Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenBauauftrag der Deutschen Rentenversicherung Berlin-Brandenburg: An der Rehaklinik Lautergrund in Bad Staffelstein (Bayern) wird eine neue Übergabestation mit Mittelspannungsschaltanlage (20 kV) errichtet und das Anschlusskabel zur Klinik erneuert. Die bestehende Turmstation wird außer Betrieb genommen. Leistungen umfassen Tiefbau, Kabelverlegung (inkl. Spülbohrung), Stationsgebäude (Betonraumzelle), Mittelspannungsschaltanlage, Netzersatzanlage, Erdung/Blitzschutz, Demontage Altanlage und Dokumentation. Ausführung in Kalenderwoche 35/2026 bis 06/2027. Angebotsfrist endet am 24.07.2026 um 10:00 Uhr.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis: Ermittlung aus der Wertungssumme des Angebotes (nachgerechnete Angebotssumme unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbeträgen aus Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten).
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenNeubau Übergabestation und Mittelspannungsschaltanlage
Errichtung einer neuen Übergabestation mit Mittelspannungsschaltanlage (20 kV, Bemessungsspannung 24 kV) als Ersatz für die bestehende Turmstation. Die Station wird in den bestehenden Mittelspannungsring zwischen UW Oberwallstadt und Wattendorf eingebunden. Trafoleistung der Station: maximal 1.250 kVA. Bemessungsstrom Sammelschiene 630 A, Bemessungskurzzeitstrom 20 kA / 1 s, Bemessungsstoßstrom 50 kA.
Stationsgebäude als Betonraumzelle Typ UF 3060 (Außenmaße ca. 3,02 × 5,98 × 3,32 m) inklusive Fundamente, Erdungsdurchführungen, Wannendach, Aluminiumtür, Zwischenboden, Innenbeleuchtung, Erdung und Potentialausgleich sowie Inbetriebnahme der EZA-Regelung.
Mittelspannungsschaltanlage ZS8.4 nach IEC 62271-200 mit Vakuum-Leistungsschaltern, Lasttrennschaltern, Erdungsschaltern, Strom- und Spannungswandlern, Schutzrelais REX615, Verkabelung und Verriegelungen. Inklusive Werksabnahme und vollständiger Dokumentation in EPLAN Electric P8.
Erneuerung Anschlusskabel
Erneuerung des Mittelspannungs-Anschlusskabels zur Rehaklinik Lautergrund. Verlegung von MS-Kabel N2XS(F)2Y 1×240 inklusive Endverschlüssen, T-Steckern, Muffen, Schutzrohren HDPE 50 sowie VLF-Prüfung. Kabelverlegung erfolgt im Rahmen der Tiefbauarbeiten.
Tiefbau und Kabeltrasse
Ausführung der Erd- und Tiefbauarbeiten einschließlich zweier Spülbohrungen (2×80 m, DN 180), Herstellung der Kabelgräben, Sandbettung, Füllboden und Tragschicht sowie Wiederherstellung der Oberflächen. Zusätzlich Kernbohrungen in Stahlbeton (Wände und Decken, Durchmesser 100–200 mm) für die Kabeldurchführung.
Netzersatzanlage
Bereitstellung und Anschluss eines Notstromaggregats mit ca. 630 kW (Dauerleistung 570 kVA) zur Aufrechterhaltung des Klinikbetriebs während der Bauphase. Inklusive ca. 70 m Zuleitung und temporärer Kabelverbindungen.
Erdung, Blitzschutz und Potentialausgleich
Errichtung einer Erdungs- und Blitzschutzanlage nach Schutzklasse III mit Ringerder, Fundamenterder, Fangleitungen und Ableitungen. Einbau einer Hauptpotentialausgleichsschiene mit Anschlüssen und Erdungs-Boxen. Setzen eines Polycarbonat-Kabelschachts.
Brandschutz
Ausführung der Brandschutzmaßnahmen an Kabel- und Leitungsschottungen: Mörtelschotts F90, Brandschutzsteine, Brandschutzkissen und PU-Schaum mit zugehöriger Dokumentation.
Demontage der Altanlage
Rückbau und fachgerechte Entsorgung der bestehenden 20-kV-Ölkabel und der alten Mittelspannungsanlage nach Stilllegung.
Baustelleneinrichtung, Logistik und Koordination
Komplette Baustelleneinrichtung inklusive Logistik, Sicherung, Container, Kräne, Reinigung und Entsorgung der Baustellenabfälle. Koordination mit dem Bayernwerk, Einweisung des Klinikpersonals sowie Lieferung von Beton.
Dokumentation und Vermessung
Vermessung, Bestandsdokumentation und CAD-Planung. Erstellung der Werks- und Montageplanung als PDF innerhalb von 21 Tagen nach Auslieferung. Erstellung der As-Built-Dokumentation (Enddokumentation) innerhalb von 6 Wochen nach abgeschlossener Inbetriebnahme.
