Ausschreibungen Malerarbeiten

Neubau Feuerwehrgerätehaus Bautzen - OT Salzenforst - Flurstück 273/4, Los 309 - Außenputzarbeiten-Wärmedämmverbundsystem

Stadt Bautzen02625 Bautzen, SachsenFrist: (in 35 Tagen)

Zusammenfassung

Die Stadt Bautzen schreibt für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses im Ortsteil Salzenforst die Außenputz- und WDVS-Arbeiten (Los 309) öffentlich nach VOB/A aus.

Im Kern geht es darum, die Fassade des neuen Gebäudes (Fahrzeughalle, Umkleide, Sozialteil) mit einem Wärmedämmverbundsystem zu versehen: rund 857 m² WDVS (EPS, 16 cm, WLG 032) inklusive Sockel- und Perimeterdämmung, Armierungsschicht und mineralischem Oberputz (Scheibenputz, Glattputz, Besenstrich) sowie Schlussanstrich.

Die Ausführung ist in zwei Phasen geteilt: Dämmarbeiten ab 23.11.2026 und Putz-/Anstricharbeiten 01.03.–06.04.2027, abnahmereife Fertigstellung am 06.04.2027.

Angebote müssen **bis 28.07.2026

Original-Bekanntmachung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert

Noch 35 Tage bis zur Angebotsfrist
Termin / Frist
20262027
JUNJULAUGSEPOKTNOVDEZJANFEBMÄRAPR
Bieterfragen-Frist
Angebotsfrist
Angebotsöffnung
Bindefrist
Vertragsabschluss
Baufristenplan einzureichen
Aufforderung zur Ausführung
Ausführungsbeginn
Dämmung (Phase)
Vertragslaufzeit
Putz/Anstrich (Phase)
Fertigstellung
Heute
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen

Niedrigster Preis1 Kriterium
Preis 100%Qualität 0%
  • Preis100%

    Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme; bei gleicher Wirtschaftlichkeit erhalten sie bevorzugt den Zuschlag.

Vollständig: Es ist ausschließlich das Zuschlagskriterium Preis (100%) angegeben, ergänzt um den Bonus für Werkstätten für Behinderte.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Gebäude und baulicher Kontext

Das Gebäude besteht aus drei eingeschossigen, durch Dehnfugen getrennten Bauteilen:

  • Fahrzeughalle (ca. 16,25 m × 15,10 m, Attikahöhe ca. 5,95 m) mit flach geneigtem Pultdach
  • Umkleide (ca. 14,90 m × 18,00 m, Attikahöhe ca. 3,95 m) für 60 Kamerad*innen
  • Sozialteil/Schulungsräume (ca. 14,90 m × 18,00 m) mit flach geneigtem Pultdach

Der Untergrund für die Putz- und WDVS-Arbeiten besteht aus Hochloch-Ziegelmauerwerk, teilweise Ortbeton. Auf dem Grundstück verläuft eine Trinkwasser-Druckleitung DN300 (ca. 1,40 m unter Geländeoberkante); beidseitig ist ein Schutzstreifen von je 3 m von Überbauung freizuhalten – Kranstandorte in diesem Bereich erfordern eine ausreichende Lastverteilung.

Vorarbeiten und Untergrundprüfung

Voraussetzung für die Ausführung ist eine eigene Untergrundprüfung an allen ca. 857 m² WDVS-Fläche: Ebenheitsprüfung (max. 2 cm/m Unebenheitsausgleich), Tragfähigkeits- und Kleebeignungsprüfung; bei Bedarf Haftzugprüfung an geeigneten Stellen (Abzugstest mit Armierungsmörtel und Armierungsgewebe). Der Untergrund ist zu reinigen, empfindliche Bauteile (Fenster, Türen etc.) sind durch Abkleben zu schützen (ca. 95 m²). Auf dem Flachdach ist ein Arbeitsbelag aus Schutzfolie und 25 mm OSB-Platten vorzuhalten. Wo nötig, ist ein Ausgleichsputz als Kalk-Zementleichtputz LW CS II W2 in 2 cm Dicke aufzubringen (Vordermassenposition 20 m² bei Bedarf). Vor Beginn sind Schachtscheine eigenständig einzuholen.

Sockel- und Perimeterdämmung

Im Sockelbereich sind auf ca. 65 m² Haftgrund und eine Perimeterdämmung aus XPS (WLG 032, 160 mm) aufzubringen, ergänzt durch 185 m² Sockeldämmung aus EPS (WLG 032, 160 mm, bis ca. 35 cm über Gelände). Hinzu kommen Dämmungen an Torleibungen (6 Stück, EPS, 50 mm, Höhe 50 cm) sowie Zulagen für Torschwellen (12 m) und Schrägschnitte (90 m). Der Sockel wird armiert (CS IV, 5–6 mm plus 2–3 mm Filzputz), erhält einen Feuchtigkeitsschutz (65 m² Fläche, 128 m Kantenlänge) und auf 100 m² eine Noppenschutzbahn mit Drainagevlies.

