Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Verkehrsbetriebe Schussental (VBS) bauen auf ihrem Busbetriebshof in Ravensburg einen neuen Ladepark für Elektrobusse. Dafür werden sowohl die Planung als auch der schlüsselfertige Bau gesucht.
Kern der Ausschreibung:
Verfahren: Europaweites Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb in zwei Stufen. Erst werden 3–5 Bewerber ausgewählt, dann verhandelt und ein Zuschlag erteilt.
Teilnahmefrist: 31.07.2026, 12:00 Uhr (online über dtvp.de).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Funktionalität/ Verkehrsführung/Verkehrserschließung30%
Bewertung der Funktionalität sowie der Verkehrsführung und Verkehrserschließung des Konzepts
- Ladekonzept / Energiekonzept20%
Bewertung des Lade- und Energiekonzepts
- Prozessqualität / Terminplan10%
Bewertung der Prozessqualität und des Terminplans
- Preis (inkl. Wartung und Service)40%
Angebotspreis inklusive Wartung und Service
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGesamtüberblick
Gegenstand ist die Erweiterung des bestehenden Busbetriebshofs in Ravensburg um einen neuen Ladepark. Das Projekt umfasst eine Nutzfläche von rund 10.825 m² und ein Gesamtbudget von maximal 17 Mio. € netto (alle Kostengruppen 200–700 nach DIN 276 inkl. Nebenkosten).
Beauftragung in zwei Stufen:
Perspektivisch soll die Anlage auch Elektrobusse anderer Verkehrsunternehmen mitversorgen können. Dazu wird das benachbarte Grundstück angepachtet.
Ladeinfrastruktur – Verteilung
Insgesamt sind rund 28 DC-Ladepunkte mit CCS-2-Steckern vorgesehen:
Energieerzeugung und Speicher
Auf den Überdachungen der Stellplätze wird eine Photovoltaikanlage mit größtmöglicher Leistungsfähigkeit installiert. Optional ist zusätzlich ein Stromspeicher vorgesehen.
Verkehrs- und Außenanlagen
Errichtung von:
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenVerfahren und Bewerberauswahl
Es handelt sich um ein europaweites Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb nach der Sektorenverordnung. Zugelassen sind natürliche und juristische Personen sowie Bietergemeinschaften (Einzelbewerbern gleichgestellt).
Aus den eingegangenen Teilnahmeanträgen werden 3 bis 5 Bewerber für die zweite Stufe (Angebotsverhandlungen) ausgewählt. Die Auswahl erfolgt schrittweise. Im Anschluss folgen eine indikative Angebotsabgabe, Verhandlungen und Zuschlagserteilung (voraussichtlich Ende Oktober 2026).
Bieterkaution oder Sicherheitsleistung wird nicht gefordert. Eine Nachforderung von Unterlagen durch die Vergabestelle ist möglich; bei Fristversäumnis droht der Ausschluss.
Zwingende Ausschlussgründe (§ 123 GWB)
Bewerber dürfen nicht rechtskräftig verurteilt sein wegen:
Zusätzlich müssen Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträge ordnungsgemäß gezahlt worden sein.
Weitere Ausschlussgründe (§ 124 GWB) und Sanktionen
Ausschluss erfolgt unter anderem bei:
Sanktionsrechtlich: Keine Russland-Bezüge beim Bewerber, bei Eigentümern über 50 %, bei beauftragten Unterauftragnehmern/Lieferanten über 10 % Auftragswert (Art. 5k VO EU 833/2014). Zudem darf kein Verstoß gegen das Mindestlohngesetz mit Geldbuße ab 2.500 € vorliegen (§ 19 Abs. 3 MiLoG).
Wirtschaftliche und fachliche Eignung
Folgende Nachweise und Angaben sind erforderlich:
Eignungsleihe und Unterauftragnehmer
Eine Eignungsleihe ist zulässig: Unternehmen, auf die sich der Bewerber zum Nachweis der Eignung stützt, müssen die jeweiligen Eignungsanforderungen ebenfalls erfüllen und entsprechende Verpflichtungs- sowie Ausschlusserklärungen vorlegen.
Bei Einsatz von Unterauftragnehmern ist ein Verzeichnis mit Leistung und Anschrift einzureichen. Für die Phase 2 (Angebotsabgabe) ist zudem eine Tariftreueerklärung nach § 3 LTMG erforderlich – auch für Nachunternehmer und Unterverleiher.
Bietergemeinschaften haften gesamtschuldnerisch; jedes Mitglied muss die geforderten Eigenerklärungen eigenständig abgeben.
Schlüsselfertiger Neubau eines Ladeparks oder vergleichbarer Einrichtung (z.B. Betriebshof) mit mind. 10 DC-Ladepunkten
Bewertet nach Vergleichbarkeit (Busbetriebshof mit 15–20 Ladepunkten) und Aktualität; Formblatt ausfüllen mit Projektbezeichnung, Bauherr, Ansprechpartner, Kurzbeschreibung, Auftragsvolumen, Abnahmedatum
TGA-Fachplanung Elektro für Ladepark oder vergleichbare Einrichtung mit mind. 10 DC-Ladepunkten
Leistungsphasen 2–5 nach HOAI, mindestens Honorarzone III; Formblatt wie oben, zusätzlich Angabe der erbrachten Leistungsphasen