Ausschreibungen Malerarbeiten

Sanierung Glasower Str. 1 - Malerarbeiten

Gemeinde Schönefeld12529 Schönefeld, BerlinFrist: (in 6 Tagen)

Zusammenfassung

Öffentliche Ausschreibung der Gemeinde Schönefeld für Malerarbeiten im Rahmen der Sanierung eines Mehrfamilienhauses in der Glasower Straße 1, 12529 Schönefeld (Brandenburg).

Das Gebäude (ca. 22 × 18 m, 6–11 m hoch, 9 Wohnungen) wird umfassend instandgesetzt. Ausgeschrieben sind ausschließlich die Malerarbeiten im Innenbereich – also Anstrich-, Tapezier- und Beschichtungsarbeiten in den Wohnungen und im Treppenhaus.

  • Verfahren: Offenes Verfahren nach VOB/A-EU (Vergabenummer 2026_056)
  • Angebotsfrist: 23.06.2026, 09:00 Uhr (MESZ)
  • Ausführung: 32. KW bis 40. KW 2026 (ca. 8 Wochen)
  • Zuschlag: nach Preis (Werkstätten für behinderte Menschen erhalten einen Bonus von 15 %)
  • Einreichung: elektronisch über den Vergabemarktplatz Brandenburg

Bieter müssen u. a. mindestens 3 vergleichbare Referenzen aus den letzten 3 Jahren vorlegen sowie diverse Eignungsnachweise (Handelsregister, Handwerksrolle, Unbedenklichkeitsbescheinigungen).

Original-Bekanntmachung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert

Noch 6 Tage bis zur Angebotsfrist
Termin / Frist
2026
JUNJULAUGSEPOKT
Veröffentlichung
Bieterfragen-Frist
Auskunftserteilung
Angebotsfrist
Angebotsöffnung
Bindefrist
Ausführungsbeginn
Vertragslaufzeit
Ausführungsende
Gewährleistung
bis 2030
Heute
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen

Niedrigster Preis1 Kriterium
Preis 100%Qualität 0%
  • Preis100%

    Zuschlagskriterium ist ausschließlich der Preis, ermittelt aus der Wertungssumme des Angebotes. Angebote von Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme; bei gleicher Wirtschaftlichkeit erhalten sie den Zuschlag.

Bewertungsformel

Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.

Es ist explizit nur das Zuschlagskriterium Preis (Wertungssumme) angegeben; ein Formblatt 227 mit weiteren Zuschlagskriterien ist im vorliegenden Kontext nicht enthalten, daher nur Preis als Kriterium.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Gebäude und Sanierungsumfeld

Objekt: 3-geschossiges, nicht unterkellertes Mehrfamilienhaus in 12529 Schönefeld, OT Selchow, Glasower Str. 1.

  • Grundfläche: ca. 22 × 18 m
  • Höhe: ca. 6 – 11 m
  • 9 Wohnungen à 47 – 66 m² (geplant für altersgerechtes Wohnen)

Sanierungskontext (nicht Auftragsbestandteil, aber Hintergrund): Das Gebäude weist gravierende Feuchteschäden auf. Im Zuge der Gesamtmaßnahme wird die WDVS-Fassade abgebrochen und erneuert, die Wohnungen teilweise entkernt, die Dachkonstruktion geändert und nach einer Trocknungsphase die Wohnungen komplett saniert. Die hier ausgeschriebenen Malerarbeiten sind Teil dieser Schlussphase.

Malerarbeiten in den Wohnungen (LV-Abschnitt 1.1)

Sämtliche Maler-, Tapezier- und Beschichtungsarbeiten in den 9 Wohnungen:

  • Schutzmaßnahmen: Fenster, Türen und angrenzende Bauteile mit Folie abdecken, umlaufend verkleben.
  • Untergrundvorbereitung: Absanden, Fluatieren und Nachwaschen der Putzflächen an Wand, Leibung und Decke (Qualitätsstufe Q2, bis 3,5 m Höhe); Dübel entfernen und putzbündig schließen; Fehlstellen im Kalkzementputz ausbessern (Kleinstflächen bis 0,25 m²).
  • Tapezierarbeiten: Papierwandbekleidung nach DIN EN 234 auf Wand, Leibung (30 cm) und Decke aufbringen, vorbereitet für nachträgliche Beschichtung.
  • Erstbeschichtung: Wand, Leibung und Decke mit Silikatfarbe (wasserbasiert, lösemittelfrei, matt, Nassabriebklassen 2/3).
  • Anschlussfugen: Acrylfuge an Wand-/Deckenanschlüssen.
  • Vorhandene Bauteile überarbeiten:
  • Rohrleitungen (Stahl, Ø bis 2,5 cm, Betriebstemperatur +5 bis +80 °C) mit Alkydharzlack überholen.
  • Umfassungszargen mit Acrylharzlack (Dickschicht, seidenglänzend) überholen.

Malerarbeiten im Treppenhaus (LV-Abschnitt 1.2)

Vorbereitung und Gerüst:

  • Bodenflächen mit Hartfaserplatten (3 mm) abdecken.
  • Fahrbares Arbeitsgerüst auf- und abbauen (Lastklasse 2 = 1,5 kN/m², Höhenabstand 2 m, 1 Gerüstlage, Höhe 5 m).

Beschichtungen:

  • Altbeschichtungen an Wand und Decke (Dispersion) reinigen.
  • Überholungsbeschichtung auf Wand, Decke, Podestuntersicht, Treppenuntersicht und Treppenwange mit Silikatfarbe.
  • Treppengeländer mit Alkydharzlack überholen.

Ausführungszeitraum

  • Beginn: 32. Kalenderwoche 2026 (spätestens 12 Werktage nach Auftragsschreiben)
  • Ende: 40. Kalenderwoche 2026
  • Gesamtdauer: ca. 8 Wochen
  • Vertragsfristen nach § 5 Abs. 1 VOB/B als verbindlich vereinbart; Verzug führt zu Vertragsstrafe (0,2 % pro Werktag, max. 5 %).

Pflichten zur Abfallentsorgung

Der Auftragnehmer wird Abfallerzeuger und -besitzer der Bau- und Abbruchabfälle und übernimmt die Pflichten zur ordnungsgemäßen Verwertung und Beseitigung nach KrWG und Nachweisverordnung:

  • Abfälle sortenrein trennen, sammeln und entsorgen.
  • Nachweise und Belege dem Auftraggeber vorlegen.
  • Bei abweichenden Entsorgungslösungen sind mit dem Angebot Berechtigungen und Annahmebestätigungen der Verwerter/Beseitiger vorzulegen.

Maßgebliche Normen und Vorschriften

  • VOB Teil B und C (neueste Ausgabe)
  • DIN EN 13300 (Beschichtungsstoffe – Eigenschaften)
  • DIN EN 234 (Tapeten – Papierwandbekleidungen)
  • DIN 4420-3 und DIN EN 12810 (Arbeitsgerüste)
  • Bauordnung Brandenburg
  • UVV der Berufsgenossenschaften
  • Verarbeitungsvorschriften der Systemhersteller

Gewährleistung

  • Gewährleistungszeit: 4 Jahre ab Abnahme
  • Gewährleistungssicherheit: 3 % der Schlussrechnungssumme (ab > 20.000 € netto), ablösbar durch Bürgschaft
  • Auf Vertragserfüllungs- und Mängelansprüche-Sicherheit wird verzichtet.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Persönliche und gewerberechtliche Eignung

  • Eintragung im Handelsregister und/oder in der Handwerksrolle (Handwerkskarte) und/oder bei der IHK – bzw. Nachweis, dass keine Eintragung erforderlich ist.
  • Gewerbeanmeldung ist vorzulegen.
  • Es darf weder ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet sein noch ein Antrag mangels Masse abgelehnt worden sein; das Unternehmen darf sich nicht in Liquidation befinden. Falls ein Insolvenzplan existiert, muss dieser rechtskräftig bestätigt sein.

