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Rechtsgutachten RAPEX-Kontaktstelle

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin44149 Dortmund, Nordrhein-WestfalenVeröffentlicht:
Angebotsfrist: abgelaufen

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sucht einen Auftragnehmer für die Erstellung eines Rechtsgutachtens zu ihrer Rolle als nationale Kontaktstelle für das EU-Schnellwarnsystem Safety Gate (vormals RAPEX).

Das Gutachten soll ein bestehendes Vorgutachten aktualisieren und um neue Rechtsgebiete erweitern. Konkret geht es um:

die EU-Produktsicherheitsverordnung (GPSR)das Marktüberwachungsgesetz (MüG)das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG)den IMERA-Rechtsaktdas KI-Marktüberwachungs- und Innovationsförderungs-Gesetz (KI-MIG)

Gesucht: Juristische Experten (Hochschulen, Institute, Forschungs­einrichtungen oder vergleichbare Fachleute) mit Erfahrung im Produktsicherheits-, Marktüberwachungs- und EU-Recht.

Bearbeitungszeitraum: 01.09.2026 bis 01.06.2027 (9 Monate).

Verfahren: Offene nationale Vergabe (Unterschwellenvergabe nach UVgO). Angebote sind bis 8. Juli 2026, 12:00 Uhr ausschließlich über die Vergabeplattform dtvp.de einzureichen.

Ausschreibung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Die Angebotsfrist ist abgelaufen.
HEUTE
Termin / FristJUN2026 AUG OKT DEZ FEB APR JUN
Veröffentlichung8. Juni 2026
Bieterfragen-Frist26. Juni 2026
Beantwortung Bieterfragen1. Juli 2026
Angebotsfrist8. Juli 2026
Bindefrist8. Juli – 21. Aug. 2026
Zuschlagca. 8. Juli – 21. Aug. 2026
Vertragsbeginn1. Sep. 2026
Ausführungsbeginn1. Sep. 2026
Vertragslaufzeit1. Sep. 2026 – 1. Juni 2027
Vorlage Arbeitsplan1. Okt. 2026
Vorlage Zwischenbericht1. Dez. 2026
Vorlage finales Gutachten1. Juni 2027
Vertragsende1. Juni 2027
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Richtwertmethode5 Kriterien
  • Expertise der Bieter10%

    Bewertet, ob der Bieter sowohl im Produktsicherheits- und Marktüberwachungsrecht (inkl. Verwaltungsrecht) als auch im EU-Recht gute Expertise besitzt (Publikationen, Vorträge, Tätigkeitsfeld).

  • Personal-, Finanz-, Terminplan6%

    Bewertet personelle Verantwortlichkeiten, Vertreter und Qualifikationen, Vorschläge zu Projektkommunikation/Workshops/Schulungen/Support, Vertretungsregelung, realistischen Finanzplan und nachvollziehbare Terminierung.

  • Projektablauf und Ergebnisse des Gutachtens3%

    Bewertet die detaillierte Beschreibung des Projektablaufs, Aufgreifen und Konkretisierung der Fragestellungen, Begründung von Abweichungen sowie Vorschläge zur Veröffentlichung und Aufbereitung der Ergebnisse.

  • Praxisbezug und Handlungsempfehlungen10%

    Bewertet, inwieweit nationale Strukturen (BAuA als Kontaktstelle, Marktüberwachungsbehörden der Länder) und europäische Strukturen berücksichtigt werden sowie Handlungsempfehlungen für die nationale Kontaktstelle und Umsetzung europäischer Meldeverfahren erarbeitet werden.

  • Bezug zum vergangenen Gutachten4%

    Bewertet, inwieweit Erkenntnisse und Strukturen des vorausgegangenen Gutachtens berücksichtigt werden und Vorschläge zur strukturellen Überarbeitung und Anpassung von Inhalten benannt werden.

Quotient = Angebotspreis (Bruttopreis) / Gesamtpunktsumme (Σ Gewichtung × Erfüllungsgrad). Der Bieter mit dem niedrigsten Quotienten erhält den Zuschlag.

KI-Hinweis: Alle Zuschlagskriterien mit Gewichtungspunkten, Bewertungsskala (0–4) und Berechnungsformel (Preis-Leistungs-Quotient) sind vollständig dokumentiert.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Gegenstand und Ziel des Gutachtens

Erstellung eines deutschsprachigen Rechtsgutachtens zur Rolle der BAuA als nationale Kontaktstelle für das EU-Schnellwarnsystem Safety Gate (vormals RAPEX). Das Gutachten aktualisiert und erweitert ein bestehendes Vorgutachten und soll die Aufgabenwahrnehmung der BAuA im Spannungsfeld zwischen nationalem Recht und EU-Meldeverfahren rechtssicher analysieren.

Zu untersuchender Rechtsrahmen

Das Gutachten muss folgende Rechtsquellen behandeln:

EU-Produktsicherheitsverordnung (GPSR), Verordnung (EU) 2023/988Marktüberwachungsgesetz (MüG)Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG)IMERA-RechtsaktKI-Marktüberwachungs- und Innovationsförderungs-Gesetz (KI-MIG) einschließlich nationalem Durchführungsgesetz zur KI-VerordnungDurchführungsverordnung (EU) 2024/2639 und delegierte Verordnung (EU) 2024/3173Ggf. anwendbare Spezialvorschriften (Lex Specialis)

Inhaltliche Schwerpunkte der Bearbeitung

1. Beschreibung der rechtlichen Ausgangssituation aller relevanten Vorschriften.

2. Analyse des Rechtsrahmens unter Berücksichtigung der heutigen Aufgabenwahrnehmung durch die BAuA-Kontaktstelle in den Meldeverfahren.

