Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beschafft für sein Forschungsprojekt zero4cruise ein gekoppeltes Brennstoffzellensystem, bestehend aus einer Niedertemperatur-Brennstoffzelle (LT-PEM) und einem Methanol-Reformer. Das System soll eine elektrische Ausgangsleistung von mindestens 250 kW liefern und wird am DLR-Standort in Kiel experimentell erprobt – unter anderem mit dynamischen Lastzyklen, wie sie auf einem Kreuzfahrtschiff auftreten.
Ziel: Nachweis, dass sich das System für den Einsatz in der maritimen Schifffahrt eignet und dort zur Defossilisierung beitragen kann.
Bieter müssen ein Festpreisangebot abgeben, zwei passende Referenzprojekte aus dem maritimen Brennstoffzellen-Bereich nachweisen und mehrere Eigenerklärungen (z. B. zu Mindestlohn, ILO-Normen, Russland-Sanktionen) einreichen. Die Bewertung erfolgt zu 70 % nach Leistung und zu 30 % nach Preis.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Leistungsfähigkeit70%
Bewertung der Leistungsfähigkeit des Bieters anhand mehrerer Unterkriterien zu technischen Fähigkeiten, Referenzen, Produktionsstandort und Markterfahrung mit Brennstoffzellensystemen.
- Preis30%
Pauschalfestpreis des Angebots, Bewertung über lineare Abstufung: 5 Punkte für den niedrigsten Wertungspreis NP, geringere Punktzahl bei höheren Preisen (max. 300 Preispunkte).
Preispunkte (PP) = 5 × (NP / Wertungspreis des Bieters) – lineare Abstufung bezogen auf den niedrigsten Wertungspreis NP. Leistungspunkte (LP) werden je Kriterium mit max. 5 Punkten bewertet und mit der jeweiligen Untergewichtung multipliziert. Gesamtpunkte = Summe LP (max. 700) + Summe PP (max. 300) = max. 1.000 Punkte, Faktor F = 5.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenSystemübersicht und Lieferung
Gegenstand der Lieferung ist ein gekoppeltes Brennstoffzellensystem für den DLR-Standort Kiel (Falckensteiner Str. 2, 24159 Kiel), bestehend aus folgenden Einzelkomponenten (ohne gemeinsames Gehäuse):
Die Lieferung erfolgt DPU (Delivered at Place Unnamed) an die DLR-Empfangsstelle.
Leistungsdaten des Gesamtsystems
Elektrische Ausgangsleistung: mindestens 250 kW (Zielwert 500 kW, Bewertungsmatrix honoriert ≥500 kW-Referenzen)
Brennstoff: Methanol (vorgemischt durch die Mixereinheit)
Wasserstoffproduktion Reformer: mindestens 9 kg/h
Wasserstoffqualität nach Reformierung: ≥ 99,97 %
Elektrische Versorgung Reformer: maximal 10 kW
Zuluftbedarf Reformer: maximal 1.100 kg/h (aus Umgebung)
Abgastemperatur Reformer: maximal 400 °C
Zertifizierungen Reformer: CE und ATEX
Kühlung und Medienanschlüsse
Luftversorgung
Lüftungsluft Brennstoffzelle:
Kathodenluft Brennstoffzelle:
Elektrische Schnittstellen und Steuerung
IP-Schutzklasse: vom Bieter anzugeben
Zusätzliche Liefer- und Serviceleistungen
Mit dem Angebot sind zusätzlich folgende Leistungen preislich zu hinterlegen:
Lieferzeitraum: Im Jahr 2026 (genaues Lieferdatum ist mit dem Auftraggeber zu vereinbaren).
Güteprüfung/Audits: Der Lieferant muss Qualitätsanforderungen einhalten und Prüfmaßnahmen des Zuwendungsgebers (BMWK / Projektträger Jülich) ermöglichen.