Zuverlässigkeit und Ausschlussgründe

  • Keine schwere Verfehlung im Sinne der einschlägigen vergaberechtlichen Ausschlussgründe (u. a. keine Verurteilung wegen wettbewerbsbeschränkender Absprachen, keine relevanten Eintragungen im Gewerbezentralregister in den letzten 2 Jahren).
  • Ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer-, Abgaben- und Sozialversicherungspflichten.
  • Einhaltung des deutschen Arbeitsschutzrechts, der berufsgenossenschaftlichen Unfallverhütungsvorschriften, der Arbeitsstättenverordnung, Betriebssicherheitsverordnung und Gefahrstoffverordnung (regelmäßige Schulungen, Gefährdungsbeurteilungen, persönliche Schutzausrüstung).

Finanzielle und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit

  • Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG (Bauleistungen).
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes (Bescheinigung in Steuersachen).
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft.
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse (falls beitragspflichtig).
  • Auftragssummen ≥ 250.000 € erfordern eine Vertragserfüllungssicherheit in Höhe von 5 %.

Technische und berufliche Leistungsfähigkeit

  • Mindestens 3 vergleichbare Referenzen aus den letzten 3 Kalenderjahren (Malerarbeiten, vorzugsweise Sanierungen) – Details siehe Referenzprojekte.
  • Qualifikationsnachweis der Mitarbeitenden (z. B. ETW, SKT, Agrar-Fachwirt o. ä.) – Nachweis ist mit dem Angebot vorzulegen.
  • Ausreichende Personalressourcen: Auf Verlangen Erklärung zur durchschnittlichen Zahl der Beschäftigten der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal.

Verbindliche Erklärungen

  • Verbindliche Erklärung über termingerechte Ausführung (Beginn 32. KW 2026, Ende 40. KW 2026).
  • Vereinbarung Mindestanforderungen BbgVergG (Formular 5.3): Verpflichtung zur Zahlung von mindestens 13,00 € brutto/h (oder höherem gesetzlichen Mindestlohn) und zur Weitergabe dieser Pflicht an Nachunternehmer.
  • Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator gem. Baustellenverordnung/RAB 30 – Benennung im Angebot.

Hinweise für präqualifizierte Bieter

Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e. V. ist als Nachweis anerkannt. Wichtig: Die im PQ-Verzeichnis hinterlegten Referenzen müssen mit den hier geforderten Referenzen (Malerarbeiten) vergleichbar sein. Andernfalls müssen zusätzliche Referenznachweise eingereicht werden – nicht vergleichbare Referenzen können nicht nachgefordert werden und führen zum Ausschluss.

Bietergemeinschaften und Nachunternehmer

  • Bietergemeinschaften: Erklärung in Textform (VHB FB 234) mit Bildung einer ArGe im Auftragsfall, Auflistung aller Mitglieder, Bevollmächtigtem und gesamtschuldnerischer Haftung. Auf Verlangen ist eine von allen Mitgliedern unterzeichnete Erklärung abzugeben.
  • Nachunternehmer: Verzeichnis der NU-Leistungen (VHB FB 233), Eigenerklärung zur Eignung je NU sowie Vereinbarung Mindestanforderungen BbgVergG je NU. Auf Verlangen: Benennung der Nachunternehmer und Nachweis der Eignung (Präqualifikation oder VHB FB 124).
Referenzprojekte
mindestens 3 ReferenzenZeitraum: letzte 3 Kalenderjahre

Mindestens 3 Referenzen aus den letzten 3 Kalenderjahren mit vergleichbaren Malerarbeiten (Innenanstriche, Tapezier- und Beschichtungsarbeiten), bevorzugt im Rahmen von Sanierungen

Je Referenz: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, stichwortartige Beschreibung inkl. Besonderheiten, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal). Bei präqualifizierten Bietern müssen die PQ-Referenzen fachlich vergleichbar sein – nicht vergleichbare Referenzen können NICHT nachgefordert werden (zwingender Ausschluss).

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben

4–10Angebote erwartet
Mittlere Konkurrenz

Median rund 6 Angebote.

Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 27%4–10 · 45%11+ · 28%

Unternehmen, die ähnliche Ausschreibungen gewonnen haben

Aus vergleichbaren bereits vergebenen Vergaben (KI-Ähnlichkeit)

Checkliste zur Angebotsabgabe

Konkrete Schritte laut Vergabeunterlagen

Angebotsformulare & Preisblätter5
  • VHB FB 213 – Angebotsschreiben ausfüllen und einreichenPflicht
    Preise in Euro ohne Umsatzsteuer, max. 3 Nachkommastellen, Angebotsendsumme inkl. USt. angeben
  • Leistungsverzeichnis (LV) mit Preisen ausfüllen (Langfassung)Pflicht
    Langfassung ist alleinverbindlich; keine negativen Einheitspreise; keine Mischkalkulationen
  • GAEB-Austauschdatei (d.84) erstellen und hochladenPflicht
  • VHB FB 221 – Preisermittlung (auf Anforderung) bereithaltenoptional
    Nur auf gesonderte Aufforderung der Vergabestelle vorlegen
  • Verbindliche Erklärung über termingerechte Ausführung (Beginn 32. KW 2026, Ende 40. KW 2026)Pflicht
Eignungsnachweise11
  • PQ-Nummer im Angebotsschreiben angeben ODER VHB FB 124 (Eigenerklärung zur Eignung) ausfüllen ODER Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) abgebenPflicht
    Präqualifizierte Bieter: hinterlegte Referenzen müssen mit Malerarbeiten vergleichbar sein
  • Handelsregisterauszug beifügenPflicht
  • Gewerbeanmeldung beifügenPflicht
  • Eintragung in der Handwerksrolle (Handwerkskarte) oder IHK-Eintragung nachweisenPflicht
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes (Bescheinigung in Steuersachen) beifügenPflicht
  • Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG beifügenPflicht
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft beifügenPflicht
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse beifügen (falls beitragspflichtig)Pflicht
  • Erklärung zu Insolvenzverfahren / Liquidation abgeben; rechtskräftig bestätigten Insolvenzplan beifügen (falls zutreffend)Pflicht
  • Erklärung zu durchschnittlich Beschäftigten der letzten 3 Jahre nach Lohngruppen (mit Leitungspersonal) – auf Anforderungoptional
    Nur bei Aufforderung der Vergabestelle
  • Nachweis Qualifikation der Mitarbeitenden (z. B. ETW, SKT, Agrar-Fachwirt)Pflicht
Referenzen1
  • Mindestens 3 Referenznachweise aus den letzten 3 Jahren einreichenPflicht
    Je Referenz: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Beschreibung inkl. Besonderheiten, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal). Referenzen müssen mit Malerarbeiten vergleichbar sein.
Brandenburgisches Vergabegesetz (BbgVergG)3
  • Vereinbarung Mindestanforderungen BbgVergG (Formular 5.3) unterschrieben einreichenPflicht
    Ohne Unterschrift gilt das Angebot als unvollständig. Verpflichtet zur Zahlung von mind. 13,00 € brutto/h (oder höherem Mindestlohn).
  • Verpflichtungserklärung zur Weitergabe der Mindestentgelt-Pflicht an Nachunternehmer abgebenPflicht
  • Einverständniserklärung der Beschäftigten zur Vorlage von Lohn-/Gehaltsunterlagen bereithaltenPflicht
Bietergemeinschaft / Nachunternehmer5
  • VHB FB 234 – Erklärung Bieter-/Arbeitsgemeinschaft (falls BiGe/ArGe)optional
    Erklärung in Textform mit allen Mitgliedern, Bevollmächtigtem und gesamtschuldnerischer Haftung
  • VHB FB 233 – Verzeichnis der Nachunternehmerleistungen (falls NU eingesetzt)optional
  • Eigenerklärung zur Eignung je Nachunternehmer (VHB FB 124)optional
  • Vereinbarung Mindestanforderungen Nachunternehmer/Verleiher BbgVergG je Nachunternehmeroptional
  • PQ-Nachweis oder Eigenerklärung der Nachunternehmer auf Verlangen der Vergabestelleoptional
Abfall & sonstige Erklärungen3
  • Prüfen, ob eigene Abfallverwertungs-/Beseitigungslösung angeboten wird – ggf. Nachweise zu Anlagenberechtigung, Annahmebestätigung, Andienungspflicht beifügenoptional
    Nur erforderlich, wenn von der vorgegebenen Lösung abgewichen wird
  • Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator gem. Baustellenverordnung/RAB 30 benennenPflicht
  • Angebotsende: Unterschrift (handschriftlich bei Papierangebot, Textform/Signatur bei elektronischem Angebot)Pflicht

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