3. Erstellung eines Rechtsgutachtens mit Kommentierung der für die Marktüberwachung relevanten Paragrafen – mit Fokus auf die Rolle der BAuA als nationale Kontaktstelle.

4. Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen zur rechtskonformen Aufgabenwahrnehmung und prozessualen Umsetzung.

5. Diskussion ausgewählter Problemstellungen anhand abgestimmter Praxisbeispiele.

6. Zusammenfassung der Erkenntnisse in Form einer Vollständigkeits- und Schlüssigkeits-Checkliste.

Strukturvorgabe (viergeteilte Gliederung)

Das Gutachten soll in vier Teile gegliedert sein:

Teil 1: Rechtlicher Überblick über die für die Meldeverfahren einschlägigen Rechtsakte.Teil 2: Kommentierung der relevanten Paragrafen mit Fokus auf die Rolle der BAuA.Teil 3: Handlungsempfehlungen zur rechtskonformen Aufgabenwahrnehmung und prozessualen Umsetzung.Teil 4: Diskussion des Zusammenspiels zwischen nationaler Kontaktstelle, EU-Kommission und Marktüberwachungsbehörden sowie Ausblick auf aktuelle Entwicklungen.

Liefergegenstände und Meilensteine

Arbeitsplan: 1 Monat nach Projektbeginn (spätestens 01.10.2026).Zwischenbericht: 3 Monate nach Projektbeginn (spätestens 01.12.2026) – Überblick zum Stand der Arbeiten.Schriftlicher Endbericht (Rechtsgutachten): 9 Monate nach Projektbeginn (spätestens 01.06.2027), deutsch, elektronisch, gemäß BAuA-Leitlinien für wissenschaftliche Veröffentlichungen.Kurzfassung: ca. zehnseitig, in deutscher und englischer Fassung.Praxis-Checkliste zur Vollständigkeits- und Schlüssigkeitsprüfung (deutsch).Präsentation der Ergebnisse auf einem Workshop in der BAuA.Mitwirkung bei der Abnahme des Gutachtens.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Fachliche Qualifikation des Auftragnehmers

Gesucht werden Wissenschaftler von Hochschulen, Instituten, Forschungs­einrichtungen oder vergleichbare Fachleute aus dem gewerblichen Bereich mit:

einschlägigen juristischen Erfahrungen im Produktsicherheits- und Marktüberwachungsrecht,idealerweise zusätzlichen Erfahrungen im Verwaltungsrecht und im EU-Binnenmarktrecht.

Der Nachweis erfolgt über die Darstellung von Publikationen, Vorträgen und Tätigkeitsfeld (Bewertungskriterium K1).

Zuverlässigkeit und Ausschlussgründe

Bieter dürfen keine Ausschlussgründe aufweisen:

Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Sozialversicherungs- und Unfallversicherungsbeiträgen.Keine schweren Verfehlungen (Bestechung, Vorteilsgewährung, Diebstahl, Betrug, Untreue, Urkundenfälschung etc.).Keine Verstöße gegen das GWB (Preisabsprachen, verbotene Preisempfehlungen, Absprachen bei Angebotsabgabe).Kein Insolvenzverfahren (weder eröffnet, beantragt noch mangels Masse abgelehnt), keine Liquidation.Kein Verstoß gegen das Mindestlohngesetz oder das Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz (in den letzten zwei Jahren keine Verurteilung mit Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße ≥ 2.500 €).Einhaltung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) – keine rechtskräftig festgestellten Verstöße mit Geldbuße ≥ 175.000 € in den letzten 3 Jahren.Keine Verstöße gegen das Schwerbehindertengesetz.

Versicherungs- und Compliance-Anforderungen

Berufshaftpflichtversicherung mit Mindestdeckung 1.500.000 € (Personenschäden) und 250.000 € (Sach-/Vermögensschäden) – oder Nachweis als Selbstversicherer (auf Anforderung vor Zuschlag, max. 4 Werktage).Anti-Korruptions-, Datenschutz- und Verschwiegenheits­erklärung.Freistellungsbescheinigung nach § 48 EStG, falls einschlägig.

Zuschlagskriterien (Wertung, nicht Eignung)

Die Eignung wird gesamthaft geprüft. Der Zuschlag geht auf das wirtschaftlichste Angebot nach dem Preis-Leistungs-Quotienten (Bewertung 0–4 Punkte pro Kriterium):

| Kriterium | Gewichtung |

|-----------|------------|

| K1 – Expertise der Bieter | 10 |

| K2 – Personal-, Finanz-, Terminplan | 6 |

| K3 – Projektablauf und Ergebnisse des Gutachtens | 3 |

| K4 – Praxisbezug und Handlungsempfehlungen | 10 |

| K5 – Bezug zum vorangegangenen Gutachten | 4 |

| Summe | 33 |

Ausschlusskriterium: Bewertung eines Kriteriums mit 0 Punkten führt zum Ausschluss des Angebots.

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
4–10Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 6 Angebote
Mittlere Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 27%4–10 · 45%11+ · 28%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 19 erledigt
Angebotsformulare und Pflichtdokumente
Nachweis der Fachlichen Eignung
Projekt- und Ressourcenplanung
Compliance-Erklärungen (in Anlage 6 enthalten)
Nachweise auf Anforderung (vor Zuschlag)
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Ort
44149 Dortmund, Nordrhein-Westfalen
Kategorie
Rechtsberatung
Veröffentlicht
Angebotsfrist

Erfüllungsort

Ort der Leistung
44149 Dortmund
Nordrhein-Westfalen

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