WDVS Flächendämmung

Die Wandflächen werden mit einem Wärmedämmverbundsystem nach DIN 18345 aus EPS 032 (160 mm Dicke, einlagig) gedämmt:

  • 405 m² Wandflächen bis 3,5 m Höhe
  • 202 m² Wandflächen bis 7,5 m Höhe
  • 40 m Leibungen 50 cm mit EPS
  • 40 m Zulage Leibungen 50 cm mit PUR/PIR (WLG 028)
  • 112 m Leibungen 18 cm, an Fenster und Fensterbank angepasst
  • 48 m² Dämmung der Deckenuntersicht (EPS 10 cm, Achse F–G/4–9)
  • 2 m Zulage an schrägen/runden Bauteilen
  • Aussparungen für Klingeltableau, Briefkasten etc. (insgesamt 9 Stück, 0,25–1 m²)

Bei Polystyrol-Dämmdicken >10 cm sind Brandabschottungen in Sturzbereichen über Öffnungen auszuführen. Es dürfen ausschließlich systemzugehörige Materialien des gewählten WDVS-Anbieters verwendet werden; der Systemanbieter muss QM nach DIN EN ISO 9001 und Umweltmanagement nach DIN EN 14001 nachweisen. Die Verarbeitungstemperatur darf +5 °C (Luft, Untergrund, Material) bis zur vollständigen Durchhärtung nicht unterschreiten.

Armierung, Oberputz und Schriftzug

Auf die Dämmung wird eine mineralische, mittelschichtige Armierung (6–8 mm) aufgebracht: 607 m² Fläche, 112 m Leibungen 18 cm, 40 m Leibungen 50 cm, 128 m Armierungsgewebe-Streifen bei bündiger Sockelausbildung sowie 44 Sturzeckwinkel und 44 Diagonalarmierungen. Gewebe ist faltenfrei, mittig und mit Überlappungen ≥100 mm einzubetten; diagonal über Ecken von Öffnungen. Nach Grundierung (quarzgefüllt, EMICODE EC1plus, 647 m²) folgen die mineralischen Oberputze:

  • 391 m² Scheibenputz 3 mm Körnung (farbig, Hellbezugswert >20)
  • 53 m² Glattputz (Fassade „Altbau" Pchalekstr. 20)
  • 203 m² Besenstrich (Fassade Straßenseite Pchalekstr. 22–26)
  • 66 m² Kleinflächen, Faschen, Laibungen in Filzstruktur
  • 47 m² Armierung/Oberputz an Deckenuntersicht
  • 6 m² zweite Armierungslage erhöhte Schlagfestigkeit im Bereich der Anleiterstelle Fahrzeughalle

Als plastisch ausgearbeiteter Schriftzug „FEUERWEHR wohnjowa wobora" (Größe ca. 2,10 × 12,50 m) herzustellen.

Profile, Anschlüsse und Anstrich

Zur Ausstattung gehören Profile und Leisten: Eckwinkel, Tropfkantenprofile, Anputz-Leisten an Fenstern/Türen, Fugendichtbänder, Gebäudedehnfugenprofile (Typ E und V) sowie Blech-Anschlussprofile. Rahmen, Gewände und Fensterbänke sind kraftschlüssig mit dem Putz zu vermeiden (geeignete Profile, Kompribänder); Metallprofile auf nicht-dämmendem Untergrund sind thermisch zu trennen. Hohlräume zwischen Bauteilen und WDVS sind mit Dämmstoff zu füllen, Bewegungsfugen des Bauwerks mit Dehnfugenprofilen herzustellen. Der Schlussanstrich erfolgt mit Dispersionssilikatfarbe (z. B. KEIM GRANITAL oder gleichwertig) auf ca. 695 m² Putzfläche, inklusive Leibungsanstrich und Zulagen für mittlere/dunkle Farbtöne.