Erforderliche Dokumentation
Mit dem Angebot bzw. bei Lieferung sind folgende Unterlagen einzureichen:
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung – Referenzen
Der Bieter muss zwei vergleichbare Referenzprojekte im Bereich Brennstoffzellen im maritimen Sektor nachweisen. Die Projekte müssen innerhalb der letzten 3 Jahre durchgeführt oder abgeschlossen worden sein. Der Nachweis erfolgt über die Formulare Reference No. 1 und Reference No. 2 mit folgenden Angaben pro Referenz:
Für die spätere Wertung (siehe Zuschlagskriterien) werden zusätzlich Referenzen für kommerzielle Aufträge gekoppelter Systeme (LT-PEM + Methanol-Reformer) mit mindestens 500 kW installierter Leistung sowie Referenzen an öffentliche Auftraggeber besonders honoriert.
Rechtliche und registerbezogene Eignung
Handelsregistereintrag: Nachweis der Eintragung im Handelsregister oder in der Handwerksrolle durch einen aktuellen Registerauszug, der zum Zeitpunkt der Angebotsfrist (17.07.2026) nicht älter als 3 Monate sein darf. Ausländische Bieter legen ein vergleichbares Dokument nach den Bestimmungen ihres Sitzstaates vor.
Ausschlussgründe: Es dürfen keine Ausschlussgründe gemäß §§ 123, 124 GWB (Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen) sowie ggf. keine fakultativen Ausschlussgründe vorliegen. Selbstreinigungsnachweise gemäß § 125 GWB können eingereicht werden.
EU-Sanktionen (Russland/Belarus): Es darf kein Bezug zu Russland oder Belarus im Sinne des Art. 5k VO (EU) 833/2014 vorliegen (z. B. keine russische Staatsangehörigkeit/Niederlassung, keine Beteiligung >50 %, kein Handeln im Auftrag Russlands). Gleiches gilt für Unterauftragnehmer/Lieferanten mit >10 % des Auftragswerts.
Soziale und arbeitsrechtliche Eignung
Mindestlohn (MiLoG): Eigenerklärung gemäß § 19 Abs. 3 MiLoG, dass keine Ausschlussgründe nach § 19 Abs. 1 MiLoG vorliegen. Der Auftraggeber kann jederzeit Auskünfte nach § 150a GewO anfordern.
ILO-Kernarbeitsnormen: Eigenerklärung zur Einhaltung der 8 ILO-Kernarbeitsnormen (Vereinigungsfreiheit, Kollektivverhandlungen, Gleichheit des Entgelts, Diskriminierungsverbot, Mindestalter/Verbot von Kinderarbeit, Verbot von Zwangsarbeit).
Diese Erklärungen sind von der zeichnungsberechtigten Person zu unterzeichnen und gelten auch für Unterauftragnehmer, Konsortionsmitglieder und Eignung leihende Unternehmen.
Unternehmensprofil und Sprache
Firmenprofil mit folgenden Angaben:
Arbeitssprache: Alle Angebotsunterlagen müssen in deutscher oder englischer Sprache verfasst sein.
Bietergemeinschaften und Eignungsleihe
Vergleichbare Referenzprojekte im Bereich Brennstoffzellen im maritimen Sektor (Lieferung gekoppelter Systeme oder vergleichbarer Brennstoffzellen-Komponenten)
Nachweis über die Formulare Reference No. 1 und Reference No. 2 mit Angabe von Referenzgeber, Ansprechpartner, Projektbeschreibung, Leistungszeitraum, Art der Durchführung (Eigenleistung/Konsortium/Nachunternehmer) und Auftragswert (netto, Euro). Mindestens 1 Referenz an öffentliche Auftraggeber erhöht die Bewertung. Für maritime Anwendungen sollten zudem Erfahrungen mit IACS-Typzulassungen und mindestens 15 ausgelieferte maritime Brennstoffzellensysteme nachweisbar sein.