Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenKurzbeschreibung
Die Stadt Freudenstadt saniert die denkmalgeschützte Golfplatzbrücke (Baujahr 1884) über die Bahnstrecke Freudenstadt–Alpirsbach. Die Brücke erhält im Zuge des Baus einer neuen Fahrradstraße eine grundlegende Ertüchtigung.
Was ist zu tun?
Wichtige Hinweise
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium ist ausschließlich der Preis (inkl. Jahrespauschalen und Gleitklauseln für Wartung gemäß Nr. 1, Fußnote 6).
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBetoninstandsetzung
Vorbereitung der Betonunterlage durch Strahlen, Abstemmen und Reinigen, Entfernen minderfester Schichten, fachgerechte Entsorgung. Bearbeitung der Bewehrung (Reinheitsgrad Sa 2½, Beschichtung je nach Durchmesser). Risse mit Epoxidharz verpressen (EP-V, Rissbreite 0,2–0,4 mm) und kraftschlüssig injizieren (EP-I). Fehlstellen mit Zementmörtel/Beton (RM/RC) instandsetzen, Spritzbeton C35/45 (XF4, XC4, XD3) in Teilflächen, PRC-Beton auf dem Überbau innen, Haftbrücke aus Zementmörtel mit Kunststoffzusatz. Reaktionsharz-Versiegelung zweilagig und Reaktionsharz-Kratzspachtelung dreilagig in den Kappenbereichen.
Abdichtung und Brückenbelag
Rückbau des bestehenden Belags (Asphaltdeckschicht, Bitukies, Mastixabdichtung) und Neuaufbau: Bitumen-Schweißbahn als Dichtungsschicht nach ZTV-ING Teil 6 Abschnitt 1, Edelstahl-kaschierter Verstärkungsstreifen im Schrammbordbereich, Schutzlage aus Glasvlies-Bitumendachbahn. Gussasphalt-Schutzschicht MA 11 S (3,5 cm) und Gussasphalt-Deckschicht MA 11 S (4,0 cm) mit Gussasphaltrinne und Oberflächenbearbeitung. Bituminöser Fahrbahnübergang wasserundurchlässig (8 cm dick, 4 cm Fugenspalt), Fugenbänder aus Elastomer mit Klemmschienen V4A. Rand-, Längs- und Querfugen mit Fugenmasse N1/N2.
Straßen- und Gehwegbeläge sowie Borde und Entwässerung
Im Straßenbereich: Asphalttragschicht AC 32 T S (18 cm), Asphaltbinderschicht AC 22 B S (8 cm), Asphaltdeckschicht AC 16 D S (5 cm). Auf den Gehwegen Asphalttragschicht AC 22 T L (10 cm). Granitbordsteine Format A5 mit Fugenmörtel Typ A, Betonbordstein-Trennarbeiten mit Nassschnitt und Gehrung. Entwässerung: Betonfertigteil-Straßenabläufe (Form 2a/3a/5c) mit Aufsatz Klasse D 400, 500×500 mm, verzinkter Eimer A2. Herstellung einheitliches Quergefälle mit Betonersatzmörtel.
Stahlbau und Korrosionsschutz
Umbau des Bestandsgeländers (Stahl, Höhe 1.200 mm) mit neuem zweiteiligem Handlauf und integriertem Seil, Demontage und fachgerechte Aufbereitung des Bestandes, Korrosionsschutz nach ZTV-ING (u. a. DB 701). Kabeltrasse: 8 Leerrohre Di=100 mm in Halbschalen aus Edelstahl V4A auf Konsolkonstruktion, weitere 6 Leerrohre unter dem südlichen Kragarm.
Oberflächenschutz und Sonstiges
OS-C-Beschichtung mit erhöhter Dichtigkeit an Überbau-Unterseite (ca. 360 m²) und Widerlager-/Flügelwänden (ca. 90 m²), Farbton wird durch den AG benannt; zuvor flexible Beschichtung an der Überbau-Untersicht entfernen. Hohlkammer-Anbohrungen Di=16 mm, Tiefe bis 10 cm an Tiefpunkten. Provisorische Überfahrten auf Anordnung des AG an den Baugruben der Widerlager.
