m über Standfläche: Gerüst ist Nebenleistung und in den Einheitspreis einzurechnen
  • Über 3,5 m (z. B. 5,5 m): gesonderte Positionen im LV

Wichtige Hinweise:

  • Musterflächen der fertigen Oberflächen sind vor Ausführung vorzulegen
  • Farben und Tönungen sind rechtzeitig mit dem Auftraggeber abzustimmen
  • Verarbeitungsvorschriften der Hersteller sind einzuhalten und auf Verlangen vorzuzeigen
  • Bei nicht eindeutigen Produktbezeichnungen ist die Bindemittelbasis nachzuweisen
  • Sämtliche Pläne sind untereinander abzustimmen, Planmaße vor Ort zu kontrollieren, Naturmaße am Bau zu nehmen
  • Unstimmigkeiten sind der Objektüberwachung zu melden; Änderungen nur nach Freigabe des Architekten
  • Türmaße, Brandschutzanforderungen und Auflagen der Baugenehmigung sind den jeweiligen Detailplänen zu entnehmen

Schutzmaßnahmen, Fugen und Gerüste

Schutzabdeckungen (während der Arbeiten):

  • Bodenflächen mit Vlies abdecken
  • Fenster inkl. Fensterbänke mit Folie schützen
  • Lüftungskanäle und technische Einrichtungen abdecken

Anschlussfugen:

  • Fugen zwischen Gipsplatten untereinander
  • Fugen zwischen Gipsplatten und Beton
  • Ausschließlich sauervernetzte Fugendichtstoffe verwenden (keine neutralvernetzten)

Gerüste:

  • Fahrbares Stahlrohrkupplungsgerüst (Lastklasse 3, 2 kN/m²)
  • Auf- und Abbau sowie Gebrauchsüberlassung (z. B. 4 Wochen)
  • Für verschiedene Arbeitshöhen (2 m und 7 m)

Materialanforderungen (Gesundheits- und Umweltschutz)

  • Emissionsarme Produkte: VOC- und TVOC-arm
  • Gütesiegel bevorzugt: ECA, Blauer Engel
  • AgBB-Bewertungsschema: Bauprodukte müssen nach dem AgBB-Schema geprüft sein
  • Fugendichtstoffe: ausschließlich sauervernetzt (keine neutralvernetzten)
  • Dämmstoffe: keine 2-Chloropropan-haltigen Materialien
  • Schäume: keine Bau- und Montageschäume in Innenräumen

Stundenlohnarbeiten und Personal

Stundenlohnarbeiten (auf gesonderte Anordnung):

  • Baufacharbeiter: ca. 50 h
  • Bauvorarbeiter: ca. 10 h
  • Helfer: ca. 10 h
  • Zuschläge für Mehr-, Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit sind einzurechnen
  • Umfang ist vor Beginn anzuzeigen

Personalanforderung (gilt für Bieter und Nachunternehmer):

  • Mindestens 70 % der Leistungen sind mit eigenen Stammarbeitskräften des Betriebs zu erbringen
  • Nachunternehmer dürfen nur eingesetzt werden, wenn sie ebenfalls mindestens 70 % mit eigenem Stammpersonal erbringen
  • Vor Baubeginn ist ein Verzeichnis der eingesetzten Arbeitskräfte (getrennt nach eigenen Mitarbeitern und Nachunternehmern) in Textform an das Amt zu übermitteln
  • Personalwechsel sind unverzüglich in Textform zu melden

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Finanzielle Leistungsfähigkeit

Nachweis des Mindestumsatzes in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren, soweit er Bauleistungen und vergleichbare Leistungen betrifft (inkl. Anteil aus Arbeitsgemeinschaften).

Fachliche Eignung – Referenzen

Drei Referenznachweise über vergleichbare Leistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren. Eine Referenz umfasst:

  • Ansprechpartner beim Auftraggeber
  • Art der Leistung
  • Auftragssumme
  • Ausführungszeitraum
  • Stichwortartige Benennung des mit eigenem Personal ausgeführten maßgeblichen Leistungsumfangs inkl. Mengen
  • Zahl der durchschnittlich eingesetzten Arbeitnehmer
  • Besondere technische oder gerätespezifische Anforderungen
  • Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal)
  • Vertragliche Bindung (Hauptunternehmer/ARGE-Partner/Nachunternehmer)
  • Ggf. koordinierte Gewerke
  • Bestätigung des Auftraggebers über die vertragsgemäße Ausführung

Personal

Nachweis, dass die erforderlichen Arbeitskräfte für die Ausführung der Leistung verfügbar sind. Auf Verlangen: durchschnittlich beschäftigte Arbeitskräfte der letzten 3 Kalenderjahre, gegliedert nach Lohngruppen, mit gesondert ausgewiesenem Leitungspersonal.

Registereintragungen und Mitgliedschaften

  • Eintragung im Handelsregister
  • Eintragung in der Handwerksrolle (für die auszuführenden Leistungen)
  • Eintragung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK)
  • Gewerbeanmeldung
  • Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft

Steuern, Abgaben und Sozialversicherung

  • Ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer- und Abgabenpflichten sowie der Sozialversicherungsbeiträge
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse (soweit beitragspflichtig)
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts / Bescheinigung in Steuersachen (soweit ausgestellt)
  • Freistellungsbescheinigung § 48b EStG
  • Qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Angabe der Lohnsummen

Zuverlässigkeit und Ausschlussgründe

  • Kein Insolvenzverfahren: weder beantragt noch eröffnet, kein Ablehnungsbeschluss mangels Masse, keine Liquidation; ggf. rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan
  • Keine schweren Verfehlungen im Sinne von § 6e EU VOB/A
  • Gewerbezentralregister: keine Verurteilung mit Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 € in den letzten 2 Jahren

Stammpersonal (Vorgabe des Landes Baden-Württemberg)

  • Verpflichtung, mindestens 70 % der Leistungen mit eigenem Stammpersonal zu erbringen
  • Nachunternehmer müssen ebenfalls mindestens 70 % Stammpersonal einsetzen
  • Verzeichnis der eingesetzten Arbeitskräfte ist vor Baubeginn unaufgefordert in Textform an das Amt zu übermitteln
  • Personalwechsel sind unverzüglich in Textform zu melden
  • Auf Anforderung ist ein Nachweis über das notwendige Stammpersonal vorzulegen
Referenzprojekte
3 ReferenzenZeitraum: Letzte 5 KalenderjahreVolumen: Nicht beziffert

Drei Referenznachweise über vergleichbare Maler- und Lackierarbeiten (z. B. Wand-/Deckenbeschichtungen auf Putz, Gipsplatten, Holz, Sichtbeton in vergleichbaren Objekten/Neubauten)

Bei enger Wahl vorzulegen: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eigener maßgeblicher Leistungsumfang inkl. Mengen, durchschnittliche Mitarbeiterzahl, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptunternehmer/ARGE/NU), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben

4–10Angebote erwartet
Mittlere Konkurrenz

Median rund 6 Angebote.

Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 27%4–10 · 45%11+ · 28%

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