Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum geht's?
Herstellung, Lieferung und Montage von Aluminium-Bauelementen (Fenster, Türen, Fassaden), Verglasungsarbeiten und Sonnenschutz (ZIP-Markisen) am Lutherhaus in Lutherstadt Wittenberg – einem denkmalgeschützten UNESCO-Weltkulturerbe.
Was ist zu tun?
Wichtige Randbedingungen:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen und Baustellenbedingungen
Standort: Lutherhaus, Collegienstraße 54, 06886 Lutherstadt Wittenberg (denkmalgeschütztes Areal, UNESCO Weltkulturerbe). Bei den Arbeiten ist die historische Bausubstanz zwingend zu schützen und zu erhalten. Unerwartete archäologische Funde sind gemäß Denkmalschutzgesetz Sachsen-Anhalt meldepflichtig.
Bauzeitraum: 21.09.2026 – 08.01.2027 (ca. 109 Kalendertage / ca. 78 Werktage). Rahmenterminplan ist Vertragsgrundlage.
Arbeitszeiten: Mo–Do 6:30–19:00, Fr 6:30–17:00. Lärmintensive Arbeiten: Mo–Do 8:30–19:00, Fr 8:30–17:00. Samstagsarbeit und Arbeiten außerhalb der Regelzeiten benötigen 3 Arbeitstage Vorlauf bei der Bauüberwachung.
Logistik: Materialanlieferung nur über die Baustraße. Innenhofbefahrung benötigt mindestens 2 Wochen Vorlauf als schriftliche Sondergenehmigung. Feuerwehraufstellflächen am Lutherhaus sind jederzeit freizuhalten. Auf dem gesamten Gelände und im Lutherhaus gilt striktes Rauchverbot. Kameraüberwachung Mo–Do 5:30–19:00, Fr 5:30–17:00 – in diesen Zeiten ist keine separate Überwachung zulässig.
Sprache: Alle auszuführenden Arbeiten, die Kommunikation vor Ort und sämtliche Unterlagen sind in deutscher Sprache. Es muss ständig mindestens ein deutschsprechender Mitarbeiter sowie deutschsprachiges Aufsichtspersonal auf der Baustelle anwesend sein.
Werkstoffe und technische Mindestanforderungen
Aluminiumprofile: stranggepresste Profile EN AW 6060 und EN AW 6063 in Eloxalqualität. Wärmegedämmte Profile mindestens als Dreikammersystem. Aluminium-Bleche in Legierung AlMg 1, halbhart (EN AW 5005A). Stahlteile feuerverzinkt; Edelstahl für Verankerungselemente.
Wärmeschutz (Mindestwerte):
Sicherheit/Einbruchschutz: RC2 (Standard), RC3 (z. B. Haupteingang, Automatik-Schiebetür), P4A/P5A-Verglasung je nach Anforderung.
Brandschutz: F30/T30/RS-Türen, EI 60-Brandschutzfassade (Außenanwendung), T60/F60-Systeme; Beidseitige Sicherheitsscheibe an Brandschutztüren.
Nachhaltigkeit: Low Carbon Aluminium mit GWP ≤ 3,9 kg CO₂/kg Profil (Nachweis ISO 14025 / EN 15804). Cradle-to-Cradle-Zertifikat mindestens Bronze für wärmegedämmte Aluminium-Systeme im Außenbereich. Aluminium-Lieferanten müssen A/U/F-Initiative oder gleichwertigen Recyclingprozess (PRP) nachweisen.
Gebäudehülle – Fenster, Türen, Fassaden
Fassaden (System 4 und 5): Selbsttragende Aluminium-PR-Fassaden (Pfosten-Riegel, Ansichtsbreite 50 mm bzw. ca. 60 mm) als hochwärmegedämmte Konstruktion. Inkl. Verbundpaneele, absturzsichernde Verglasung, Blitzschutz, Gerüstverankerung (DIN 4420), Klemmverbindungen für äußere Glasandruckleisten und T-Verbindungen (Prüfzeugnisse erforderlich).
Fensterelemente (System 1, 1A): Hochwärmegedämmte Aluminium-Fenstersysteme (Grundbautiefe ≥ 75 mm). Dreh-Kipp-Beschlag verdecktliegend, Flügellast bis 160 kg nach DIN 13126-8 / RAL RG 607/3. Klemmschutz Klasse 4 nach VFF KB01.2002. RC2-Ausführung. Leibungsverkleidungen und Aluminium-Außenfensterbänke inklusive.
Außentüren (System 2, 2A, 2B):
Brandschutzelemente (System 10, 10A, 10B, 10C):
Innentüren, Sonnenschutz und Steuerung
Aluminium-Innentüren: Brandschutztüren T30/RS und T60/RS, teils mit Einbruchhemmung RC2/RC3, teils mit Antipanik- und Freilauffunktion, Drehtür-Automatik. Inkl. Rauchschaltzentralen, Türschließer mit Feststellfunktion, Leibungsverkleidungen, Magnetschalter-Sets und Riegelschaltkontakte. Sichtbare Glasflächen sind gemäß Norm zu kennzeichnen (Durchlaufschutz, 2×8 cm Markierung).
Sonnenschutz (ZIP-Markisen): Vorbau-ZIP-Screens in unterschiedlichen Abmessungen an EG-Fassade, Treppenhaus und 1. OG (z. B. 2490×2160, 3330×2160, 3415×4200, 3415×4600 mm). Gemäß DIN EN 13120/13659/13561. Ausführungszeichnungen/Muster der Konsolen sind vor Ausführung zur Genehmigung vorzulegen. Jährliche Wartung durch Betreiber (Aufzeichnungen aufzubewahren).
Steuerungstechnik:
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung und Referenzen
Bieter müssen ihre Leistungsfähigkeit für die ausgeschriebenen Metallbauarbeiten durch Vorlage von Referenzen nachweisen (Eignungskriterium: 'Ability/Reference Work'). Konkrete Mindestanzahl, Mindestumsatz oder Mindestauftragswert sind in den vorliegenden Unterlagen nicht beziffert. Eine Fachunternehmerbescheinigung für Metallbauarbeiten ist vorzulegen.
Systemkompetenz und Nachkaufgarantie
Es dürfen nur Systeme angeboten werden, deren komplette Komponenten einheitlich vom Systemhersteller stammen. Für Aluminium-Fenster- und Beschlagssysteme ist dem Angebot ein Bestätigungsschreiben des Systemlieferanten beizufügen, das eine Nachkaufgarantie von mindestens 10 Jahren ab Kauf des ursprünglichen Bauteils zusichert. Für die Automatik-Schiebetür (System 2A) ist eine Werksfertigung nach ISO 9000 nachzuweisen.
Nachhaltigkeit und Materialqualität
Personelle und sprachliche Anforderungen
Zuschlagskriterium und Verfahrenshinweise
Referenzen für abgeschlossene Metallbau-Projekte (Leistungsfähigkeit für die ausgeschriebenen Metallbauarbeiten)
Nachweis durch Vorlage von Referenzprojekten mit dem Angebot; konkrete Anforderungen sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen