Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Herne vergeben die Durchführung des Rettungsdienstes (Notfallrettung und Krankentransport) für vier Jahre in zwei Losen. Ein Los umfasst die Rettungswachen 1 und 2, das andere die Rettungswache Mitte. Bieter dürfen sich nur auf ein Los bewerben. Der Zuschlag geht ausschließlich nach dem günstigsten Preis. Angebote werden elektronisch über den Vergabemarktplatz NRW eingereicht; dort sind auch die Preisblätter (Anlagen 4 und 5) auszufüllen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Zuschlag wird auf das wirtschaftlichste Angebot aufgrund des Preises erteilt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGemeinsame Leistung für beide Lose
Durchführung von Notfallrettung und qualifiziertem Krankentransport gemäß § 13 Rettungsgesetz NRW in der Stadt Herne.
Dazu gehören insbesondere:
Die Stadt stellt den Auftragnehmern für die rettungsdienstliche Leistungserbringung jeweils ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) zur Verfügung; die Rettungswachen (insb. FRW 1 / HFRW) können mitgenutzt werden (voraussichtlicher Umzug zur HFRW ab Mai 2027).
Der Auftragnehmer handelt als Verwaltungshelfer der Stadt. Die Leistung beginnt am 01.10.2026 um 07:00 Uhr und endet am 01.10.2030 um 08:00 Uhr (48 Monate Festpreispauschale).
Personal-, Fahrzeug- und Ausstattungsanforderungen (beide Lose)
Fahrzeugbesetzung gemäß RettG NRW; eingesetztes Personal muss über die gültige 30-Stunden-Fortbildung gemäß § 5 RettG NRW verfügen.
Personal ist in Medizinprodukte einzuweisen; BtMG und BtM-Verschreibungsverordnung sind einzuhalten.
Beim Sonderbedarf (PTZ/MANV) müssen die Reservefahrzeuge (RTW, KTW) innerhalb von 60 Minuten ab Alarmierung einsatzbereit sein; jährlich sind 2 Großübungen à 8 Stunden sowie 5 Veranstaltungen/Ereignisse abzudecken.
Bei Vertragsschluss sind ein Personalentwicklungskonzept, ein Fort- und Weiterbildungskonzept (über § 5 Abs. 4 RettG NRW hinaus), ein Arbeits- und Gesundheitsschutzkonzept sowie eine detaillierte Dienstplangestaltung (inkl. Ausfallmanagement und BGM) vorzulegen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAusschlussgründe und Zuverlässigkeit
Es darf keiner der Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB vorliegen (u. a. strafrechtliche Verurteilungen, Steuer-/Sozialversicherungsschulden, Verstöße gegen Umwelt-, Sozial- oder Arbeitsrecht, Insolvenz, schwere Verfehlung). Nachzuweisen über das Formular 521_EU (Eigenerklärung Ausschlussgründe).
Finanzielle und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Eigenerklärung über den Umsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre mit vergleichbaren Leistungen (inkl. Anteile bei Gemeinschaftsaufträgen).
Berufsqualifikation und Versicherung
Eintragung im Berufsregister des Sitzes/Wohnsitzes (Eigenerklärung). Bestehende Berufshaftpflichtversicherung mit aktueller Deckungsbestätigung. Für die Einbindungsvereinbarung geforderte Mindest-Deckungssummen: Personenschäden 5 Mio. EUR, Sachschäden 3 Mio. EUR, Vermögensschäden 200.000 EUR.
Technische und personelle Leistungsfähigkeit
Eigenerklärung über das für die Leistung und Aufsicht vorgesehene Personal sowie über die zur Verfügung stehende technische Ausrüstung / den Fuhrpark. Eigenerklärung über die jahresdurchschnittliche Beschäftigtenzahl und die Zahl der Führungskräfte der letzten 3 Jahre.
Sanktionen und Neutralität
Eigenerklärung EU-Sanktionspaket 5 (Formular 523_EU): keine Russland-Bezüge von Bieter und Unterauftragnehmern/Lieferanten >10 % Auftragswert. Neutralitätserklärung (Nr. 234_EU) und Verpflichtungserklärung Scientology-Schutzklausel (Nr. 526_EU).
Datenschutz und Tariftreue
Eigenerklärung zum Datenschutz nach DS-GVO (bei Zuschlag: Verpflichtung aller eingesetzten Personen auf das Datengeheimnis). Einhaltung TVgG NRW inkl. ILO-Übereinkommen (Mindestalter Beschäftigung, Verbot Kinderarbeit).
Verfahrenshinweise
Offenes Verfahren nach VgV/UVgO. Bietergemeinschaften sind zugelassen, Präqualifikation ist nicht zugelassen, Nebenangebote sind nicht zugelassen. Pro Bieter ist maximal 1 Los möglich. Zuschlagskriterium: 100 % Preis (günstigster Preis). Fehlende Unterlagen können einmalig nachgefordert werden; bei Nichtvorlage bis zur Frist erfolgt Ausschluss vom Wettbewerb gemäß § 57 Abs. 1 Nr. 2 VgV.
Vergleichbare Referenzen über Notfallrettung (RTW/NEF) und qualifizierten Krankentransport (KTW) gemäß § 13 RettG NRW mit PTZ-10-NRW-Einbindung
Mit Anlage 6 nachzuweisen. Mind. 1 Referenz muss Einbindung in PTZ 10 NRW oder vergleichbares Konzept (60-Min-Reaktionszeit) belegen; mind. 1 Referenz muss kombinierte Personal- und Rettungsmittelgestellung belegen; mind. 1 Referenz muss eigenverantwortlichen Standortbetrieb für Krankentransport inkl. Materialverwaltung und Fahrzeugdesinfektion belegen.
Eigenverantwortlicher Betrieb einer Rettungswache für RTW/NEF inkl. Materialverwaltung und Fahrzeugdesinfektion sowie NEF-Besetzung mit nicht-ärztlichem Personal
Mit Anlage 6 nachzuweisen. Zusätzlich zu den Anforderungen, die für alle Lose gelten, muss für Los 2 mind. 1 Referenz den eigenverantwortlichen Wachenbetrieb (RTW/NEF) inkl. Materialverwaltung/Fahrzeugdesinfektion und mind. 1 Referenz die NEF-Besetzung mit nicht-ärztlichem Personal belegen.