Optionale Leistungen
Stundenlohnarbeiten für Montageleiter, Elektroinstallateure und Auszubildende nach Verrechnungssätzen. Wartung der Mittelspannungsschaltanlage (jährlich) als Bedarfsposition.
Sprach- und Personalanforderungen
Der Obermonteur muss die deutsche Sprache in Wort und Schrift beherrschen, um technische Anweisungen zu verstehen und Pläne zu erläutern. Die Montagebeaufsichtigung erfolgt durch einen fachkundigen Bauleiter des Auftragnehmers, der während der Ausführungszeit möglichst nicht ausgetauscht werden soll.
Ausführungszeitraum
Beginn der Ausführung: spätestens innerhalb von 12 Werktagen nach Aufforderung durch den Auftraggeber, vorgesehener Start in Kalenderwoche 35/2026 (letzter Werktag). Abnahmereife Fertigstellung: Kalenderwoche 06/2027 (letzter Werktag). Vertragsstrafe bei Verzug: 0,20 % der Auftragssumme ohne Umsatzsteuer pro Werktag, maximal 5,00 % der Auftragssumme ohne Umsatzsteuer.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenUnternehmensbezogene Eignung
Eintragung im Handelsregister und in der Handwerksrolle (für die auszuführenden Leistungen) oder bei der IHK; alternativ keine Eintragungspflicht. Kein eingeleitetes oder eröffnetes Insolvenzverfahren, kein Ablehnungsbeschluss mangels Masse, keine Liquidation. Ordnungsgemäße Erfüllung der steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Pflichten. Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft. Präqualifikation im Präqualifikationsverzeichnis oder Vorlage der Eigenerklärung zur Eignung (VHB 124) beziehungsweise Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE). Bei Auftragssumme ab 30.000 € wird der Auftraggeber einen Auszug aus dem Gewerbezentralregister gemäß § 150a GewO beim Bundesamt für Justiz anfordern.
Ausschlussgründe und Selbstreinigung
Keine Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A. Insbesondere keine Verurteilung mit Freiheitsstrafe von mehr als 3 Monaten oder Geldstrafe von mehr als 90 Tagessätzen oder Geldbuße von mehr als 2.500 € in den letzten zwei Jahren. Liegt ein Ausschlussgrund vor, können Maßnahmen zur Selbstreinigung gemäß § 6e EU Abs. 6 VOB/A vorgewiesen werden.
Fachliche und personelle Eignung
Auf Verlangen sind vorzulegen: durchschnittliche Anzahl der in den letzten drei Jahren beschäftigten Arbeitskräfte, gegliedert nach Lohngruppen mit Leitungspersonal; Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerkskarte oder IHK-Eintragung; Insolvenzplan (falls zutreffend); Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse (falls beitragspflichtig); Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts; Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG; qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Lohnsummen.
Leistungsbezogene Eignung – Referenzen
Bei engerer Wahl sind drei Referenznachweise aus den letzten fünf Kalenderjahren vorzulegen. Die Referenzen müssen vergleichbare Leistungen betreffen (Errichtung einer Übergabestation mit Mittelspannungsschaltanlage und/oder Erneuerung eines Anschlusskabels). Je Referenz sind Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, besondere technische und gerätespezifische Anforderungen, Baumaßnahmenart (Neubau, Umbau, Denkmal), vertragliche Bindung sowie eine Bestätigung des Auftraggebers anzugeben.
Technische und qualitätsbezogene Eignung
Vorzulegen sind eine Typprüfbescheinigung für die Mittelspannungsschaltanlage aus einem akkreditierten Prüflaboratorium, der Nachweis der Normenkonformität (insbesondere IEC 62271-200, IEC 62271-100, IEC 61850) sowie die Zertifizierung des Herstellerwerks der Mittelspannungsschaltanlage nach DIN EN ISO 9001 und DIN EN ISO 14001. Bevorzugt werden Fabrikate von Herstellern des Güteschutzverbandes oder vergleichbarer Organisationen. Der Auftragnehmer hat die Einhaltung der arbeitsmedizinischen Vorsorge nach VBG 100 nachzuweisen.
Nachunternehmer und Bietergemeinschaften
Die Weitergabe von Leistungen an Nachunternehmer ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Auftraggebers zulässig. Nachunternehmer müssen die gleiche Eignung nachweisen. Bei Bietergemeinschaften ist eine Erklärung in Textform mit Benennung des Bevollmächtigten und gesamtschuldnerischer Haftung aller Mitglieder erforderlich (VHB 234). Nicht im Nachunternehmerverzeichnis (VHB 233) aufgeführte Leistungen sind im eigenen Betrieb auszuführen.
Drei Referenznachweise über vergleichbare Leistungen: Errichtung einer Übergabestation mit Mittelspannungsschaltanlage und/oder Erneuerung eines Anschlusskabels
Pro Referenz anzugeben: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Baumaßnahmenart (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer, ARGE-Partner, Nachunternehmer), Bestätigung des Auftraggebers. Vorlage nur bei engerer Wahl.