Zubehör, Nebenarbeiten und Dokumentation

Zum Lieferumfang gehören WDVS-Zubehörteile wie SpiralDübel, Befestigungs-Sets und Montagequader aus EPS. Im Titel „Sonstiges" sind außerdem enthalten: 2 Sperlingskoloniekästen, 3 Fledermausflachkästen, das Schließen von Gerüstankerlöchern, Putzmustererstellung, Dokumentationsunterlagen (vor Abnahme digital als PDF, u. a. mit Ausführungszeichnungen, Prüfbescheinigungen, Zulassungen, Datenblättern, Wartungs-/Bedienungshinweisen, Fachunternehmererklärung) sowie Stundenlohnarbeiten. Vor Abnahme sind dem Auftraggeber Stundenlohnzettel täglich in zweifacher Ausfertigung zu übergeben.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Eignung des Unternehmens (Formblatt 124)

Mit dem Angebot ist die Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) abzugeben. Präqualifizierte Unternehmen können sich auf den Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis (Verein für Präqualifikation von Bauunternehmen e. V.) berufen. Nicht präqualifizierte Unternehmen füllen das Formblatt 124 als vorläufigen Nachweis aus. Auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle sind anschließend folgende Bescheinigungen/Nachweise vorzulegen:

  • Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Eintragung in der Handwerksrolle (Handwerkskarte) oder IHK
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse (soweit beitragspflichtig)
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts / Bescheinigung in Steuersachen
  • Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG
  • Qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Lohnsummen
  • ggf. Insolvenzplan (falls ein Insolvenzverfahren eröffnet war)
  • Arbeitskräfte-Nachweis: jahresdurchschnittliche Beschäftigtenzahl der letzten 3 Kalenderjahre, gegliedert nach Lohngruppen mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal
  • 3 vergleichbare Referenznachweise mit den im Formblatt genannten Pflichtangaben
  • Ggü. Auftragssumme ≥ 30.000 € wird der Auszug aus dem Gewerbezentralregister durch den Auftraggeber angefordert

Ausschlussgründe und Zuverlässigkeit

Es dürfen keine Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A vorliegen: keine Verurteilungen mit Freiheitsstrafe > 3 Monaten, Geldstrafe > 90 Tagessätzen oder Geldbuße > 2.500 € in den letzten zwei Jahren, kein eröffnetes/beantragtes Insolvenzverfahren (außer bei rechtskräftig bestätigtem Insolvenzplan), ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen, Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft. Es ist eine Eigenerklärung zum Russlandbezug (Formblatt 1) abzugeben: der Bieter, alle ARGE-Mitglieder sowie vorgesehene Unterauftragnehmer/Lieferanten dürfen nicht zu den von EU-VO 833/2014 (Fassung EU 2022/576) erfassten Personen mit Russlandbezug gehören; auf Nachunternehmer/Lieferanten entfallende Leistungen dürfen zudem nicht mehr als 10 % des Auftragswerts ausmachen.

Fachliche Eignung – Referenzen und Umsatz

Im Formblatt 124 ist der Umsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre mit vergleichbaren Bauleistungen (inkl. ARGE-Anteil) anzugeben. Bei engerer Wahl sind mindestens 3 Referenzen aus den letzten 5 Kalenderjahren nachzuweisen, die mit der zu vergebenden Leistung (Außenputzarbeiten / Wärmedämmverbundsystem) vergleichbar sind. Pro Referenz sind anzugeben: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, stichwortartige Leistungsbeschreibung mit Mengen, durchschnittliche Mitarbeiterzahl, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Rolle (Haupt-AN/ARGE/NU), ggf. koordinierte Gewerke sowie eine Bestätigung des Auftraggebers über die vertragsgemäße Ausführung.

Personelle und organisatorische Anforderungen

Nachunternehmer und Bietergemeinschaften

Leistungen dürfen nur an Nachunternehmer übertragen werden, die fachkundig, leistungsfähig und zuverlässig sind und ihre gesetzlichen Verpflichtungen (Steuern, Sozialabgaben, Gewerberecht) erfüllen. Die Weitergabe an Nachunternehmer – auch an solche, auf deren Leistung der eigene Betrieb eingerichtet ist – bedarf der schriftlichen Zustimmung des Auftraggebers; ein Weitervergabe durch den NU ist ebenfalls nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung zulässig. Mit dem Angebot sind die vorgesehenen Nachunternehmerleistungen nach Art, Umfang und Name im Formblatt 233 anzugeben; bei Bietergemeinschaften ist zusätzlich das Formblatt 234 (ARGE-Erklärung, bevollmächtigter Vertreter, gesamtschuldnerische Haftung) einzureichen.

Referenzprojekte
mindestens 3 Referenzen (nur bei engerer Wahl nachzuweisen) ReferenzenZeitraum: letzte 5 KalenderjahreVolumen: nicht beziffert; pro Referenz ist die Auftragssumme anzugeben

Vergleichbare Leistungen zu Außenputzarbeiten / Wärmedämmverbundsystem (WDVS) aus den letzten 5 Kalenderjahren

Pro Referenz anzugeben: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Mitarbeiterzahl, technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Rolle (Haupt-AN/ARGE/NU), koordinierte Gewerke; Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben

4–10Angebote erwartet
Mittlere Konkurrenz

Median rund 6 Angebote.

Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 21%4–10 · 50%11+ · 28%

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