Bauprozess, Logistik und Erschwernisse
Rückbau und Erneuerung in 4–5 Bauphasen, Sperrpausen DB vom 28.08.2026 (00:00 Uhr) bis 26.10.2026 (00:00 Uhr) als Hauptarbeitsfenster über den Gleisen. Vollsperrung der Brücke für den Straßenverkehr frühestens ab 01.09.2026. DB-Sicherungsanmeldung mindestens 20 Werktage vor Bedarf über e-workflow der DB. Eignungs-/Erstprüfungen für Beschichtungsstoffe mindestens 6 Wochen vor Ausführung, für Beton- und Asphaltmischgut mindestens 3 Wochen vor Einbau. Beweissicherung vollständig spätestens 2 Arbeitstage vor Baubeginn. SiGe-Plan durch den AN erstellen, Vorankündigung gemäß Baustellenverordnung. Vermessung inkl. Messprogramm, Kontroll- und Schlussvermessung durch den AN. Bautagesberichte arbeitstäglich, wöchentliche Übergabe. E-Rechnungsstellung über den Zentralen Rechnungseingang BW. Erschwernisse (in EP einrechnen): Arbeiten in nächtlichen Zugpausen/Samstagen, DB-Sperrpauseneinrichtung, Einhausungen und Lichtraumprofil, vermehrte Handarbeit/Kleingeräte im Schrammbord- und Bauwerksendenbereich, Zwischenlagerung in flüssigkeitsdichten Containern, Beprobung Abbruchmaterialien. Stillstand bis 4 h bei Kampfmittelfund wird nicht vergütet.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche und wirtschaftliche Eignung
Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle und/oder bei der IHK (Nachweis über Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerkskarte bzw. IHK-Eintragung, auf Verlangen). Ausreichende Arbeitskräfte für die Leistungsausführung; jahresdurchschnittliche Angabe der Mitarbeiter nach Lohngruppen inklusive Leitungspersonal (auf Verlangen). Umsätze der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre für Bauleistungen und vergleichbare Leistungen, einschließlich etwaiger ARGE-Anteile. Ingenieure mit außergewöhnlicher Sachkenntnis und mehrjähriger Erfahrung im Ingenieurbau für die Erstellung der Ausführungsunterlagen. Traggerüste nach DIN EN 12812, Arbeitsgerüste nach DIN EN 12811, Abnahme von Traggerüsten/Gerüsten durch einen Prüfingenieur.
Zuverlässigkeit und rechtliche Voraussetzungen
Kein eröffnetes Insolvenzverfahren, kein abgelehnter Insolvenzantrag mangels Masse, keine Liquidation (ggf. rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan). Keine schweren Verfehlungen, die einen Ausschluss nach VOB/A begründen, keine Verurteilung zu mehr als 3 Monaten Freiheitsstrafe oder Bußgeld über 90 Tagessätzen/2.500 € in den letzten 2 Jahren; ggf. Nachweis von Selbstreinigungsmaßnahmen. Ordentliche Erfüllung der Verpflichtungen zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen (auf Verlangen: Unbedenklichkeitsbescheinigung Finanzamt, Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse). Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft; auf Verlangen qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der BG mit Lohnsummen. Ab Auftragssumme ab 30.000 € Abfrage beim Wettbewerbsregister des Bundeskartellamts durch den AG.
Referenzen
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen über Brückeninstandsetzungs- oder Brückenbauleistungen (insbesondere Betoninstandsetzung, Abdichtung, Asphalt- und Belagsarbeiten an Brücken) aus den letzten 3 abgeschlossenen Kalenderjahren. Pro Referenz sind Baumaßnahme, Ort, Bauherr/Auftraggeber mit Anschrift, Leistungsbeschreibung, Auftragswert der Gesamtleistung, Eigenanteil/eigene Leistung, Ausführungszeitraum, Rolle (Hauptauftragnehmer/ARGE-Partner/Nachunternehmer), durchschnittlich eingesetzte Arbeitskräfte und Leitungskräfte sowie besondere technische, gerätespezifische, zeitliche oder sonstige Anforderungen anzugeben. Schriftliche Bestätigung des damaligen Auftraggebers (mit Ansprechpartner) nur auf Verlangen in der engeren Wahl.
Präqualifikation und Tariftreue
Angabe der PQ-Nummer im Angebotsschreiben oder alternativ Abgabe der Eigenerklärung KEV 179; bei Abgabe einer Einheitlichen Europäischen Eigenerklärung (EEE) entfallen die Eigenerklärungen nach KEV 179. Bei Bietergemeinschaft: rechtsverbindliche Erklärung nach Vordruck KEV 175, Benennung des geschäftsführenden Mitglieds, Gesamtschuldnerische Haftung aller Mitglieder. Nachunternehmer: Vordrucke KEV 176.1/176.2, bei diesem Vorhaben ausnahmsweise bereits mit dem Angebot Namen und Anschriften der NU sowie Zuordnung zu Teilleistungen. Verpflichtungserklärung Mindestlohn/Tariftreue LTMG-BW (Vordruck KEV 179.3), von allen Mitgliedern der Bietergemeinschaft und von Nachunternehmern zu unterzeichnen. Nachunternehmen und Verleihunternehmen sind ihrerseits auf die Einhaltung der §§ 3 und 4 LTMG zu verpflichten; prüffähige Unterlagen über die eingesetzten Beschäftigten sind bereitzuhalten. Verwendung güteüberwachter und zertifizierter Baustoffe (BASt-Liste) oder projektbezogener Verwendbarkeitsnachweis.
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen über Brückeninstandsetzungs-/Bauarbeiten (Betoninstandsetzung, Abdichtung, Asphaltarbeiten an Brücken)
Referenzangaben auf Seiten 3–4 der Eigenerklärung KEV 179 (Baumaßnahme, Ort, Bauherr, Leistungsbeschreibung, Auftragswert gesamt, Eigenanteil, Ausführungszeit, Rolle, eingesetzte Arbeits-/Leitungskräfte, besondere Anforderungen); schriftliche Bestätigung des damaligen Auftraggebers nur bei engerer Wahl